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  09.06.2012   2 Kommentare   1475 Klicks
Musik & Spiel: Mai 2012 9,0 1

Musik & Spiel: Mai 2012: Andys Soundtrack-Rückblick

Wieder ist ein Monat rum, erneut gibt es ein paar Neuigkeiten in Sachen Videospielmusik zu berichten. Diesmal kann sich euer Geldbeutel freuen, denn heute habe ich ein paar schicke Kleinode für lau im Gepäck – wozu passenderweise auch mein Tipp des Monats gehört.

Bitjam Podcast 151: Turrican

Vor wenigen Tagen endete die Kickstarter-Action bezüglich eines neuen Turrican-Albums, welches Arrangements der gesamten Kultserie verteilt auf vier CDs abdecken wird. Während wir auf das finale Produkt bis Ende des Jahres warten müssen, erschien vor ein paar Wochen ein außergewöhnlich gut zusammengestellter Podcast, der einige der besten Fan-Remixe der Serie in gut 50 Minuten presst.

Zu den Highlights gehören Mordis Interpretation von The Great Bath, die mit ihrem Mundharmonikaeinschlag eine gehörige Portion Seefahrerfeeling addiert , Dreamtimes treibender Remix zur legendären Turrican 2 – The Final Fight Titelmelodie sowie duesenbergs prächtiger Turrican-3-Synthie-Overkill.

Doch der eigentliche Grund, weshalb der Podcast mein Tipp des Monats ist, habt ihr einer echten Premiere zu verdanken: Jan Zottmann und Fabian Del Priore, beide eng befreundet mit dem Meister Chris Hülsbeck persönlich, hatten vor Jahren in Zusammenarbeit mit KFSS Studios einen sehr schönen wie verträumten Remix zu Submerged, einer Melodie aus Super Turrican 2, angefertigt, die jedoch aufgrund der überraschenden Schließung des Labels abseits eines kurzen Demoschnippsels nie das Licht der Welt erblicken sollte.

Zottmann, der sich unter anderem für die Titelwahl des Podcast verantwortlich zeichnete, nutzte nun die Gelegenheit und macht das höchst gelungene Werk endlich öffentlich. Und damit nicht genug: Mit Super Turrican ’Steam and Pressure’ – Level 2 gesellt sich ein weiteres fantastisches sowie niemals zuvor gehörtes Arrangement hinzu, das den Geist des Originals hervorragend einfängt und dessen teilweise arg künstlich klingenden Instrumente nahezu perfekt gegen moderne Variationen ersetzt. Einziger Wermutstropfen: Die einzelnen Titel sind im Podcast miteinander verzahnt, d.h. die Remixe gehen fließend anstatt strikt getrennt ineinander über. Es wäre toll, wenn Jan Zottmann und Fabian Del Priore die beiden Stücke nachträglich in autarker Form zur Verfügung stellen könnten.

Eine Anmerkung zum Schluss. Es gibt leider keinen direkten Link zum Podcast, der derzeit nur über die Hauptseite von Bitjam erhältlich ist. Ihr müsst auf der folgenden Seite nach dem Bitjam Podcast 151 suchen.

Epic Games 20th Anniversary Soundtrack

Der nächste Soundtrack, für den ihr keinen müden Euro zahlen müsst, kommt von Epic Games. Die Firma ist seit den 90er Jahren im Geschäft, hat mit niedlichen Shareware-Spielen, wie beispielsweise Jill of the Jungle oder Jazz Jackrabbit, angefangen und sich über die Jahre hinweg mit harten Actionspielen, von Unreal bis Gears of War, einen Namen gemacht.

Epic Games 20th Anniversary Soundtrack zelebriert den eigenen runden Geburtstag und macht netterweise uns Spielern ein schönes Geschenk, indem es einige markante Themen von alt bis neu zusammenfasst. Neben den bereits genannten Titeln bekommt ihr Musikstücke von Epic Pinball, Shadow Complex sowie der Unreal-Tournament-Serie zu hören. Es handelt sich hierbei um eine sehr schöne Zusammenstellung, die einen konsequent hochgehaltenen Qualitätsbogen hinterlässt und speziell die Evolution der Synthi-Technologie innerhalb der PC-Actionwelt repräsentiert.

Analogue – A Hate Story

Der Preis für den Geheimtipp des Monats geht eindeutig an Isaac Schankler für seine Arbeit an Analoge – A Hate Story. Das ungewöhnliche Adventure, bei dem ihr vorrangig Texte lest und euch durch Datenbankeinträge klickt, wird von einem faszinierenden Synthi-Soundtrack begleitet. Er deckt sowohl den Bereich der Melodien als auch der ambienten Klänge ab, wobei erstere dominieren. Zwar wird das Hauptthema recht häufig wiederholt, dies jedoch in einer ausreichend abweichenden Instrumentierung.

Die meiste Zeit über erinnert die Musik an typisch-japanische Rollenspielsoundtracks aus den späten 90er beziehungsweise frühen 2000er Jahren. Das Spiel selbst mag aufgrund des trockenen Konzepts umstritten sein, den Soundtrack hingegen kann ich allein aufgrund des niedrigen Preises sowie des hohen Produktionsniveaus wärmstens empfehlen.

Max Payne 3

Wir nähern uns der Blockbuster-Fraktion: Die Band HEALTH stieg just ins Videospielbusiness ein und generierte den Soundtrack zu Max Payne 3. Die Wahl ist dezent ungewöhnlich, lebten doch die Vorgänger des Action-Hits von melancholischen Themen sowie dem Rock-Pop Klassiker Last Goodbye, einem der besten Songs, der explizit für ein Spiel geschrieben wurden. HEALTH hingegen fühlt sich eher im Ambient-Trance-New-Age-Bereich heimisch, weshalb für Serienfans erst einmal kräftiges Umdenken angesagt ist.

In der Tat lebt die Musik von Max Payne 3 von seiner satten Atmosphäre, erzeugt durch harte, ungewöhnliche sowie wenig melodische Synthi-Instrumente. Was im Spielgeschehen für den nötigen Kick sorgt, könnte in Form dieses MP3-Albums den normalen Zuhörer verschrecken, langweilen oder gar beides. Also keine Kaufempfehlung? Mitnichten, meine lieben Jungs und Mädels: In meinen Ohren funktioniert dieser Klangteppich auch abseits des Spiels prächtig, sofern ihr euch darauf einlasst. Besonders Freunde von Depeche Mode sollten dem Werk eine Chance geben: Spätestens beim Song Tears, der vergleichbar mit Last Goodbye mit Gesang auskommt, sind die Parallelen zur Kultband unverkennbar. Ich rate euch: Hört euch die MP3-Schnipsel auf Amazon an. Könnt ihr euch diese Töne 60 Minuten lang am Stück vorstellen, inklusive dezenter Steigerung in Sachen Pace und Dramatik? Dann greift zu.

Diablo 3

Natürlich – diesen Titel darf ich nicht vergessen. Blizzard ist bekannt für ihren übernatürlichen Perfektionismus, der auch vor der Musik nicht Halt macht. Gleichwohl möchte ich warnen: Ja, die Jungs haben es in Sachen Produktionsarbeit drauf wie kaum ein anderer Entwickler. Aber ich sehe bei den Soundtracks zu World of Warcraft oder eben Diablo eine unschöne Parallele zum Spieldesign: Es riecht zu sehr nach Auftragsarbeit anstatt dem Baby unverbesserlicher Individualisten.

Das Album zu Diablo 3 macht wenig falsch: Es klingt düster, es klingt dramatisch. Es glänzt wie seine beiden Vorgänger mit seinem gespenstischen Gitarreneinschlag, es werden Choräle dezent wie dominant eingesetzt, und auch auf die dämonisch klingenden Orgel verzichtet Hauptkomponist Russel Brower nicht. Trotzdem: Es will einfach nicht in Fleisch und Blut übergehen. Blizzard hat dies in meinem Falle auch nur einmal geschafft, siehe Wrath of the Lich King – vielleicht liegt es deshalb einfach an mir. Fans von Spiel, Serie und Franchise greifen natürlich zu, obwohl die gut 70 Minuten bei weitem nicht den gesamten Soundtrack des doch recht umfangreichen Gesamtwerkes abhandeln.

Wer die Collector’s Edition mit der gemasterten CD verpasst hat, der kann die Lücke zumindest mit dem MP3-Album auf iTunes nachholen. Warnung: Der Preis liegt mit 11,99  € oberhalb der Zehner-Schmerzgrenze, die in meinen Augen für eine einzelne “CD“ genügen sollte. Für den gleichen Betrag gibt es übrigens auch seit kurzem The Music of Diablo 1996 – 2001, eine Zusammenstellung der Vorgängersoundtracks. Diese wurden vormals rein zu Promozwecken verteilt und können nun ebenfalls via iTunes von jedermann gekauft werden.

Home Computer

Zum Abschluss mache ich etwas Ungewöhnliches: Ich rate euch vom Kauf eines ganz speziellen Albums ab. Oder besser gesagt: Ich rate zur Vorsicht. Home Computer ist die dritte CD der dänischen Band Press Play on Tape, die sich seit über einem Jahrzehnt allerlei C64-Klassikern widmen. Die Besonderheit: Anstatt wie die Konkurrenz auf schnöde, moderne Synthi-Technologie zu setzen, treten die Jungs Live auf der Bühne und wie eine “normale“ Pop-Band auf.

Während Loading Ready Run und Run/Stop Restore ein paar sehr interessante oder gar witzige Arrangements boten, muss ich bezüglich Home Computer kräftig auf die Euphoriebremse drücken. Insgesamt liefern die Dänen gleich 2 CDs, die diesmal knapp zur Hälfte mit Gesang gefüllt sind. Die Texte hierbei sind… wenig berühmt. Das würde mich nicht weiter stören, doch bin ich schlicht und ergreifend mit dem Lead Sänger unzufrieden. Der klingt weder besonders schlecht noch besonders gut. Ich musste jedenfalls spontan lachen, als er im ersten, von PPOT selbst komponierten Track mit den Worten „I am average“ losträllert.

Er hört sich in der Tat mittelmäßig an – und das gilt leider auch für ein Großteil der instrumentalen Songs. Erneut merkt ihr, dass die Arrangements mit echten Instrumenten aufgenommen wurden. Doch dazu gehören diesmal nicht nur Schlagzeug oder E-Gitarre, sondern auch ein auffallend lustlos klingendes Keyboard. Es klingt entweder altbacken, zurück haltend oder beides zusammen, das obwohl es oftmals die Leadstimme ersetzt.

Ein paar vereinzelte Tracks gefallen mir durchaus - allen voran das mit einem Stimmverzerrer ausgestattete LightForce, das in den ersten Minuten massiv vom Einsatz einer Akustikgitarre profitiert. Deshalb würde ich euch am liebsten den gezielten Kauf der Lieblingsstücke anhand eines MP3-Albums empfehlen. Doch genau dieses gibt es (bislang) nicht: Wollt ihr auch nur eine Minute von Home Computer erstehen, dann müsst ihr gleich das komplette Doppelalbum erstehen… für knapp mehr als 20 Euro, inklusive Porto.

Kommentare

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Bomberpilot
von Bomberpilot | 10.06.2012, 18:26 Uhr
Das Lied von Max Payne heisst doch Late Goodbye!?
Haggy
von Haggy | 09.06.2012, 11:45 Uhr
Press Play on Tape sind großartig. Kann ich wärmstens empfehlen. Und der MP3 Soundtrack hat es mir auch angetan.
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