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Aliens Nekropolis: Die Xenomorphs sind zurück - als Comic

Das im letzen Jahr erschienene Aliens versus Predator war gar nicht so schlecht und aktuell gibt es wieder Lebenszeichen von Segas Aliens: Colonial Marines. Dazu kommt noch ein geplantes Alien Prequel, welches irgendwann mal in die Kinos kommen soll. Da lohnt sich doch auch ein Blick auf den letzen Comic Auftritt der Xenomorphs.

  03.06.2011   4 Kommentare   889 Klicks
 
 
Aliens Nekropolis 10,0 1

Rette das Mädchen

Zeitlich ist Aliens Nekropolis schwer einzuordnen, da es eine misslungene Invasion der Xenomorphs auf der Erde gab, was darauf schließen lässt, das der Comic weit nach den Filmen spielt. Diesen Hintergrund erfahrt ihr auf den ersten Seiten des Bande, denn die eigentliche Story dreht sich um die Mannschaft des Raumschiffes Vidar. Jene hat den Auftrag erhalten hat, die Überreste einer außerirdischen Zivilisation, die ein paar Glücksritter auf dem Planeten Chione entdeckten, zu Untersuchen. Bei der Ankunft auf dem Planeten muss das Team zuerst einmal die Zuständigkeiten klären, denn mal wieder mischen mächtige Firmen mit, die neben Forschungsobjekten auch an Rohstoffen interessiert sind. Nach einem kurzen Gespräch mit den Bewohnern auf Chione eskaliert die Situation aus dem Nichts heraus und die Siedler eröffnen das Feuer auf die Crew der Vidar. Niedergemetzelt und im Dreck liegen gelassen überlebt von den Besatzungsmitglieder das Massaker nur David Sereda, der sich schwer beschädigt zurück zum Schiff schleppt. Schwer beschädigt? Ja, denn David ist ein Android und hat nur deshalb den Beschuss aus nächster Nähe überlebt.

Nach seiner Reparatur will David gerade aufbrechen, als er den Hilferuf eines kleinen Mädchens empfängt. Laut seiner Programmierung muss er jedem Menschen in Not helfen und so macht sich der Android auf um das Mädchen zu suchen. Während seiner Suche gelangt David immer tiefer in die Canyons von Chione, wo er schließlich auf die Überreste der außerirdischen Zivilisation trifft und endlich auch auf die ersten Aliens. Diese scheinen aber anders als die bekannten Xenomorphs zu sein, denn nicht nur ihr Aussehen weicht von den bekannten Kreaturen ab, sondern auch ihr Jagdverhalten. In den Tiefen des Canyons trifft er aber auch auf die restlichen Siedler von Chione, welche jedoch alles andere als feindselig sind. Viel verwirrender ist aber, dass die Männer, die für das Massaker an der Crew verantwortlich sind, sich anscheinend an nichts mehr erinnern können. Es scheint fast so, als würden die Menschen unter einer Art von Beeinflussung stehen. Woher das Ganze kommt muss David erst noch herausfinden, aber zunächst wartet das Mädchen auf Rettung.

Nicht wie im Film

Autor John Arcudi hat eine Story aus dem Aliens-Universum geschaffen, die ein paar nette Anspielungen auf die Filme enthält, aber zum größten Teil unabhängig davon ist. Die Story hat einen angenehmen Spannungsbogen und bringt die eine oder andere Überraschung mit sich. Der Aufbau der Geschichte ist mit ein paar Rückblenden und vorgezogenen Sequenzen gut gelungen und schafft es den Leser den gesamten Band an sich zu binden. Für die Zeichnungen ist Zach Howard verantwortlich, ungefähr ab der Mitte des Bandes unterstützt von Gabriel Andrade. Die Aliens sehen gut aus, wobei die Xenomorphs bei weitem nicht so gut rüber kommen wie in den Filmen oder den Spielen. Dies liegt vermutlich an den zum Teil unspektakulären Perspektiven. Etwas Aliens-Feeling kommt aber dennoch auf.

Fazit

Die Sache mit “Der einzige Überlebende muss das Mädchen retten“ hat mich doch extrem stark an den zweiten Alien Film “Aliens: Die Rückkehr“ erinnert. Auch der Rest, wie zum Beispiel das Finden der Eier, das Schlüpfen der Facehugger, der Android und die ständige Flucht vor den Aliens ist ja allseits bekannt. Ich kann mich nicht entscheiden ob der Autor hier einfach nur ideenlos war oder sich bewusst an bekannte, altbewährte Elementen gehalten hat. Insgesamt ist die Story doch recht unterhaltsam und die gezeichneten Aliens sind auch ok. Geärgert hat mich der Schluss, der viel zu viele Fragen offen lässt und kein befriedigendes Gefühl hinterlässt. Vielleicht kommt ja noch eine Fortsetzung, aktuell ist mir dazu jedoch nichts bekannt. Wer von euch auf Aliens steht und mal wieder neues Material braucht, darf gerne Zugreifen.

Aliens Nekropolis von John Arcudi, Zach Howard im Softcover mit 104 Seiten ist bei Cross Cult erschienen. Preis: 14,80 Euro.

Daniel_K

Die Sache mit “Der einzige Überlebende muss das Mädchen retten“ hat mich doch extrem stark an den zweiten Alien Film “Aliens: Die Rückkehr“ erinnert. Auch der Rest, wie zum Beispiel das Finden der Eier, das Schlüpfen der Facehugger, der Android und die ständige Flucht vor den Aliens ist ja allseits bekannt. Ich kann mich nicht entscheiden ob der Autor hier einfach nur ideenlos war oder sich bewusst an bekannte, altbewährte Elementen gehalten hat. Insgesamt ist die Story doch recht unterhaltsam und die gezeichneten Aliens sind auch ok. Geärgert hat mich der Schluss, der viel zu viele Fragen offen lässt und kein befriedigendes Gefühl hinterlässt. Vielleicht kommt ja noch eine Fortsetzung, aktuell ist mir dazu jedoch nichts bekannt. Wer von euch auf Aliens steht und mal wieder neues Material braucht, darf gerne Zugreifen.

Aliens Nekropolis von John Arcudi, Zach Howard im Softcover mit 104 Seiten ist bei Cross Cult erschienen. Preis: 14,80 Euro.

Bewertung

Kommentare

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Chakan
von Chakan | 07.06.2011, 21:20 Uhr
Naja die mißlungene Invasion der Erde wird whl wiedermal die Earth War Story sein, die *eigentlich* damals an Aliens: Die Rückkehr anschloß (mit Ripley, Hicks & Newt als hauptakteure in den einzelnen Comicreihen) aber dann halt durch die nachfolgenden filme irgendwie ad absurdum geführt wurde.
19meiky84
von 19meiky84 | 06.06.2011, 16:08 Uhr
Gibt es diesmal keine Leseprobe ?

2 Antworten:

Flauwy
von Flauwy | 06.06.2011, 22:47 Uhr
Daniel ist heute und morgen nicht da, deshalb hab ich mal was rausgesucht: http://www.mycomics.de/digital/science-fiction/aliens-nekropolis.html

Viel Spaß smile.gif
19meiky84
von 19meiky84 | 06.06.2011, 23:06 Uhr
Danke dir, super Service 1A
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