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Assassin´s Creed: Der zweite Band

Der zweite Band der frankobelgischen Comicserie zu Assassins Creed ist beim Splitter Verlag erschienen. Die Story stammt wieder aus der Feder von Éric Corbeyran und dieses Mal steht ein Assassine im Mittelpunkt den der Titel des aktuellen Bandes bereits ankündigt – Aquilus.

  02.04.2011   0 Kommentare   1079 Klicks
 
 
Assassin´s Creed 0,0 0

Römische Assassinen

Im zweiten Band befinden sich Lucy, Desmond und die anderen Assassinen immer noch auf der Flucht und sie haben sich einen mobilen Animus im Laderaum eines Lasters eingerichtet. Natürlich sind ihnen die Templer weiterhin auf den Fersen. Unterdessen lernt Desmond mehr und mehr das Können seiner Vorfahren zu nutzen und wird zu einem richtigen Assassinen. Nett ist ebenfalls, dass man etwas stärker auf die Beziehung zwischen Desmond und Lucy eingeht.

Das Kernstück der Story sind die Erinnerungen an Aquilus. Wie im ersten Band bereits angedeutet, hat er den Mordversuch des römischen Feldherrn Gracchus überlebt und es können weitere Erinnerungen abgerufen werden. Tot ist Aquilus zwar nicht, aber er blieb schwer verwundet im römischen Lager zurück. Dieses wird kurze Zeit später von den Alemannen überfallen, die jeden überlebenden Römer hinrichten. Als man Aquilus den Todesstoß versetzten will, wird er von einem Mann namens Accipiter gerettet, der sich später ebenfalls als Assassine und Aquilus Cousin entpuppt. Accipiter überreicht ihm ein Artefakt, welches er zu seinem Vater nach Rom bringen soll. Dort angekommen übergibt er es an ihn: Sein Vater verrät ihm, dass es sich bei dem Gegenstand um das Kreuz von Ankh handelt. Dieses soll die Fähigkeit besitzen Tote für kurze Zeit ins Leben zurück zu holen. Bevor sich die Assassinen aber dem Kreuz von Ankh widmen können, müssen sie zuerst aufklären warum Gracchus von Aquilus Plan wusste, ihn zu töten. Auf der Suche nach dem Verräter findet er eine Spur, die ihn direkt zu einem Freund der Familie führt.

Kein Abklatsch

Éric Corbeyran versteht es auch im zweiten Band seiner Comicserie zu Assassins Creed die Leser gut zu unterhalten. Es tauchen neben Lucy und Desmond auch andere, aus den Spielen bekannte Charaktere auf. Dagegen sind die Wiederholungen der bekannten Storyelemente, was einer meiner Kritikpunkte am ersten Band war, so gut wie nicht mehr vorhanden. Gelungen fand ich, dass Corbeyran ein geschichtlich dokumentiertes Ereignis mit in seine Story packt. So bat Aquilus seinen alemannischen Cousin darum, beim Einfallen seiner Truppen in Frankreich sein Heimatdorf zu verschonen. Als die Alemanne dann im Jahre 259 das Rhonetal eroberten, verschonten sie nur eine einzige Stadt: das heutige Lyon. Zur besagten Zeit hieß Lyon noch Lugdunum und war Aquilus Heimatdorf.

Im Gegensatz zum ersten Band, in dem sich die Gegenwart in sehr kühlen Farben hielt, hat man in der Fortsetzung deutlich hellere und freundlichere Kolorierungen gewählt. Dafür sind die Seiten die in der Vergangenheit spielen dieses mal dunkler und bedrohlicher. Somit merkt der Leser wieder sofort, wann sich die Zeit ändert. Schön, dass man hier nicht einfach die Umsetzung aus dem Assassins Creed Desmond übernommen hat. Zeichner Djillali Defali leistet auch in Assassins Creed 2 Aquilus gute Arbeit, die der aus dem Vorgänger in nichts nachsteht. Bewegungen und Mimik sind wunderbar und erinnern des öfteren an die digitalen Helden.

Fazit

Der zweite Band der Assassins Creed Comicserie hat mir noch besser gefallen als der Erste. Der damalige Kritikpunkt, dass für Fans der Spiele nicht genügend Neues geboten wird, zählt hier nicht mehr. Da sich der Großteil der Geschichte auf Aquilus konzentriert, konnte der Autor seiner Fantasie freien Lauf lassen. Éric Corbeyran packt immer wieder kleine Verweise auf Ereignisse aus den Spielen in seine Geschichte und rundet somit das Gesamtbild ab. Nur Subjekt 16 habe ich vermisst, da ich gehofft hatte mehr über diese Figur zur erfahren. Aber es erwartet uns ja noch Band 3 - dieser hat aktuell weder einen Titel noch einen Erscheinungstermin.

Zur Leseprobe

Assassins Creed Band 2 "Aquilus" von Éric Corbeyran und erscheint beim Splitter Verlag im Hardcover mit 48 Seiten. Preis 13,80 Euro.

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