Die ersten 32 Seiten
Es ist natürlich sehr schwer eine Rezension zu einer Comicserie zu schreiben, wenn einem nur die erste Ausgabe vorliegt. Dennoch kann man eine Tendenz durchaus erkennen. Auf der ersten der 32 Seiten umfassenden Ausgabe gibt es einen kleinen Rückblick aus der Sicht des Jokers auf den finalen Kampf aus Arkham Asylum. Trotz der Einnahme einer Superdroge konnte der Joker die Fledermaus nicht besiegen, obwohl er nah dran war. Inzwischen sitzt er wieder in Arkham und hat mit den Nachwirkungen der Droge zu kämpfen. Es scheint fast so, als hätte die Einnahme ihn psychisch verändert und das vielleicht sogar zum Guten? Auf dem letzten Panel, in dem der Joker zu sehen ist, kommt aber wieder sein typischen Lachen zum Vorschein, was darauf hindeutet, dass er sicherlich nochmal auftauchen wird – im Spiel ebenso wie im Comic.
Mysteriöser Doktor
Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe steht Quincy Sharp, ein ehemaliger Gefängniswärter aus Arkham und der inzwischen Bürgermeister von Gotham City ist. Kurz vor einem TV-Interview, wo er seine neuen Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung vorstellen will, packt ihn anscheinend das Lampenfieber. Glücklicherweise bekommt er einen Anruf, der ihn rechtzeitig beruhigt. Sein Psychiater, den er nur “Doktor“ nennt, redet im nochmal Mut zu und gibt ihm ein paar Instruktionen mit. Etwas später im Heft ist Batman einem Geschwisterpärchen auf den Fersen, welches einige Straftaten begangen hat. Seine Spur führt ihn direkt zu Harvey Dent alias Two Face. Zwar gehörten die Geschwister Terry und Tracy Trask zu seiner Gang, doch haben die beiden sich inzwischen abgesetzt. Unglücklicherweise scheinen Terry und Tracy an ein paar Reste der Droge aus Arkham Asylum gekommen zu seinund habe sich damit ordentlich aufgepuscht. Weiter erfährt Batman, dass die beiden einen Anschlag auf den Bürgermeister planen.
Am Ende kommt es tatsächlich zu besagtem Anschlag und Batman kann gerade noch das Schlimmste verhindern. Der Fledermaus entgeht dabei aber nicht, dass Terry und Tracy nicht wie erwartet eigenständig operiert haben, sondern den Anweisungen eines mysteriösen Doktors gefolgt sind. Und nach dem Anschlag bekommt Bürgermeister Sharp endlich die volle Unterstützung für sein bisher eher kritisch gesehenes Projekt: Arkham City...
Zeichnungen
Gezeichnet wird die Serie von Carlos D’anda, der auch die Konzeptzeichnungen für die beiden Spiele erstellt hat. Dadurch bekommt die Serie den passenden Look und Spieler werden entsprechend einige Details aus den Games wiedererkennen. Die Miniserie soll das eine Jahr zwischen Arkham Asylum und Arkham City schließen, Autor Paul Dini platziert in diesem Zug auch gleich die neuen Charaktere für das Spiel. Es ist ja bereits bekannt, dass Doktor Hugo Strange der große Gegner von Batman sein wird - aus der Story der ersten Ausgabe geht hervor, dass der gute Mann alle Fäden in der Hand zu halten scheint.
In Deutschland?
Bisher sind die gedruckten Ausgaben des Comics zu Batman Arkham City nur in den USA erhältlich. Der komplette Comic wird jedoch der Collector’s Edition des Spiels beiliegen. Wer so lange nicht warten will, der kann sich die Ausgaben auch digital besorgen - wahlweise als Online-Comic oder über die DC-Comics-App für iPhone, iPod und iPad. Ich hatte auch bei Panini Comics, die die Vertriebsrechte für DC Comics in Deutschland haben, nachgefragt, ob eine Veröffentlichung hierzulande geplant sei. Die Antwort: Bisher nicht, da die Serie auch noch nicht abgeschlossen wäre und dies erst relativ kurz vor dem Release des Spiels der Fall sein werde. Bis dann eine Veröffentlichung in Deutschland möglich wäre, würde Batman Arkham Asylum schon einige Zeit in den Läden stehen. Somit ist es eher unwahrscheinlich, dass wir die Comicserie auf Deutsch bekommen werden.