DemoNews
Ein Level Weiter
"Wenn die Klügeren immer nachgeben, haben die Dummen das Sagen."
LOGIN
Username:
Passwort:
Du hast noch kein Profil? Jetzt erstellen
REGISTRIERENLOGIN
Hot Games
Mythos Diablo III Tomb Raider Colin McRae: Dirt 2 Max Payne 3 Port Royale 3 Colin McRae: Dirt Dead Rising 2 Prototype 2

Die Top 30 der besten Musikstücke: Sternminuten der Videospielmusikgeschichte

Hubbard, Hülsbeck, Uematsu, Koshiro, Barrett, Stratford: Die Musik von Computer- und Videospielen trägt viele Namen. Heute gibt es seit langem mal wieder ein ausführliches Special zu meinem Lieblingsthema, das ganz speziell die Würdigung außergewöhnlicher Einzelleistungen zelebriert.

  01.11.2011   5 Kommentare   559 Klicks
Die Top 30 der besten Musikstücke 0,0 0

Musik ohne Grenzen

Mein heutiges Special ist schwer subjektiv – und wohl auch eines, bei dem die folgende Top 30 in fünf, zehn oder hundert Jahren völlig anders aussehen könnte (von diversen Neuzugängen mal ganz abgesehen). Es geht um Musik – aber nicht um Soundtracks im Gesamten, sondern um einzelne, gezielt ausgesuchte Musikstücke. Und es bricht mir das Herz, dass ich aufgrund der Beschränkungen solche Titel wie Morrowind: Nerevar Rising, Tunnel B1: Nemesis, Lords of Shadow: Luminous Vista, Contra 3: Battle Runner, Final Fantasy 5: Home Sweet Home oder Chrono Trigger: Undersea Palace mangels Platz aussortieren musste. Aber irgendwo musste ich einen Schlussstrich ziehen – und eventuell schieb ich irgendwann die Plätze 31 bis 60 nach.

Zunächst ein paar Regeln: Songs mit jeglicher Art von Texten sind ausgeschlossen und kriegen demnächst ihr eigenes Special – ansonsten wäre mir die Auswahl zu schwer gefallen. Des Weiteren habe ich mich pro Spiel auf ein Thema beschränkt, auch wenn ich hie und da ein paar Runner-Ups nenne, die es ebenfalls in die Liste geschafft hätten.

Zu guter Letzt möchte ich hier noch einmal extra betonen, wie subjektiv diese Auswahl ist – die meisten werden sicherlich entsetzt über das Fehlen jeglicher Nintendo-Spiele sein. Aber in der Tat gab es allein in dem Jahr, als der Klempner zum ersten Mal Super war, zwei bedeutend stärkere Computermusiken – kompositorisch ebenbürtig, bedeutend klanggewaltiger und immens länger andauernd.

Doch nun Vorhang auf für die 30… äh… 31 besten Musikstücke, die ich aus Computer- und Videospielen kenne. Ich habe zu jedem einzelnen einen YouTube-Link gefunden beziehungsweise in drei Fällen selbst ein YouTube-Video extra für dieses Special hochgeladen. Ich bitte euch nur darum: Falls euch die Musik besonders gut gefällt, dann besorgt euch das Album, das es in fast allen Fällen zu kaufen gibt. Für passende Links, die euch zur Datenbank von VGMDB führen, habe ich ebenfalls gesorgt.

Bonus: Neotokyo: Tin Soldiers (Ed Harrison, PC, 2009)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Neotokyo) oder Digital (Itunes / Amazon)

Ich fange mit einer Bonusplatzierung an, denn der Fall Neotokyo ist ein sehr außergewöhnlicher. Erstens handelt es sich hier um einen Mod für Half-Life 2, zweitens kostet dieser nichts, drittens wurde er nie wirklich fertiggestellt und viertens ist der offizielle Soundtrack von Ed Harrison nicht direkt ein Teil des Spieles. Er liegt vielmehr abgespeichert in einem eigenen Verzeichnis und lässt sich mit einem x-beliebigen MP3-Player im Hintergrund abspielen. Ein im Spiel integrierter Player war zwar geplant, jedoch fehlt dieser bis heute. Und seit dem großen Einstand im Jahre 2009 ist das Entwicklerteam anscheinend in alle Winde verstreut.

Was jammerschade ist, denn die Musik von Ed Harrison ist ein absolutes Unikat. Treibend, modern und voller Synthi-Experimente, haut euch ein Stück nach dem anderen von den Socken. Die Klanggewalt der Lead Instrumente ist stellenweise gigantisch, was ganz speziell für Tin Soldiers gilt. Ihr müsst zunächst zwei Minuten überstehen, in denen die Melodie nur sehr zaghaft beginnt und mit einem seltsamen, nach altem Modem anhörenden Fiepsen untermalt wird. Doch ab Minute 2:00 geht buchstäblich die Post ab. Dann setzt ein enorm eindringliches und dominantes Synthi-Instrument an, das dem hektischen Beat im Hintergrund die Show stiehlt sowie sich über die noch folgenden sechs Minuten zieht. Zur Halbzeit hin dreht es obendrein noch einmal so richtig kräftig auf und schafft gar einen zusätzlichen Adrenalinkick. Ed Harrison: Ich möchte mehr davon.

30. Eternal Sonata: Leap the precipice (Motoi Sakuraba, Xbox 360, 2007)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Trusty Bell ~Chopin no Yume~ Original Score)

Die größte Herausforderung eines Rollenspiel-Komponisten ist das Komponieren der Kampfmusik. Diese wird nämlich mit gebührendem Abstand das Stück sein, welches der Spieler am häufigsten zu hören bekommt. Sie darf nicht zu dumpf sein, damit sie nicht irgendwann langweilt. Sie darf aber auch nicht vor Komplexität übersprudeln, ansonsten nervt es nach zwanzig Stunden Dauerberieselung.

Die definitiv beste Gratwanderung hat bislang Motoi Sakuraba vollbracht, und zwar mit seinem dreieinhalb Minuten langen Leap the precipice aus Eternal Sonata. Es beginnt schön hektisch und gleichzeitig motivierend. Bis Minute 1:45 lädt das Thema munter zum Mitpfeifen ein, danach dreht es noch einmal so richtig auf: Die einsetzende Violine ist dermaßen perfekt platziert, dass ihr bei den Kämpfen fast schon wünscht, sie würden mindestens bis zu diesem Zeitpunkt andauern. Damit schafft das Kampfthema etwas sehr außergewöhnliches, denn normalerweise möchte man Zufallsbegegnungen in Rollenspielen möglichst flott abhaken.

29. Final Fantasy XII: Opening Movie (Hitoshi Sakimoto, PlayStation 2, 2006)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Final Fantasy XII Original Soundtrack)

Die Musik zu Final Fantasy XII gehört zu den umstrittensten der Szene. Der große Hitoshi Sakimoto musste dem noch viel größeren Nobuo Uematsu folgen – ein Schnitt, der vielen missfiel, nicht zuletzt weil die beiden Japaner in Sachen Stil kaum unterschiedlicher sein könnten. Ich selbst verteidige den Ruf sowohl des Spieles als auch der Musik bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und hier und heute ist Opening Movie mein Argument: Das Intro ist pompös, bild- und tongewaltig wie kein zweites. Der Spieler durchlebt in den ersten fünf Minuten sämtliche nur erdenkliche Emotionen, von einer Feier, zum Kampf, über zur Trauer und bis zur Verzweiflung. Diese Vielfalt fing Sakimoto gekonnt mit dieser Suite ein, die geradezu nach Hollywood schreit.

28. Wings of Glory: Battle Theme (Laura Barrett, PC General-Midi, 1995)

Soundtrack Veröffentlichung: Nein (*)

Von allen ausgesuchten Stücken dürfte dieses hier das Unbekannteste sein. Es ist sogar dermaßen selten, dass ich selbst ein kleines YouTube-Video erstellen sowie hochladen musste. Wings of Glory stammt aus dem gleichen Hause wie die Ultima-Serie oder Wing Commander. Die Flugsimulation spielt zur Zeit des ersten Weltkrieges und ist für seine “Doppeldecker versus Zeppelin“-Fights einen Eintrag in die Geschichtsbücher wert. Laura Barrett schrieb einen sehr orchestralen Score, was soweit nicht verwundert. Jedoch musste sie sich auf die bereits anno 1995 schwächelnde MIDI-Technologie beschränken, anstatt auf einen satten CD-Sound vertrauen zu können. Und es ist mehr als bemerkenswert, was Barrett aus den limitierten Möglichkeiten herausgeholt hat.

Das Battle Theme (eigens von mir als solches bezeichnet) tritt in Erscheinung, sobald es zum Kampf kommt. Der vormals ruhige Tonfall des Spieles wechselt schlagartig zu einem berauschenden Tempo über, bei dem ihr trotz MIDI ein echtes Orchester sichtlich vor Augen habt. Die Atmosphäre schießt gewaltig in die Höhe und gewinnt nach knapp einer Minute noch zusätzlich an Kraft, wenn plötzlich doppelt so viele “Bläser“ wie vorher erklingen. Es gibt keinen andern Soundtrack als den zu Wings of Glory, von dem ich mir eine vollwertige Orchestrierung so sehr wünsche.

(*) Es gibt eine Audio CD, die Käufer der Wing Commander 3 Collector Edition erhielten und auf der ein Medley von Wings of Glory enthalten ist. Jedoch fehlt in diesem ausgerechnet die Kampfmusik.

27. Monty on the Run: Main Theme (Rob Hubbard, C64, 1985)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Power Game Hits oder C64 Orchestra - Run 10)

Flotter Beat und heiße Rhythmen: Monty on the Run macht seinem Namen alle Ehren, speziell was die legendäre Musik von Rob Hubbard anbelangt. Bereits vorher machte der Engländer auf sich aufmerksam, beispielsweise mit solch erstaunlich komplexen wie verspielten Melodien eines Thing on a Spring. Doch Monty in the Run gehört obendrein zu seinen frühen Technikmeisterwerken – solch einen Sound hatte schlichtweg noch nie ein Mensch zuvor gehört. Es glich einem Quantensprung in Richtung simulierter Popmusik, dazu auch noch in einer kompositorisch bemerkenswerten Qualität. Der Anfang ist schrill, der Mittelteil ist beschwingt und das Finale lässt kein Bein mehr ruhen.

26. Rambo – First Blood Part II: Rambo Title (Martin Galway, C64, 1986)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Project: Galway)

Vorrangig ist der Soundtrack zu Rambo – First Blood Part II für seine für die damalig Zeit hohe Vielzahl an Musikstücken bekannt, die allesamt auch noch recht unterschiedlich ausgefallen sind. Die meisten Fans erinnern sich an das sehr melodische Intro, ich jedoch bevorzuge ganz klar das Hauptthema, zu hören während des Titelbildschirmes.

Es liegt an der bedeutend stärkeren Kraft, die dahinter steckt: Allein die ersten Sekunden wachsen und wachsen und wachsen. Sie vermitteln eine regelrecht bedrohliche Atmosphäre, welche die bevorstehenden Gefahren symbolisiert.  Genau wie im Falle von Monty on the Run sind es Töne, die ein neues Zeitalter der Computerspielmusik einläuteten.

25. Shatter: Neon Mines (Jeremiah Ross, Xbox 360, 2009)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Shatter – Official Videogame Soundtrack)

Bei keinem anderen Spiel fiel es mir so schwer, mich auf ein einziges Musikstück zu beschränken. Ich wusste nur: Es gibt so viele tolle Beispiele, die man herauspicken könnte, dass Shatter in jedem Fall eine Berücksichtigung in dieser Liste verdient. Am Ende hörte ich einfach auf mein Herz und entschied mich für Neon Mines. Es symbolisiert die Stärke von Jeremiah Ross, das er ein Musikstück über fünf Minuten lang am Leben erhalten kann und immer mehr zu steigern vermag. Gleichzeitig gefällt mir die Komposition des Grundthemas, startend ungefähr nach zweieinhalb Minuten, einfach am besten. Normalerweise bin ich kein großer Fan von E- und Accoustic-Gitarren, aber diese hier ist herrlich prägnant und gleichzeitig niemals aufdringlich.

24. Super Shinobi: The Shinobi (Yuzo Koshiro, Mega Drive, 1989)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (The Super Shinobi & Works)

Auch im Falle von Super Shinobi (hierzulande bekannt als The Revenge of Shinobi) war die Wahl des besten Musikstückes keine leichte Aufgabe, denn letztlich brilliert das Gesamtwerk mit gut zwei Dutzend Werken, die technisch weit ihrer Zeit voraus waren. Und diesmal entscheide ich mich für das Offensichtliche: die erste Levelmusik. Diese charakterisiert am besten den kompletten Soundtrack: Poppig, asiatisch, rhythmisch, treibend und technisch um Welten der Konkurrenz überlegen. Verdammt knapp dahinter liegt das verträumtere China Town.

23. Last Ninja: Dungeons Loader/ Inner Sanctum in-game (Ben Daglish, C64, 1987)

Soundtrack Veröffentlichung: Bootleg CD (The Last Ninja Music Collection)

Ben Daglish stand als C64-Musikveteran stets im Schatten der zwei “Großen“ Galway und Hubbard. Seine besten Werke erlangten wohlwollende Anerkennung, aber niemals frenetischen Jubel. Als dann System 3 Anthony Lees (den ursprünglichen Komponisten von Last Ninja) feuerte, bekam Daglish die Chance für ein Megaprojekt ein halbes Dutzend Musikstücke beizusteuern und aufgrund der Grundsatzentscheidung, komplett auf Sound-Effekte zu verzichten, den SID-Chip des C64 voll auszureizen. Und mein lieber Herr Gesangsverein: Die Chance hat er genutzt!

Alle Stücke von Daglish sind auf ihre Art faszinierend und heben sich aufgrund des perfekt simulierten Japan-Feelings beträchtlich von anderen C64-Spielen ab. Die Instrumentenwahl ist hie und da einen Tick zu schrill, aber dafür ist die kompositorische Qualität ohne jeden Zweifel erhaben. Das von mir bevorzugte Musikstück läuft sowohl als Lademusik des vierten als auch im Hintergrund des finalen Levels, wobei sie besser zu letzterem passt. Zum fremdländischen Tonfall gesellt sich ein poppiger Rhythmus, der die Motivation, das Spiel erfolgreich beenden zu wollen, entscheidend in Richtung Anschlag hebt.

22. Arkanoid/Cobra: Main Theme (Martin Galway, C64/ZX Spectrum, 1987/1986)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Project Galway)

Erneut präsentiere ich euch eine Besonderheit – oder besser gleich zwei auf einen Streich: Zum einen basiert das Hauptthema der C64-Version von Arkanoid auf einem älteren Titel, zu hören in dem Actionspiel Cobra für ZX Spectrum. Zum anderen ist es das erste in einem C64-Spiel veröffentlichte Musikstück, in dem Digi-Drums zu hören waren. Diese bilden mitsamt dem gewohnt satten Martin-Galway-Sound einen echten Lautsprecher-Killer, so gewaltig dröhnt der Electronic-Drum euch entgegen. Der Grund, warum dieses bedeutende Musikstück nicht noch höher platziert liegt: Es ist ein wenig kurz geraten und hört eigentlich zu einem Zeitpunkt auf, wo man sich gerne doppelt oder dreimal so viel von gewünscht hätte. Aber rein von einem technischen Standpunkt betrachtet, gehört es vielleicht zu den fünf wichtigsten der Spielegeschichte.

21. To be on Top: Theme from to be on top (Chris Hülsbeck, C64, 1987)

Soundtrack Veröffentlichung: Arrange CD (To be on top)

To be on Top ist eigentlich kein gutes Spiel: Das Konzept ist simpel und die Grafik mickrig. Doch Spaß machen tut es trotzdem und das liegt einzig und allein an der grandiosen Musik von Chris Hülsbeck (der nebenbei erwähnt das gesamte Programm geschrieben wie konzipiert hat). Theme from to be on top (wie es auf dem offiziellen Arrange-Album heißt) fängt erst einmal mit ein paar Sekunden Stille an. Danach startet eine sanfte Melodie, gefolgt von einem einfachen, aber sehr eindringlichen Schlagzeug.

Im Laufe der folgenden Minuten gewinnt das Stück zunehmend an Stärke und an Geschwindigkeit. Es symbolisiert perfekt die Agenda des Spieles: Du bist gut, du bist toll, du schaffst es in bis ganz nach oben in die Top Ten. Dafür hat es hier nicht ganz gereicht, aber ich sehe es zumindest auf dem ersten Platz innerhalb des Jahres 1987, einem der besten Jahrgänge für Computerspielmusik überhaupt.

20. The Hive: Scene 1 (Mark Stratford, PC, 1995)

Soundtrack Veröffentlichung: Nein (*)

(Ab 02:22)

Ihr kennt The Hive nicht? Na, dann hört euch den YouTube-Link an. Lasst euch von der Epik und von dem erhabenen Gefühl verzaubern, der einen mäßigen RailShooter zu einer Besonderheit machte. Und dann hört ihr ihn euch gleich nochmal an, nur mit dem Wissen: Das ist kein Orchester, was ihr da hört – das ist ein Synthesizer! Gerade im Vergleich zu den heutigen gefakten orchestralen Scores ist es ein Wahnsinn, was Mark Stratford anno 1995 da auf die Beine gestellt hat. Zudem hat er wohl auch seine gesamte Energie in diese erste Szene des Spieles gesteckt, denn die anderen sind bei weitem nicht so gut.

(*) Leider gibt es von diesem Meisterwerk keine Aufnahme ohne Soundeffekte – aber irgendwie passen diese auch ganz gut zur Musik, oder etwa nicht? Ähnlich wie im Falle von Wings of Glory existiert nur ein Medley, welches auf einer der Spiele-CDs der PC-Version versteckt ist. Dieses behandelt die hier gepriesene Melodie zumindest ansatzweise, aber keineswegs in ihrer Vollständigkeit.

19. Ecco CD: Aqua Vistas (Spencer Nilsen, Mega CD, 1993)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Ecco – Songs of Time)

Es wird Zeit für ein wenig Meditation: Als das Mega CD im Jahre 1993 nach Europa kam, da erschien wie aus dem Nichts ein Mann namens Spencer Nilsen. Der komponierte innerhalb weniger Monate zwei neue Soundtracks zu den CD-Versionen zweier älterer Mega-Drive-Spiele. Das eine heißt Batman Returns und hätte ebenfalls eine Erwähnung verdient (d.h., wenn ich mal eine Top 50 oder so mache).

Das andere Spiel hört auf den Namen Ecco the Dolphin und ist bis heute eine echte Rarität: Ein ruhiger, besinnlicher und entspannender Score, der sich sofort in euer Gedächtnis brandmarkt. Ähnlich wie im Falle von Shatter oder Super Shinobi könnte ich ein halbes Dutzend Themen lobpreisen, wobei diesmal das Hauptthema Aqua Vistas ganz klar der geeignetste Repräsentant ist.

18. Metal Gear Solid: Main Theme (Tappy Iwase, PlayStation, 1998)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Metal Gear Solid Original Game Soundtrack)

Ein guter Teil des Metal-Gear-Solid-Soundtracks besteht aus arrangierten Themen bereits zuvor existierender Metal-Gear-Spiele – doch Tappy Iwases Main Theme gehört zum Glück nicht dazu. Im Gegensatz zu den letzten Erwähnungen dürfte dieses Musikstück fast jeder kennen: Prägnant, verspielt und stimmungsvoll heißt die Devise. Es bereitet einen wunderbar auf das ein, was die nächsten zehn Spielstunden folgt: eine grandiose Mischung aus Action und Bombast.

Einziger Wermutstropfen: Iwase hat sich, bewusst oder unbewusst, von Pushkin Garland inspirieren lassen, einem klassischen Orchesterkonzert des russischen Komponisten Georgi Sviridov. Die betreffende Passage hört sich allerdings bedeutend ruhiger an und erzielt beim Zuhörer eine völlig andere Wirkung, die zu Metal Gear Solid hinten und vorne nicht gepasst hätte.

17. Final Fantasy Tactics: Unavoidable Battle (Masaharu Iwata, PlayStation, 1997)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Final Fantasy Tactics Original Sound Track)

Die letzte bedeutende Zusammenarbeit der beiden Größen Masaharu Iwata und Hitoshi Sakimoto ist ein Meister der variantenreichen Kampfthemen. “Auf in die Schlacht!“ ruft gefühlt jedes zweite Musikstück des 2-CD-starken Albums – und auch wenn die meisten von euch sicherlich ein anderes Thema bevorzugen, so ist mein unumstrittener Liebling Iwatas Unavoidable Battle.

Es fängt wahnwitzig schnell sowie fordernd an und reißt euch deshalb von der ersten Sekunde mit. Nach gut einer Minute gewinnt das Musikstück gefühlt dreifach an Kraft: Die Melodie wird immer erhabener und dramatischer, bis es am Höhepunkt angelangt für einen kurzen Augenblick zur Ruhe kommt, nur um danach (wie für einen endlosen Loop üblich) erneut zu starten.

16. Actraiser: FILMOA (Yuzo Koshiro, Super-Nintendo, 1990)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Actraiser / Yuzo Koshiro oder Yuzo Koshiro BEST COLLECTION vol. 1)

Während der überwiegende Teil des Actraiser-Soundtracks sehr klassisch klingt, hat Koshiro den Track Filmoa mit einigen Pop-Elementen sowie einem feschen Beat aufgepeppt. Dabei ist es sehr kurz und dauert gerade mal eine knappe Minute lang an. Aber die könnt ihr euch wirklich ewig oft anhören. Zudem gehört Filmoa zu frühesten Demonstration darüber, was der spektakuläre Soundchip des Super-Nintendos so alles zu leisten vermag.

15. Castlevania - Symphony of the Night: Prologue (Michiru Yamane, PlayStation, 1997)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Akumajo Dracula X ~Gekka no Nocturen~ Original Game Soundtrack)

(Ab 02:02, bis 03:05)

Erneut höre ich schon die Stimmen, die mich als Ketzers bezeichnen: Der Soundtrack von Symphony of the Night ist dermaßen komplex und majestätisch – aber was bevorzuge ich? Den rockigen Prolog! In der Tat: So grandios der Rest ist und so mickrig kurz diese Einleitung auch sein mag: Sie ist Schuld daran, weshalb ich dieses Spiel von der ersten Minute an abgöttisch verehrte. Überhaupt die Idee, den Endgegnerkampf des Vorgängers aufgepimpt zu wiederholen, gebührt alles Lob dieser Welt. Yamanes Rockintermezzo sorgt zusätzlich für die passende Stimmung und verstärkt auch den Kontrast zwischen dem Startcharakter Richter Belmont und der eigentlichen Hauptfigur Alucard. Um die Fans klassischer Musik nicht komplett zu vergraulen, verrate ich euch meinen Runner-Up, der ohne Prologue wohl die gleiche Platzierug erreicht hätte: Finale Toccata.

14. Crazy Comets: Main Theme (Rob Hubbard, C64, 1985)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Power Game Hits)

Ich weiß: Von Rob Hubbard könnte man noch so vieles mehr nennen. Aber ich habe den Mann erst sehr spät zu schätzen gelernt, um genau zu sein erst Ende der 90er Jahre. Und da hing ich dann plötzlich an Crazy Comets: Das Spiel selbst würde niemanden mehr interessieren, wenn da nicht Hubbards hammergeile Musik wäre. Es ist ein wenig schwer zu beschreiben, warum ich gerade diese hier von all seinen doch recht ähnlich starken Highlights bevorzuge.

Es liegt wohl schlicht an der sehr starken und sehr eingängigen Melodie, die kaum wie eine andere voranzutreiben vermag. Zudem weiß die allgemeine Komplexität der unterschiedlichsten Klänge zu begeistern: Hubbard legt nicht nur erneut ein enorm flottes Tempo vor, sondern wechselt alle paar Sekunden die Instrumente. Einige davon imitieren “normales“ Popgut, andere hingegen sind bewusst auf arcadiges Piepsen getrimmt. Das Gesamtbild gibt der ausgefallenen Idee ganz klar recht.

13. Last Ninja 2: Central Park In-Game (Matt Gray, C64, 1988)

Soundtrack Veröffentlichung: Bootleg CD (Last Ninja 2 Music Collection)

DAS ist eine Komposition! Matt Gray hatte genau wie schon sein Vorgänger Ben Daglish das Privileg, für jedes Stück die volle Soundpower des C64 ausnutzen zu dürfen, weil das Spiel selbst komplett auf Soundeffekte verzichtet. Während Daglish mehr in die asiatisch-orientalische Richtung abdriftete, ist Grays Ansatz viel moderner. Und unter den dreizehn Themen, die am Ende herauskamen, ist die Ingame-Musik des Central-Park-Levels mit gebührendem Abstand die beste.

Bereits der startende Rhythmus macht neugierig, der kurz darauf erklingende E-Gitarren-Ersatz dröhnt bedrohlich und die folgende Leadstimme kann sich gar einen typisch fiepsigen C64-Sound erlauben, ohne dabei irgendwie freakig zu wirken. Die zaghaft zunehmende Beschleunigung zeigt, dass Gray hier über jede Note penibelst nachgedacht haben muss.

12. Silent Hill 2: Theme of Laura (Akira Yamaoka, PlayStation 2, 2001)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Silent Hill 2 Original Soundtracks)

Ich stehe den Werken von Akira Yamaoka immer etwas skeptisch gegenüber, weil ich mir nie sicher bin: Ist das jetzt Musik oder ein bizarrer Klangteppich aus Hunderten von Soundeffekten? Der Mann geizt sehr häufig mit Melodien, die ich mir einprägen kann – und hat gleichzeitig in seinem Portfolio die Ausnahme schlichtweg gebunkert.

Theme of Laura ist eine fantastische Rockballade, die sowohl von der Komposition als auch der Instrumentengewalt einzigartig ist. Schlagzeug, Gitarre und Violine bilden eine solch unvergessene Symbiose, weshalb viele Theme of Laura fast schon als Song bezeichnen würden, obwohl hier wirklich keine Silbe Text zu hören ist.

11. Secret of Mana: Angel’s Fear (Hiroki Kikuta, Super-Nintendo, 1993)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Seiken Densetsu 2 Original Sound Version)

Absolut traumhaft – damit allein wäre Angel’s Fear ausreichend beschrieben. Allgemein ist mir kein anderer Soundtrack bekannt, der dermaßen krass zwischen mäßig und überirdisch schwankt. Ohne die “Nur ein Stück pro Spiel“-Einschränkung hätte ich noch weitere Themen aus Secret of Mana nennen können, die entweder besonders wehmütig oder besonders actionreich sind. Doch Angel’s Fear schlägt sie alle – und das bereits von Anfang an, dank des einstimmenden Walgesangs.

10. Final Fantasy VII: J-E-N-O-V-A (Nobuo Uematsu, PlayStation, 1997)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Final Fantasy VII Original Sound Track)

Und gleich der zweite OST hinterher, der qualitätstechnisch sehr stark schwankt – wobei in diesem Fall mehr zwischen einschläfernd bis aufpeitschend. Während One Winged Angel aufgrund seines Song-Status disqualfiziert ist (und somit alle Uematsu-Fans wieder ihre Schwerter in den Halfter stecken können), mag ich J-E-N-O-V-A eh lieber (nein, tut sie weg, bitte nicht schlagen, aua!). Der Grund ist ausgerechnet die Instrumentierung, die mir ansonsten in Final Fantasy VII eigentlich gar nicht zusagt. Doch bereits der hell-hohe Sound zur Einleitung bringt mich immer wieder aufs Neue zum Mitwippen, genau wie der hektisch hin- und her wabernde Ersatz einer Violine ab Minute 0:16, den ihr im Hintergrund hört.

09. Halo: Halo (Martin O’Donell & Michael Sullivan, Xbox, 2001)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (HALO Original Soundtrack oder HALO TRILOGY: The Complete Original Soundtracks)

Nachdem ich mir gerade eben alle Final Fantasy-Fans mit meinen schnippischen Bemerkungen zu Feinden gemacht habe, folgt nun die Halo-Garde: So toll war der Soundtrack des ersten Teiles eigentlich gar nicht. Die meiste Zeit über hab ich kaum etwas Aufregendes gehört, mit Ausnahme von Anfang und Ende des Spieles. Aber, bei Gott: DAS ist vielleicht mal ein Anfang und ein Ende gewesen!

Der Soundtrack hat zwar einige Schwächen, aber eine riesengroße Stärke: das Hauptthema. Dies gehört zu den besten und einprägsamsten der Videospielgeschichte. Allein der Chor ist fantastisch, prägnant und unheimlich zugleich. Doch auch das dezent eingesetzte Schlagzeug und die Komposition selbst sind spektakulär, weshalb O’Donell und Sullivan auch mich bis heute mich mit ihren unzähligen Variationen in all ihren Nachfolgern eher erfreuen anstatt langweilen konnten.

08. Chrono Cross: Scars of Time (Yasunori Mitsuda, PlayStation, 1999)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Chrono Cross Original Soundtrack)

Es fängt so lieblich und so wahnsinnig schön an: Eigentlich bin ich kein großer Fan der Flöte, doch in Scars of Time ist sie einfach bezaubernd. Man möchte einfach nur in seinem Sessel versinken und dann, ab der ersten Minute, von diesem aufspringen, hektisch durch die Gegend flitzen, ein Monster nach dem anderen schnetzeln, große Abenteuer begehen, die perfekte Liebe finden, sie heiraten, Präsident werden, die Welt retten, und äh… sich danach zur Ruhe setzen. Das Intro zu Chrono Cross ist eine wahre Tour de Force der Gefühle, die auf ein enorm variantenreiches Rollenspiel einstimmt.

07. Assassin’s Creed 2: Venice Rooftops (Jesper Kyd, Xbox 360/PlayStation 3, 2009)

Soundtrack Veröffentlichung: Digital (Amazon / iTunes)

Ja, ich weiß was ich in meinen Test zu Assassin’s Creed 2 geschrieben habe: Das ich auf ewig Flight over Venice als DAS Musikstück des Jahres 2009 preisen würde. Doch seitdem hab ich das digitale Doppelalbum gefühlte einhundert Mal gehört und ganz klar einen anderen Dauerfavoriten ausgemacht: Venice Rooftops.

Gäbe es das Wort „treibend“ nicht, man müsste es für dieses Musikstück erfinden. Der Rhythmus ist eine Sensation, nicht mehr und nicht weniger. Und der später einsetzende Kanon eine von Gott gegebene Meisterleistung – das kann nicht allein aus dem Hirn eines einzelnen Dänen entsprungen sein. Falls doch: Jesper, komponiere einen Soundtrack durchweg in der Qualität und hau mal deine Auftraggeber, sie sollen ihn entsprechend dominant im Spiel einsetzen. Ich würde ein Game den SOTY-Preis geben, wenn ich die ganze Zeit über nur Venice Rooftops hören würde…

06. R-Type: Title (Chris Hülsbeck, Amiga, 1989)

Soundtrack Veröffentlichung: Arrange CD (Shades oder Symphonic Shades) oder Digital (Amazon / iTunes)

Bis zum Jahre 1989 war Chris Hülsbeck bekannt als ein Soundkünstler, der ganz genau wusste, wie er den C64 technisch an seine Grenzen führte. Mit R-Type schaffte er mit als Erster der Brotkisten-Garde (und neben Tim Follin sowie David Whittaker als einer der wenigen) den Sprung zur Amiga-Elite – und das allein mit einer eigens für diese Version erstellten Titelmelodie. Nicht nur, dass diese kompositorisch bei weitem alles bis dahin an Computerspielmusik gehörte in den Schatten stellte:  Die Ausreizung von Paula, dem Amiga-Soundchip, deklassierte die Konkurrenz. Die gesampelten Instrumente erklingen selbst für die heutige Zeit glasklar, majestätisch und packend, ergo in einer technischen Qualität, die allenfalls Hybris ein Jahr zuvor im kleinsten aller Ansätze erreichte. Mit R-Type brach ein neues Zeitalter an, welches ich nie vergessen werde.

Für das Protokoll: Ebenfalls absolut grandios ist das C64-Titelthema von R-Type, ebenfalls erdacht von Chris Hülsbeck. Doch meine “Ein Stück pro Spiel“ Einschränkung gilt leider auch systemübergreifend…

05. Xenogears: Dark Daybreak (Yasunori Mitsuda, PlayStation, 1998)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Xenogears ORIGINAL SOUNDTRACK)

Videospielmusik dient vorrangig zur Unterstützung der Bilder und des Spielgeschehens. Es ist ganz selten, dass sie für sich alleine die Macht besitzt, eine Geschichte erzählen zu können. Dark Daybreak von Yasunori Mitsuda schafft dieses Kunststück. Ihr spürt auch ohne die Animesequenz die unaufhaltsame Bedrohung, die eine gesamte Raumschiffflotte auszulöschen droht. Ihr erlebt die Hilflosigkeit der Rettungsaktion und die Hoffnungslosigkeit der Crew, dass einer gesamten Rasse der Untergang droht.

Und dann, ab Minute 3:13: Da seid ihr eins mit dem Kapitän der Flotte, wie er inne hält, in der letzten Minute seines Lebens das kleine Foto seiner Familie betrachtet und den Code für die Selbstzerstörung eintippt. Und vom kurzen, bösartigen, hallenden Lachen im Hintergrund (3:32) träumt ihr auf Lebenszeit.

04. Turrican 2: Concerto for Lasers and Enemies (Chris Hülsbeck, Amiga, 1991)

Soundtrack Veröffentlichung: Arrange CD (Shades oder Turrican)

Alle die mich kennen, werden diese Wahl hier wohl als die größte Überraschung bezeichnen: Nicht The Final Fight ist das meiner Meinung nach beste Mustikstück aus dem weltbesten Soundtrack Turrican 2, sondern Concerto for Lasers and Enemies. Es ist wirklich eine verdammt knappe Entscheidung, die ich letztlich zu Gunsten von Concerto wähle, weil es WÄHREND des Spieles und nicht einfach nur im Hauptmenü zu hören ist.

Die Musik von Turrican 2 kombiniert wie keine zweite eine überbrodelnde Masse an prägnanten Melodien und den best gesampelsten Instrumenten der Amiga-Geschichte. Concerto for Lasers and Enemies addiert ein übermächtig erhabenes Gefühl hinzu und spielt gekonnt mit dem Stereo-Effekt des Soundchips. Allein das Nachhallen der Leadstimme sorgt für einen gewaltigen Boost in Sachen Atmosphäre.

03. Final Fantasy VI: Dancing Mad (Nobuo Uematsu, Super-Nintendo, 1994)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Final Fantasy VI Original Sound Version)

Es dürfte kein anderes Spiel auf der Welt geben, dass so viele 10/10-Punkte würdige Musikstücke intus hat wie Final Fantasy VI. Und allesamt werden sie von Dancing Mad gegen die Wand gespielt. Zugegeben: Ich schummele insofern, weil es sich hier rein technisch um vier aufeinander folgende Themen handelt, die einen der epischsten Endgegnerkämpfe überhaupt begleiten. Aber wer will mir das ernsthaft verübeln: Die ersten drei Parts sind primär klassisch und unterscheiden sich am ehesten noch beim Tempo.  Dabei fängt alles zunächst hektisch an und wird immer ruhiger und immer kolossaler.

Der vierte Part stellt einen regelrechten Bruch zu dem davor gehörten an, der nicht minder genial ist:  Für den letzten Kampf entschied sich Nobuo Uematsu für eine Art Classic Rock. Selbstredend ist auch hier die Qualität der Instrumente einmalig und auf Super-Nintendo-Ebene bis heute ungeschlagen.

02. Shadow of the Colossus: Epilogue ~Those Who Remain~ (Kew Otani, PlayStation 2, 2005)

Soundtrack Veröffentlichung: CD (Wander and the Colossus Original Soundtrack: Roar of the Earth)

Denkt man an die Musik von Shadow of the Colossus, dann kommen einem sofort die gewaltigen Kämpfe in den Kopf. Deren musikalische Begleitung ist definitiv beeindruckend, aber sie ist ein Nichts gegenüber dem Epilogue. Dieser wiederholt zunächst die Klänge des beschaulichen, träumerischen und wehmütigen Intros, das bereits mit seinem gespenstigen Chor und seiner hallenden Flöte unvergessen ist. Danach entwickelt es sich zu einem einmaligen Klangteppich, der die einzelnen Stationen des Abspannes vortrefflich untermalt, die kurz aufflammende Bedrohung unterstützt und am Ende mit einem herzzerreisenden Violinsolo abschließt, das mich jedes Mal zum Heulen bringt.

Allein für diese fünfzehn Sekunden verdient es die immens hohe Platzierung.

01. Turrican: Main Theme (Chris Hülsbeck, Amiga, 1990)

Soundtrack Veröffentlichung: Arrange CD (Shades oder Turrican)

Mit Abstand…

Turrican ist für mich das Sinnbild der Video- und Computerspielmusik. Ich kenne kein prägnanteres, kein treffenderes, kein besseres Hauptthema zu einem Spiel oder in diesem Falle zu einer Serie. Die Melodie ist auf ewig mit dem Mann verbunden, der sie zu Papier gebracht hat: Chris Hülsbeck. Sie wird auf einem technischen Niveau präsentiert, das anno 1990 absolut ungeschlagen war und erst ein Jahr später mit seinem Nachfolger seinen Meister finden sollte. Doch der hat das Turrican-Thema eben nicht erfunden.

Die ersten zwei Minuten des Turrican-Medley, wahlweise zu hören auf dem Shades oder dem Turrican-Album, sind die zwei besten Minuten Musik, die ich jemals in meinem Leben gehört habe. Sie stellen ein astreines Arrangement des Hauptthemas dar und bekräftigen dessen Stärke. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in meinem Falle dieser seit über zwanzig Jahren ungeschlagene Status jemals von einem anderen Spiel übertroffen wird.

Kommentare

Du musst dich einloggen, um Kommentare zu schreiben!
Zur Anmeldung
domi1337
von domi1337 | 11.12.2011, 23:28 Uhr
Halo nur auf Platz 9, pff tongue.gif
Haggy
von Haggy | 05.12.2011, 21:11 Uhr
Sehr schöner Artikel. In meiner Top 10 wären noch Commando von Hubbard, der Quark 2 Soundtrack, Giana Sisters (Hülsbeck), der Ocean Loader, Aeris Theme von FFVII, hach..toll
BuzzWoll
von BuzzWoll | 04.12.2011, 21:32 Uhr
Kein BF (oder BTF wink.gif)? schade - *schmoll*, dabei hat die serie einen der besten bzw. meiner meinung nach markantesten soundtrack ever - egal wo ein teil davon vor kommt - ich weiß IMMER dass es BF ist
Blade369
von Blade369 | 04.12.2011, 16:43 Uhr
Wirklich sehr schön gemachte Übersicht. Die Liste hätte sicherlich auch anders ausfallen können, aber meinen Geschmack trifft es ziemlich gut. Manche Spiele kenn ich leider nicht, (zu jung :/ ) aber vieles davon rotierte zum Glück im meinem Laufwerk. Als ich Shodow of Collosus im Artwork für den Artikel gesehen hab, hatte ich eigentlich mit einer Nummer 1 gerechnet. Cool, dass du noch einen Soundtrack höher bewertest.

1 Antwort:

Anne
von Anne | 04.12.2011, 20:40 Uhr
Jup, coole Sache. Ich staune, was mir da bezüglich der Musik bisher entgangen ist. Einiges ist ja bekannt, andere Videos höre ich heute zum ersten Mal. Nur Indiana Jones wäre bei mir definitiv noch mit in der Liste gewesen.
Bestätigung
Wirklich Eintrag löschen?

Begründung

Facebook
Bestätigung