Mein Körper erzittert! Mein Herz klopft wie verrückt! Meine Gedanken rasen wie wild! Es stimmt! Es ist wahr! Es ist tatsächlich wahr! Bald wird die Welt erneut von Rütteleien erschüttert! Nein, dies heißt nicht, dass Britney Spears demnächst wieder ihr Tanzbein schwingt, sondern: Der DualShock 3-Controller kommt! Das Leben ist wieder schön, das Spielen macht wieder Spaß und Sony entpuppt sich als das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt! Denn vor dem Release der Playstation 3 hieß es noch, man könne die Rumble-Effekte leider nicht in das PS3-Pad übernehmen, da diese gewaltigen Vibrationen die unglaublich innovativen und von Sony-Jüngern in geheimsten feuchten Träumen erwünschten Bewegungssensoren des Sixaxis-Controller zu sehr durcheinander rütteln würden. Doch offensichtlich haben die Mannen aus dem Land der Reiskocher keine Kosten und Mühen gescheut, um an der Technik zu feilen und uns doch noch ein HighEnd-Produkt der allerbesten Güteklasse zu präsentieren, welches man nicht nur zum Steuern schüttelt, sondern das dabei auch noch vom Feinsten rüttelt.
Was aber ist denn nun mit den Aussagen von Phil Harrison, dem Präsidenten der Sony Computer Entertainment Worldwide Studios? Er erklärte doch erst im März 2007, dass die Rumble-Funktion ein Feature der "Last Generation" sei und man nicht das Bedürfnis habe, solch eine veraltete Funktion nochmals zu nutzen. Wie kann es also sein, dass das Rumpeln nun doch ein Revival feiert? Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung: Wie wir aus Insiderkreisen erfahren haben, hat Misses Harrison ihren Göttergatten überredet, die Rumble-Funktion doch wieder einzubauen. Sie persönlich findet Vibrationen nämlich als sehr angenehm und ausgesprochen anregend. Gegen solch ein schlagendes Argument war der kleine Phil natürlich machtlos und schon am Tag darauf setzte er ein Rundschreiben auf, in dem jeder Sony-Mitarbeiter aufgefordert wurde, sofort alle Arbeiten an innovativen neuen Spielideen sein zu lassen und sich voll und ganz den Rütteleien zu widmen. Das Ergebnis dieser immensen globalen Bemühungen ist uns seit gestern bekannt.
Einen kleinen Wermutstropfen rund um das NextGen-Pad gibt es allerdings: Sony würde den DualShock 3 sicherlich gerne jedem einzelnen PS3-Besitzer handverschweißt und mit einer kleinen roten Schleife versehen per Eilbrief kostenlos zusenden wollen, doch leider ist dies finanziell nicht mehr drin. Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe: Zum einen hat die Entwicklung des neuen Pads laut inoffiziellen Hochrechnungen das Bruttosozialprodukt eines beliebigen zentralafrikanischen Staates verschlungen und zum anderen ist Sonys NextGen-Konsole einfach zu erfolgreich. Denn wie man ja weiß, zahlt das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt bei jeder verkauften PS3 drauf, um uns den wahnsinnig niedrigen Anschaffungspreis überhaupt zu ermöglichen. Und da der Trend inzwischen auch bei uns zur Zweit- oder gar Dritt-PS3 geht, hat man einfach zu viele der schwarzglänzenden Kisten sponsern müssen. Gerüchte besagen, dass der Geldspeicher von Sony-Chef Howard „Dagobert“ Stringer deswegen immer leerer wird und er bald ganz auf sein tägliches Dollar-Bad verzichten oder alternativ auf Yen umsteigen muss.
Außerdem muss sich Sony natürlich schützen und sollte sicherheitshalber bereits jetzt ein paar Groschen für zukünftige Klagen auf die hohe Kante legen. Dass diese kommen werden, gilt als sicher, denn wie wir von DemoNews.de weltexklusiv in Erfahrung bringen konnten, bereitet Nintendo bereits eine Klageschrift gegen Sony vor. Der Grund: Ein Sony-Mitarbeiter soll von einem Nintendo-Techniker heimlich eine E-Mail erhalten haben, in der das Geheimnis der Wiimote ausgeplaudert und deutlich erklärt wurde, wie man ein Pad mit Rumble-Effekten UND Bewegungssensoren zusammenbastelt. Als Schlüsselelement gilt dabei die Tatsache, dass Ferrari … ähm… Nintendo seine Controller zur besseren Kühlung mit einem speziellen Gas befüllt hat. Eine unabhängige Kommission aus Microsoft-Juristen soll nun unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen versiegelten DualShock3 öffnen und dabei genau beobachten, ob man Gas entweichen hört und sieht, sobald die erste Schraube ein wenig gelockert wurde. Sollten sich dadurch die Anschuldigungen erhärten, muss Sony an Nintendo 100 Millionen Cell Chips ausliefern und verliert alle Team-Punkte in der Bundesliga-Tipprunde japanischer Konsolenhersteller.
Und somit ist klar, dass Sony schweren Herzens einen kleinen Obolus von seinen treuen Schäfchen verlangen muss. Sicherlich wird dieser Betrag gewohnt gering ausfallen und gerade einmal die Kosten decken. Wir Europäer brauchen uns darüber aber sowieso erst einmal keine großartigen Gedanken zu machen, denn wie wir zuletzt bei der Veröffentlichung der PS3 mitbekommen haben, genießen wir schließlich weltweit das höchste Ansehen bei Sony. Dies heißt, es werden erst einmal alle japanischen Drohnen die ersten Prototypen des DualShock 3 austesten müssen. Wie bei japanischen Autos auch, werden anschließend alle Fehler beseitigt bzw. Leichen entsorgt und erst dann kommt bei uns ein ausgereiftes Produkt auf den Markt, das in der Pannenstatistik ganz vorne liegen wird. Dies ist auch gut so, denn was passiert, wenn man global alle Süchtigen sofort versorgt, hat zuletzt Microsoft mit seiner Xbox 360 und dem räudig-roten „Ring of Death“ erfahren müssen. Da sieht man es einfach wieder: Sony ist das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt!
P.S. Uns hat soeben noch eine Eilmeldung erreicht: Der Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat eine Dringlichkeitssitzung der Bundesregierung einberufen. Als bekennender Killerspieler möchte er dafür sorgen, dass Deutschland so schnell wie möglich mit dem DualShock 3 versorgt wird. Deshalb schlägt er vor, künftig alle im deutschen Luftraum befindlichen Frachtflugzeuge mit den neuen Joypads an Bord zum Abschuss freizugeben. Die designierte CSU-Vorsitzende Gabriele Pauli hat diesem Vorschlag bereits unter der Voraussetzung zugestimmt, dass ab sofort das eheähnliche Verhältnis zwischen Spielern und Sony alle sieben Jahre durch den Kauf der jeweils aktuellen Playstation erneuert wird. Die deutschen Politiker sind eben doch die kompetentesten der Welt.