Ausschlaggebend für die Platzierungen waren sowohl die Meinungen der Redakteure, als auch die Wertung, die wir auf DemoNews vergeben hatten. Durch das 10er-System hatten wir dieses Jahr diesbezüglich bedeutend mehr Freiraum. Allerdings gibt es auch den einen oder anderen Kandidaten, der trotz seiner “8“ vor einem “9“-Konkurrenten steht – in dem Fall wurde der damals verantwortliche Redi einfach ignoriert, geknebelt sowie eingesperrt. Zudem hatten die Genre-Spezialisten mehr Gewicht, wenn es um “ihre“ Spiele ging.
Da sich an den Kategorien nahezu nichts geändert hat, können wir sogleich los legen:
Special Award
| Original Score |
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The Elder Scrolls: Skyrim
Crysis 2
Outland
Shadows of the Damned
To the Moon |
In Sachen Musik war das Jahr 2011 eine absolute Sensation – laut unserem Soundtrack-Guru Andy wäre nur 1995 besser und dichter bevölkert gewesen. Sword & Sworcery, Bastion, The Legend of Zelda: Skyward Sword, Uncharted 3 oder Chris Hülsbecks fantastisches The-War-of-the-Worlds–Comeback müssen bereits “draußen” bleiben. “Drin“ sind das bombastische Crysis 2, das atmosphärische Outland, das verstörende Shadows of the Damned sowie das tieftraurige To the Moon.
Doch allesamt werden sie geradezu weggeblasen von dem Jeremy, dem Soule, der mit The Elder Scrolls: Skyrim einen der weltbesten Scores diesseits der Milchstraße gezaubert hat. Er ist je nach Spielsituation malerisch ruhig oder bombastisch gewaltig. Dazu stecken einige brillant komponierte Melodien in dem 4 CD starken OST: Die Highlights The Streets of Whiterun und natürlich der unvergessliche Dragonborn-Song (“DOVAHKIIN! DOVAHKIIN!“) hätten wohl allein für den ersten Platz ausgereicht.
| Atmosphäre |
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Dark Souls
Batman: Arkham City
The Elder Scrolls: Skyrim
L.A. Noire
Uncharted 3: Drake’s Deception |
Die Kategorie, die immer ganz schnell überläuft, ist dieses Jahr etwas übersichtlicher geraten. Unsere drei Top-Titel haben etwas gemeinsam: Sie leben allesamt von einer großen, verzweigten und enorm glaubhaft gestalten Spielwelt. Seien es die düsteren Wälder von Dark Souls, die riesige Gefängnisstadt namens Arkham City oder die verschneiten Berge in The Elder Scrolls: Skyrim - allesamt vermitteln sie ein bemerkenswert intensives Gefühl, das in mancher Minute die Gefahr der Realitätsflucht verbirgt.
Dark Souls gewinnt deshalb vor der Konkurrenz, weil hier eine erstaunlich große Vielfalt hinzu kommt, die sich in keiner Weise beißt. Im Gegenteil: Sollte es irgendwo in diesem Universum eine Welt geben, in der verfluchte Geisterstädter, große Schlösser, tiefe Sümpfe sowie ein riesiger ausgehöhlter Baum direkt nebeneinander stehen, dann sieht diese bestimmt genau so wie in diesem Spiel aus…
Das Feld komplettiert die exzellente Film-Noir-Atmosphäre von L.A. Noire sowie die schweißtreibenden Actionszenen in Uncharted 3: Drake's Deception (die brennende Villa!).
| Art Direction |
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Rayman Origins
L.A. Noire
Uncharted 3: Drake’s Deception
Trine 2
Alice: Madness Returns |
Bereits 2010 zeichnete sich ein erstaunlicher Trend ab: Es sind weniger die technisch aufwändigen Blockbuster, die in Punkto Art Direction atemberaubend sind, sondern die “kleinen“ Titel, die sich auf eine starre Perspektive festlegen. Deshalb gewinnt wieder ein “gewöhnliches“ 2D-Jump’n’Run, namentlich Rayman Origins. Die wunderschönen Hintergründe sowie die herrlich skurrilen Figuren profitieren maßgeblich von der sehr hohen Bildschirmauflösung, mit der Ubisoft ungeahnte Details umsetzen konnte. Ebenfalls toll sind die Animationen, welche gerade abseits der Nutzung jeglicher Polygontechnologie mehr als beeindrucken.
Erst auf den Plätzen folgen die 3D-Kracher: L.A. Noire zeigt einige beängstigend reale Gesichter und besitzt darüber hinaus eine sehr schicke Kulisse, Uncharted 3:Drake's Deception steht seinem Vorgänger in Sachen epischer Kulisse kaum nach und Alice: Madness Returns ist ein Fest für den Fan des Bizarren. Abgerundet wird das Quintett durch Trine 2, das Farben auf den Bildschirm bannt, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
| Technik |
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Battlefield 3
L.A. Noire
Uncharted 3: Drake’s Deception
Crysis 2
The Elder Scrolls: Skyrim |
Hier hatten wir ein Jahr des gefühlten Stillstands – weshalb sonst landeten Titel wie Uncharted 3, Crysis 2 oder The Elder Scrolls: Skyrim auf der Auszeichnungsbühne, obwohl deren Vorgänger bereits die Hauptarbeit absolvierten? Nur der Sieger sowie der direkte Runner-Up zeigten etwas “Neues“: Im Falle von Battlefield 3 half die außergewöhnlich gut programmierte Soundkulisse zum Sieg, bei L.A. Noire sind es erneut die teilweise erschreckend echt wirkenden Gesichtermimiken, die ebenfalls eine technische Meisterleistung darstellen.
| Story |
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L.A. Noire
The Witcher 2
To the Moon
Harveys Neue Augen
Uncharted 3: Drake’s Deception |
Bleiben wir beim Detektiv-Abenteuer: Die Fälle von L.A. Noire leben von herausragend geschriebenen Dialogen sowie größtenteils erstaunlich glaubhaft wirkenden Charakteren - von einigen, wenigen Stimmungsschwankungen seitens Protagonist Cole vielleicht mal abgesehen. Doch das Flair stimmt und die Textqualität ist nahe dran an solch TV-Klassikern wie Sopranos oder Mad Men. Mit der Silbermedaille in der Hand lauert The Witcher 2 direkt dahinter, was es seinen Charakteren jenseits von Gut und Böse sowie dem allgemein erfrischend rauen Tonfall zu verdanken hat.
Auf dem dritten Paltz kommt mit To the Moon eine der größten Überraschungen ins Spiel, weil das nach Ur-Alt-SNES-Spiel aussehende Adventure eine enorm emotionsgeladene Liebesgeschichte erzählt und den Anfang einer sehr vielsprechenden Serie markiert. Harveys Neue Augen punktet mit dem aberwitzigen ersten Kapitel sowie dem fantastischen Erzähler und wäre mit einem besser geschriebenen Ende noch höher innerhalb dieser Liste geklettert. Bleibt abschließend Uncharted 3: Drake's Deception, dessen tadellose Story zum dritten Mal ein nahezu perfektes Indiana-Jones-Feeling der Neuzeit vermittelt, einige bislang ungeklärte Fragen zwischen den Protagonisten erklärt und die Beziehung von Nate sowie Elena auf eine erstaunlich geschickte Weise weiter spinnt.
| Spielidee |
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Portal 2
Ghost Trick – Phantom Detektiv
L.A. Noire
Driver: San Francisco
LittleBigPlanet 2 |
O.k., zugegeben: Genau wie der Vorgänger profitiert Portal 2 von der Integration eines Freeware-Spiels namens Tag: The Power of Paint, weil bereits dort der Spieler selbst durch das Umfärben der Umgebung neue Sprungplattformen sowie Geschwindigkeitsbahnen basteln konnte. Doch dazu kommt die Kombination mit der nach wie vor brillanten Portal-Idee und ein Multiplayer-Konzept, das in der Form einmalig ist.
Wer erinnert sich noch an Ghost Trick – Phantom Detektiv? Aufgrund der “Du bist tot und kannst dich nur eingeschränkt bewegen“-Idee schnellt der Innovationsbalken bis zum Anschlag und auch L.A. Noire ist ein Action/Adventure, das man in dieser Form noch nicht gesehen hat. Speziell die Art der Untersuchungen ist simpel, jedoch effektiv. Driver: San Francisco schafft den Sprung in die Top Five aufgrund der genialen Shift-Idee und LittleBigPlanet 2 ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie ein Nachfolger den Sprung von einem Genre zum anderen schafft, ohne dabei seine Wurzeln zu verraten.
| Spieldesign |
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Portal 2
Dark Souls
Super Mario 3D Land
LittleBigPlanet 2
Ghost Trick – Phantom Detektiv |
Der Gewinner der Königsdisziplin ist… NICHT Zelda, sondern Portal 2! Ist bereits die Singleplayer-Kampagne ein Gedicht an Cleverness, schlagen die Multiplayer-Rätsel die Konkurrenz an die Wand und sind der ausschlaggebende Grund, warum wir das Spiel für so viel besser als den Vorgänger halten. Mit gebührendem Abstand folgt die verwinkelte Welt von Dark Souls, die auch in spielerischer Hinsicht die einzelnen Gebiete exzellent vermischt.
Eher klassisch-konventionell ist die 3D-Hüpferei Super Mario 3D Land, die Nintendos Ehre verteidigt. LittleBigPlanet 2 ist herrlich abwechslungsreich und Ghost Trick – Phantom Detektiv schlägt mit seinen Denkspiel-artigen Puzzles nur ganz knapp die bizarren Rätsel aus Harveys Neue Augen.
Genre Awards
| Action |
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Uncharted 3: Drake’s Deception
Battlefield 3
Outland
Crysis 2
Gears of War 3 |
Uncharted 3: Drake's Deception mag nicht das innovativste Spiel des Jahres gewesen sein, aber die Action ist genau wie beim Vorgänger unerreicht - zudem so einige Settings dann doch für frisches Adrenalin sorgen (siehe vor allem diese Villa!!). Das Shooter-Dreiergespann Battlefield 3, Crysis 2 sowie Gears of War 3 wird durch den 2D-Action/Jump’n’Run-Mix Outland gesprengt, welcher dank seiner Mischung aus Jump’n’Run sowie Bullethell-Shooter fast schon einzigartig ist.
| Action/Adventure |
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Batman: Arkham City
L.A. Noire
Deux Ex Human Revolution
Saints Row: The Third
Insanely Twisted Shadow Planet |
Auch hier haben wir uns ganz schnell auf einen Sieger geeinigt: Batman: Arkham City nimmt die Vorzüge des Vorgängers und addiert eine offene Spielwelt mit unerschöpflichen Erkundungsmöglichkeiten hinzu. Die Entscheidung zwischen dem direkt folgenden Runner-Up fiel schon schwerer und am Ende zugunsten des innovativen L.A. Noire vor dem bewährt-designten Deus Ex Human Revolution aus. Saints Row: The Third punktet vor allem aufgrund des bizarren Humors und Insanely Twisted Shadow Planet ist nicht nur in Sachen Grafik sondern auch was das Leveldesign anbelangt schön stylisch.
| Adventure |
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Harveys Neue Augen
Ghost Trick – Phantom Detektiv
Sam & Max – Im Theater des Teufels
To the Moon
The Next Big Thing |
Was für ein Feld: Harveys Neue Augen, Ghost Trick – Phantom Detektiv sowie Sam & Max – Im Theater des Teufels bilden gemeinsam das beste Adventure-Tripple seit einer gefühlten Ewigkeit und konnten allesamt die 9 Punkt-Marke überspringen (was in diesem Genre vor ein paar Jahren noch als völlig utopisch galt). Harvey besitzt am Ende die zugänglichste Mischung aus fantastischen Rätseln, einer würdigen Story, einmalig in Szene gesetzten Ideen und einem der wundervollsten Erzählerstimmen der Spielgeschichte. Ghost Trick ist auf der anderen Seite ein Stück weit innovativer und glänzt für Nintendo-DS-Verhältnisse mit einer sehr aufwändigen Grafik, während Im Theater des Teufels an Absurditäten und völlig bescheuert-brillanten Plottwists nicht zu überbieten ist.
Aber auch der vierte Platz gehört kräftig gelobt: To the Moon ist ein sensationelles Independent-Projekt, speziell wenn man bedenkt, wie wenig “Spiel“ eigentlich darin steckt. Am Ende schlägt The Next Big Thing mit seinem klassischen Rätseldesign nur ganz knapp Back to the Future: The Game, welches ähnlich hauchdünn den Sprung in unserer Story-Top-Five-Liste verpasste (das nur nebenbei bemerkt).
| Denk/Geschicklichkeit |
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Portal 2
LittleBigPlanet 2
Super Mario 3D Land
Child of Eden
Rayman Origins |
Die Auszeichnungen für die beste Idee und das beste Spieldesign resultieren zu dem einzig logischen Ergebnis: Portal 2 ist ganz klar das gelungenste Spiel für den Tüftler in uns – natürlich auch, weil das Drumherum, von der Präsentation bis zur Story, einfach nur toll ist. Wer lieber mehr Hüpfen anstatt Denken mag, der greift zu LittleBigPlanet 2 oder Super Mario 3D Land – je nachdem, ob er lieber seine Kreativität ausleben möchte oder ein altbewährtes Jump’n’Run-Vergnügen sucht. Musikliebhaber hingegen besorgen sich im Idealfall Kinect mitsamt Child of Eden, während Rayman Origins allein aufgrund der preiswürdigen Grafik sowie der chaotischen Mehrspieler-Option genügend Spielspaß erzeugt.
| Rollenspiel |
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Dark Souls
The Witcher 2
The Elder Scrolls: Skyrim
Xenoblade Chronicles
Dragon Age 2 |
Es war ein wirklich ein tolles Jahr für Abenteurer, denn neben den klassischen Adventures quillt auch die Gruppe der Rollenspiele nur so über vor Genialität. Anders ausgedrückt: Dark Souls, The Witcher 2, The Elder Scrolls: Skyrim und Xenoblade Chronicles hätten allesamt den Titel locker verdient. Unsere Wahl ist sicherlich brisant, doch Dark Souls addiert neben der Genre-notwendigen Atmosphäre ein gewagtes, wie mutiges Spielerlebnis.
The Witcher 2 hebt sich noch einmal gewaltig von seinem ohnehin schon sehr guten Vorgänger ab, während Skyrim trotz seiner Fehler irgendwie jeden zu fesseln scheint. Xenoblade Chronicles zeigt, dass Japan-RPGs doch einen Platz in der heutigen Zeit verdienen und das abgeschlagene Dragon Age 2 mag nicht die Spieltiefe von Origins besitzen, die grundsolide Handlung stellte die meisten Fans dann doch mehr als zufrieden.
| Sport |
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NBA 2K12
Forza Motorsport 4
FIFA Soccer 12
Driver: San Francisco
Top Spin 4 |
Zwar herrscht auch dieses Jahr der übliche Fortsetzungsalarm bei den Sportspielen, aber mit NBA 2K12 liegt diesmal ein kleiner Exot auf dem ersten Platz. Mit neuen und/oder stark verbesserten Modi (allen voran der “The-Association-Online“-Option) und einer mehr als beeindruckenden Präsentation (ein Gedicht an Animationen) schnappt sich erstmals ein Update aus dem Hause 2K Sports die Krone.
Ähnlich lohnenswert schaut es bei den Verbesserungen bezüglich Forza Motorsport 4, FIFA Soccer 12 sowie Top Spin 4 aus, die den Kauf der neuen Version mehr als rechtfertigen. Der einzige “Das ist ja was total Neues!“-Kandidat schimpft sich Driver: San Francisco, der nicht ohne Grund von uns bereits in der Kategorie “Beste Spielidee“ für das geniale Shift-Konzept geehrt wurde.
| Strategie |
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Frozen Synapse
Tactics Ogre
Anno 2070
Shogun 2 – Total War
Anomaly: Warzone Earth |
Wie wäre es mit einem Überraschungssieger? Bitte, hier habt ihr Frozen Synapse: Der Independent-Hit gilt für viele Rundenstrategie-Cracks als eine kleine Revolution, aufgrund seines innovativen Konzeptes sowie erstaunlich vielen taktischen Möglichkeiten innerhalb einer hervorragend sortierten Benutzerführung. Auch der kühle Sci-Fi-Stil mitsamt des feschen Synthi-Soundtracks machen Frozen Synapse zum modernen Hit.
Tactics Ogre bringt ein fünfzehn Jahre altes Spiel endlich nach Europa und addiert einige essentiell notwendige Features, die für den heutigen Komfort auch zwingend notwendig waren. Anno 2070 befriedigt den Fan der Aufbau-Simulationen und wagt mit seinem Zukunfts-Szenario gar einen mutigen Schritt nach vorne, während Shogun 2 – Total War ganz einsam die Flagge der klassischen RTS verteidigt. Bleibt nach Anomaly: Warzone Earth, welches das Tower-Defense-Konzept auf den Kopf stellt und euch den Part der stürmenden Armee überlässt.
Ihr wollt nicht ganz so viel lesen? Hier unsere Special- und Genre- Awards im Video-Special!
Main Awards
| Independent-GOTY |
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Outland
Frozen Synapse
To the Moon
Insanely Twisted Shadow Planet
Bastion |
Hier entbrannte ein großer Streit in der Redaktion: Was ist Independent und was nicht? Unser Sieger Outland wurde während seiner Entwicklungsphase auf der einen Seite von Ubisoft unterstützt, auf der anderen Seite steckt dahinter immer noch ein überschauberes wie unabhängig agierendes Team aus Finnland. Das starke Spielprinzip und die herausragende Präsentation machen es zum Sieger, knapp vor unserer Nr. 1 der Strategiespiele Frozen Synapse. To the Moon ist wirklich traumhaft schön, trotz (oder vielleicht gerade wegen) der SNES-angelehnter Technologie, während Insanely Twisted Shadow Planet aufgrund seines bizarren Grafikstils sowie dem kompetenten Leveldesign gefällt.
Den Abschluss macht Bastion, das vielleicht nicht gerade intelligenteste Spiel im Lande, aber eines der zugänglichsten – inklusive einer faszinierenden Spielwelt und mehr als erinnerungswürdigen Songs. Knapp gescheitert und trotzdem definitiv erwähnenswert sind solch Independent-Kleinode wie Terraria, The Binding of Isaac sowie SpaceChem, während Minecraft eigentlich nur aufgrund der nicht gerade weltbewegenden Unterschiede zur (bereits zahlungspflichtigen) Beta-Version außen vor blieb.
| Regie |
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Dark Souls
Batman: Arkham City
Portal 2
Harveys Neue Augen
Uncharted 3: Drake's Deception |
Wer ist der mutigste Regisseur im ganzen Land? Ganz klar Hidetaka Miyazaki: Bereits Demon’s Souls war aufgrund seines hammerharten Schwierigkeitsgrades sowie der außergewöhnlichen Internet-Anbindung ein echtes Wagnis. Dass der gute Mann aber mit Dark Souls dieser Linie treu blieb, sie gar verschärfte und eine enorm glaubwürdige sowie vielschichtige Spielwelt hinzu fügte, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ja, es ist knackig schwer und ebenfalls richtig - an manchen Stellen ruckelt das Spiel wie die Pest. Aber das eine “Defizit“ ist gewollt und das andere Schuld der Techniker, nicht des Regisseurs. Unter den gegebenen Voraussetzungen stellt Dark Souls eine Wahnsinnsleistung dar, die seinem Vorgänger in praktisch jeder Hinsicht überlegen ist.
Keine Bange: Die Begründungen für die Runner-Ups sind kürzer. Sefton Hill orientierte sich zu Recht an der Agenda seines Batman:-Arkham-City-Vorgängers, zeigt dabei die dreckigste Seite von Gotham City und fügt eine offene Spielwelt hinzu, die hervorragend mit all den anderen Elementen harmoniert. Portal 2 wirkt dank der Kunst des Projektleiters Joshua Weier bis ins kleinste Detail penibel ausgeklügelt, während Jan Müller-Michaelis allein aufgrund seiner hammergeilen Zensurgnom-Idee in Harveys Neue Augen eine Erwähnung verdient. Bleiben abschließend Creative Director Amy Hennig sowie Game Director Justin Richmond, die mit Uncharted 3: Drake's Deception das nächste Film-zum-Mitspielen-Meisterwerk schufen.
| Multiplayer-GOTY |
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Portal 2 & Battlefield 3
LittleBigPlanet 2
Gears of War 3
Dark Souls |
Es ging nicht anders: Sowohl Portal 2 als auch Battlefield 3 sind im Multiplayer-Bereich dermaßen stark, dass wir den Award teilen mussten. Was durchaus legitim ist: Der eine Kandidat ist unser klarer Favorit für den Coop, der andere für den Competitive-Modus. Im Kern bestechen die beiden aufgrund ihrer Ausgereiftheit: Portal 2 in Sachen Rätsel und Battlefield 3 beim Spiel innerhalb eines Teams.
Wer lieber in den heimischen Gefilden in einer Gruppe mit Freunden spielt, der wird mit LittleBigPlanet 2 am glücklichsten. Gears of War 3 setzt sich knapp aufgrund des neuen Bestien-Modus von der restlichen Shooter-Konkurrenz ab, während Dark Souls mit seiner subtilen Internet-Anbindung genau wie sein Vorgänger für das letzte Quäntchen Düster-Atmosphäre sorgt.
| GOTY 2011 |
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Portal 2
Dark Souls
Batman: Arkham City
Uncharted 3: Drake's Deception
The Witcher 2 |
Unterm Strich zählt der Spielspaß – und der ist bei all diesen fünf Kandidaten recht hoch. Mit The Witcher 2 gelang den Entwicklern aus Polen eine rundherum verbesserte Fortsetzung, diesmal ohne große Kinderkrankheiten und dafür mit einer packenden Geschichte sowie einer starken Grafik-Engine ausgestattet. Uncharted 3: Drake's Deception mutet zunächst konventionell an und lebt zu einem guten Stück von den Stärken des Vorgängers (unserem GOTY 2009), doch einzelne Settings (die brennende Villa, gottdammich!!!) machen es wieder zu einem einmaligen Erlebnis.
Dem Batman steht mit Arkham City eine viel breitflächigere, interessantere sowie komplexere Spielwelt zur Verfügung, die Unmengen an Inhalten abseits der eigentlichen Geschichte bietet und gleichzeitig die ganzen Detail-Feinheiten des Vorgängers weiterhin beinhaltet. Dark Souls wiederum ist eine Herausforderung durch und durch, deren Meisterung ein Höchstmaß an Motivation erzeugt und dies eingebettet in einer fantastisch-beklemmend-designten Spielwelt.
Doch am Ende lautet der Sieger Portal 2: Kein anderes Spiel brilliert in dermaßen vielen Aspekten. Die Geschichte ist aberwitzig, die Charaktere sind allesamt Unikate, die Rätsel ein Gedicht der Designkunst, der Abwechslungsreichtum dank zahlreicher Spielelemente stattlich und die allgemeine Präsentation schön Atmosphäre-treibend. Portal 2 mischt eine der besten Spielideen aller Zeiten mit weiteren, höchst innovativen Elementen und addiert einen Knaller-Coop-Modus, der selbst dann noch richtig Spaß macht, wenn man die ganzen Testkammern bereits kennt.
Anders ausgedrückt: Bereits Portal 1 wäre ein ernsthafter GOTY-Kandidat gewesen, wenn dahinter mehr Umfang und mehr Mut beim Rätseldesign gesteckt hätten. Im Nachhinein wirkt es wie eine Schnupperversion von Portal 2, welches das gesamte Potenzial hinter dem Konzept nahezu perfekt entfaltet.