Der bekannte Spielehersteller Birdovision wagt sich an ein brisantes wie aufregendes Thema. Bereits vor einigen Monaten sicherte sich das Unternehmen die Versoftungsrechte an dem H5N1-Virus. Besonders die US-Army, Erfinder dieser biologischen Waffe, zeigte sich über das rege Interesse der Spieleindustrie erfreut. So meinte John Smith, Pressesprecher des größten US-amerikanischen Arbeitgebers kürzlich in einem Interview: “Wir sind stolz darauf, Birdovision die Möglichkeit zu geben, unserem Virus die Ehre zu verleihen, die ihm gebührt. Wir sind außerordentlich gespannt auf H5N1, welches den Menschen weltweit erlaubt, unser wissenschaftliches Meisterwerk hautnah zu erleben. Zumindest spielerisch werden alle die Chance erhalten, das drohende Unheil aufzuhalten, welches uns zwangsläufig erwartet.“.
Wir besuchten das auf der Insel Rügen ansässige Entwicklerstudio White Swan Entertainment und durften dort H5N1 ausprobieren. Dank Birdovision präsentieren wir euch an dieser Stelle weltexklusiv die ersten Details und Hintergründe zu H5N1 – das offizielle Spiel zum Virus.
Die Menschheit am Ende
Schon das Intro vermittelt ein spannendes, tiefgründig dramatisches und düsteres Szenario im besten Stil von Hitchcocks „Die Vögel“. Nachdem die Menschen vorsorglich Millionen von unschuldigen Tieren ermorden, da einige Vögel den lebensbedrohenden H5N1-Virus in sich tragen, organisiert das Federvieh den Aufstand. Trotz gewaltiger Verluste greifen vor allem infizierte Wildgänse und Schwäne strategisch wichtige Punkte wie Militäranlagen, Krankenhäuser, Atom- und Wärme-Kraftwerke an, um somit den Widerstand der Menschen zu brechen. Während in den Großstädten prompt das Chaos ausbricht, zerstören die fliegenden H5N1-Verbreiter die letzten autarken Bastionen, sprich die Dörfer der Zivilisation samt den Produktionseinrichtungen für Lebensmittel. Der Action-Shooter selbst spielt rund ein Jahr später in einer postapokalyptischen Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2007, einen Großteil der Menschheit hat es dahin gerafft und die ehemaligen Metropolen dieser Welt sind zu einem Alptraum ihrer selbst geworden: humanoide Überreste verwesen auf den ehemals stark frequentierten Straßen und Gebäude liegen in Schutt und Asche. Einzig die wenigen Überlebenden versuchen, sich nicht mit ihrem Schicksal abzufinden. Doch wie soll es weiter gehen?
Zwar war in der uns präsentierten Vorab-Version nur die Rasse „Menschen“ spielbar, doch versprach uns White Swan Entertainment, dass Spieler zu Beginn die Wahl haben werden, sowohl auf der Seite der Menschen als auch für die Vögel zu kämpfen. Dabei sollen beide Handlungsstränge dank der facettenreichen Ausarbeitung eines namhaften Autors keine Längen und teils völlig verschiedene und in sich schlüssige Enden bieten.
Kämpfen mit dem H5N1-Destruptor
H5N1 basiert auf eigenständigen Ideen der Entwickler, was sich bereits nach einigen Minuten deutlich bemerkbar macht. Die Aufgabe des sympathischen Protagonisten ist klar: Die Bekämpfung des H5N1-Virus und die Bewahrung der Menschheit vor der Ausrottung. Interessant ist hierbei, dass White Swan völlig auf das Töten von Mensch und Tier verzichten wird. Dennoch ist man mit einem sogenannten H5N1-Destruptor bewaffnet; übrigens das einzige Werkzeug im Spiel. Statt wahllos unzählige Vögel ins Nirwana zu schicken, heißt es, sie zu retten. Euer Destruptor schießt nämlich nicht mit herkömmlicher Munition, sondern sowohl mit Heilmitteln als auch mit Impfstoffen. Der H5N1-Destruptor besitzt mehrere Einstellmöglichkeiten, die je nach Feind vor dem Kampf ausgewählt werden müssen. Beispielsweise benötigt ein mit H5N1 infiziertes Huhn keinen Impfstoff, sondern das Heilmittel, genauso gesellen sich weitere Krankheiten und Viren inklusive den passenden Rettungsmaßnahmen hinzu. Dank eines stets eingeblendeten Scanners erkennt ihr, wann ihr was bei welchem „Feind“ anwenden müsst; schnelle Reaktionen beim Umschalten des Destruptors gehören also mit zum Spielprinzip, schließlich können falsche Impfstoffe zum Tod der Tiere führen. Hin und wieder lassen die Kontrahenten Eier fallen, durch die man nach einer ausführlichen Analyse spezielle „Erkenntnisse“ erhält. Mit den „Erkenntnissen“ verbessert man die Feuerkraft des Destruptors, verstärkt Impfstoffe oder erschafft neue Mittel gegen mutierte H5N1-Viren. Doch Vorsicht: Ist die Waffe zu stark, tötet man kleinere Vögel, ist sie noch zu schwach, lässt dies die gewaltigen, durch Mutationen entstellten Endgegner völlig kalt.
Spektakulär
Was skurril klingen mag, ist insgesamt ein ungewöhnlich spannendes Erlebnis, denn ihr mordet nicht, kämpft aber trotzdem aus 3rd- bzw. 1st- Person-Perspektive durch die frei erkundbaren Abschnitte. Dabei setzt ihr clevere Taktiken ein, reagiert auf die Gegner und passt eure Waffe sogar im Eifer des Gefechts den entsprechenden Bedingungen an. Freuen dürfen wir uns auf spektakulär in Szene gesetzte Innen- und Außen-Areale, regelrecht verschwenderisch viele Boden- , Wand- und Himmelstexturen und wie gewohnt unzählige verspielte Details, die zum Experimentieren einladen. Zusätzlich können wir auf die spielbare Rasse „Vögel“ gespannt sein, hier versprach man uns einschneidende strategische Elemente, die zwar weniger actionorientiert, dafür deutlich innovativer sein sollen.
Releasetermin bereits bekannt
Aufgrund einer Einverständniserklärung dürfen wir euch zwar keine Ingame-Screenshots vorstellen, wenigstens aber interessante Bilder aus dem Intro. Auf der im Mai stattfindenden E3 soll der Titel offiziell dem Publikum vorgestellt werden und bereits im September wird das Spiel für Xbox 360 und PC in den Handel kommen, die PS3-Fassung folgt zum Launch der NextGen-Konsole im Dezember 2007. Erstgenannte Versionen werden gemeinsam mit dem RTL - Zwei-Teiler „H5N1 – und nur das Hühnerauge war Zeuge“ aufwendig beworben, ebenfalls freuen sich die jüngeren Spieler über lustige Bastel-Spielzeuge im McDonalds-Kindermenü und in den beliebten Ü-Eiern.
Schon jetzt ist bekannt, dass H5N1 – das offizielle Spiel zum Virus als Collectors Edition erhältlich sein wird. Diese wird rund 150 Euro teurer sein, dafür aber einen streng limitierten Vogelkäfig und einen echten H5N1-Impfstoff für Menschen beinhalten. Trotz des Preises ist davon auszugehen, dass diese Edition ein Verkaufsschlager wird.