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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2: Ausgehext

Es ist vorbei. David Yates hämmert den Sargnagel in die wohl erfolgreichste Filmserie aller Zeiten und verschafft ihr ein würdiges Finale. Lauter, schneller und spektakulärer als die Vorgänger zusammen, gut so, oder?

  19.07.2011   6 Kommentare   2353 Klicks
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 0,0 0

Ein paar Freunde sind tot, Voldemort beherrscht die Welt und Harry muss mit seinen Freunden Hermine und Ron die letzten Horcruxe finden, um den Bösewicht zu besiegen. Eine längere Inhaltsangabe oder die Hintergründe spar ich mir jetzt, denn erstens würde das den Rahmen dieses Artikels sprengen und zweitens: wenn ihr bis jetzt noch nichts mit Harry Potter am Hut habt, wird sich das nach dem Film auch nicht ändern. In Harry Potter 7.2 (mal etwas lapidar abgekürzt) werden alle losen Enden zusammen geknüpft und eine 15-jährige Erfolgsgeschichte damit beendet. Der abschließende Film hält sich nicht damit auf, irgendetwas zu erklären und so müsst ihr sattelfest in der Pottermania sein oder euch vor dem Filmbesuch noch schnell eine Zusammenfassung der Geschichte durchlesen. Ansonsten erwartet euch unverständliches Chaos.

Würdiges Finale

Ist aber eigentlich nicht schlimm, denn wer hat denn schon die Filme verpasst? Mit dem Finale werden die Filme mit Sicherheit die 5 Millarden Dollar-Marke im weltweiten Einspielergebnis knacken, etliche Videospiele sonnen sich im Erfolg der Reihe und mit „Pottermore“ droht Autorin Joanne K. Rowling mit irgendsoeinem Social Media-Dingens. Ein deutscher Fanclub hat sogar eine Fortsetzung angekündigt von der angeblich schon einige Kapitel geschrieben sind. Mal sehen, was die Rowling dazu sagt. Die ist nämlich dafür bekannt, dass sie ihr „Baby“ mit allen Mitteln behütet – was übrigens ihr gutes Recht ist.

Als Kritiker hat man bei den Filmen das Problem, nach irgendetwas Neuem zu suchen. So wäre es arg vermessen zu hoffen, dass die drei Hauptdarsteller Daniel Ratcliffe, Rupert Grint oder Emma Watson endlich zu schauspielern lernen. Dafür sind dann die durchweg renommierten Charakterdarsteller wie Ralph Fiennes als „Der-da-ohne-Nase-ist“ Voldemort oder Michael Gambon als „weißer Zauberer“ Gandalf und Alan Rickman als Snape zuständig. Die machen zwar alle nur Dienst nach Vorschrift, aber herrje, der nächste Oscar kommt bestimmt. Die technische Umsetzung ist perfekt, die 3D-Effekte hätte man sich wie immer schenken können und nach gut zwei Stunden ist das Spektakel vorbei. Wer mehr erwartet hat, war sowieso im falschen Film.

Fazit: Endlich vorbei

Ganz ehrlich – ich bin froh, dass die Pottermania vorläufig vorbei ist. Ich habe alle Bücher gelesen und die Filme gesehen, aber mir steht dieser dreiste Mix aus „Herr der Ringe“, „Star Wars“ und Enid Blyton bis zum Hals. Objektiv kann man aber nicht meckern, denn Yates liefert als Zeremonienmeister das ab, was die Fans wollen: nur keine Experimente machen und schön dem Buch treu bleiben. Für die Fans ist das natürlich grandios, weil sie sich giggelnd oder bibbernd in den Kinosessel kuscheln können. Das nennt man dann wohl ein mediales Familientreffen. Allerdings sollten die Eltern gewarnt sein: HP 7.2 ist nichts für kleine Kinder. Schon die letzten Filme waren ziemlich düstere Abenteuer und das Finale setzt noch einen drauf. Brutale Schlachtszenen und einige Gruselmomente dürften bei den Kleinen für schlaflose Nächte sorgen. Ich kann dagegen kann wieder ruhig schlafen – es ist endlich vorbei.
 

Kommentare

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19meiky84
von 19meiky84 | 24.07.2011, 14:39 Uhr
So....ich war gestern in dem Film und habe ihn auf 3D gesehen. Also das 3D kann man getrost weg lassen da es nicht wirklich viele Effekte in 3D gibt. Der Film selber gefällt mir sehr gut 8 von 10 wink.gif Finde es schade dass es nun vorbei ist.
TheMessenger
von TheMessenger | 20.07.2011, 20:10 Uhr
Ich muss zugeben, dass ich bislang weder 7.1 noch 7.2 im Kino gesehen habe. Der 6. war für mich bislang das Ende - und es war leider für mich, als großer Fan der Bücher - der bisherige Tiefpunkt der Filme. Man merkt einfach, dass die hervorragende Geschichte, die aus meiner Sicht mit jedem Buch sogar besser wurde, nicht würdig ins Filmformat gepresst werden konnte. Da fehlte so viel, dass ich wirklich bitter enttäuscht war - auch wenn der Film natürlich handwerklich weiterhin toll war! Klar werde ich mir auch noch die Finalfilme gönnen, aber ich bin dankbar, dass ich diese Geschichte lesen durfte, denn nur in dieser Form ist sie das faszinierende Epos, welches noch lange in Gedächtnis bleiben sollte.
puluminati
von puluminati | 19.07.2011, 19:38 Uhr
schöner Artikel, anders als meine Vorredner teile ich das Fazit, naja ehrlich gesagt mag ich es noch weniger hab den ersten Teil gesehen und sonst keinen weil ich diesen Film so schrecklich fand
dannyboy123
von dannyboy123 | 19.07.2011, 18:54 Uhr
Jap der Artikel ist gut, das Fazit teil auch ich nicht wirklich, denn ich hasse enden! Es gab wenig, was mich an diesem Film gestört hat. Ein Sehr Sehr würdiger Abschluss für eine der besten Buch - sowie Filmreihen - die es je gab. Jetzt kann die Verfilmung des Dunklen Turmes von Stephen King ja endlich kommen smile.gif
19meiky84
von 19meiky84 | 19.07.2011, 16:13 Uhr
Artiekl gut bis auf Fazit =) Scheinst ja HP nicht wirklich zu mögen bei so ner Kritik wie zb. Endlich vorbei denn gearde ich der kein Buch gelesen habe und die Filme genial finde, finde es schade dass es vorbei ist! Aber naja Geschmackssache wink.gif

1 Antwort:

Redakteur_Andreas
von Redakteur_Andreas | 19.07.2011, 20:53 Uhr
Ich fand HP bis zum 4ten Band toll, aber danach haben die Geschichten meiner Meinung nach stark nachgelassen. Die Filme sind allesamt solides Handwerk - mehr nicht.
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Wirklich Eintrag löschen?

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