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Hellgate: London: Die Apokalypse in Comic-Form

Bereits vor vier Jahren erschien Hellgate London für den PC und wurde zwar oft als weiterer Diablo 2-Klon bezeichnet, konnte aber durch den Perspektivenwechsel und aufgrund der abwechslungsreichen Klassen überzeugen. Gut, das Spiel war nicht der ober Hammer, aber wirklich in Ordnung. Damals wurde Hellgate London ziemlich gehypt und neben einem Roman gab es auch einen Comic.

  22.08.2011   2 Kommentare   1208 Klicks
 
 
Hellgate: London 0,0 0

Intro gleich Story?

Der Comic erzählt zu Beginn die gleiche Geschichte wie das Intro zu Hellgate London. Zwar geht es mehr auf die mystische Vorgeschichte ein, dafür beginnt der Comic kurz vor der höllischen Apokalypse und spielt in London. Lord Patrick Sumerisle tritt aufgrund des Verschwindens seiner Enkelin als Premierminister zurück. Die MI5-Agentin Lyandra soll den alten Herrn überwachen und so verfolgt sie ihn in ihrem Auto, als dieser sein Haus verlässt. In einem Hinterhof verliert sie ihn und Lyandra durchsucht das Gelände zu Fuß. In einem Lagerraum voller Blut und Leichen findet sie zufällig Jessica, die Enkelin von Lord Sumerisle. Die beiden werden plötzlich von einem Dämon angegriffen, wobei Lyandra natürlich keine Ahnung von den Ausgeburten der Hölle hat. Die Agentin schlägt sich ganz gut gegen den Dämon und kann diesen sogar besiegen. Nach dem Kampf taucht auch Sumerisle auf, doch in voller Templermontur und in Begleitung einiger seiner Männer. Sumerisle erklärt der Agentin was es mit den Dämonen auf sich hat und dass die Apokalypse in vollem Gange ist. Kaum zwei Wochen später liegt London in Schutt und Asche. Die Überlebenden versuchen sich irgendwo zu verstecken.  Da die Damönen wissen, dass die Templer gegen sie kämpfen und dass es noch einige menschliche Überlebende gibt, beschließt Lord Sumerisle einen Angriff auf die Dämonenzentrale. Dazu scharrt er die meisten seiner Templer um sich und obwohl sie viel zu wenige sind ziehen sie in die Schlacht gegen ihre höllischen Gegner. Der einzige Grund für dieses Opfer ist Zeit. Zeit, die die restlichen Überlebenden brauchen um sie zu gruppieren und zu organisieren. Wenn die Dämonen die meisten Templer in der Schlacht getötet haben, gehen diese vielleicht von einem endgültigen Sieg aus und die Menschen gewinnen dadurch die dringend benötigte Verschnaufpause. So fallen die meisten der Templer in der Schlacht an Allerheiligen.

Einige Jahre später werden die Templer von Jessica Sumerisle angeführt und die Situation ist immer noch aussichtslos. Durch Zufall findet ein Forscher der Templer in einem alten Buch Hinweise auf ein Artefakt, welches den Krieg zugunsten der Menschen entscheiden könnte. Dazu müssen aber alle Fraktionen der Menschen zusammenarbeiten. Neben den Templern haben sich im Kampf gegen die höllischen Gegner auch die Dämonenjäger und die Kabalisten bewährt. Die Gruppierungen arbeiten normalerweise nicht zusammen und stehen sich sogar eher feindlich gegenüber. Der Ausblick auf einen Sieg lässt sie jedoch gemeinsam nach dem Artefakt suchen. Dazu muss je ein Mitglied jeder Gruppierung auf die Suche nach dem Siglum genannten Artefakt gehen. Die Auswahl fällt dabei nicht zufällig, sondern das Buch gibt eine genaue Anweisung wer auf die Suche gehen soll. So machen sich die drei Auserwählten auf den Weg tief unter die Erde in das alte London um die Menschheit zu retten. Am Ende werden sie aber etwas finden, was sie so auf keinen Fall erwartet haben.

Keine durchgehende Qualität

Die Story hat einige Parallelen zum Intro und erst nach dem ersten Drittel geht Autor Ian Ediginto seinen eigenen Weg. Eine Geschichte mit drei unterschiedlichsten Charakteren, die sich auf die Suche nach einem Artefakt machen um die Menschheit zu retten, gab es zwar bereits in allen möglichen Filmen, Büchern, Spielen und Comics, doch funktioniert es ein erneutes mal. Die Spannung ist gut und auch der Schluss ist vollkommen in Ordnung. Die Zeichnungen sind eher durchwachsen. In einigen Paneln ist die Arbeit von Steve Pugh wirklich beeindruckend. Er zeigt viele Details, ausdrucksstarke Charaktere und tolle Actionsequenzen. Dann scheinen wieder einige Panels oder sogar ganze Sequenzen eher schlampig dahin geschmiert zu sein. Das fällt vor allem durch Unschärfe, schlechte Schattengebung und schlecht proportionierte Arme und Beine auf. Ansonsten ist Hellgate London sehr düster und stellenweise recht blutig.

Fazit

Meiner Meinung nach hätten die Macher lieber den Comic als Intro für das Spiel nehmen sollen. Er erklärt viel mehr zur Entstehung der Apokalypse und den einzelnen Fraktionen als das Spiel selbst. Am Ende des Bandes, hatte ich wirklich Lust auf das Game bekommen und wollte den Dämonen unbedingt ein Schwert gegen die Nüsse hauen. Leider waren die Zeichnungen nicht durchgehend zufriedenstellend, was den Lesegenus um einiges dezimiert. Schade.

Hellgate London von Ian Edginton und Steve Pugh ist bei Panini Comics im Softcover erschienen. Preis 12,95 Euro

Ihr wollt mehr über Comics lesen? Dann besucht micomics vom Autor.

Kommentare

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PonyAllstar
von PonyAllstar | 25.08.2011, 22:48 Uhr
Ich bin heute leider nicht fündig geworden in einem Comicladen in Vancouver (aber ansonsten echt richtig n Traum). Die hatten überhaupt keine Spielecomics.Liegt das am Paniniverlag?
19meiky84
von 19meiky84 | 22.08.2011, 17:25 Uhr
Dachte ich mir aber gibt es denn keine Leseprobe ?
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