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Indie Hits #2: Putzen! Knobeln! Aliens hauen!

Es ist mal wieder soweit. Diesmal setzen die Indie-Hits gekonnt auf Trash, Geschick und große Vorbilder.

  10.02.2012   4 Kommentare   878 Klicks
Indie Hits #2 0,0 0

Unstoppable Gorg

Keine Indie-Hits ohne Tower Defense! Das immens populäre Genre ist auch bei unabhängigen Entwicklern beliebt, und nun ist Futuremark dran. Die Benchmark-Macher schicken mit Unstoppable Gorg einen originellen Vertreter ins Rennen, der vor allem mit seinem B-Movie-Charme glänzt.

Unstoppable Gorg: Futuremark kann mehr als nur als Benchmarks. (Bild: Futuremark)

Darum geht's: Watch the skies! Die Aliens kommen. Genauer gesagt ist es eine riesige Armada von fliegenden Untertassen, die sich auf den Weg zur Erde macht. Die Gorg wollen nämlich die Erde erobern und ihr müsst mal wieder die Karre aus dem Dreck ziehen. Passend zu diesem B-Movie-Plot gibt es auch entsprechende Cut-Scenes mit echten Schauspielern und UFOs an Nylon-Fäden, die Ed Wood glücklich machen würden.

Im Grunde genommen müsst ihr nichts weiteres tun, als in anderen TD-Spielen. Ständig gilt es mehrere Wellen der Angreifer abzuwehren und eure Verteidigung aufzurüsten. Allerdings unterscheidet sich schon das "Layout" von der Konkurrenz. Ihr platziert eure Verteidigungssatelliten nämlich in einem runden Orbit und - das ist der eigentliche Kniff - sie sind mobil. So könnt und müsst ihr beispielsweise ständig in Bewegung bleiben. Wenn man so will, ist Unstoppable Gorg das erste Action-Tower-Defense-Spiel. Der Rest passt sich der Konkurrenz an: Ihr baut Solarenergie-Kollektoren und Raumstationen, um an Kohle bzw. Forschungspunkte zu kommen. Je weiter ihr voranschreitet, desto mehr Satelliten und Upgrades könnt ihr freischalten. Durchaus clever und kurzweilig.

Fazit: Mir dreht sich der Kopf. Im Gegensatz zu anderen TD-Vertretern, bei denen man nur im Vorfeld die richtige Aufstellung finden muss, legt Unstoppable Gorg ein ordentliches Tempo vor. Da sich die Wege der Angreifer ständig ändern, müsst ihr auch ständig eure Abwehranlagen neu justieren. Das ist bisweilen hektisch, aber eine überaus nette Genre-Variante. Der eigentliche Hit sind aber die trashigen Filmsequenzen: Sehr albern, manchmal auch etwas zu häufig zu sehen, aber dennoch echte Hingucker.

  • Plattform: Steam, Retail
  • Preis: ca. 10 € (Steam), ca. 9 € (Retail)

Q.U.B.E.

Moment mal, ist das nicht Portal? Knapp daneben. Quick Understanding of Block Intrusion, kurz Q.U.B.E. von Toxic Games scheint ein Zwilling des Valve-Hits zu sein und wildert sogar im gleichen Puzzle-Genre. Auch der Hintergund ist ähnlich: Ein Studentenprojekt, das zu einem richtigen Spiel wurde.

Q.U.B.E.: In späteren Abschnitten wird es ganz schön knifflig.(Bild: Toxic Games)

Darum geht's: Ihr erwacht in einer abstrakten, sterilen Welt und sollt euch von einem Raum zum nächsten Knobeln. Dazu müsst ihr verschiedenfarbige Würfel (=cubes) so verschieben, dass ihr den Ausgang erreicht. Gelbe bilden Brücken. Blaue lassen euch wie ein Trampolin durch die Luft hüpfen oder rote können ihre Länge verändern. Aber das ist nur der Anfang - später müsst ihr sogar Lichtstrahlen manipulieren.

Anfangs werdet ihr ohne ein Tutorial in diese merkwürdige Welt gestoßen und müsst selbst lernen, was ihr mit den Würfeln anstellen könnt. Das ist am Anfang ziemlich einfach, aber sobald mehrere unterschiedliche Farben im Spiel sind, erfordert es nicht nur Hirnschmalz, sondern auch Geschick. Leider hat Toxic Games dem Spiel keinerlei Story spendiert und ihr seid nicht unter Zeitdruck. Deshalb geht es ganz allein um das Lösen der Puzzles - altmodisch, aber gut.

Fazit: Toxic Games schrammt mit ihrem First-Person-Puzzler haarscharf am Plagiat vorbei. Obwohl die Rätsel deutlich anders als bei Portal sind, dürfte der Look auf viele Spieler wie ein Déja-vu wirken. Dennoch, wer Lust auf knifflige Puzzles ohne Zeitdruck hat, sollte Q.U.B.E. eine Chance geben.

  • Plattform: Steam, Desura, Gamersgate, Playism
  • Preis: ca. 14 €

Dustforce

So würde wohl ein Sproß von Sonic und Super Meat Boy aussehen. Als Putze sammelt ihr Staub und hüpft von einer Wand zur nächsten. Dustforce von Hitbox Team ist ein origineller 2D-Plattformer im stilvollen Retrolook.

Dustforce: Stilsicher, packend, originell

Darum geht's: Kehrwoche im Videospielhimmel. Ihr spielt einen besenbewaffneten Hausmeister, der Schmutz aufkehren muss. Häh? Ja, die ökologisch korrekte Botschaft dürfte jeden Umweltaktivisten vom pädagogischen Wert von Videospielen überzeugen. Also hüpft ihr durch verschiedene Themenwelten wie Wald oder Schloss, öffnet verschlossene Türen und schaltet neue Abschnitte frei. Dabei trefft ihr nicht nur auf einen Haufen Dreck, sondern auch auf Wölfe und sonstige Tierchen, die euch das Leben schwer machen. Die Herausforderung ist dabei aber weniger, einen dieser 50 Abschnitte zu überstehen, sondern ihn zu beherrschen. Doppelsprung, Doppeldash, Angriffschläge - in der Kombination bietet Dustforce zahllose Möglichkeiten, stilvoll voranzukommen. Perfekt gespielt legt euer Hausmeister ein irrsinniges Tempo vor, rutsch Abhänge hinab, klettert Wände hoch und sprintet über einen großen Abgrund. Damit ihr mit euren Können auch protzen könnt, gibt es Online Leaderboards und sogar einen Multiplayer, bei dem ihr gegen einen Freund antreten könnt - allerdings nur lokal.

Die Präsentation erinnert mit dem Retrolook etwas an Super Meat Boy, ist aber nicht so blutig. Die Musik hat Kollege Andy in seinem Special schon genug gelobt.

Fazit: Jeder, dem Super Meat Boy zu schwer oder zu geradlinig gewesen ist, wird Dustforce lieben. Auf den ersten Blick macht die Grafik nicht viel her, aber schon bald werdet ihr die Details wie beispielsweise die Zeitlupe lieben. Man merkt deshalb schnell, dass Hitbox Team viel Herz in ihr Debüt gesteckt hat. Das ist nahezu perfekte Indie-Unterhaltung, die in jeden Spielerhaushalt gehört.

  • Plattform: Steam
  • Preis: ca. 9 €

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Kommentare

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Haggy
von Haggy | 12.02.2012, 23:28 Uhr
Unstoppable Gorg , ein riesenspaß für Tower Defense Spieler
Redakteur_Andreas
von Redakteur_Andreas | 10.02.2012, 23:09 Uhr
@Bomberpilot Ich versuche das nächste Mal auch was für dich zu findenwink.gif

1 Antwort:

Bomberpilot
von Bomberpilot | 11.02.2012, 11:32 Uhr
Das soll ja auch kein Vorwurf gewesen sein.... smile.gif
Bomberpilot
von Bomberpilot | 10.02.2012, 20:03 Uhr
Danke schonmal für die zusammenstellung. Ist immer schön wenn Leute auch Indie Titel Promoten!
Ich kenne leider alle diese Titel schon. Aber trotzdem... schöne Software dabei!
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