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Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten: Keine Rente für Jack Sparrow

Johnny Depp setzt wieder die Segel: Der Hollywoodstar kehrt in seiner Paraderolle als trinkfester Pirat Jack Sparrow zurück und macht sich auf die Suche nach der ewigen Jugend.

  18.05.2011   8 Kommentare   2217 Klicks
 
 
Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten 10,0 2

Schiff weg, Crew weg und den Galgen vor Augen - Jack Sparrow tritt von einem Fettnäpfchen in das Nächste. Als er aber seine Ex-Geliebte Angelica (Penélope Cruz) wieder trifft, geht's plötzlich rund. Engländer, Spanier, Erzfeind Barbossa (Geofrey Rush) und der legendäre Pirat Blackbeard (Ian McShane) sind ganz wild auf die sagenhafte Quelle der Jugend. Und wer hat die Karte? Richtig, unser Jack. Bis er aber an der Quelle ankommt, gibt es zahlreiche Abenteuer mit Zombies, bissigen Meerjungfrauen und einigen Überraschungen zu überstehen. Am Ende muss sich Jack entscheiden: Gold, Schiff...oder die Liebe.

Die Rückkehr der Piratentunte

Knapp 2,7 Milliarden haben die ersten drei Abenteuer von Jack Sparrow eingespielt und es war nur logisch, dass Produzent Jerry Bruckheimer nachlegen würde. Dabei geht er keine Risiken ein: Statt auf die ausufernden Bildideen von Gore Verbinski (Fluch der Karibik 1-3) setzt Bruckheimer lieber auf den Pragmatismus eines Handwerkers wie Rob Marshall (Chicago) und wagt inhaltlich keine Experimente. Die Fans dürfen sich also auf den üblichen Mix aus Abenteuer, Humor und Fantasy freuen. “Wenn drei Filme zusammen weltweit 2,7 Milliarden Dollar einspielen, versteht man schnell die Botschaft, die das Publikum damit vermittelt“, kommentiert Bruckheimer seine Entscheidungen. Logisch, dass die Stars wieder an Bord sind - allen voran Johnny Depp als Piratentunte mit Sex-Appeal. Diesmal gibt es für ihn neben den obligatorischen Bösewichtern Geoffrey Rush und Ian McShane tatsächlich einen "love interest". Penelope Cruz scheint sich in dieser Männerriege sogar ausgesprochen wohl zu fühlen.

Das übliche Spektakel

Technisch sollte es eigentlich nichts zu meckern geben. Charles Gibson, der schon für Fluch der Karibik 2 einen Oscar bekam, überwachte sämtliche Spezialeffekte. Das London des 18 Jahrhunderts oder die Meuterei auf der "Queen Anne's Revenge", dem Schiff von Blackbeard, zählen zu den optischen Highlights des Films. Dazu dröhnt aus den Kinolautsprechern der Bombastsoundtrack von Hans Zimmer, der später jede Heimkinoanlage zum Bersten bringen dürfte. Kurz: Alles wie gehabt.

Nur eines ist anders: Das Piratenabenteuer kommt in echtem 3D in die Kinos, also keine nachträgliche Konvertierung wie bei Kampf der Titanen. Kameramann Dariusz Wolski drehte dafür mit seinen 3D-Kameras an den Originalschauplätzen und sagt heute noch: "Es war ein sehr ambitioniertes, sehr beängstigendes Projekt“. Schade, dass man von diesem Aufwand im fertigen Film kaum etwas sieht.

Fazit: Unnötige Fortsetzung

Ach Jack, warum bist du nicht in Rente geblieben? Mit ein paar Fässern Rum und ein paar Südseeschönheiten unter Palmen ausspannen wäre doch auch schön gewesen, oder? Nein, offensichtlich war der Gehaltscheck vom Produzenten doch zu verführerisch. Auf dem Papier habt ihr ja alles richtig gemacht: spektakuläre Stunts, tolle Effekte und einen Hauptdarsteller, der jedem die Schau stiehlt. Nur habt ihr euch dabei wohl kaum Gedanken gemacht und die Vorgänger recycelt.

Die Kämpfe hat man schon etliche Male gesehen, die Handlung ist vorhersehbar (inklusive dem Gimmick nach dem Abspann) und die lahmen Bildideen von Rob Marshall können denen von Gore Verbinski nicht das Wasser reichen. Ob ihr euch zu sehr von der 3D-Technik habt blenden lassen? Wenn ja, dann war es vergeblich, denn selten wurde dem Zuschauer derart dreist ein Aufpreis für das Ticket an der Kinokasse abgeknöpft. Außer einigen wenigen Szenen ist hier nichts 3D-würdig. Ein bisschen Spielerei mit der Raumtiefe oder mal ein Schwert auf die Zuschauer gerichtet - mehr gibt es hier nicht zu sehen. Deshalb mein Rat an die Leser: Lieber das Geld sparen und die "normale" Version anschauen. Am Inhalt ändert das freilich nichts. Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten ist eine durchschnittliche Abenteuerkomödie ohne wesentliche Höhen oder Tiefen. Im Vergleich zu den Vorgängern ist das für mich zu wenig.

Kommentare

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RvRlover
von RvRlover | 21.06.2011, 01:27 Uhr
Sehr sehr fade angelegenheit. Nichts neues, witziges oder Spannendes, die Serie macht sich selber überflüssig sad.gif
neox700
von neox700 | 23.05.2011, 16:32 Uhr
Der Film ist ja nicht schlecht ... durchwegs gute Unterhaltung, aber es hat mir irgendwas gefehlt. Hab auch nur die normale 2D-Variante gesehen, kann also den 3D-Effekt nicht wirklich beurteilen.

Die Absichten von Jack Sparrow waren diesmal nicht so verschleiert und er ist mehr durchschaubar als in den Vorgängern, das kann aber auch damit zusammenhängen, dass man ihn bereits aus 3 Filmen kennt.

Im Großen und Ganzen würde ich sagen, nicht ganz so pompös wie die Vorgänger, aber eine Suche an Land gibt halt nicht so viel her, wie ein paar Seegefechte smile.gif
OhG
von OhG | 20.05.2011, 20:13 Uhr
Ich guck ihn mir sicher mal im Free-TV an, aber sonst eher nicht... Die Vorgänger waren super, schade drum.
JackDaniels
von JackDaniels | 19.05.2011, 11:49 Uhr
Ich werde ihn mir im Kino in 2D anschauen und wenn ich bis zur DVD/Blu-ray nicht dazu komme ausleihen und selber Utweilen! =)
19meiky84
von 19meiky84 | 19.05.2011, 00:14 Uhr
Hört sich übel an dass er ne neue Syncrostimme hat aber da ich Fan der Fluch der Karibik Reihe bin komm ich um den nicht drum rum =) Aber werde ihn durch das Fazit ohne 3D anschauen.
merlin3
von merlin3 | 18.05.2011, 22:52 Uhr
Was mich so extrem nervt ist.. das Jack eine andere Synchronstimme hat... Die geht mir sowas von auf die Nerven und dazu wirkt Jack total besoffen als ob das ein Dauerzustand wäre. Bei Teil 3 war ende... der Neue Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten ist wirklich... "Fremd"... sad.gif
Schade eigentlich...
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