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Special: 2012: 2012

Roland Emmerich ist ein Garant für den Weltuntergang. Egal ob “Independence Day”, “The Day After Tomorrow” oder jetzt “2012” – am Ende liegt alles in Trümmern. Inhaltlich funktioniert in seinen Filmen dagegen alles nach dem Baukastenprinzip. Glücklicherweise gibt es aber noch die Tricktechniker.

  12.11.2009   18 Kommentare   7561 Klicks
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Special: 2012

Roland Emmerich ist ein Garant für den Weltuntergang. Egal ob “Independence Day”, “The Day After Tomorrow” oder jetzt “2012” – am Ende liegt alles in Trümmern. Inhaltlich funktioniert in seinen Filmen dagegen alles nach dem Baukastenprinzip. Glücklicherweise gibt es aber noch die Tricktechniker.

Die Story

Special: 20122009 erfährt die amerikanische Regierung von dem Wissenschaftler Adrian Helmsley (Chiwetel Ejiofor), dass in ein paar Jahren der Weltuntergang bevorsteht – ganz genau so, wie es die Mayas vorausgesagt haben. Mächtige Sonneneruptionen werden dafür sorgen, dass sich der Erdkern erhitzt und zahlreiche Erdbeben und Flutwellen auslöst. Dermaßen gewarnt arbeiten Forscher aus der ganzen Welt an der Rettung der Menschheit.

2012: Der erfolglose Science-Fiction-Autor Jackson Curtis (John Cusack) fährt mit seinen beiden Kindern zum Familienausflug in den Yellowstone-Nationalpark und entdeckt dort eine geheime Militärbasis. Gleichzeitig läuft ihm auch der durchgeknallte Wissenschaftler und Radiomoderator Charlie Frost (Woody Harrelson) über den Weg, und der weiß Unglaubliches zu berichten: Das Ende ist nah und nur die Reichen werden überleben. Zunächst ist Curtis skeptisch, doch spätestens als hinter ihm Los Angeles im Erdboden versinkt, überlegt er es sich anders. Zusammen mit seinen Kindern, seiner Ex-Frau und deren Freund rennt, fährt und fliegt er bald um sein Leben.

Alles wie gehabt

Special: 2012Wer nur einen Katastrophenfilm aus den 70er gesehen hat, erfährt hier Deja vu – Erlebnisse ohne Ende: Eine Familie, die sich wieder versöhnt, Wissenschaftler, denen keiner glaubt, und tränenreiche Abschiede. In Emmerichs Story gibt es nichts, was man nicht schon etliche Male zuvor gesehen hat. Gestandene Mimen wie John Cusack („Zimmer 1408“) oder Danny Glover („Lethal Weapon“) machen nur Dienst nach Vorschrift. Lediglich Woody Harrelson („Natural Born Killers“) spielt sie als kauziger Verschwörungsfanatiker alle an die Wand.

Hinweise auf die Maya-Prophezeiung beschränken sich auf das Nötigste: Es gibt sie eben – Basta. Anders als „The Day after Tomorrow“, der eine deutliche Öko-Botschaft hatte, bildet hier die Mystik nur den spekulativen Teppich für die altbekannte Botschaft von Liebe, Vertrauen und Selbstaufopferung. Aber deswegen wird man sich diesen Film sowieso nicht ansehen.

Effekte-Overkill

Special: 2012Die eigentlichen Hauptdarsteller sind – wie könnte es anders sein – die Spezialeffekte. Erdbeben, Stürme oder Tsunamis wurden noch nie so spektakulär und überzeugend dargestellt. Ein Erdbeben zerstört Los Angeles, der Yellowstone-Nationalpark geht in einem riesigen Vulkanausbruch zu Grunde und ein Flugzeugträger stürzt (!) auf das Weiße Haus. Über die Hälfte des Films besteht aus Spezialeffekten. „Viele Dinge, die wir jetzt getan haben, wären vor ein paar Jahren gar nicht möglich gewesen“, so Marc Weigert, Koproduzent und Visual Super Effects Supervisor. Für die Zerstörung von Los Angeles wurde dafür sogar ein gigantischer Blue-Screen gebaut, 180 Meter lang und 12 Meter hoch. Am Ende waren fast 1000 Menschen nur an den Effekten beteiligt und ein Petabyte Daten auf den Rechnern gerendert.

Szenen aus dem Film

Imposante Szenen zeigt auch der aktuelle Trailer zum Kinofilm...

Kritik

Special: 2012„2012“ lässt „Transformers 2“ wie Handpuppentheater aussehen – zumindest was die Effekte anbelangt. Dagegen ist die Story bestenfalls Mittelmaß. Action, ein paar altbekannte Lebensweisheiten und ordentlich Pathos. Das alles ist in der ersten Hälfte sogar unterhaltsam und dank der Action verzeiht man auch die teilweise unglaublichen Zufälle, mit denen die Geschichte notdürftig zusammengehalten wird. Doch dann tritt die Handlung auf der Stelle und die Action-Sequenzen wiederholen sich. Schade um die an sich guten Schauspieler wie John Cusack oder Woody Harrelson, die wahrscheinlich nur mitmachten, um ihren nächsten kleinen Film zu finanzieren.

Wer auf Effekte steht und die teilweisen absurden Storywendungen verschmerzen kann, darf sich über zwei Stunden anspruchslose Unterhaltung freuen. Der Rest darf nicht meckern, denn schon auf dem Filmplakat steht: „Wir waren gewarnt“. „2012“ will auch nicht mehr sein – ein altmodischer Katastrophenfilm mit atemberaubenden Effekten.

Kommentare

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RvRlover
von RvRlover | 21.06.2011, 01:37 Uhr
Schöner Film, aber warum so viel Zeit mit der Russin und ihrem Hund zeigen wenn sie so beiläufig unnötig sterben ?
tremors
von tremors | 29.04.2010, 19:29 Uhr

ohhh man klasse....hab den mir bestimmt schon fünf mal angeschaut

puluminati
von puluminati | 01.02.2010, 10:58 Uhr

Für mich is das der Film des Jahres

Gamer18
von Gamer18 | 23.11.2009, 19:26 Uhr

Ich werde den wohl morgen ins Kino und den gucken.

DaveSp
von DaveSp | 16.11.2009, 19:54 Uhr

Das Problem an 2012 ist einfach diese verdammt langwierige Story die durch unnötige Dialoge und Szenen total überfüllt wird.

Was wirklich einzig und allein gut ist, sind die unglaublichen Effekte, Stichwort Yellow Stone National Park

WOOOOAAA also das war wirklich krass, aber auch wieder überfüllt mit schon zu extrem unlogischen Szenen.

In die länge gezogene Dramatik, die einfach nur noch stört, was sich im Verlauf des ganzen Filmes mehrmals wiederholt.

Der Film ist nur anschaulich, wobei die Betonung auf "schaulich" liegt. Dem Film zB wissenschaftlich logische Theorien beizufügen kam eher kurz und war auch mehr Kinderfilm als Erwachsenenunterhaltung.

Ich bin enttäuscht und das auch noch durch einen Überlängenaufpreis + Loge HALLO?! Warum tu ich sowas, wenn ich gewusst hätte, dass der Film maßlos enttäuscht, obwohl ich mich so gefreut habe, dann wäre es garnicht dazu gekommen...

MaxHint
von MaxHint | 15.11.2009, 16:01 Uhr
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Wirklich Eintrag löschen?

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