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Special: Cloverfield: Cloverfield

Eigentlich ein typischer Abend in New York. Die Party läuft, Rob will zurück zu seiner Ex, Lily muss ihren Freund zähmen und Hud baggert Marlena an. Das alles könnte jetzt auch eine durchschnittliche Episode von O.C. California sein, doch spätestens wenn die Erde bebt, das Licht ausgeht und der Kopf der Freiheitsstatue vor die Haustür rollt, weiß jeder, dass dieser Abend anders wird, als jemals zuvor.

  01.02.2008   0 Kommentare   4174 Klicks
Special: Cloverfield 0,0 0

 

Special: Cloverfield

Eigentlich ein typischer Abend in New York. Die Party läuft, Rob will zurück zu seiner Ex, Lily muss ihren Freund zähmen und Hud baggert Marlena an. Das alles könnte jetzt auch eine durchschnittliche Episode von O.C. California sein, doch spätestens wenn die Erde bebt, das Licht ausgeht und der Kopf der Freiheitsstatue vor die Haustür rollt, weiß jeder, dass dieser Abend anders wird, als jemals zuvor.

New York in Trümmern

Special: CloverfieldWas dann geschieht, erfährt der Zuschauer von Huds Videokamera. Rob und seine Freunde flüchten durch die Stadt, ohne zu wissen wovor. Nur ab und zu erwischt die Kamera einen kurzen Blick auf ein großes unbekanntes Etwas, das die Stadt in Schutt und Asche legt. Das Militär ist machtlos und die Kugeln verpuffen wie Platzpatronen an der Haut des riesigen Monsters. Woher es kam und wie es aussieht bleibt unklar und nur kurz vor Schluss kann man dieses „Ding“ in seiner ganzen Pracht bewundern. Daneben müssen die Freunde noch waghalsige Rettungsaktien durch zusammengestürzte Häuser starten und rechtzeitig die wartenden Hubschrauber erreichen, um aus der Stadt zu fliehen. Das ist aber auch schon alles. „Cloverfield“ ist ein Monsterfilm, eine einzige atemlose Flucht durch die Straßen der Großstadt und die Stärke des Films ist es vor allem, dass er alles nur andeutet. Die wackelnde Kamera, abgehackte Schnitte und das irrsinnige Tempo lassen kaum Zeit zum Luftholen und zum Nachdenken. Zuschauer, denen das „Bourne Ultimatum“ schon zu hektisch war, sollten um den Film von Matt Reeves einen großen Bogen machen. „Cloverfield“ ist eine „Embedded Monstershow“ mitten vom Kriegsschauplatz und das ein oder andere Mal werden Erinnerungen an die Amateuraufnahmen des 11. September wach.

Chaos ohne Helden

Special: CloverfieldDabei ist das Genre des Films klassisches B-Kino, geprägt von japanischen Latex-Godzillas. Ein bisschen Zivilisationskritik war aber immer dabei. denn in den meisten Monsterfilmen schlägt die Natur zurück. Atomversuche, Umweltverschmutzung oder die Ausbeutungsgier des Menschen sind die Gründe, warum King Kong & Co rebellieren. Dieses Genre hat aber in der Regel auch etwas beruhigendes, denn am Ende ist die Natur wieder gezähmt und im besten Fall wendet sich das Blatt. Monster wie Godzilla werden dann zum Beschützer der Menschen. Das alles ist „Cloverfield“ nicht. Es gibt keine mutigen Helden und keine genialen Wissenschaftler, die das Monster besiegen wollen. Hier geht es um den Kampf gegen das Unbekannte und um das nackte Überleben. Keiner weiß einen Ausweg und es herrscht das pure Chaos. Regisseur Reeves spielt dabei mit amerikanischen Statussymbolen. Das terrorgeprüfte New York wird erneut zerstört, das Militär kapituliert mit seiner allmächtigen Waffengewalt und die Freiheitsstatue, das Symbol für Freiheit, Unabhängigkeit und Stolz, wird mit den Füßen getreten. Eine Supermacht verliert die Kontrolle, das Böse ist vollkommen unberechenbar und die Erinnerungen an die aktuelle Terrorgefahr dürften damit beabsichtigt sein. In „Cloverfield“ nehmen die Ängste einer ganzen Nation konkrete Gestalt an. Die Moral von der Geschichte ist düster: Wegrennen bringt nichts. Egal wo du dich versteckst, egal was du auch tun wirst – das Monster findet dich überall.

Spannend bis zum Schluß

Special: CloverfieldWem das jetzt alles zu viel Blabla ist, kann sich auch einfach zurücklehnen und den Film genießen. Spätestens nach einer Viertelstunde lässt die Spannung nicht mehr nach und man hofft, dass Rob und seine Freunde überleben werden. Natürlich hält der Film den Dokumentar-Stil nicht konsequent durch. Es gibt ganz klassische Storywendungen, wie die Rettungsaktion für Robs Ex, die den Film antreiben, oder eine wunderschöne kleine Liebesgeschichte, die trotz der ganzen Zerstörungsorgie im Gedächtnis bleiben wird. Aber das alles kann nicht den Realismus und die unglaublich intensive Atmosphäre überdecken, denn selten war im Kino ein Monster bedrohlicher und eine Katastrophe auswegloser. „Cloverfield“ ist einer der ganz großen Monsterfilme, aber kein B-Film mit Monsterbudget wie Roland Emmerichs „Godzilla“, sondern einer der Filme, nach denen man das Genre beerdigen kann. Besser geht nicht.

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Kommentare

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tremors
von tremors | 14.10.2009, 21:34 Uhr

neee no way....das gerucker der kamera ist nichts für mich .....

tremors
von tremors | 17.08.2008, 10:24 Uhr
ich fand den nicht so gut.....haufen werbung da hat man gedacht wow was fürn streifen....:a_augenruppel:
Grinsekater555
von Grinsekater555 | 02.03.2008, 03:13 Uhr
ich hab den film nun gesehen und kann die unken-rufe nicht verstehen. er wirkte sehr realistisch und war keine minute langweilig. wieder einmal ein beispiel dafür das ne gute idde reicht um mit wenig geld einen tollen genre-film a la blair witch zu machen
Chiller
von Chiller | 15.02.2008, 00:24 Uhr
Hört sich ein bisschen nach Krieg der Welten an
devilmaycry
von devilmaycry | 14.02.2008, 20:41 Uhr
cloverfield gibt es auch als manga
P_c_S
von P_c_S | 13.02.2008, 14:38 Uhr
Und am Ende konnte ich irgendwie net rausgehen, ich war wie an meinen Sitz gefesselt, sau komisch irgendwie^^
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Wirklich Eintrag löschen?

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