Jason Bourne ist auf der Flucht. Er wird über den ganzen Globus gejagt, über Europa, Asien und bis nach Amerika. Er weiß nicht, wer er ist, oder wer hinter seinen Verfolgern steckt, nur dass sie seine Freundin brutal ermordet haben und dass sie Angst vor ihm haben. Davor, dass sich Bourne erinnert. Er ist eine Zeitbombe, die Uhr tickt und diesmal wird er vom Opfer zum Rächer.
Männersache
Es ist eine Tatsache: Große Actionfilme brauchen „echte“ Männer, die dem Film ein Gesicht geben und ihn unverwechselbar machen. Jeder Bond definiert sich nach einem Personalwechsel neu, „Lethal Weapon“ wäre ohne den manisch-depressiven Mel Gibson undenkbar und Bruce Willis macht in „Die Hard“ einen Loser zu einem der größten Action-Helden aller Zeiten. Matt Damon ist eigentlich der Inbegriff des scheinbar harmlosen „all-american-guy“. Es ist dann schon erstaunlich, mit welcher brachialer Präsenz und Ausdruckskraft er den Agenten Jason Bourne spielt. Dabei variiert er wie jeder große Star nur sein Rollenbild. Damon war eben schon immer der Streber, der Klassenbeste in der ersten Reihe und diesmal ist er ein wortkarger Elite-Agent, dessen Augen tiefer in seine Seele blicken lassen, als geistreiche Dialoge. Bourne ist der personifizierte Alptraum der neo-konservativen „Falken“ Amerikas, ein Beispiel dafür, dass nichts berechenbar ist und alles anders kommt, als man geplant hat.
Damons Bourne ist damit vielleicht der Action-Held eines neuen Zeitalters oder anders ausgedrückt, die radikale linke Wachablösung für den reaktionären Supermann Tom Cruise.
Action ohne Pause
Die Bourne-Filme ließen sich noch nie in gängige Klischees einordnen. Nie waren sie so formelhaft und absurd zerstörungswütig wie die Filme eines Michael Bay und setzten lieber auf einen harten, realistischen Look. Vieles wirkt in „Das Bourne Ultimatum“ scheinbar zufällig und wie in einem Dokumentarfilm ist die Kamera ständig auf der Suche nach den Bildern, die man nicht mehr vergessen soll wie Bournes Sprünge über die Dächer Tangers. Der Film ist eine Verneigung vor Tempo und Aktion, ständig wird der Zuschauer von einer spektakulären Jagd in die nächste getrieben, mit dem Auto durch die Straßen der Großstadt oder eben zu Fuß über das Dach. Alles ist dabei noch schneller als in den Vorgängern und der Schnitt wird bei dem einen oder anderen Zuschauer Schwindelgefühle erregen. Man muss eben aufpassen, dass man durch einen Lidschlag nicht ganze Szenen verpasst.
Soviel Tempo verlangt natürlich Opfer und immer wenn Bourne zur Ruhe kommt, ist Stillstand. Das ist tödlich für einen Film der von und für die Lust an der Aktion lebt. Die Geschichte um einen Agenten auf Sinnsuche ist nur Vorwand für atemberaubende Action-Szenen und die angedeuteten Hintergründe dieser „Bourne-Verschwörung“ interessanter als die eigentliche Handlung.
Ein Muss
Regisseur Paul Greengrass ist mit seinem Film dennoch ein Kunststück gelungen. Es ist das erste Mal, dass eine Filmtrilogie einen würdigen Abschluss findet und das einlöst, was die Vorgänger versprochen haben, inhaltlich und visuell. Da ist man als Film-Fan anderes gewohnt, denn dritte Teile sind meist zu lang, unnötig oder lachhaft. „Das Bourne-Ultimatum ist da anders: Einerseits ist der Film ein cleveres Katz-und-Maus-Spiel und andererseits ist er der konsequente Höhepunkt des realistischen Looks der Reihe. Jede weitere Fortsetzung kann dagegen nur verlieren.
Das Spiel zu den Filmen

Natürlich wird Jason Bourne auch auf Next-Gen-Konsolen zuschlagen. Von Sierra und Vivendi Universal soll 2008 das Action-Adventure „Das Bourne-Komplott“ erscheinen. Die Entwickler sind die High Moon Studios und wir konnten auf der GC einen ersten Blick auf das Spiel werfen. Zunächst werdet ihr das Gesicht von Matt Damon aber vergeblich suchen und das Spiel ist auch keine echte Umsetzung des Films, sondern basiert lose auf der Romanvorlage von Robert Ludlum. Die Geschichte in diesem Bourne-Universum deckt dabei die Vor- und Nachgeschichte des Agenten ab und ihr stürzt euch in klassischer Third-Person-Perspektive in das Geschehen. Auf den ersten Blick wirkt das Spiel relativ konventionell und so prügelt, schießt oder schleicht sich Bourne an seinen Gegnern vorbei und erinnert das ein oder andere Mal an Sam Fisher oder James Bond. Mittels „Adrenalin“ kann er ein paar Special Moves aktivieren, die seine Feinde, aber leider auch den Spieler, zu Zuschauern degradieren. Die Grafik wirkt ordentlich, aber nicht sensationell und eines der größten Probleme dürfte sein, den Software-Bourne von der Konkurrenz abzugrenzen. Da bin ich skeptisch, aber ich bin ja auch vom ersten Bourne-Film überrascht worden.
Gewinnspiel
Passend zum Kinofilm "Das Bourne Ultimatum" verlosen wir 5x das gleichnamige Taschenbuch vom Heyne-Verlag. Auf diesem Bestseller-Werk von Robert Ludlum basiert der Film mit Matt Damon. Um eines dieser Bücher zu ergattern, müsst ihr einfach nur eine Email an Gewinnspiel@DemoNews.de senden. Gebt bitte eure Postadresse an, damit wir euch die Preise im Falle eines Gewinns zusenden können. Wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen, Mitarbeiter von DemoNews.de können nicht an der Verlosung teilnehmen. Einsendeschluss: 16.09.2007, 23.59 Uhr
Weitere Infos zum ´Bourne´ - Universum
- Webseite zu den Kinofilmen - Fakten zum Spiel - Details zum Buch-Autor ´Robert Ludlum´