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Special: District 9: District 9

Neill Blomkamp sollte eigentlich den Halo - Kinofilm realisieren. Dieser liegt jetzt auf Eis, dafür startete District 9 in hiesigen Lichtspielhäusern...

  10.09.2009   0 Kommentare   5507 Klicks
Special: District 9 0,0 0

 

Special: District 9

Wer um Himmelswillen ist Neill Blomkamp? Der südafrikanische Regisseur war bisher nur durch Videoclips und als Experte für Spezialeffekte aufgefallen. Dann nahm ihn Peter Jackson unter seine Obhut und in seinem Auftrag sollte er den „Halo“-Film drehen. Doch alles kam anders: Die Videospielverfilmung liegt auf Eis und stattdessen kommt jetzt „District 9“. Der vielleicht beste Science-Fiction-Film des Jahres.

Die Story

Special: District 9Der Film beginnt mit einem Twist und die Zuschauer sollten die letzten 20 Jahre einfach vergessen, denn die Außerirdischen sind bereist gelandet. Irgendwann in den 80ern tauchte nämlich ein riesiges Ufo auf. Nicht über New York oder Tokio, sondern über Johannesburg. Südafrika steht Kopf, doch die Überraschung kommt noch. Es sind nämlich keine Invasoren, sondern Hunderttausende, fast verhungerte Flüchtlinge aus dem All. Bald werden sie in einem Camp in Johannesburg zusammengepfercht und ernähren sich mit Vorliebe von Katzenfutter. Für die Menschen sind die Aliens nicht mehr als Abschaum, der eingesperrt gehört. Jetzt, 20 Jahre später, soll der Alien-Slum in eine Art Konzentrationscamp verlegt werden, doch die Evakuierung läuft anders als geplant, denn es gibt viele Geheimnisse in „District 9“.

Mittendrin ist der brave Verwaltungsangestellte Wikus van der Meerwe (Sharlto Copley) von der Alien-Behörde Multi-National-United, kurz MNU. Er soll den Zwangsumzug organisieren, doch stattdessen gerät er in Kontakt mit einer geheimnisvollen Aliensubstanz. Das Unglaubliche geschieht: Wikus verwandelt sich langsam in ein Alien und wird zum begehrten Freiwild, denn nun ist er der einzige Mensch, der die Waffen der Aliens benutzen kann.

Die Geschichte von der Außerirdischen unter uns wird einige Fans an „Alien Nation“ erinnern, doch weit gefehlt. Vielmehr treffen hier „Cloverfield“ und „Die Fliege“ auf Gordon Freeman. Das ist so überzeugend, dass der Film zu den großen Überraschungshits des amerikanischen Kinosommers zählt.

Action-Doku-Drama

Special: District 9Sofort fällt der ungewöhnliche Look des Films auf. Die erste halbe Stunde wird Wikus von einem Kamerateam begleitet und die Wackelkamera erinnert an den Doku-Look von „Cloverfield“. Außerdem werden „Zeitzeugen“ zu den Geschehnissen im „District 9“ befragt, aber danach wird alles etwas ruhiger. Blomkamp und sein Team schaffen es, dem Film einen sehr erdigen und dreckigen Look zu verleihen, fast schon so wie in einem Arthaus-Sozialdrama. Dafür geht es aber inhaltlich zur Sache, denn die Verwandlung von Wikus zum Alien bietet einige unappetitliche Details. In diesen Momenten bleibt der Film aber dank des Hauptdarstellers Sharlto Copley immer glaubhaft. Anfangs wirkt er noch wie eine Witzfigur aus „Stromberg“, aber dann schafft der Schauspieler die Gratwanderung zwischen Comedy, Action und Tragödie. Folter, Betrug und Liebe machen aus dem kleinen Angestellten einen Helden. Wenn irgendwann jemand „Half-Life“ verfilmen sollte, wäre Copley die ideale Besetzung.

Technisch perfekt

Special: District 9Abgerundet wird das Ganze durch die hervorragenden Spezialeffekte. Jacksons WETA hat hier ganze Arbeit geleistet. Der finale Showdown mit einer Mech-Verfolgungsjagd durch den Alien-Slum zählt zu den Highlights des Films. Doch nicht nur die Actionszenen wirken wie aus einem Guss, sondern besonders das Design der Aliens ist sehr realistisch. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie eine Mischung aus Küchenschabe und Garnele, aber mit der Zeit hat man Mitleid mit ihnen. Spätestens wenn sich Wikus mit ihnen verbündet und erkennt, wie sehr sie von den Menschen missbraucht wurden, wechselt man auch als Zuschauer die Seiten. Lässt man nämlich die rasante Action außer Acht, ist „District 9“ ein Plädoyer gegen Rassismus und für Toleranz.

Der offizielle Kinotrailer

Stimmungsvolle Szenen hat auch der Trailer zum Film zu bieten...

Kritik

Special: District 9Ruhig bleiben, Luft holen und im Kinositz festkrallen. Kaum ein Film kann in diesem Jahr so positiv überraschen wie Blomkamps „District 9“. Einerseits ist er ein spannender und temporeicher Actionfilm und andererseits vermittelt er eine überzeugende moralische Botschaft, die nicht allzu pathetisch zelebriert wird. Das ist vor allem dem Hauptdarsteller und dem konsequenten Drehbuch zu verdanken. Natürlich wirkt die Story auf den ersten Blick etwas konfus, aber das legt sich schon nach den ersten paar Minuten. Dann stört man sich auch nicht mehr an den Logiklöchern (Warum greifen die Aliens nicht mit ihrer überlegenen Technik an?) und genießt die originelle Grundidee. Die Fans von glattgebügelter Hollywood-Action im Stil von „Transformers“ oder „G.I. Joe“ sollten aber einen weiten Bogen um den Film machen. „District 9“ ist Sci-Fi-Action fürs Hirn. Aber nicht für den Magen.

Kommentare

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tremors
von tremors | 29.04.2010, 19:41 Uhr

joaaaarrrrrr der war gut.....

Nali
von Nali | 27.10.2009, 00:12 Uhr

Der Film ist  großartig, unbedingt ansehen auch wer nur ein Funken für Sci-Fi empfinden kann.

Jannomag @ sehr schön formuliert .Ich glaube das wäre im Realen sogar schlimmer da man in dem Film ja nur wenige Parteien mitbekommt  die dort auftreten. Wills nicht beschreien aber das auftreten einer neuen Rasse und Technologie kann vlt schon wieder einen neuen Weltkrieg erschaffen denn ich glaube nicht das USA, Russland, China und wie sie alle heiße schön abwarten und die Aliens wieder heimgehen lassen. Aber ist jetzt natürlich sehr hochgesteckt.

PS: allein der abwertende Begriff " Schrimps" ist ein guter Vergleich mit dem  N-Wort  für Afroamerikaner und  zeigt das Menschen nicht  aus Fehlern lernen wollen.

tremors
von tremors | 14.10.2009, 21:16 Uhr

moin moin.....nicht nur der trailer ist tp..........der ganze film ist echt klasse;)

Metal_Bastinho
von Metal_Bastinho | 05.10.2009, 21:38 Uhr

woooow. jtz hab ich den Film auch endlich gesehn..

Und ich bin begeistert.. =)

Die haben es wirklich geschafft, das man mit den "Schrimps" also den hässligen Aliens Mitleid hat..

Es spiegelt sehr gut wieder, wie die Menschen sind...  ...leider..

SEMichi
von SEMichi | 25.09.2009, 16:24 Uhr

"Das Ende ist natürlich auch der Brüller :-D"

jo das stimmt. echt geil der film

DaveSp
von DaveSp | 22.09.2009, 13:11 Uhr
bearbeitet von DaveSp am 22.09.2009 13:16 Uhr

bearbeitet von DaveSp am 22.09.2009 13:16 Uhr

Der Film ist einfach genial! Jedem zu empfehlen, der im entferntesten auf Sci-Fi oder Ähnliches steht^^

Genau wie "Krieg der Welten" damals, wird eine so geniale Atmosphäre rübergebracht und vorallem Sharlto Copley der die Gefühle und sein Leid so authentisch rüberbringt, dass man einfach nur ne Gänsehaut bekommt.

Das Ende ist natürlich auch der Brüller :-D

Aber das lässt eigt nur auf eine Interessante Fortsetzung hoffen

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