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Special: Filmkritik: Iron Man 2: Filmkritik: Iron Man 2

Liefert Marvel mit dem neuesten Teil des Iron Man-Franchises gutes Popcorn-Kino oder mäßige Kurzweil? Demonews-Redakteur Andreas Müller hat den Film unter die Lupe genommen.

  11.05.2010   0 Kommentare   4133 Klicks
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Special: Filmkritik: Iron Man 2

Es ist fast schon interessanter über das Medienecho von „Iron Man 2“ zu schreiben, als über den Film selbst. Die Kritiker haben einen neuen „Liebling“, den sie herzhaft zerreißen können.

Der Metacritic-Score liegt bei 57 % und bei RottenTomatoes hat er vergleichsweise gute 71 % erreicht. Trotzdem ist er damit über 20 % schlechter als der Vorgänger. Woran liegt’s? War der erste Teil Shakespeare, Coppola und Spielberg in einem? Eher nicht, sondern nur gut gemachtes Popcorn-Kino. Der zweite Teil knüpft daran nahtlos an, allen Unkenrufen zum Trotz.

Peitschenhiebe für den Helden

Special: Filmkritik: Iron Man 2

Wir erinnern uns: Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist der reichste und „coolste“ Waffenproduzent aller Zeiten. Dann meldet sich sein Gewissen und er rettet als Iron Man die Welt. Dumm nur, dass er ohne den Kernreaktor in seinem Herzen nicht leben kann. Noch dümmer: Tony Stark stirbt. Am Anfang von „Iron Man 2“ erkennt er nämlich, dass die Energiequelle sein Blut vergiftet und er sucht verzweifelt nach einer Lösung. Außerdem sitzen ihm Konkurrent Justin Hammer (Sam Rockwell) und ein fieser US-Senator im Nacken: Stark soll endlich seine Technologie der US-Armee zur Verfügung stellen, doch er weigert sich. Just in diesem Moment sinnt der russische Physiker Ivan Vanko (Mickey Rourke) auf Rache. Starks Vater hatte einst seinen eigenen Vater betrogen und nun will Ivan es dem Sohn heimzahlen. Da er mindestens genauso clever wie Stark ist, bastelt er sich einen eigenen Superhelden-Anzug und macht als Whiplash Jagd auf Iron Man. Es sieht wieder mal nicht gut aus für unseren Helden, doch die Lösung all seiner Probleme liegt im Vermächtnis seines Vaters – und bei S.H.I.E.L.D.-Gründer Nick Fury (Samuel L. Jackson).

Anfang einer Saga

Special: Filmkritik: Iron Man 2

Ja, richtig gelesen. Nick Fury, S.H.I.E.L.D.- zwei Eckpfeiler des Marvel-Universums. Schon im ersten „Iron Man“ hatte der einäugige Elitesoldat Fury einen Gastauftritt, allerdings nur für die Zuschauer, die bis zum Ende in ihren Sitzen blieben. Auch diesmal lohnt es sich, den minutenlangen Abspann anzuschauen. Der Masterplan dahinter: Das Comic-Imperium will sein Universum auf den Film ausdehnen. Einzelne Superhelden laufen sich über den Weg und die Geschichten überschneiden sich. Kurz – ein feuchter Traum für Superhelden-Fans. Nach „Iron Man“ geht es los mit „Thor“, „Captain America“ und schließlich den „Rächern“. Im Film selbst wird schon mal „Warmachine“ eingeführt – ein Iron Man light, gespielt von Don Cheadle und natürlich auch einer von den Guten.

Klassisch, praktisch, gut

Special: Filmkritik: Iron Man 2

Zurück zum Film. „Iron Man 2„ ist ein klassischer Actionfilm und kommt mit drei großen Actionszenen aus. Das mag einem Michael-Bay-Fan zu wenig sein, aber dafür lässt es Regisseur Jon Favreau (übrigens in einer Nebenrolle als „Happy“ dabei) in diesen Momenten richtig krachen: Whiplash sabotiert ein Autorennen, Iron Man und Warmachine prügeln sich die Seele aus dem Leib und am Ende nehmen es die beiden mit einer ganzen Armee von Robotern auf. Das ist technisch perfekt und sorgt besonders am Ende für den einen oder anderen Wow-Effekt. In der Mitte der Handlung hat der Film aber einen Durchhänger. So witzig die Sprüche von Stark oder die Dialoge zwischen ihm und seiner Sekretärin Pepper sind – spannend ist es auf jeden Fall nicht.

One-Man-Downey

Special: Filmkritik: Iron Man 2

Natürlich ist es wieder die Robert-Downey-Jr.-Show, die es rausreißt. Zynisch, energiegeladen und diesmal sogar ein bisschen melancholisch, zeigt Downey Jr. dass er jeden Film mit seiner Präsenz adelt. Im Gegensatz zum ersten Teil können die anderen Schauspieler auch ein Wörtchen mitreden. Gwyneth Paltrow als Sekretärin Pepper Potts hat deutlich mehr Szenen als im ersten Teil, Scarlett Johansson legt als Martial-Arts-Expertin die Gegner reihenweise übers Knie und auch Don Cheadle spult souverän seine Rolle als „Warmachine“ ab. Ein Highlight: Sam Rockwell als geldgieriger Waffenproduzent Justin Hammer. Ein neureicher kleiner Aufschneider, Stichwort „The Ex-Wife“ (sorry, nur im Original). Nur Mickey Rourke hätte man als Ivan Vanko mehr Szenen und vor allem einen würdigen Abgang gewünscht. Wenn er nämlich ins Bild kommt, zieht er alle Register: dreckig, fies und ziemlich clever.

Filmkritik

Special: Filmkritik: Iron Man 2

Bin ich schizophren, zu anspruchslos, oder einfach zu alt? „Iron Man 2“ hat mir gut gefallen. Dabei gingen mir die letzten Superhelden-Geschichten, egal ob sie „Hulk“ oder „Wolverine“ hießen, ziemlich auf den Keks. Ich mag halt klassische Action-Filme lieber, die eine Story erzählen und bei denen die Action-Szenen gut choreografiert sind, ohne dass man ständig den Überblick verliert wer-denn-nun-wen-wo-und-wie durch die Luft wirbelt. Augenpingpong? Nein danke. Klar, die Geschichte ist etwas überladen, die Sprüche von Robert Downey Jr. bekommen langsam Abnutzungserscheinungen, und in der Mitte wird es etwas langatmig, aber deswegen gleich das Popcorn zurückgeben? Die miesen Kritiken sind für mich unverständlich, aber zumindest der gute alte Roger Ebert gibt mir Recht. Entspannen, zurücklehnen und genießen – für alle anderen aber: „Get a roof!“ (sorry, auch nur im Original).

Kommentare

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goetz
von goetz | 28.05.2010, 18:50 Uhr

Ich fand den film einfach nur grandios. hinsetzen und abschalten, was will man den mehr? :P

healthKEKS
von healthKEKS | 18.05.2010, 16:16 Uhr

Iron Man 2 ist der beste Iron Man, wie ich finde

Klar die Handlung macht natürlich vom ersten Gebrauch und manche Dialoge hat man irgendwie schonmal gehört. Aber schaut euch mal Harry Potter an, alle 7 Teile, da kommt auch viel Schrott zusammen :D 

Iron Man 2 hat viel Geballer, aber dazwischen Super Tragiken, die natürlich , wie könnte ein hollywood film anders sein, am Ende alle toll sind.

Schade finde ich, dass es keinen gescheiten Anschluss zu einem dritten Teil gibt, beim ersten Film ochte ich diese letzte Szene indem all eWelt erfährt wer er ist.

Super Film kommt zur Lieblingsfilmsammlung :)

RyanTedder
von RyanTedder | 17.05.2010, 15:47 Uhr

Irgentwie steh ich wohl ganz alleine dar, aber ich fand den Film ober grottig obowhl ich den ersten noch ganz gut fand. Wie in der Kritik erwähnt ist der Film total überladen. Mir gingen die dähmlichen Sprüche von Robert Downey Jr. schon auf die nerven bevor der Film überhaupt richtig angefangen hat.

Nach dieser enttäuschung werde ich mir den dritten Teil auf keinen Fall im Kino angucken, ich glaube nähmlich nicht das die Serie an den ersten Teil anknüpfen wird...

DrOdal
von DrOdal | 16.05.2010, 14:08 Uhr

Kann mich den Vorrednern nur anschließen, der Film war ganz ok. Auch wenn bei manchen Szenen vlt etwas arg übertireben wurde mit den geistigen Fähigkeiten des Herrn Ionman. Aber das gabs ja schon im 1er. Er erstellt z.B. mal eben im Alleingang ein neues Element oO. Also naja.... Trotzdem, insgesamt ein sehenswerter Film

19meiky84
von 19meiky84 | 13.05.2010, 14:08 Uhr

Ich kann die Kritik von vielen nicht verstehn. Ich fand ihn ganz gut. War jetzt nicht der Film des Jahres aber doch sehenswert. Schau am Besten selbst und sagt dann wie ihr ihn fandet anstatt auf viele Kritiker zu hören da jeder eien anderen Geschmack hat.

Blade369
von Blade369 | 12.05.2010, 19:48 Uhr

Der wird morgen im Kino geguckt...Vatertag+Bollerwagen fällt ja in Regen =(

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