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Special: Filmkritik: TRON: Legacy: Filmkritik: TRON: Legacy

Fast 30 Jahre nach seiner Premiere kehrt eine Videospielikone als Fortsetzung auf die Leinwand zurück. Mehr oder weniger ist dabei alles beim Alten geblieben, diesmal allerdings in 3D.

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Der Film beginnt ein paar Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Kevin Flynns (Jeff Bridges, von Iron Man bis Crazy Hearts) Abenteuer in seiner digitalen Welt haben ihn nicht nur um ein paar Erfahrungen reicher, sondern ihn auch zum Boss eines großen Softwarekonzerns gemacht.

  28.01.2011   0 Kommentare   2841 Klicks
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Special: Filmkritik: TRON: Legacy

Fast 30 Jahre nach seiner Premiere kehrt eine Videospielikone als Fortsetzung auf die Leinwand zurück. Mehr oder weniger ist dabei alles beim Alten geblieben, diesmal allerdings in 3D.

Special: Filmkritik: TRON: Legacy

Der Film beginnt ein paar Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Kevin Flynns (Jeff Bridges, von Iron Man bis Crazy Hearts) Abenteuer in seiner digitalen Welt haben ihn nicht nur um ein paar Erfahrungen reicher, sondern ihn auch zum Boss eines großen Softwarekonzerns gemacht. Das Computergenie ist so etwas wie Bill Gates und Steve Jobs in einer Person, doch plötzlich verschwindet er. Jahrzehnte später hat sein Sohn Sam (Garrett Hedlund, Eragon) zwar Kevins Talent geerbt, aber er hat den Verlust seines Vaters noch nicht überwunden und sabotiert die Entscheidungen seines geldgierigen Aufsichtsrats.

Da erhält Flynns alter Freund Alan Bradley (Bruce Boxleitner, Babylon 5) eine geheimnisvolle Pager-Nachricht, woraufhin sich Sam auf die Suche nach seinem Vater macht. Er entdeckt einen geheimen Computer, drückt ein paar Tasten und schon landet er in Flynns digitalem Utopia, das aber zu einem Alptraum geworden ist. Sam muss sich hier mit Oberwächter Clu (Jeff Bridges) herumschlagen, schließt Freundschaft mit dem attraktiven weiblichen Programm Quorra (Olivia Wilde, Dr. House) und darf sich sogar auf ein Wiedersehen mit seinem Vater freuen. Allerdings plant Clu eine Invasion, weshalb Vater und Sohn mit vereinten Kräften die reale Welt vor dem Untergang bewahren müssen.

Früher war alles besser?

Special: Filmkritik: TRON: Legacy

Machen wir uns doch nichts vor: Das Original ist kein guter Film. Die Story war schwach, die Schauspieler agierten lustlos und an die meisten Actionszenen erinnert sich sowieso keiner mehr. Ein anonymer, aber von mir geschätzten Kollege, hat es kürzlich politisch unkorrekt mit dem Ausspruch „Meine Fresse, was für ein Scheiß!“ auf den Punkt gebracht. Steven Lisbergers Film von 1982 ist halt typisch Retro oder anders ausgedrückt: Je mehr Zeit vergeht, umso verklärter wird die Erinnerung. Tatsächlich hat der Film damals nur wenigen Zuschauer gefallen, denn trotz einer großen Marketingkampagne wurde der Film beim Kinostart zum finanziellen Flop. Dank TV-Ausstrahlung, Heimkino und natürlich der wieder aufstrebenden Videospielbranche wurde Tron dennoch zu einem begehrten Kultobjekt und fast jeder Videospielefan kennt ihn - oder zumindest die Lichtradduelle.

Schließlich hatte Disney ein Erbarmen mit den Fans, setzte mit Joseph Kosinski einen unbekannten Newcomer auf den Regiestuhl und schickte Jeff Bridges gleich in doppelter Ausführung zurück auf das „Raster“. Die Szenen mit Clu und manche Szenen aus der Vergangenheit zeigen nämlich einen vollkommen digitalisierten und vor allem jungen Jeff Bridges. Lässt man mal halbherzige Versuche wie Der Polarexpress oder Beowulf außer Acht, ist es der erste überzeugende Versuch einen alternden Schauspieler komplett in einen digitalen Jungbrunnen zu werfen. Das ist beileibe nicht perfekt, aber es zeigt, wie weit sich die Technik in den letzten Jahren weiterentwickelt hat.

Filmkritik

Special: Filmkritik: TRON: Legacy

TRON: Legacy ist endlich ein Film, der das Prädikat 3D verdient hat. Zwar werden dem Zuschauer nicht pausenlos Gegenstände ins Gesicht geschleudert, aber dafür sorgt das Endergebnis für ein überzeugendes Raumgefühl und setzt gekonnt Action-Höhepunkte wie etwa die Lichtradduelle oder die abschließende Verfolgungsjagd in Szene. Außerdem ist das Set-Design gelungen und zeigt grandiose Neonbauten und Kampfarenen. Der Soundtrack von Daft Punk? Treibender Elektropop, den man sich auch abseits der Leinwand anhören kann. Der Rest kann allerdings mit diesen Schau- und Hörwerten nicht mithalten. Die Handlung ist nur ein kruder Storymix, vorhersehbar und ab der zweiten Hälfte meint man in einem Krieg der Sterne-Reboot zu sitzen, so offensichtlich sind die “Zitate“ aus George Lucas’ Filmklassiker.

Und dann sind da diese Logiklöcher oder zumindest erzählerische Ungenauigkeiten: Wieso kann Kevin “Obi-Wan“ Flynn per Handberührung die Programme kontrollieren? Wie können die Programme in der realen Welt überleben? Manche Szenen wirken sogar unfreiwillig komisch, wenn sich die Programme in der Disco treffen oder wenn Sam von vier unbekannten Schönheiten angekleidet wird. Aus TRON: Legacy wird so ein Film mit zwei Gesichtern. Einerseits ist es ein Fest für Sinne, das lediglich die surreale und düstere Atmosphäre des Originals vermissen lässt. Andererseits setzen uns Regisseur Kosinski und seine Drehbuchautoren eine furchtbar einfältige Action-Geschichte vor, die man so schon etliche Male gesehen hat. Entscheidet selbst, was euch wichtiger ist.

Kommentare

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spider2000
von spider2000 | 01.02.2011, 00:15 Uhr

wegen dem 3D, also die 3D technik ist nur räumlich im film, also die tiefe. avatar hat bis jetzt die beste 3D technik. seit ich avatar in 3D geguckt habe liebe ich die neue technik wenn sie auch gut gemacht ist.

also tron in 3D war schon sehr gut, aber für 3D nicht das gelbe vom ei.

Altairre
von Altairre | 31.01.2011, 23:23 Uhr

Kann dem Zustimmen, visuell top, der Rest eher so lala.

hidden87
von hidden87 | 31.01.2011, 18:11 Uhr

bin am überlegen ob ich mir den in 3D oder 2D anschaue... der unterschied sollte eigentlich bei so einem filme groß sein oder??? :S

elektro
von elektro | 31.01.2011, 12:43 Uhr

Wenn man den ersten Teil in der Gegenwart sieht, ist man logischerweise amüsiert über die naive Darstellung eines Computers.

Anno 1982 konnte der Mainstream mit so einem nerdigen Computerfilm nix anfangen, mit der heutigen Filmindustrie wäre der Film damals wohl erst gar nicht möglich.

Wenn man sich die elektronische Unterhaltung von damals vor Augen führt - Spiele die ausser minimalen Hüpfeinlagen oder Endlosballerei in 2D nicht boten - ist der Film schon ziemlich visionär. Und es ist natürlich "Fantasy". Ich kenne auch viele Leute die mit dem ganzen unrealistischen Kram nix anfangen können. Die betiteln das dann auch als "Scheiss". :)

Von mir aus hätte die Fortsetzung ebenfalls den kühleren, abstrakten Computercharme beibehalten dürfen. Was bei so einem Budget natürlich nicht mehr funktioniert.

spider2000
von spider2000 | 31.01.2011, 00:00 Uhr
bearbeitet von spider2000 am 31.01.2011 00:01 Uhr

ok, wegen dem star wars : ACHTUNG SPOILER !!!

 

 fast zum schluss wo sie mit dem güterzug in die halle,hanger oder raumschiff reinfahren hat man die armee gesehen und das hat mich an star wars erinnert ( klonkrieger in einer reihe usw. )

oder das mit dem raumschiff kampf.

wie gesagt, hat mich nur ein wenig an star wars erinnert.

OhG
von OhG | 30.01.2011, 21:41 Uhr

Habe ihn auch gestern im Kino gesehen. Die 3D-Effekte haben mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen - war mein erster 3D-Film und ob es mir beim nächsten Kinobesuch wert ist für 3D extra zu zahlen, bezweifel ich gerade ein wenig. Nichtsdestotrotz war der Film an sich noch ne Ecke besser als ich erwartet hatte, ist wirklich auch ein Film für's Kino. Im TV oder auf DVD ohne richtigen Sound würde ich ihn mir wahrscheinlich nicht angucken, das macht den Film einfach zu sehr aus, wie ich finde. Also für einen Kinobesuch sicherlich zu empfehlen. Ich zumindest fühlte mich gut unterhalten. Mal ein bisschen Off-Topic: Letztens habe ich gerade wieder 300 im TV gesehen und habe wieder bereut ihn nie im Kino gesehen zu haben, wobei der Film auch so mein absoluter Lieblingsfilm ist. Ich finde es extrem schade, dass man die Gelegenheit solche Filme im Kino zu sehen nicht nocheinmal bekommt

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