Manchmal sollte man sich als Kritiker ein paar Wortspielereien verkneifen. Bei „Iron Man“ bieten sich gleich einige Schenkelklopfer an. „Blechmann mit Herz“, „Herz aus Stahl“ und noch ein paar andere, aber geschenkt. „Iron Man“ zeigt, wie einfach unterhaltsames Popcorn-Kino sein kann.
Marvel statt Oscar
Superhelden üben scheinbar ganz besondere Anziehungskraft aus. Anders ist es nicht zu erklären, warum in letzter Zeit viele Charakterdarsteller von der Kunst zum Blockbuster gewechselt sind. Erst Christian Bale als Batman, bald Edward Norton als Hulk und nun Robert Downey Jr. als Iron Man. Dabei war der Mann schon längst abgeschrieben, abgelegt als Talent ohne Durchbruch und hartnäckig hält sich das Gerücht, dass er nur aufgrund seiner Drogenexzesse aus der Hit-Serie „Ally McBeal“ herausgeworfen wurde. Jetzt spielt er passenderweise einen Playboy in einem 200 Millionen-Dollar-teuren Blockbuster, der von vielen Experten zu den Top 5 dieses Jahres gezählt wird. Cleveres Management nennt man so etwas. Die Rente ist gesichert, Junior.
Held recycelt
Waffenproduzent Tony Stark genießt Reichtum, hübsche Frauen und Drogen. Viel Arbeit also für seine hübsche und resolute Assistentin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow). Dramatisch wird es aber erst, als Stark nach einer Waffenpräsentation in Afghanistan entführt wird. Dabei wird er so schwer verletzt, dass er nur durch eine Notoperation und einem Magneten weiterleben kann, der Metallsplitter von seinem Herzen fern hält. Wieder auf den Beinen, soll er für die Rebellen eine seiner Superraketen nachbauen, doch stattdessen schmiedet Stark sich eine Rüstung inklusive Flammenwerfer und setzt das ganze Rebellenlager in Schutt und Asche. Zu Hause angekommen, stellt er geläutert seine Waffenproduktion ein, doch das gefällt seinem Ziehvater Obadiah Stane (Jeff Bridges) ganz und gar nicht. Während dieser an seinen Intrigen schmiedet, beginnt Tony Stark die Welt zu retten – als Iron Man.
Spaß und Action
Natürlich kann man jetzt aufgrund der dünnen Story den Kopf schütteln und niemand wird Jon Favreaus Film jemals für einen Preis vorschlagen. Dafür sind Handlung und Figuren zu formelhaft, aber zumindest die Schauwerte stimmen. Das Tempo ist hoch, die Effekte spektakulär und der Film ist nicht zu lang. Knapp zwei Stunden kracht es äußerst unterhaltsam auf der Leinwand, irgendwo zwischen „Die Fantastischen Vier“ und „Spiderman“. Gut ist dabei, dass sich der Film selbst nicht allzu ernst nimmt und der Grund ist vor allem Robert Downey Jr. Er spielt den milliardenschweren Playboy wahrscheinlich wie ein Alter Ego seiner selbst. Genusssüchtig, clever und schlagfertig setzt er die wahren Höhepunkte der Films. Dagegen verblassen sogar Jeff Bridges als fieser Strippenzieher oder Terrence Howard, der in „L.A. Crash“ gezeigt hat, dass er mehr kann, als nur Stichwortgeber zu sein. Gwyneth Paltrow ist eben Gwyneth Paltrow – nett, hübsch, austauschbar.
Man sollte keine allzu hohen Ansprüche stellen. Die Macher von „Iron Man“ wollten einen geradlinigen Actionfilm und das ist gelungen. Temporeich, witzig und mit einer Prise Kritik am internationalen Waffenhandel vergeht die Zeit im Kino wie im Flug oder um bei den Wortspielen zu bleiben – kein totaler Blechschaden.
Das Spiel zum Film
Von Sega gibt es passend zum Film das gleichnamige Videospiel. Auf PC und Konsolen zieht ihr als Iron Man in die Schlacht. Die Entwickler garantieren eine freie Spielwelt, haufenweise Extras, Nonstop-Action und eine Story, die sich sehr am Kinofilm orientiert. Das alles klingt ein wenig nach den Spiderman-Versoftungen, aber das muss ja nichts Schlechtes bedeuten. Ab Mai könnt ihr euch selbst davon überzeugen, Xbox 360- und PS3- Besitzer dürfen sich jetzt schon die entsprechenden Demos vom "Marktplatz" bzw. "Playstation Network" downloaden. Erhältlich sind ebenfalls Versionen für Wii, Playstation Portable, Nintendo DS und Playstation 2.
Verlosung: Gewinnt 1x das PC-Spiel und 2 T-Shirts
Im Rahmen unserer Iron Man - Filmvorstellung und zeitgleich zum Kinostart am 1. Mai 2008 verlosen wir 1x das offizielle PC-Spiel von Sega. Ebenso habt ihr die Chance, zwei schicke Film-T-Shirts zu ergattern.
Um einen dieser Preise zu erhalten, müsst ihr einfach nur eine simple Frage beantworten:
Wer spielt in Iron Man die Rolle des "Eisenmannes"?
Die Lösung schickt ihr per Email an Gewinnspiel@DemoNews.de. Gebt bitte eure Postadresse an, damit wir euch die Preise im Falle eines Gewinns zusenden können. Wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen, Redakteure von DemoNews.de können nicht an der Verlosung teilnehmen.
Einsendeschluss: 12.05.2008, 23.59 Uhr