DemoNews
Ein Level Weiter
"Was wäre ein Staat ohne Gerechtigkeit anderes, als eine große Räuberbande. "
- Aurelius Augustinus
LOGIN
Username:
Passwort:
Du hast noch kein Profil? Jetzt erstellen
REGISTRIERENLOGIN
Hot Games
Mythos Diablo III Tomb Raider Colin McRae: Dirt 2 Max Payne 3 Port Royale 3 Colin McRae: Dirt Dead Rising 2 Prototype 2

Special: James Bond: Ein Quantum Trost: James Bond: Ein Quantum Trost

Was bleibt nach gut 100 Minuten Bond? Pausenlose Action, ein toller Hauptdarsteller, aber wenig Inhalt. Das Versprechen, dass Bond nun tiefgründiger als zuvor wäre, ist nur eine Behauptung. Nach dem brillanten „Casino Royale“ ist „Ein Quantum Trost“ ein Schritt zurück in alte Gewohnheiten. Wenn auch ein sehr unterhaltsamer.

  06.11.2008   0 Kommentare   2878 Klicks
Special: James Bond: Ein Quantum Trost 0,0 0

 

Special: James Bond: Ein Quantum Trost

Was bleibt nach gut 100 Minuten Bond? Pausenlose Action, ein toller Hauptdarsteller, aber wenig Inhalt. Das Versprechen, dass Bond nun tiefgründiger als zuvor wäre, ist nur eine Behauptung. Nach dem brillanten „Casino Royale“ ist „Ein Quantum Trost“ ein Schritt zurück in alte Gewohnheiten. Wenn auch ein sehr unterhaltsamer.

Die Story

Special: James Bond: Ein Quantum TrostDie Handlung von „Ein Quantum Trost“ setzt da ein, wo der Vorgänger aufhörte: James Bond (Daniel Craig) will Rache für den Mord an seiner geliebten Vesper. Dummerweise kann der Zeuge flüchten und Bond macht sich auf die Jagd nach ihm. Von Italien nach Haiti, zurück nach Europa und zum Abschluss nach Bolivien. Dabei kommt er auf die Spur des scheinheiligen Umweltschützers Dominic Greene (Mathieu Amalric), der für die gleiche Organisation arbeitet, wie der Mörder Vespers. Bond wäre aber nicht Bond, wenn er nicht auch über eine hübsche Frau stolpern würde. Die bolivianische Ex-Agentin Camille (Olga Kurylenko) ist nämlich ebenfalls auf einem Rachefeldzug und gemeinsam jagen sie eine internationale Verbrecherorganisation. Dabei geht so einiges zu Bruch und manch wichtiger Zeuge wird von Bond schneller getötet, als dass er aussagen kann. Bond wird durch seine Rachegelüste zu einer unkontrollierbaren Killermaschine und dass gefällt seiner Chefin M (Judi Dench) ganz und gar nicht. Bond gerät nun ins Zielkreuz des britischen und amerikanischen Geheimdienstes, denn die Welt hat sich verändert. Gut oder schlecht gibt es nicht mehr und Dominic Greene ist nun mal ein guter Geschäftspartner.

Mein Name ist Bourne, Jason Bourne

Special: James Bond: Ein Quantum TrostAls Regisseur saß diesmal der Schweizer Marc Forster hinter der Kamera und diese Entscheidung war mehr als mutig. Zuvor ist dieser vornehmlich als Kunstkino-Regisseur von Filmen wie „Monster´s Ball“ oder „Drachenläufer“ aufgefallen. Forster nutzt die Gelegenheit und bedient an den bekannten Themen der Bond-Filme. Er und seine Drehbuchautoren hetzen Bond von einer Action-Szene in die nächste. Schon der Beginn, eine Verfolgungsjagd über eine Bergstraße, gibt die Marschroute vor: Tempo, Tempo, Tempo. Die Kugeln fliegen, die Kamera wackelt und die Schnitte prasseln unaufhörlich auf den Zuschauer ein. Für empfindliche Gemüter ist das nichts.

Wackelkamera und Schnitt-Stakkato dürften bei dem einen oder anderen Zuschauer ein Deja-vu-Erlebnis auslösen. Spätestens wenn Bond in einem Zimmer einen Gegner im Nahkampf erledigt und danach mit einem Motorrad durch die engen Straßen von Port-au-Prince rast, fühlt man sich unweigerlich an die „Bourne“-Trilogie erinnert. Dieses Prinzip hält der Film fast die ganze Zeit durch und spult das ganze Programm typischer Bond-Actionszenen durch - zu Land, zu Wasser und in der Luft. Selbst ein apokalyptisches Finale in der Hochburg des Bösen kann der Zuschauer bestaunen. Nur einmal durchbricht der Film diese Formel. In der wohl eigenwilligsten, aber deswegen vielleicht auch besten Actionsequenz, untermalt Regisseur Forster die Schießerei mit einer Opernarie. Das ist dann doch ein wenig Arthouse-Action.

Ein Schritt zurück

Special: James Bond: Ein Quantum TrostInhaltlich bleibt der Film aber weit hinter den Erwartungen zurück. Die Story ist simpel und die angebliche Reise in die dunkle Seele des Helden wird nur angedeutet. In diesen wenigen Momenten zeigt sich aber, was aus dem Film hätte werden können. Das erste Mal in der Bond-Geschichte wird der Agent mit den Auswirkungen seiner Taten konfrontiert. Daniel Craigs Bond ist fehlerhaft und seine Selbstherrlichkeit entpuppt sich als Arroganz. Da merkt man, dass die Drehbuchautoren ihren Helden kennen und Neues an ihm entdecken wollen. Von der Qualität des Vorgängers ist der Film aber meilenweit entfernt.

Eine der großen Stärken von Casino Royale war Eva Green als Vesper. Sie war keines der üblichen Bond-Girls, das sich von den Blicken des smarten Sex-Gottes ins Bett ziehen ließ. Geheimnisvoll und gefährlich war sie eine würdige Partnerin Bonds. Vor allem aber: Eva Green war eine gute Schauspielerin. Olga Kurylenko als Camille ist das nicht. Sie ist zwar hübsch, aber als traumatisierte Rächerin hoffnungslos überfordert.

Nicht überfordert, aber vom Drehbuch im Stich gelassen, ist Mathieu Amalric als Dominic Greene. Kaum eine Szene, in der er den diabolischen Gegenspieler zeigen kann, der zum Inventar eines guten Bondfilms gehört. Das ist unverzeihlich, wenn man bedenkt, welche Abgründe sich hinter seinen Augen verbergen könnten. Die einzige Entschuldigung mag die sein, dass „Ein Quantum Trost“ der Mittelteil einer Trilogie ist und dass der wahre Gegner erst noch sein Gesicht zeigen muss. Der Film ist zwar in sich völlig abgeschlossen, doch es bleiben noch einige Fragen. Bond hat am Ende eine Ahnung, mit wem er es zu tun hat, aber die Auflösung wird es erst in der Fortsetzung geben. Anders ausgedrückt: Bis jetzt kamen nur die Level-Endgegner, Bowser kommt erst im Finale.

Fazit

Special: James Bond: Ein Quantum TrostDer 22ste Bond-Film garantiert auch diesmal kurzweilige Kinounterhaltung. Regisseur Marc Forster jagt seinen Helden von Kontinent zu Kontinent und von einer atemberaubenden Actionszene zur nächsten. Garniert mit ein paar hübschen Frauen ergibt sich so das typische Bond-Feeling, das vielen Zuschauern gefallen dürfte. Inhaltlich tritt der Film auf der Stelle. Besonders gemessen am Vorgänger „Casino Royale“ ist der Film eine Enttäuschung. Nur selten wagen der Regisseur und die Drehbuchautoren einen intensiven Blick in die Psyche ihres Helden. Zumindest eines ist aber geblieben: Daniel Craig ist ein überzeugender Bond, der auch Fehler macht und hinter seiner harten Schale einen weichen Kern besitzt. Im Vergleich zu Craig enttäuschen Olga Kurylenko als Bond-Girl und Mathieu Amalric als Bösewicht. Die Fans von „Casino Royale“ mag es trösten, dass „Ein Quantum Trost“ in einigen Momenten geschickt Bond-Filme wie „Goldfinger“ zitiert und den Helden ratlos an der Bar zurücklässt. Da hat dieser Bond weiterhin Mühe zu unterscheiden, ob Wodka Martini gerührt oder geschüttelt wird.

Der Rest: Action-Szenen vor exotischen Kulissen. Filmwissenschaftler mögen darin den Versuch der Macher erkennen, die Mechanismen der Dramaturgie offen zulegen, um die forcierte Programmatik der Bond-Filme bloß zu stellen. Für andere ist „Ein Quantum Trost“ ein Addon mit lizenzierter Jason-Bourne-Grafik-Engine.

Kommentare

Du musst dich einloggen, um Kommentare zu schreiben!
Zur Anmeldung
MasterA
von MasterA | 04.01.2009, 14:25 Uhr
hab den gestern gesehen:D geiler Film. Spannung pur, aber irgendwie ist die story schwer zu verstehen :D das ist der wahre Bond! Pierce brosnan hat die filmreihe kaputtgemacht. Jetzt geht es wieder aufwärts:D
ShadowStalker_GES
von ShadowStalker_GES | 23.12.2008, 14:39 Uhr
Also ich habs immer noch nicht geschafft da reinzukommen und jetzt kommt er nicht mehr im Kino:teufel
Iolaus
von Iolaus | 04.12.2008, 12:09 Uhr
Ich bin nicht so begeistert. Ist ja schön das mal was neues ausprobiert wurde, mal ein neuer Bond, brachial und so weiter. Aber irgendwie ist auch der alte Charme gestorben. Q fehlt mir am meisten. Bestehen die neuen Technischen Spielereien von Mr. Bond doch nur noch aus den neusten Handys. Ich bin der Meinung das Tarantino den nächsten machen sollte. Das wäre mal was wirklich neues und nicht so langweilig wie das was da jetzt auf der Leinwand geboten wird.
ShadowStalker_GES
von ShadowStalker_GES | 03.12.2008, 14:23 Uhr
Also ichj muiss auf jeden Fall noch in James Bind rein...;)
MJ-THE-SHIT
von MJ-THE-SHIT | 14.11.2008, 19:33 Uhr
ich schau ihn mir morgen an ... hoffentlich is er so gut wie casino royal
jp11th
von jp11th | 11.11.2008, 19:40 Uhr
also ich fand casino royale so richtig schlecht... das ist kein bond mehr im bond... man schaue sich mal alle alten (bis zum vorletzten mit pierce brosnan) an und dann kann man sagen ich habe einen james bond film gesehen aber nicht so schnulzenfilme wie die letzten beiden bis drei...
Bestätigung
Wirklich Eintrag löschen?

Begründung

Facebook
Bestätigung