Eines gleich vorweg: „Zombieland“ ist genau so wenig ein Horror-Film wie „Left 4 Dead“ ein Survival-Horror-Spiel ist. Stattdessen kommt es auf die richtige Wahl der Waffen, nötige Skills und den „Zombie Kill of the Week“ an. Regie-Debütant Ruben Fleischer hat einen spaßigen Action-Film geschaffen, der vor allem mit tollen Figuren, netten Details und dem besten Cameo-Auftritt seit Jahren punktet.
Eines gleich vorweg: „Zombieland“ ist genau so wenig ein Horror-Film wie „Left 4 Dead“ ein Survival-Horror-Spiel ist. Stattdessen kommt es auf die richtige Wahl der Waffen, nötige Skills und den „Zombie Kill of the Week“ an. Regie-Debütant Ruben Fleischer hat einen spaßigen Action-Film geschaffen, der vor allem mit tollen Figuren, netten Details und dem besten Cameo-Auftritt seit Jahren punktet.
Die Story
Irgendwie sind irgendwann alle Menschen zu Zombies geworden und aus God´s own Country Amerika wurde „Zombieland“. In diesem Endzeitszenario treffen vier vollkommen unterschiedliche Überlebende aufeinander: Columbus (Jesse Eisenberg), ein totales Weichei, der sich mit seinen „47 Überlebensregeln für Zombieland“ durchschlägt, Tallahassee (Woody Harrelson), ein harter Hund, der aber für einen Twinkie alles riskiert, Wichita (Emma Stone), eine Gelegenheitsgaunerin und schließlich Little Rock (Abigail Breslin), die Killerspielerin. Echte Namen - zu persönlich, fördern Abhängigkeiten - hat hier niemand. Trotzdem müssen die vier zusammenhalten, um zu überleben, und machen sich auf den Weg zum angeblich sichersten Ort in „Zombieland“ – allerdings nicht bevor Tallahassee seinem Lieblingsstar einen Besuch abgestattet hat.
Weichei trifft auf Natural-Born-Killer
Besonders in der ersten Hälfte macht „Zombieland“ Spaß: Ziemlich cool stolpert und metzelt sich das Team durch die Horden von Zombies und schnell wird klar, dass die eigentlichen Probleme bei ihnen selbst zu finden sind, als im überlebensfeindlichen Umfeld. Das ist dann auch das Erfolgsgeheimnis des Films: die Figuren. Allen voran Tallahassee alias Woody Harrelson, ein fast schon vergessener Star der frühen 90er, der zuletzt hauptsächlich in Nebenrollen („No country for old men“) auffiel. Dabei spielt er den Typ, den er schon immer gespielt hat: Einen etwas einfach strukturierten Cowboy mit einer Mission. Jesse Eisenberg, nach Michael Cera Hollywoods Vorzeige-Nerd, ist das ideale Gegenstück zum „Natural-Born-Killer“ Tallahassee. Schüchtern, scheu und schreckhaft sind es vor allem seine Überlebensregeln - #1 Cardio: Halte dich fit oder #31 Check den Rücksitz – die den Zuschauer als Inserts den ganzen Film über begleiten. Die beiden Frauen sind dagegen nur Anhängsel: Nett, aber austauschbar.
Lockere Zombiejagd
Sympathisch ist vor allem, dass Fleischer und seine beiden Drehbuchautoren Rhett Reese und Paul Wernick nicht mehr wollten, als lockere Unterhaltung zu zeigen: Action, Witz und ein bisschen Romantik. Vielleicht wirkt deswegen der typisch amerikanische Schluss – es lebe die Familie - etwas aufgesetzt und zu ernst. Was nämlich schräg und etwas trashig begann, wird so zu einer ziemlich austauschbaren Parabel über Familie, Freundschaft und Vertrauen, die man schon unzählige Male gesehen und vergessen hat. Besser funktionieren dagegen die satirischen Seitenhiebe auf die Konsumgesellschaft und natürlich die Actionszenen, wie beispielsweise Tallahassees „kreative“ Zombie-Kills oder das spektakuläre Finale im Vergnügungspark.
Szenen aus dem Film
Einige Eindrücke bietet der aktuelle Trailer zum Film.
Kritik
Regisseur Ruben Fleischer ist eine über weite Strecken witzige und spannende Zombiejagd gelungen, ideal für alle Fans von „Left 4 Dead“. Lediglich die übertrieben ernsthafte Moral will nicht so ganz in das lockere Treiben passen. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, über den jeder Zuschauer hinwegsehen kann. Vor allem die witzigen Hauptfiguren und ihre zwischenmenschlichen Probleme lassen den einen oder anderen Durchhänger leicht vergessen. In einem Jahr, das schon mit „District 9“ oder „Paranormal Activity“ zwei unerwartete Hits hatte, ist „Zombieland“ eine weitere positive Überraschung: Lockere Unterhaltung – spaßig, anspruchslos und trashig, Fortsetzung garantiert. Und erwähnte ich bereits, dass es einen tollen Gastauftritt gibt?
Kommentare
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Wäre schön wenn es einen zweiten teil davon geben würde.. Den Film an sich finde ich einfach super. Der Dialog zwischen den Charakteren und auch deren Vorgeschichten ist bombig.
Ich hab zwar schon unzählige Zombiefilme gesehen und mag die eigentlich total gern (lustige & ernste), aber ich werd für diesen Film nicht ins Kino gehen. Der Trailer hat mich ehrlich gesagt so rein gar nicht begeistert. Lustig fand ich das auch nicht. Eher dämlich - in nicht witziger Weise. Guck ich lieber in ein paar Monaten für <2€ aus der Videothek, wenn mir mal langweilig ist.
Da guck ich eher Ninja Assassin diese Woche, da gibt's wohl mehr Splatter...