Die Handlung macht erstmal einen Sprung in die Vergangenheit. 1969 ist die Welt noch in Ordnung, oder etwa nicht? Die Amerikaner landen auf dem Mond, auf der ganzen Welt wird gejubelt, doch was kaum einer weiß: Buzz Aldrin & Co. sind auf einer geheimen Mission unterwegs. Anfang der 60er Jahre ist nämlich auf dem Mond ein Alienraumschiff abgestürzt und die Astronauten sollen es auskundschaften. Dabei machen sie eine überraschende Entdeckung.
Wir springen in die Gegenwart: Nachdem die Decepticons zurückgeschlagen wurden, kämpfen die Autobots zusammen mit den Menschen gegen den Terror. Während Optimus Prime und sein Robo-Pack die Welt retten, guckt sein alter Kumpel Sam Witwicky (Shia LaBeouf) in die Röhre. Der Ex-Weltenretter wurde vom Präsidenten nur mit einem Orden abgespeist und ist auf zermürbender Jobsuche. Sein einziger Lichtblick ist seine neue Freundin Carly (Rosie Huntington-Wihteley) die einen lukrativen Job bei Multimilliardär Dylan (Patrick Dempsey) ergattert hat. Sams Leben ändert sich allerdings schlagartig, als die Wahrheit über den Raumschiffabsturz ans Licht kommt. Megatron und seine Decepticons haben nämlich noch lange nicht aufgegeben und planen mit einem gigantischen Teleporter die endgültige Invasion der Erde. Sam steht plötzlich wieder zwischen allen Fronten und muss lernen, dass man niemandem trauen kann.
Weltuntergang in 3D
Rosie Huntington-Wihteley steigt aus ihrem Mercedes SLS AMG.
Nach den beiden erfolgreichen ersten beiden Teilen war es nur logisch, dass Bay nachlegt. Diesmal verknüpfen er und sein Drehbuchautor Ehren Kruger ihren Roboter-Krawall mit einer Prise Verschwörungsthriller im Stil von "Akte X" und stellen die Vergangenheit auf den Kopf. Bay scheut sich nicht mal davor zurück, die Russen wieder als Bösewichte herauszukramen und den Supergau von Tschernobyl umzudeuten. Das mag geschmacklos sein, aber was an diesem Film erneut imponiert, ist die entwaffnende Ehrlichkeit mit der Bay all das in seine Popcornmaschine wirft. So konsequent anspruchslos und kalkuliert macht niemand sonst in Hollywood Filme. Die Handlung dürfte den Fans sowieso egal sein - es geht hier um Action, hübsche Frauen und übergroße Blechdosen.
Filmkritik
Shia LeBeouf ist mal wieder in Gefahr.
Der erste Teil war unterhaltsames Popcornkino, aber den zweiten Teil habe ich gehasst. Er zählt für mich zum Dümmsten, was Hollywood in den letzten 20 Jahren herausgebracht hat und "Transformers 3" liegt irgendwo dazwischen. Die Actionszenen sind glücklicherweise nicht mehr so chaotisch wie im Vorgänger und wenn Sam aus einem einstürzenden Hochhaus flüchten muss, weckt das sogar Erinnerungen an "Stirb langsam". Dass der Rest der Story nur ein einziger Haufen Klumpatsch ist, kann ich mir schenken, oder? Bay hat es immer noch nicht gelernt eine vernünftige Geschichte zu erzählen, der Schnitt klatscht nur eine Hochglanzszene an die Nächste und Supermodel Rosie Huntington-Whiteley wirkt in Stöckelschuhen beim Weltuntergang nicht nur vollkommen überfordert, sondern auch unfreiwillig komisch. Zumindest kann die Story mit zwei kleinen Überraschungen aufwarten, einige Sprüche werden euch zum Lachen bringen und die 3D-Effekte sind ihr Geld wert. Wer Transformers will, bekommt es auch.