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Gebrauchtspiele: System gegen die Nutzung wäre "fantastisch"!?

  07.02.2012   8 Kommentare   780 Klicks
Gebrauchtspiele 0,0 0

Erst vor einigen Tagen berichteten wir über Gerüchte rund um die nächste Xbox-Generation. Vor allem ein mögliches System gegen die Nutzung von Gebrauchtspielen sorgte für Aufsehen und wenig begeisterte Reaktionen bei den Spielern. Spiele-Entwickler sehen dies hingegen ein wenig anders: Volitions Design Director Jameson Durall würde es beispielsweise "fantastisch" finden, wenn solch ein System tatsächlich kommen würde.

Kommt mit einem System gegen Gebrauchspiele?

Er ist davon überzeugt, "dass wir etwas gegen dieses Problem tun müssen", ansonsten befürchtet er laut einem Artikel auf AltDevBlogDay, dass der Gebrauchtspiele-Markt die Branche kaputt macht. "Die Leute verstehen häufig nicht, wie viel Geld in die Erschaffung dieser Spielerlebnisse fließt, die wir für gerade mal 60 Dollar in die Regale stellen. Ebenso scheinen sie nicht zu verstehen, wie sehr sie uns schaden, wenn sie ein gebrauchtes Exemplar kaufen und dass das illegale Kopieren eines Spiels einfach Diebstahl ist. Vielleicht könnte man durch etwas Einfaches wie Aufklärung das Problem lösen..."

Daran glaubt er aber wohl selbst nicht so wirklich, da er sich sehr konkrete Gedanken darüber macht, wie ein System gegen Gebrauchtspiele funktionieren könnte: "Das System ist bei Microsoft schon vorhanden. Sie müssten eigentlich nur das DLC- und Codes-Modell nutzen, um ein Game mit einem Xbox-Live-Account zu verknüpfen. Jede Disc bräuchte dann wohl diesen einzigartigen Key irgendwo im Code, damit der Account ordnungsgemäß verknüpft werden kann. Idealerweise würde man das Spiel mit der Konsole verknüpfen, damit auch Familienmitglieder spielen können, aber so funktioniert ihr Modell ja sowieso."

Weiterverkauf bald nicht mehr möglich?

Die Gedankenspielereien von Durall gehen noch weiter: Er überlegt sich beispielsweise, wie man einen Verleihservice aufziehen könnten, für den er im Gegensatz zum Gebrauchspiele-Handel sehr positiv ansieht. Schließlich muss der Verleiher das Spiel kaufen und besteht die Chance, dass durch das Verleihen weitere Verkäufer gefördert werden. "Ich könnte mir vorstellen, dass Microsoft  selbst einen Verleihservice startet, der dann vielleicht einen Code verschickt, mit dem ein Spiel gegen eine kleine Gebühr für wenige Tage aktiviert wird. Das könnte funktionieren, wenn man sich die Disc von jemandem leiht oder auch mit dem Download der Vollversion."

Und was macht man, wenn man sich ein Spiel von einem Freund leihen möchte? Seine Lösung: "Die Lizenz für das Game an einen anderen Gamertag transferieren, wodurch gleichzeitig der eigentliche Besitzer es währenddessen nicht spielen kann. Das könnte funktionieren."

Mit den Händlern und deren möglichen Umsatzeinbußen hat Durall übrigens kein Mitleid. Denen sei es egal, wie der Gebrauchtspiele-Markt den Entwicklern Schaden zufügt, "also warum sollte es mich interessieren, wie diese Änderungen sie beeinflussen werden?"

Was haltet ihr von diesen Ideen? Sie scheinen durchdacht und wohl auch realisierbar. Glaubt ihr, dass es aber auch tatsächlich so weit kommen könnte?

Quelle: Eurogamer

Kommentare

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Poppel
von Poppel | 08.02.2012, 08:51 Uhr
Tja wenn Leute den Hals nicht voll genug bekommen können. Ich kaufe mir zwar eigentlich keine gebrauchten Spiele, nur wenn es sie neu nicht mehr gibt und verkaufe auch nur sehr selten welche, abr das Problem für die meisten Leute sind doch definitiv die 60$ bzw. in Deutschland 60 oder oft sogar 70€ die man für ein Spiel hinlegen muss. Früher hat ein neues Spiel mal nen Preis von 20 oder 30 DM gehabt, rechnet euch mal die Preissteigerung aus. Wir machen also mit unseren gebrauchtkäufen die Spieleindustrie kaputt, aber er meint einfach so Läden wie Gamestop die Hauptexistenzgrundlage nehmen so dürfen. Sehr schöner Blickwinkel. huh.gif blink.gif
Azuris
von Azuris | 07.02.2012, 20:04 Uhr
Dieser Mann hat keinerlei Ahnung von der Materie.
Er stellt den Kauf von Gebrauchtspielen mit Diebstahl gleich.

Ich musste mir eben auch noch anschauen welcher Firma er überhaupt angehört.
Descent, Red Faction, Saints Row.
Über Saints Row kann ich nicht Urteilen, die anderen Titel sind aber nichts imposantes mehr.

Als ob die Würstchenbude von neben an die europäische Agrarwirtschaft bestimmen möchte.
MrBlade
von MrBlade | 07.02.2012, 16:28 Uhr
Fakt ist, dass der Spieler (und sogar Händler!) mal wieder unter einem dreckigen System zu leiden hat. Diese "fantastischen" Gedankengänge umfassen nur das gewinnorientierte Interesse der Unternehmen.
PonyAllstar
von PonyAllstar | 07.02.2012, 15:40 Uhr
Erstmal gibt es immer seltener Demos VOR Spielrelease und dann soll ich es auch noch blind neu kaufen- das werd ich ganz bestimmt nicht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass Läden wie Gamestop dazwischen gehen werden. Die sind in den USA ja auch recht groß und bewerben ja mittels Packages und Specials auch Neuerscheinungen. Da kann es dem Herrn Durall noch so egal sein. Das ist ne Riesenfrechheit,so ne Arroganz...wo soll das alles noch enden...
MagnusLaudate
von MagnusLaudate | 07.02.2012, 14:53 Uhr
Sehr eigenwillige Ansicht des Mannes. Profit machen in allen Ehren, aber den Gebrauchtmarkt zerschlagen?

Wobei ich auch zugeben muss, dass von all meinen knapp 30 PS3-Spiele gerade mal zwei neu gekauft sind... alle anderen gebraucht von den örtlichen gebrauchtspielehändlern für 10-15 Euro.
Calzifer
von Calzifer | 07.02.2012, 13:28 Uhr
fantatisch? problem? klingt eher fachistoid tongue.gif k is bissel übertrieben aber ohne die verleihkultur wären viele spiele niemals so poulär geworden. wobei heute die mundpropaganda eher nebensächlich ist dank www und man so selbst problemlos billig werben kann.
Bestätigung
Wirklich Eintrag löschen?

Begründung

Bestätigung