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  16.07.2012   6 Kommentare   11751 Klicks
Xbox 720 - Upgrademöglichkeiten wie am PC? 10,0 2

Xbox 720 - Upgrademöglichkeiten wie am PC?: Ein "neues" Konzept? Mitnichten!

Ein UFO? Nein, ein Designkonzept eines Fans zur Xbox 720.

PC-Spieler wähnen sich gegenüber Konsoleros gerne im technischen Vorteil: Während Titel der ersten Generation einer neuen Konsolenära in der Regel zeigen, was auf den neuen Plattformen machbar ist, fallen spätere Veröffentlichungen im Vergleich zum PC-Pendant deutlich ab. Etwa in Battlefield 3. So sind Konsolenspieler zwar froh darüber, dass sie alle Titel für ihre Plattform ohne (größere) Einschränkungen spielen können, schielen aber doch ganz gerne ins Computerlager.

Die Gerüchteküche brodelt weiterhin und zur (bislang nicht bestätigten) Xbox 720 kursieren einige neue Gedankenfetzen, wie sich die neue Microsoft-Konsole neben zukünftigen PCs etablieren kann. Eine Überlegung: Die Konsole lässt sich upgraden. Etwa mit neuen Grafikeinheiten, mehr Arbeitsspeicher, etc. Ein entsprechendes Patent habe Microsoft bereits 2012 angemeldet. 

Ein modularer Aufbau könnte durchaus als Innovation gepriesen werden - und würde maßgeblich vom Kurzzeitgedächtnis der Branche profitieren. Neu ist die Idee nämlich nicht, mit solch zusätzlichen Einheiten die Leistung einer Konsole zu erhöhen.


Nintendo als Wegbereiter modularer Aufrüstungen, Sega als Extrem

Angefangen hat diese Art und Weise der Aufrüstung schon in den 1980ern, genauer: mit Nintendo. Deren Famicom (im Westen als NES bekannt; Wikipedia-Eintrag) wurde schon recht früh mit einer optionalen Erweiterung namens Disk Station bedacht, welche die Speicherkapazitäten regulärer Module vervielfachte. In den USA wurde das NES um Tastatur und Modem erweitert - viele Jahre vor dem zivilen WWW konnten sich Nutzer online unterhalten, Tickets für das Kino bestellen, zusammen Spiele zocken oder sogar eine recht primitive Webcam anschließen. Weshalb das eingestellt wurde? Die US of A hatten Angst, von den Japanern ausspioniert zu werden. So schildert es zumindest David Sheff in seiner Nintendo-Biografie "Game Boy" aus dem Jahre 1993. Mit dem Super Nintendo probierte sich der Traditionskonzern in Satelliten-Komponenten (BS-X zum Sat-Download von Spielen) und GameBoy-Adaptern und dem bis heute eher unbekannten X-Band-Modem, das einen weiteren Versuch von neuartigen Onlineanbindung darstellt. Im Westen besonders populär war die in Module integrierte FX-Einheit, welche StarWing, StuntRace FX und Yoshi's Island: Super Mario World 2 dank doppelter Rechenleistung zu nie dagewesener Grafikopulenz verhalf. Randnotiz: Die SNES-Spiele hätten durchaus noch prächtiger ausfallen können, hätte sich Nintendo mit Sony arrangieren können. Die brachten die geplante CD-Komponenten für das Super Nintendo nach Aufkündigung des Vertrages in Eigenregie als PlayStation auf den Markt. Als PlayStation


 
 
Im Westen unbekannt: Das Famicom/NES mit Diskerweiterung     Mit SatellaView und Modem wagte Nintendo in Fernost einen weiteren Anlauf. 
 
Um die Jahrtausendwende erscheint mit dem 64DD die nächste erfolglose Erweiterung... Selbst ein URA Zelda (a.k.a. Zelda: Master Quest) retten es nicht.    Vollends pervertiert wird der Addon-Wahn von Sega. Irgendwo unter all den Gerätschaften versteckt sich tatsächlich noch ein reguläres MegaDrive... 


Auf die Spitze trieben es die Jungs und Mädels von Sega, die ihr MegaDrive in den 1990ern zu einem Monster gigantischen Ausmaßes aufbockten. War das Grundgerät relativ kompakt gehalten, so verwandelten die Mega CD-Erweiterung, System Converter zum Abspielen von MasterSystem-Modulen und 32X-Grafikbeschleuniger das Device zu einem Türstopper der luxuriösen Art. Retten konnte das siechende Gerät keines der Gadgets.

In jüngerer Vergangenheit bekamen das N64 (RAM-Erweiterung; 64DD-Laufwerk für Japan plus Modem), Atari Jaguar (CD-Laufwerk) und PC-Engine/TurboGrafx 16 (Hardwareupdates wie neue Prozessoren, neuer RAM; Wikipedia-Eintrag) ebenfalls Updates, die das Gerät pushen sollten. Genützt hat es - nichts. In der Regel waren die Addons Randnotizen.

So sollte man auch die Ankündigung eines modularen Aufbaus für den Xbox 360-Nachfolger nicht allzu hoch einschätzen. Es könnte sich hier auch lediglich um eine Nachrüstfunktion für Gadgets der á la Kinect halten denn "echten" Updates.

Kommentare

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FL_Teal
von FL_Teal | 16.07.2012, 18:09 Uhr
Das mit den Konsolentiteln bei bestimmter Hardware gab es ja damals schon. Siehe N64, das Expansion Pak und Spiele wie The Legend of Zelda: Majora’s Mask. smile.gif

Ich bin aber mal gespannt, ob und wie sich diese alte Idee durchsetzen wird. Wobei es auch heute schon fast nicht mehr möglich ist, in die Konsole einfach nur ein Spiel einzulegen und loszuzocken - zumeist folgt bereits am Veröffentlichungsdatum der erste Patch, der prompt automatisch heruntergeladen wird, Vernetzung der Konsole sei Dank! wink.gif
Mr_Styles
von Mr_Styles | 16.07.2012, 16:36 Uhr
Letztendlich auch nichts anderes als z.B. PS Move, Kinect oder alte Lightgunshooter. Wer entsprechende Spiele spielen will, muss Hardware kaufen.
Grundsätzlich ist die Idee ja nicht schlecht, solange nicht jedes halbe Jahr eine Erweiterung erscheint, die zum Spielen von neuen Titeln nötig ist. Sollte sich die Konsole ihrer Halbwertzeit nähern und es erscheinen Erweiterungsmodule, die ihr Leben verlängern, kann das wohl funktionieren. Immerhin wärs billiger, als eine neue Konsole. Gefahr droht nur, wenn das System dazu genutzt wird, um dem Spieler mit immer neuer (zum Teil nutzloser) Hardware das Geld aus den Taschen zu ziehen.
19meiky84
von 19meiky84 | 16.07.2012, 15:51 Uhr
Also ich kann Lampyria nur zustimmen. Die meisten die ne Konsole haben, haben kein Bock upzugraden...Man will einfach das Game einlegen und zocken! Für solche Sachen gibt es den PC und wird es auch immer geben. Daher finde ich absoluter Müll die Idee!!!
Lampyria
von Lampyria | 16.07.2012, 14:42 Uhr
Bin ich ja mal gespannt und demnächst kann man nur noch bestimmte konsolentitel spielen wenn man bestimmte upgrades verbaut hat.... das wird mit sicherheit der untergang für konsolen , denn wer konsole zockt der will nur spiele kaufen und die zocken und nicht noch hardware upgraden die vermutlich unbezahlbar wird und der preis von den spielen steht ja auch nicht relation zum pc ..konsole um die 70 euro pc meist 40-50 euro x.x und dann noch hardware da reinschleudern nein danke ^^ bau ich mir lieber alle paar jahre n pc zusammen

1 Antwort:

Daniel
von Daniel | 16.07.2012, 14:57 Uhr
Das N64 hatte ja mal dieses Konzept. Spiele wie Donkey Kong 64 oder Majora's Mask benötigten das Expansion Pak - ohne ging es nicht. Hat die Konsole zwar nicht demontiert, ihr aber auch definitiv nicht geholfen.
Haggy
von Haggy | 16.07.2012, 14:23 Uhr
Von der Nintendo Disk hatte ich damals in der Video Games gelesen und dachte mir nur "wie genial". Das 32X hatte ich mir mal aus der Videothek ausgeliehen. Was für ein haufen Hardware und total schlechte Spiele.
Bestätigung
Wirklich Eintrag löschen?

Begründung

Bestätigung