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Alarm für Cobra 11 - Das Syndikat

Synetic
DTP
Rennspiel
29.11.2010
k.A.
PC, Xbox 360
Gespielt von: alle ansehen
JackDaniels
Bewertung
USK
  10.12.2010   0 Kommentare   6739 Klicks
Alarm für Cobra 11 - Das Syndikat 0,0 0

Alarm für Cobra 11 - Das Syndikat Spieletest

Ihr versus Syndikat

Vorbei die Zeiten der Aufträge: Jetzt kämpft ihr als Autobahnpolizei gegen das Syndikat!

Ich mag sie ja irgendwie, die Alarm-für-Cobra-11-Spiele von Synetic. Doch der letztjährige Teil bereitete mir persönlich ein paar Sorgenfalten. Die Serie stand plötzlich still, das Setting schien seit vier Jahren unverändert und die paar neuen Features verkamen zur Belanglosigkeit. Ein erster Blick auf das neue Alarm für Cobra 11 – Das Syndikat lässt mich entsprechend kalt: Wieder diese leere Stadt, wieder diese lustlos implementierte Sprachausgabe, wieder keine richtigen Zwischensequenzen... da vergeht einem als Kritiker echt die Freude am Job.

Open Cobra

Alarm für Cobra 11 - Das Syndikat

Doch zum Glück gibt es den „zweiten Blick“ - Das Syndikat ist jetzt nicht die erhoffte Revolution der Serie, bietet aber doch ein paar grundlegende Konzeptveränderungen. Zunächst habt ihr das Gefühl, die Karriere sei richtig kurz. Als Helden der Autobahnpolizei absolviert ihr nur eine Handvoll Missionen, um den höchsten Level zu erreichen. Die Arten der Aufträge sind altbekannt: Verfolgungsjagden, Wettrennen, das Steuern einer explosiven Drohne – alles schon mal da gewesen. Zudem nervt euch die Suche nach der nächsten Storymission: Wählt ihr über das Karrieremenü den falschen Stadtbereich aus, dann zeigt eine schnöde Texteinblendung, das es hier mit der Geschichte nicht weitergehe. Wo nun der „richtige“ Startpunkt ist, wird euch nicht verraten – da hilft nur stupides ausprobieren aller bislang frei geschalteten Gebiete.

Habt ihr diese Hürde gemeistert und den fünften Level erreicht, dann geht das Spiel eigentlich erst richtig los. Auf der gesamten Stadtkarte sind nun lauter Markierungen verteilt, genau genommen Kamera-, Lupen- und Männchen-Symbole. In ersterem Fall sollt ihr Vorort eine Überwachungskamera installieren, beim zweiten Punkt spürt ihr ein Versteck des Syndikats auf und die letzte Symbolart geleitet euch zu einer Nebenmission. Im Prinzip ist es egal, in welcher Reihenfolge ihr den Kram ansteuert – sprich: Das Syndikat bietet nicht nur eine Open-World-Spielwelt, sondern auch die dazu passende Designstruktur.

Es kommt noch besser: Alle paar Minuten erhaltet ihr per Funk einen Hilfespruch oder seht ein verdächtiges Fahrzeug. Per Knopfdruck startet ihr nun einen zufallgenerierten Auftrag, bei dem ihr meistens einen Schurken verfolgen sowie stoppen müsst oder einer befreundeten Polizeieinheit, die gerade von einem Auto des Syndikats beschossen wird, aus der Klemme helfen sollt. Es passiert sogar recht regelmäßig, dass ihr während eines Auftrags einen neuen Fall erhaltet und ihr geradewegs zu diesem wechseln dürft. Allerdings ist der Fortschritt der abgebrochenen Mission dann natürlich futsch.

Täglich grüßt der Transporter

Alarm für Cobra 11 - Das Syndikat

Kommen wir zu einem weniger schönen Feature: Habt ihr einen Gangster entweder per kaputt Rammen oder Einkeilen seines Autos geschnappt, dann sitzt er in U-Haft. Irgendwann erhaltet ihr einen Funkspruch von der Zentrale, das doch der oder die Verbrecher ins Gefängnis gebracht werden müssten und der Transporterwagen sich nicht ohne euer Geleit auf die Straße traue. Ignoriert ihr diese Aufforderung, dann flüchten die Gefangenen. Spielt ihr hingegen den Aufpasser, dann müsst ihr den Transporter zur Haftanstalt eskortieren. Und es gibt zwei Gründe, warum mich das schon nach dreieinhalb Durchläufen genervt hat.

Zum einen wird der Transporter irgendwann angegriffen. Sollte er dabei zu viel Schaden nehmen, dann gelingt den Gefangenen automatisch die Flucht. Deshalb müsst ihr die Angreifer unschädlich machen, was eigentlich nicht das größte Problem ist. Doch der Transporter selbst fährt nicht immer so schön unfallfrei, wie man sich das wünscht. Ab und an rempelt er ohne jeglichen Grund ein anderes Fahrzeug oder die Leitplanke, womit er natürlich ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wird. Sollte der maximal erlaubte Schaden nun aufgrund solcher Unachtsamkeiten erreicht worden sein, dann spuckt ihr als Spieler Gift und Galle.

Der zweite Grund ist noch eine Ecke schwerwiegender: Der Transporter steuert stets das gleiche Gefängnis an, was sich zunächst tödlich langweilig anhört und es letztlich auch ist. Synetic hat sich nun gedacht: „Hm, immer die gleiche Route abzufahren, das ist schon etwas öde..“. Also entscheidet sich der Transporter stets für eine aus mehreren Alternativen. Diese K.I.-Eigenart ist nicht unbekannt und fiel mir bereits im zweiten Alarm-für-Cobra-11-Spiel beim gegnerischen Fahrverhalten auf, damals noch in positiver Hinsicht. Doch bezüglich des Gefangenentransport verkommt die Idee zur Lächerlichkeit, weil die K.I. sich für einen von zwei Wegen entscheidet und der eine im Vergleich zum anderen einen abartig großen Umweg darstellt. Genau genommen fährt das Fahrzeug bei der ersten Variante fast Luftlinie und bei der anderen umrandet es die halbe Gebietskarte!

Vom Design bis zur Präsentation

Alarm für Cobra 11 - Das Syndikat

So oder so hemmt das Konzept des Geleitschutzes den Spielfluss, weil ihr allzu häufig dazu genötigt werdet und der Ablauf sich von mal zu mal viel zu sehr ähnelt. Die Geschichte mit den Überwachungskameras besitzt ebenfalls einen kleinen Pferdefuß: Ihr könnt immer nur fünf Apparate gleichzeitig mit euch „tragen“ beziehungsweise hintereinander installieren, ohne zwischendurch zu einer Reparatur-/Auftankstelle oder zum Hauptquartier fahren zu müssen. Das ständige hin und her sorgt letztlich nur für eine höhere Gesamtspielzeit und nicht für mehr Spielspaß. Das Design der “normalen“ Aufträge sprudelt auch nicht gerade vor Adrenalin, ist aber wenigstens halbwegs abwechslungsreich. Die Nachtfahrten des Vorgängers gehören der Vergangenheit an und ihr müsst bei weitem nicht so viele Wettrennen überstehen. Letzteres ist eine echter Gewinn, denn die nach wie vor vorhandenen Rennen sorgen erneut aufgrund des belanglosen Streckendesigns sowieso nur für müde Blicke.

Ein weiteres Plus im Vergleich zu den Vorgängern ist der Multiplayer-Modus. Den gibt es nun auch via Xbox Live, in den Variationen Einzelrennen, Checkpoint-Rennen, Deathmatch und Freie Fahrt. Ansonsten tritt die Technik auf der Stelle und hat sich für meine Begriffe überhaupt nicht verbessert. Bezüglich des Sounds hört ihr erneut eine leidlich gut Sprachausgabe, 08/15-Motorengeräusche und wenig originelle, aber diesmal doch ganz annehmbare Musikstücke. So oder so vermisse ich weiterhin eine richtig gute Präsentation, bei der die Geschichte nicht nur in Form von leeren Kameraeinstellungen erzählt wird. Überhaupt ist nichts los in der Stadt – so etwas wie Fußgänger werden wir wohl nie sehen, solange Synetic bei ihrer alten World-Racing-2-Engine bleibt. Lustigerweise wird dieser Aspekt ab und an während der Ladepausen erwähnt und mit dem flapsigen Kommentar begründet, das sich kein Mensch aufgrund eurer Fahrweise auf die Straße trauen würde...

Fazit

Alarm für Cobra 11 - Das Syndikat

Es ist halt ein Alarm für Cobra 11, mit den üblichen Starken und Schwächen. In Sachen Missionsdesign scheint Synetic wirklich nichts mehr einzufallen und in Punkto Präsentation herrscht wohl gar Arbeitsverweigerung. Erst die Idee mit dem offenen Spieldesign, dank dem ihr dutzende Kameras installiert und ständig neue, zufallsgenerierte Aufträge angeboten bekommt, rettet die Wertung. Zumindest Serienintern haben die Entwickler hier einen echten Sprung nach vorne gemacht – und sind gleichzeitig ein paar Schritte zurück gestolpert, allen voran dank der langweiligen Gefängnistransporter-Eskorte.

Wer die Serie mag und rein von der Herausforderung her nichts Neues wünscht, dem wird Das Syndikat sicherlich gefallen. Meine Euphorie ist nach fünf Jahren gebremst, aber ich kann einen zaghaften Suchtfaktor nicht bestreiten. Da noch mal einen Verbrecher fangen, hier eine Kamera installieren, dort ein Versteck aufsuchen: Am Ende dauert eine Sitzung immer eine halbe Stunde länger als geplant...

Kommentare

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Demo-Cheats
von Demo-Cheats | 05.02.2011, 15:54 Uhr

Also die ganzen Demos die ich von AfC11 gezockt habe, fand ich von der Grafik nicht schlecht.
Eigendlich alle Spiel die ich von Synetic gezockt habe, fand ich von der Grafik nicht schlecht.

Aber das mit den Gefangenen-Missionen nervt schon.

Und der geilste Gag an der Sache ist, das der Transporter selbst so durch die Stadt rast, das man ihn selbst wegen Geschwindigkeitübertretung und gefährdung der Öffentlichkeit einbuchten müsste.

Master_1
von Master_1 | 28.12.2010, 22:13 Uhr

Hallo...? Das allerste Alarm für Cobra 11 war ziemlich gut! Da war es noch ziemlich eine Simulation, aber dafür gut!

Dannach wurde das Spiel immer mehr zum Fun-Racer!

Zumindest für mein Alter war es damals doch sehr schön gemacht...am 9. November 2000! (THQ)

Catgirl
von Catgirl | 20.12.2010, 16:23 Uhr

ja bevor Synetic die Spielereihe in die Hand nahm war AfC11 wirklich schlecht... naja ich hoffe dass sie irgendwann mal die Idee aus dem 3. (?) Teil wieder aufgreifen, nämlich dass es kein reines Autospiel mehr wird sondern man auch zu Fuß etwas macht. Aber wohl nicht unter Synetic, die schaffen es ja noch nicht mal sich bewegende Menschen darzustellen..

Heinz-Fiction
von Heinz-Fiction | 16.12.2010, 15:39 Uhr

"Alarm für Cobra 11 war für PC schon immer sehr gut - mich wunderts."

Also DAS is ziemliche Grütze. Der erste Teil war unsagbar schlecht, die weiteren steigerten sich stückchenweise von grottig über immernoch schlecht bis annehmbar. jetzt fehlen halt noch talentiertere entwickler^^

Metal_Bastinho
von Metal_Bastinho | 11.12.2010, 19:48 Uhr

Alarm für Cobra 11 war für PC schon immer sehr gut - mich wunderts.

Werd den Teil bestimmt auch mal anspielen..

JackDaniels
von JackDaniels | 11.12.2010, 15:49 Uhr

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