Gestatten Selina Kyle alias Catwoman
Dax Ginn, Game Producer bei Rocksteady, könnte dank seines Namens auch ein Superheld sein oder zumindest ein Rockstar. Genauso peitscht er uns nämlich durch die Demo auf der Gamescom. Wir werden Zeuge wie seine beiden Mitarbeiter auf getrennten Bildschirmen eine Art Wettkampf im Challenge-Modus austragen. Auf der einen Seite Batman und auf der anderen Seite Catwoman, die sich durch die Gegnerwellen prügeln. Wobei "prügeln" das falsche Wort ist. Dank des Freeflow-Kampfsystems ähnelt es eher einem eleganten Gleiten und kurz danach dürfen wir selbst Hand anlegen. Batman: Arkham City demonstriert dabei die gleichen Stärken des Vorgängers: eine unglaublich eingängige Steuerung. Allerdings scheint es jetzt nicht mehr zu reichen einfach auf die Buttons zu hämmern - Taktik und Reflexe sind gefragt.

Catwoman zeigt dabei, dass sie wesentlich agiler als der bullige Batman ist. Ein paar Saltos über den Gegner, ein geschickt eingesetzter Spagat und schon ist ein weiterer Ganove Vergangenheit. Die wendige Katzenfrau wird aber nicht nur als Bonuscharakter im Online-Spiel auftreten, sondern ist wesentlicher Bestandteil der Story. Die spielt nämlich knapp ein Jahr nach den Vorfällen im Arkham Asylum. Die Verbrecher werden jetzt in die Slums von Gotham gesperrt und in dieser "Arkham City" können sie bald tun und lassen was sie wollen. Batmans Erzrivale Two-Face hat sogar einen besonders hinterhältigen Plan: Er will Catwoman töten. Das lässt sich unser dunkler Ritter (War da nicht mal was zwischen ihm und Selina?) bieten und verbündet sich mit ihr. Die Spieler wechseln so regelmäßig zwischen den beiden Figuren - einen Koop-Modus wird es allerdings nicht geben.
Zurück zur Demo. Unsere Kinnladen fielen aber richtig runter, als wir mit Dax im Anschluss durch Arkham City flogen. Die engen Gänge aus "Arkham Asylum" sind nämlich weitgehend Vergangenheit, stattdessen kennt Batman jetzt keine Grenzen. Dank des Open-World-Szenarios schnappt er sich überall Aufträge und zerlegt große und kleine Ganoven wie Two-Face, Bane und natürlich den Joker. Insgesamt ist Batman: Arkham City fünfmal größer als der Vorgänger und bietet laut Ginn eine Spielzeit von über 40 Stunden. Am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich nichts geändert und deshalb müsst ihr im Detektiv-Modus erst die Lage sondieren und dann die Gegner leise ausschalten. Fahrzeuge gibt es diesmal wieder nicht, aber die beliebten Riddler-Rätsel. Auch typisch: Manche Bereiche und Rätsel werden erst freigeschaltet, wenn ihr das entsprechende Equipment dazu habt. Metroid lässt grüßen.
Neben den Story-Missionen gibt es wieder die Challenges mit Online-Leaderboards. Neu sind vor allem die Stealth-Challenges. Hier kommt es auf Taktik und den richtigen Einsatz eurer Gadgets wie den neuen Elektroschocker an. Im Challenge-Modus wird übrigens auch ein neuer zeitgemäßer Robin spielbar sein.
Technisch gibt sich das Spiel keine Blöße. Butterweiche Animationen, fantastische Hintergründe und wer will kann das alles in 3D erleben.