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Beat the Beat: Rhythm Paradise

Nintendo
Geschicklichkeit
06.07.2012
Zur offiziellen Seite
Wii
Gespielt von: alle ansehen
agony Tim
Bewertung
USK
  27.07.2012   0 Kommentare   828 Klicks
Beat the Beat: Rhythm Paradise 9,0 2

Beat the Beat: Rhythm Paradise Spieletest

Hast du den Rhythmus im Blut?

Jaja, wir wissen es alle: Die Wii ist tot. Wir haben uns schon mehrfach von ihr verabschiedet. Zuerst mit The Legend of Zelda: Skyward Sword, dann mit The Last Story und schließlich mit Pandora's Tower. Aber irgendwie schafft es Nintendo immer wieder, genau dann gute Spiele zu veröffentlichen, wenn man gar nicht mehr mit ihnen rechnet. Was letztens noch Project Zero 2: Wii Edition war, ist dieses Mal Beat the Beat: Rhythm Paradise. Wer Rhythm Heaven auf dem Nintendo DS gespielt hat, weiß, womit er rechnen kann. Alle anderen sollten sich das neue Werk der WarioWare-Macher genauer anschauen. Denn dieses Spiel könnte ein guter Grund sein, die Wii auf ihre alten Tage noch einmal zu reaktivieren. So macht das Warten auf die Wii U Spaß!

Beat the Beat ist eigenwillig, japanisch, abgedreht - aber es macht wahnsinnig viel Spaß.

Eine Minispielsammlung zum Abschluss? Ach, wie unspektakulär!

Für Nintendo-Jünger ist die aktuelle Saison eine schwierige Zeit. Die Wii U nähert sich zwar mit immer größer werdenden Schritten, bleibt aber immer noch Monate fern, während die alte Wii in der SD-Ecke verstaubt. Gleichzeitig laufen die HD-Konsolen und der PC auf Hochtouren und bekommen einen Videospiel-Kracher nach dem anderen spendiert. Welche Gründe gibt es denn überhaupt noch, die langweilige Wii einzuschalten, wenn alle Exklusiv-Highlights wie Donkey Kong, Zelda und Mario schon durchgespielt sind? Die Antwort: Beat the Beat: Rhythm Paradise! Neben dem guten Remake Project Zero 2: Wii Edition sorgt ausgerechnet eine Minispielsammlung dafür, dass die Wii wieder ins Rampenlicht rückt. Denn dieses Spiel verschwendet keine Zeit mit überflüssiger Gestensteuerung, aufwändiger Grafik-Kulisse oder überlangen Dialogen. Das Werk kommt ab der ersten Minute zum Punkt: der unkomplizierten, aber anspruchvollen Unterhaltung. Das ist Videospiel in Reinkultur.

Schlage den Beat, meistere den Rhythmus. Drücke A und B im Takt!

Über 50 verschiedene Minispiele sind auf der Disc enthalten, und das Spielprinzip könnte einfacher nicht sein. Im Grunde basiert jedes dieser Spiele auf der gleichen Formel. Auf dem Bildschirm geschieht irgendwas im Takt der Musik und eure Aufgabe ist es, im richtigen Rhythmus die korrekten Tasten zu drücken. Allerdings läuft das hier nicht ab wie bei Rock Band & Co., sondern noch wesentlich simpler. Es werden nämlich lediglich zwei Tasten benötigt,genauer A und B, beide auf der Wii-Fernbedienung (das Nunchuk wird nicht unterstützt). Ihr müsst also im richtigen Rhythmus, passend zur Hintergrundmusik des jeweiligen Minispiels, beide Tasten nutzen, wobei A und B unterschiedliche Aktionen ausführen. Am besten erklärt wird euch das Spielprinzip im unten eingebetteten Trailer. Beat the Beat: Rhythm Paradise ist damit alles andere als ein kompliziertes Spiel, aber das bedeutet nicht, dass es einfach wäre. Weit gefehlt! Hier werdet ihr öfter versagen als in 99% aller Videospiele, die es da draußen auf dem Markt gibt. Das liegt daran, dass euch das Spiel kaum Fehltritte verzeiht und ihr bis auf ein kurzes Tutorial keine Hilfestellungen während des Spielens erhaltet. Ihr müsst euch den Rhythmus selbst aneignen und erkennen, wann ihr welche Taste drücken müsst. Das ist anfangs eine große Herausforderung und schon in den ersten fünf Minispielen wird sich hier die Spreu vom Weizen trennen. Das Durchbeißen lohnt sich jedoch ...

Pose for the Fans! ARRRRRRRR!
Federball über den Wolken? Cool!

 

Einigen von euch könnte das alles, was ich oben beschrieben habe, nun bekannt vorkommen - und das völlig zu Recht. Tatsächlich basiert Beat the Beat: Rhythm Paradise auf einem Spiel, das 2008 für den Nintendo DS erschien. Es handelt sich dabei um Rhythm Heaven. Im direkten Vergleich mit der Originalfassung und des erweiterten Remakes für die Wii fällt vor allem eines auf: Die Steuerung durch Tastendruck wirkt nicht ganz so intuitiv und passend wie die mit dem Stylus auf dem NDS. Auch erreicht das Wii-Spiel nicht diese Kurzweiligkeit, die man auf dem Handheld geboten bekommt - es ist einfach aufwändiger, die Konsole und den Fernseher einzuschalten, die WiiMote auszupacken, die Disc einzulegen und sich durch einige Menüs zu klicken, bevor man mit dem Spielen anfangen kann. Auf dem NDS geht das Ganze einfach schneller und unkomplizierter, weswegen sich das Konzept dort besser anbietet. Das bedeutet freilich nicht, dass Beat the Beat darum ein schlechteres Spiel wäre: Die Qualität ist nach wie vor sehr gut, der Spielspaß unheimlich hoch und das Noch-eine-Runde-Potential im kleinen Kreis ist ziemlich groß. Generell ist die Motivation zum Spielen mehr als vorhanden.

Tennis über den Wolken gefällig? Oder lieber Posen für die Fans?

Dass das Spiel so viel Spaß macht, ist zu großen Teilen natürlich auch der witzigen und kunterbunten Präsentation zu verdanken. Diese zeichnet sich durch einen liebevollen, aber sehr einfachen Grafikstil aus, lebt aber vor allem von ihrem abgedrehten Design. So spielen in einem Minispiel beispielsweise zwei Hunde mit PIlotenbrillen Tennis, während sie in Flugzeugen sitzen und über den Wolken durch die Lüfte flitzen. In einem anderen Minispiel (meinem persönlichen Favoriten) wird ein Wrestling-Star von einer Reporterin interviewt. Doch so ganz alltäglich ist das Interview nicht, da die Fragen der Frau in etwa so klingen: "Wub-a-dub-dub is that true?" und der Wrestler alle paar Sekunden für die Fans posiert und seinen Bizeps zur Schau stellt. Das mag sich auf dem Papier komisch anhören, ist aber im Spiel garantiert für einige Lacher gut und sogar schon so populär, dass ein paar Leute den Wrestler gegen andere Personen ausgetauscht haben - beispielsweise gegen Terry Crews aus der bekannten Old-Spice-Werbung. Dieses Video sollte alles sagen! Einen lokalen Multiplayermodus für zwei Spieler gibt es übrigens auch, dieser ist aber leider nicht allzu aufregend. Man kann nur ausgewählte Minispiele im Duett spielen, aber nicht direkt gegeneinander antreten. Schade, dass es nicht mehr Modi gibt.

Fazit - Beat the Beat: Rhythm Paradise Spieletest

Tim

Wenn ihr nach einem Grund sucht, die Wii auf ihre alten Tage doch noch einmal anzuschmeißen, dann habt ihr ihn jetzt! Beat the Beat: Rhythm Paradise ist ein quietschbuntes, quirliges und völlig abgedrehtes Rhythmusspiel, das seinesgleichen sucht und eine sehr gute Neuauflage des beliebten NDS-Originals darstellt. Natürlich ist es kein Spiel, das einem lange im Gedächtnis bleibt, dazu ist es dann doch zu simpel gestrickt. Aber es sorgt auf jeden Fall für einige Stunden hervorragende Unterhaltung und ist mit seinen über 50 Minispielen umfangreicher als man es zunächst erwartet. Beat the Beat ist ein guter Titel zum Abschluss der Wii-Ära, auch wenn ich denke, dass er besser auf die Wii U gepasst hätte, da die Steuerung per Stylus intuitiver und stimmiger sein dürfte. Nach Project Zero 2: Wii Edition hat Nintendo also erneut einen Überraschungshit aus dem Hut gezaubert, der die Wartezeit auf die neue Heimkonsole angenehm verkürzt.

Bewertung
„Quietschbunt, abgedreht und hochgradig unterhaltsam: Beat the Beat: Rhythm Paradise garantiert angespannte Lachmuskeln und kurzweilige Unterhaltung für Groß und Klein. Ein musikalischer Geheimtipp zum Abschluss der Wii-Ära!”

Vorteile Nachteile
Über 50 abgedrehte Rhythmus-Minispiele
Uninspirierter, sehr kurzer Multiplayermodus
Wahnwitzige Präsentation mit Lacher-Garantie
Steuerung nicht so intuitiv wie auf dem NDS
Einige sehr gelungene Ohrwurm-Melodien
Bewertung
„Quietschbunt, abgedreht und hochgradig unterhaltsam: Beat the Beat: Rhythm Paradise garantiert angespannte Lachmuskeln und kurzweilige Unterhaltung für Groß und Klein. Ein musikalischer Geheimtipp zum Abschluss der Wii-Ära!”

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