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Black Mirror

Future Games
DTP
Adventure
06.04.2004
k.A.
PC
Gespielt von: alle ansehen
aRAVENc
Bewertung
USK
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  09.05.2004   0 Kommentare   10111 Klicks
Black Mirror 0,0 0

Black Mirror Spieletest

Tschechien bringt was Neues

Ich liebe umstrittene Spiele: Während im ´Land der unbegrenzten Möglichkeiten´ Kritiker eher verhalten auf das aus Tschechien stammende Adventure ´Black Mirror´ reagierten, wurde das Spiel für den deutschen Markt leicht überarbeitet und sorgt für hiesige Begeisterungsstürme. Die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo dazwischen: ´Black Mirror´ ist durchaus eine Bereicherung des Genres, jedoch geplagt durch einige unnötige Design-Fehler.

Wie mysteriös...

 

Black Mirror
Die Story ist in jedem Falle gelungen: Samuel Gordon erhält Nachricht von seiner Familie, dass sein Großvater William Gordon auf mysteriöse Art und Weise ums Leben gekommen sei. Nicht nur des Begräbnis wegen kehrt er deshalb zurück zum Heimatschloss der Gordons, zurück nach ´Black Mirror´. Samuel glaubt weder an einen Unfall oder gar Selbstmord und stößt auf der Suche nach Hinweisen, was seinem Großvater wirklich passiert sein könnte, auf einen uralten Fluch, welcher wie ein Damokles-Schwert über dem Geschlecht der Gordons hängt. Ohne mehr verraten zu wollen, sei noch versichert, dass der gute William mit Sicherheit nicht der einzige Todesfall in ´Black Mirror´ bleiben wird...

 

Das Spiel selbst ist ein klassisches Point´n´Click Adventure, jenes Genres, welches vor Jahren schon für tot erklärt wurde und dank zahlreicher Gegenbeispiele der letzten ein, zwei Jahre einen neuen Frühling erlebt. Die Hintergründe sind wie in ´Myst´ gerendert, genau wie sämtliche im Spiel vorhandenen Personen. Nur Samuel selber besteht aus Polygonen wie Texturen, was jedoch nur bei genauerem Hinsehen auffällt. Im Gegensatz zu ´The Westerner´ oder ´Baphomets Fluch 3´ besteht das Spiel-Design fast nur aus klassischen Objekt-Rätseln und zahlreichen Dialogen. Logik wird hier extrem groß geschrieben, nahezu sämtliche Puzzles sind nachvollziehbar. Auch die Art der Dialoge gefällt, diese sind weder zu kurz noch zu lang geraten. An wenigen Stellen habt ihr gar die Wahl, ob Samuel eher freundlich oder unfreundlich auf einen Kommentar des Gesprächspartners reagieren soll, was aber (leider) keinen Einfluss auf den späteren Storyverlauf hat und nur die darauf folgende Reaktion beeinflusst.

Linear!

Was mich bei ´Black Mirror´ richtig gestört hat, ist die sture Linearität. So dürft ihr manche Orte erst dann verlassen, wenn Samuel das Gefühl hat, alles entdeckt bzw. gefunden zu haben. Eine Erklärung gibt es dafür nicht immer, hin und wieder strauchelt die Story auch ins Unlogische, wenn ihr einen berechtigten Grund habt, einen anderen Ort des Spieles besuchen zu müssen, aber dies nicht tun dürft, weil ihr vorher noch ein weiteres Rätsel lösen sollt. Schlimmer noch leidet ´Black Mirror´ unter dem ´Der verborgene Kontinent´-Syndrom. So dürft ihr manche Gegenstände erst dann einsammeln, wenn Samuel ihn auch wirklich benötigt. Dieses Prinzip wird nicht einmal 100% durchgezogen, manche Dinge lassen sich sehr wohl mitnehmen, obwohl Samuel eigentlich keinen Grund dafür haben sollte. So oder so solltet ihr stets alte Orte besuchen und vor allem Personen mehrmals befragen, manchmal erhaltet ihr des Rätsels Lösung durch einen simplen Dialog, der zuvor einfach nicht anwählbar war.

Innovatives Konzept

 

Black Mirror
Dieses Problem wird immerhin durch einen innovativen Grundgedanken drastisch entschärft: Sobald ihr ein Objekt in einem Raum untersucht habt, den ihr auch wirklich nicht mehr zur Lösung des Spieles braucht (egal zu welchem Zeitpunkt), könnt ihr ihn nach ein bis drei mal anschauen auch nicht mehr weiter untersuchen. So steigt die Übersichtlichkeit enorm. Ansonsten stören mich einige Kleinigkeiten: So könnt ihr bis zum Ende des zweiten (von insgesamt sechs) Kapiteln keinen tödlichen Fehler begehen oder euch in eine Sackgasse manövrieren, bis ihr an ein elektronisch geladenes Kabel gelangt, welches der ansonst so vorsichtige Samuel per Klick nicht untersucht sondern berührt und dabei einen ´Instant-Death´ erleidet. Kurz: Nach knapp 1/3 des Spieles kann Samuel urplötzlich und nur durch eine einzige Aktion ausgelöst sterben, praktisch ohne Vorwarnung. Ist dieses Beispiel immerhin noch recht logisch, da es sich unter Strom stehend schlecht weiter atmen lässt, ärgert das Spiel an weiteren, (gottlob nur) wenigen Stellen mit kaum vorhersehbaren Todesarten.

 

Rätseldesign mit Schwächen

 

Black Mirror
Weiterhin sind die Rätsel zwar logisch und einige davon machen auch richtig Spaß, sie zu lösen. Aber andere hingegen gehören trotz aller Logik zur Kategorie ´Spieldauerstreckung´. Manchmal bekommt ihr keinerlei Hinweise, z.B. sollt ihr drei Hebel in die richtige Stellung drücken und erhaltet die Lösung nur durch reines ausprobieren. Richtig hart ist ein Puzzle rund um die Symbole der zwölf Tierkreiszeichen. Mal davon abgesehen, dass das zugehörige Schieberätsel nicht jedermanns Sache ist, hätte man im Spiel wenigstens ein Buch mit den einzelnen Zeichen und deren Bedeutung hinterlegen können. Wer diese nicht schon kennt, der hat praktisch keine Chance, ohne fremde Lektüre weiter zu kommen. Der letzte Meckerpunkt gilt dem späteren Storyverlauf: Auch wenn mir die Geschichte selber sehr gut gefallen hat, so wird die Erzählung gegen Ende ein wenig zu hastig auf der einen und unnötig lang gezogen auf der anderen Seite.

 

Grafik

 

Black Mirror
Hier pendelt sich das Spiel auf ein ordentliches Niveau ein. Die Perspektiven sind sehr gut gewählt, Ortschaften wirken sehr glaubwürdig, aber auch nicht so schön schaurig, wie man es sich bei der Story vielleicht gewünscht hätte. Ein Problem stört gar das eigentliche Spieldesign: Die Bildschirmauflösung ist nicht allzu hoch, weshalb einige kleinere Details nicht besonders Kontrastreich geraten sind und kleine Gegenstände leicht übersehen werden. Dafür gefallen die realistisch wirkenden Animationen, allenfalls der Kriechgang einzelner Personen stört. Technisch fällt das Spiel praktisch nicht auf, natürlich fordert ´Black Mirror´ moderne PC-Rechner aufgrund der niedrigen Auflösung so gut wie gar nicht. Komplettiert wird das eigentliche Spielgeschehen durch wenige, vorgerenderte Zwischensequenzen, deren Qualität vielleicht besser sein könnte, aber die sehr gute Atmosphäre in jedem Fall unterstützen.

 

Akustik und Bedienung

 

Black Mirror
Kommen wir zu dem vielleicht entscheidenden Grund, weshalb englische Kritiker nicht ganz so viel mit ´Black Mirror´ anfangen können, wie deutsche Spiele-Fans: Während nämlich die amerikanische Fassung laut mehreren Quellen sehr schlecht synchronisiert sein soll, glänzt das deutsche Pendant mit einer der besten Sprachausgaben, die ich je gehört habe. Nahezu alle Stimmen wurden hervorragend gewählt, die Betonung stimmt in 99% alle Fälle und die Dialoge wirken nahezu perfekt. Ein besonderes großes Lob an die Casting-Agentur, welche auch nicht dafür zurück schreckte, z.B. die deutsche Synchronstimme von Johnny Depp bzw. James Masters (Spike aus Buffy/Angel) für Samuel Gordon zu engagieren. Der Rest der Soundkulisse fällt da ein wenig zurück, da es aber auch sonst nicht allzu viel zu hören gibt. Musik ist sehr selten, Hintergrundgeräusche bleiben ebenfalls dezent, sind jedoch wohl überlegt eingesetzt. Insgesamt ist der Sound in ´Black Mirror´ ganz klar die große Stärke des Spieles.

 

Neben dem schon erwähnten Service, dass ihr vollständig untersuchte bzw. benutzte Objekte nicht mehr anklicken könnt, hat man auch den Rest der Steuerung sehr gut designt. Klassisch klickt ihr Samuel überall dort hin, wo es möglich ist. Der Cursor bleibt dabei weiß, sobald er ein Objekt von Interesse entdeckt färbt er sich rot. Das Inventar befindet sich in der unteren Bildschirmzeile und erscheint nur bei Bedarf. Das Kombinieren zweier Gegenstände ist genauso einfach, wie es bei jedem Adventure sein sollte: Einfach beide anklicken und Samuels Reaktion abwarten. Ausgänge lassen sich ebenfalls per simplen Mausklick ansteuern. Und damit das Spiel nicht durch das ständige hin- und herlaufen zwischen den Ortschaften unnötig in die Länge gezogen wirkt, könnt ihr per doppeltem Klick den Laufgang von Samuel überspringen.Hinzu kommen noch zwei weitere Features: Per Tab-Taste könnt ihr euch alle Ausgänge anzeigen lassen, leider vermisse ich solch eine Funktion für die zu klein geratenen Gegenstände, so wie beim Klassiker ´Simon, the Sorcerer 2´. Und als zweites ist die rechte Maustaste mit einem alternativen und genaueren Untersuchungsbefehl belegt. Z.B. schaut sich Samuel so manche dunkle Ecke nur grob an, wenn ihr sie per Linksklick anwählt. Erst bei einem Rechtsklick entdeckt er einen wichtigen Gegenstand. Alle weiteren Probleme der Steuerung habe ich mehr oder weniger schon erwähnt, hierzu gehört auch das nicht gleich mögliche Einsammeln mancher Objekte.

Fazit

 

Black Mirror
´Black Mirror´ ist ganz klar ein Adventure mit vielen Höhen und Tiefen. Mein persönlicher Spielspaß fuhr dementsprechend auch Achterbahn. Die ganzen Fehler sind umso tragischer, da sie in meinen Augen vermeidbar gewesen wären, gerade was die plötzlich auftretenden Todesarten anbelangen oder die viel zu sture Linearität. Hätte man dem Spieler mehr Freiraum gelassen und dafür das vielleicht logische, aber spielerisch gesehen nervige Prinzip mit den nicht gleich einsammelbaren Gegenständen weggelassen, so würde ich ohne zu Zögern eine Wertung über 80 vergeben. Auch hatte der Schluss des Spieles einen etwas schalen Nachgeschmack. Trotzdem sollte jeder, der ein Faible für Adventures hat, sich ´Black Mirror´ einmal anschauen. Story, Atmosphäre, Sound, Steuerung und Rätsel-Logik haben mir gut bis sehr gut gefallen, weshalb es auch zu einer recht guten Wertung reicht.

 

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