DemoNews
Ein Level Weiter
LOGIN
Username:
Passwort:
Du hast noch kein Profil? Jetzt erstellen
REGISTRIERENLOGIN

Call of Duty: Black Ops 2

Treyarch
Activision Blizzard
Action
13.11.2012
Zur offiziellen Seite
PC, Xbox 360, PS3, Wii U
Gespielt von: alle ansehen
hidden87 TheEdG Dolce_1982 Matthias betito73 Quad massiv47
Bewertung
USK
  21.11.2012   4 Kommentare   4533 Klicks
Call of Duty: Black Ops 2 8,3 4

Call of Duty: Black Ops 2 Spieletest

Test: Hirn aus, Spiel an! Das neue Call of Duty ist da!

Die Mutter aller Schlauch-Shooter bietet auch im neuesten Teil packende Action, eine Hollywoodreife Inszeniserung und haufenweise gescriptete Events, bei denen der Protagonist coole Sachen anstellt, während der Spieler zuschaut. Die taktischen Strike Force – Missionen sollen für mehr Spieltiefe sorgen, bereiten dank strunzdoofer KI aber auch einige Frustmomente. Multiple Enden erhöhen die Langzeitmotivation. Sonst gibt’s bewährte, nicht mehr ganz frische Franchise-Kost.

Drücke jetzt F zum Sieg

Auch im neuen Call of Duty kracht es an allen Ecken und Enden

Anstelle von Call of Duty: Black Ops 2 könnte ich ebensogut versuchen, einen Big Mac als etwas Nagelneues zu beschreiben. Genau wie der triefige Burger ist Call of Duty ebern immer gleich: Nicht perfekt, aber doch irgendwie befriedigend, wenn man gerade Bock drauf hat. Beide erfordern zudem in ihrer Handhabung nicht sonderlich viel Grips und sind fix gegessen. Doch genug der albernen Vergleiche – worum geht’s diesmal eigentlich?

Im Jahr 2025 verlässt sich das US-Militär verstärkt auf computergesteuerte Drohnen, Roboter und allerlei High-Tech. Blöd nur, dass die Dinger vom “gefährlichsten Terroristen seit Bin Laden” gehackt wurden und jetzt für Chaos und Zerstörung sorgen. Ihr seid darum unterwegs, den Schurken dingfest zu machen. Nebenher beschützt ihr noch Leib und Leben der US-Präsidentin, helft bei der Vereinigung von Amerika mit China und bringt Terroristen mit Stromschlägen zum Kotzen. Spieltechnisch eine Mischung aus Schießbude, Edel-Moorhuhn und Quicktime-Events mit übergroßen Onscreen-Hinweisen, was man denn eigentlich gerade drücken soll. Das ist nicht wirklich anspruchsvoll, doch die Inszenierung ist wie immer fantastisch und absolut sehenswert. Wenn ich mit einem gewaltigen Sprung über eine Schlucht hechte, mich noch gerade so mit einem Arm am anderen Ende festklammere und nebenher gekonnt Kugeln und Explosionen ausweiche, schwillt mehr als nur mein Ego. Und dabei habe ich im Grunde nur "F" gedrückt.

Das Ding mit dem Flashback

Zwingend als CoD: Black Ops 2 erkennbar?

Nicht alle Missionen in der Kampagne von Call of Duty: Black Ops 2 spielen im Jahr 2025. Immer wieder schlüpft ihr im Rahmen der Story in die Rolle verschiedener Charaktere und spielt deren Vergangenheit nach, um mehr über die Hintergründe der Protagonisten und des Erzfieslings zu erfahren. So befreit ihr mal einen halbtoten Kumpel aus Vietnam oder widersteht Gehirnwäsche-Aggro beim Verhör eines Terroristen. Wer die Story des ersten Call of Duty: Black Ops nicht (mehr) im Kopf hat, versteht von der Handlung des Spiels wenig bis überhaupt nichts.

Hinzu kommt, dass Missionen abhängig von eurer Leistung und euren Entscheidungen unterschiedlich ausgehen und euer Spielende beeinflussen können. Das ist im Prinzip eine tolle Idee, in der Ausführung aber nicht immer ganz offensichtlich. So entkam mir in einem Level ganz am Schluss um Haaresbreite ein Obermotz und flüchtete in einem scheinbar gescripteten Event. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass man den Bösewicht auch einholen und umlegen kann. Tatsächlich fand ich dies erst heraus, als das Spiel vorbei war, ich das “perfect ending” aufgrund dieses Fehlers nicht bekam und wieder von vorne anfangen durfte. Zu meiner Zeit gab es da was, das nannte sich Savegames. Davon konnte man gleich mehrere anlegen, statt auf einen einzigen Spielstand angewiesen zu sein, der am Ende jeder Mission gnadenlos überschrieben wird. Es ist nicht alles besser im Jahre 2025.

Warum eigentlich Taktik?

Ja, wo laufen sie denn hin?

Zum bewährten Call of Duty-Spielprinzip gehört, dass sich in jeder noch so kleinen Hütte und in jedem Panzer mindestens ein Dutzend Terroristen verstecken, die man auf dem fest vorgegebenen Weg von A nach B umnieten muss. Natürlich mit Ausnahme der Level, in denen man direkt nach B durchrennt, weil es unendlich viele Gegner gibt. Das ist vielen Kritikern seit Jahren zu primitiv. Und was haben sie nun davon? Strike Force! In diesen speziellen Missionen kommandiert man mehrere Einheiten aus der Vogelperspektive wie in einem Echtzeitstrategiespiel und versucht, mehrere über die Karte verteilte Missionsziele einzunehmen oder zu verteidigen. Der Clou: Ihr könnt jederzeit in die Rolle jedes Soldaten und jeder Drohne auf dem Schlachtfeld schlüpfen und in First Person-Perspektive mitmischen. Klingt toll, ist in der Ausführung aber recht unglücklich.

Das liegt in erster Linie an der künstlichen “Intelligenz” der eigenen Einheiten. Die KI-Kameraden als “dumm wie Brot” zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung gegen Backwaren. Tatsächlich sind die computergesteuerten Soldaten derart lahmarschig, kreuzdämlich und unfähig, dass man dem Spieler auch gleich Imperiale Sturmtruppen zur Seite stellen könnte. Also, die doofen Sturmtruppen aus der Original-Trilogie, die gegen Ewoks verlieren. Nicht die Klon-Krieger, die sogar Jedis… äh… wo war ich? Hinzu kommt, dass Strike Force auf den höchsten Schwierigkeitsgraden so frustrierend unfair und schwer ist, dass sich bereits Abdrücke meiner Tastatur tief in meine Stirn graviert haben. Es hilft nicht, dass ihr nur eine begrenzte Anzahl Versuche bekommt, diesen Teil des Spiels zu absolvieren. Und wenn ihr scheitert, gibt’s kein Happy End.

Ich verstehe ja, was Treyarch da versucht hat. Ständig wird über wenig geistreiche Schlauch-Shooter gelästert, also bringt man in Call of Duty: Black Ops 2 eben mal ein Spielelement rein, bei dem man die grauen Zellen anstrengen muss (alle beide!). Und ich motze trotzdem nur rum! Ja, weil die Ausführung unnötig bescheuert ist. Wenn man schon zwanghaft ein neues, “anspruchsvolles” Feature in die bewährte Formel mischen will, warum macht man das dann nicht optional? Oder mit unendlich vielen Versuchen? Klar, wenn mir das Ende egal ist, kann ich diesen Teil des Spiels ignorieren. Aber wozu spiele ich die Kampagne überhaupt, wenn ich den Schluss nicht sehen will?

Spielt nicht immer mit Euch selbst

Ohne Untote geht heutzutage gar nichts mehr.

Der Multiplayer-Modus bietet neben den Spielmodi der Vorgänger auch einen Liga-Modus, der versucht, Spieler via Matchmaking mit ebenbürtigen Hobby-Soldaten zu paaren. Dedizierte Server sucht man allerdings vergebens. Wer also darauf gehofft hat, ein Zuhause für seinen Clan zu mieten und dort Flamer, Cheater und andere Gehirnspender zu verbannen, wird enttäuscht. Und ja, Wallhacks, Aimbots und jede Menge Unterstellungen und Paranoia sind so präsent wie in jedem anderen Spiel der Reihe auch. In aller Fairness sei aber gesagt, dass die meisten Spiele friedlich und ohne Mogelei verlaufen und dass Call of Duty: Black Ops 2 online mindestens genauso spaßig und suchtfördernd ist wie sein Vorgänger. Waffen aufpowern, Upgrades freischalten, Prestige-Level sammeln – wer belohnt wird, hat beim Spielen gleich doppelt Spaß.

Der Zombie-Modus ist auch wieder vorhanden und dieses Mal sogar eine Ecke rasanter als zuvor. So hetzt ihr auch mal einem Bus hinterher, statt euch nur dauernd zu verbarrikadieren, oder tretet mit Kumpels nicht nur gegen die Schunkelgrufties, sondern obendrein gegen ein Team feindlicher Spieler an.

Verpasst auch nicht die "Let's Play"-Videos zu Call of Duty: Black Ops II in unserer LPSG-Videoshow!

Fazit - Call of Duty: Black Ops 2 Spieletest

Haggy

Das dürfte wohl keinen überraschen: Fans der Reihe können bei Call of Duty: Black Ops 2 unbesorgt zugreifen. Wer solche Spiele schon immer gehasst hat, entdeckt auch mit Strike Forceunterschiedlichen Endings, Zombies und zum x-ten mal geänderten Multiplayer-Perks nicht plötzlich seine Liebe zu dieser Reihe. 

Die Story hatte ich beim ersten Durchspielen auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad nach rund sechs Stunden erledigt. Ein cooler, fantastisch in Szene gesetzter Action-Trip, wie man ihn von der Reihe kennt und erwartet. Allein Strike Force ging mir dank lausiger KI und teils abartigen Gegnermassen reichlich auf den Keks und hätte meinetwegen komplett fehlen dürfen. Dafür sind die unterschiedlichen Endings ein tolles Feature, auch wenn nicht immer offensichtlich ist, welche Entscheidung sich denn nun gut oder schlecht auf das Ende auswirkt.

Call of Duty: Black Ops 2 ist trotz der genannten Macken ein würdiger Vertreter der Serie. Ein gewisses Gefühl von Déjà-vu lässt sich aber auch von mir als Fan schon lange nicht mehr unterdrücken. Rambomäßig ganze Armeen gehirnamputierter Feinde in die Luft zu jagen und auf Knopfdruck atemberaubende Stunts durchzuführen war viele Jahre lang unterhaltsam, aber wenn mich das zehnte explodierende Auto im Vorbeiflug um Haaresbreite verfehlt und der zwanzigste totgeglaubte Held oder Schurke “überraschend” wieder auftaucht, will die Kinnlade einfach nicht mehr runterfallen. Das soll keinesfalls heißen, dass ich keinen Spaß hatte. Aber wenn man dieselbe Explosion tausendmal gesehen hat, ist sie irgendwann einfach nicht mehr so aufregend wie beim ersten Mal. Das funktioniert nur bei Brüsten.

Bewertung
„Call of Duty: Black Ops 2 ist trotz aller Macken ein würdiger Vertreter der Serie. Und gerade auf der Wii U sogar eine Macht!”

Vorteile Nachteile
Kurzweilige Einzelspieler Kamagne
Strike Force Missionen doch nicht so toll
Unterhaltsamer Multiplayer
Schlauchlevel wie eh und je
Multiple Enden
Die Grafik Fassade bröckelt
Bewertung
„Call of Duty: Black Ops 2 ist trotz aller Macken ein würdiger Vertreter der Serie. Und gerade auf der Wii U sogar eine Macht!”

Kommentare

Du musst dich einloggen, um Kommentare zu schreiben!
Zur Anmeldung
tomtom73
von tomtom73 | 21.11.2012, 16:18 Uhr
"Nicht perfekt, aber doch irgendwie befriedigend" - genau so sollte auch das Urteil ausfallen, nicht "gut"!
Denn mal Hand aufs Herz: welches andere Spiel bekommt ein "gut" wenn es heißt: Schauchlevel, gesriptete nicht beeinflussbare Ereignisse, graphisch von Vorgestern, KI so gut wie nicht vorhanden, Gegnergespawne ohne Ende...
Habe ich etwas vergessen?
Und da wundert sich der Eine oder Andere, dass ich der Marke nichts abgewinnen kann...

1 Antwort:

Metal_Bastinho
von Metal_Bastinho | 21.11.2012, 18:36 Uhr
Kann ich so nur unterschreiben.
Neue Marken/Spiele, die man auf den Markt bringen würde, die so "schlecht" sind, hätten keine Chance.

Call of Duty lebt nur noch vom Namen.
Wenn ich mich mal an CoD2 zurück erinnere... smile.gif
Dracun
von Dracun | 21.11.2012, 15:08 Uhr
Schön & witzig geschrieben. Die Vergleiche waren grandios und ich musste sehr oft grinsen. Danke Haggy

1 Antwort:

Matthias
von Matthias | 21.11.2012, 15:39 Uhr
Dem kann ich mich anschließen! Und das nicht nur, weil ich das eh sagen müsste... wink.gif
Bestätigung
Wirklich Eintrag löschen?

Begründung

Hot Games
GTA 5 Assassin's Creed 3 Diablo III GRID 2 Far Cry 3 Star Wars: The Old Republic Halo 4 Microsoft Xbox One Total War: Rome 2
Browsergames
Eine große Auswahl an spannenden Browser- und Flash-Spielen findest du außerdem auf Spiele.woxikon.de. Dort gibt es für jeden Geschmack das richtige Spiel. So kommt nie wieder Langeweile auf, denn die Browserspiele bieten den besten Zeitvertreib für zwischendurch.
Neue Trailer & Ingame-Videos
Neue Previews
Bestätigung