Lex Luthor im Mittelpunkt
Die Zukunft: Lex Luthor hat es geschafft mit Hilfe von Braniacs Exobytes die Superhelden der Erde endgültig zu besiegen. Die Justice League of America (kurz JLA) ist Geschichte und Superman tot. Luthor kann seinen so lange herbeigesehnten Triumph über Superman aber nicht lange genießen, denn kaum sind die Helden weg, startet Brainiac seine Invasion der Erde. Da Luthor dem nichts entgegen zu setzten hat, flüchtet er in die Vergangenheit. Er will mit Hilfe der Exobytes, welche den Helden und Schurken die Kräfte rauben und auf andere übertragen können, eine Armee von Superwesen um sich scharen, um wiederum die Invasion von Brainiac zu vereiteln.
Die erste Ausgabe von DC Universe Online Legends startet wie auch die Story im Spiel in der Zukunft. Sprich: Luthor tötet Superman und Brainiac startet seine Invasion. Im Verlauf der ersten beiden Hefte steht weiterhin Luthor und sein Arrangement mit Braniac im Fokus der Geschichte. Natürlich haben auch die beliebten DC-Helden (wie Superman, Batman, etc.) ihren Auftritt, der bleibt aber dezent. Die Story bringt einen Mix aus dem verzweifelten Kampf der letzen Überlebenden in der Zukunft und der Vorgeschichte aus der Gegenwart.
Antony J.L. Bedard und Marv Wolfman, die für die Handlung in der Comic-Serie verantwortlich sind, schaffen es die Geschichte des Spiels aufzugreifen und sinnvoll zu ergänzen. Der Aufbau und die Storyline bietet für Gamer, die sich mehr Hintergrundinformationen zum Spiel wünschen, eine gute Ergänzung. Aber auch reine Comic-Fans, die nicht am Spiel interessiert sind, können beruhigt zugreifen, da man nicht unbedingt die Vorlage dazu kennen muss.
Bewährtes von DC
Das Künstleraufgebot für DC Universe Online Legends kann sich wirklich sehen lassen: Mit dabei sind Norman Lee, John Livesay, Adriana da Silva Melo und Howard Porter, die allesamt seit einigen Jahren zum festen Bestandteil der Comicbranche gehören. Somit sind auch die Zeichnungen durchweg auf hohem Niveau und präsentieren uns klassische Superhelden-Kost. Die detailverliebten Hintergründe und markant gezeichneten Charaktere bestätigen mal wieder, dass DC einfach weiß, wie man gute Comics macht.
Besonders gut gefallen haben mir die Zeitsprünge, die sich durch die kompletten ersten beiden Ausgaben ziehen und immer zwischen der Zukunft und der Gegenwart wechseln. Dabei wurde darauf geachtet, das Ganze auch sinnvoll zu gestalten. So zeigt zum Beispiel ein Rückblick in die Gegenwart genau die passende Vorgeschichte zum Ereignis in der Zukunft.
Fazit
DC Universe Online Legends ist grundsolider Superhelden-Stoff - aber auch nicht mehr. Die Zeichnungen und der Handlungsverlauf zeigen kaum Mankos. Was mir persönlich ein wenig fehlt, ist das Spiel mit Perspektive, Paneln oder dem Stil. Aber man muss natürlich berücksichtigen, dass DC mit der Serie die breite Masse erreichen will. Für die Rezension lagen mir übrigens die ersten beiden US-Ausgaben vor. Nach aktuellem Stand sind insgesamt 25 Hefte geplant, jedoch ist eine Veröffentlichung in Deutschland leider nicht in Sicht.