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Das Schwarze Auge: Demonicon

Noumena Studios
Kalypso Media
Rollenspiel
Q3 2013
Zur offiziellen Seite
PC, Xbox 360, PS3

Bewertung
USK
  11.04.2012   2 Kommentare   2934 Klicks
Das Schwarze Auge: Demonicon 10,0 1

Das Schwarze Auge: Demonicon Preview

Mit frischem Konzept in die Schattenlande

Noumena haben Großes vor! Das Studio, entstanden aus den Ruinen der TGC (The Games Company) wollen mit Demonicon das DSA-Universum ein weiteres Mal wiederbeleben. Das neue Projekt hat indes nur noch wenig mit dem eigentlichen Spielkonzept zu tun, das offen sein sollte, über einen Mehrspielermodus verfügte und dem Spieler die Wahl aus mehreren Klassen überließ. Auf dem Papier. Denn entstanden ist damals nichts außer der tollkühnen Utopie eines Rollenspielkolosses. Und was Noumena Studios betrieben, ist gesund und überraschend zugleich: Reduktion.

Mit Cairon durch die Schattenlande - Demonicon befindet sich auf einem guten Weg.

Alles auf Anfang

Der Kannibale: Ob er am Kreuz hängen muss oder nicht, liegt in eurer Hand.

Statt nun eine Party durch die Schattenlande der DSA-.Welt zu scheuchen, steuert ihr nur noch einen einzelnen Kämpfer namens Cairon. Dieser wird vom recht unbescholtenen, armen Bürger zur Schachfigur im Spiel der dunklen Mächte – storytechnisch wurde uns sonst kaum mehr präsentiert. Doch schon die von Noumena Studios präsentierte Vorabversion demonstrierte ein Szenario, in dem die dunklen Seiten der Schattenlande richtig gut zur Geltung kamen. Dreh- und Angelpunkt des Szenarios ist die Stadt Warunk, in der ihr euch nach Herzenslust austoben dürft. Erkundungstouren durch die heruntergekommenen Viertel sind ebenso drin wie ein Besuch in der örtlichen Kirche, Auftragsarbeiten für die hiesige Bevölkerung oder ein bunter Strauß mannigfaltiger Nebenquests. Trotz der recht freien Spielgestaltung solltet ihr kein Skyrim erwarten. Um die Story stringenter erzählen zu können, entschieden sich die Designer für ein recht lineares Levelkonzept, wobei ihr Warunk sehr häufig besucht.

Menschenfresser – böse Menschen?

Dreh- und Angelpunkt eures Abenteuers ist die Stadt Warunk.

Während es also in vorgegebener Weise durch die Level geht, hat Cairon während seines Abenteuers freie Hand, diverse Entscheidungen zu treffen. In der gezeigten Demoversion bedeutet dies beim Aufeinandertreffen mit einem Kannibalen, ihn zu verschonen und mit sanften Worten wieder auf den Pfad der Tugend zu führen oder mit dem Schwert abzuschlachten. Je nachdem, wir ihr handelt, verändert sich eure Umwelt. Der Kannibale – um bei diesem Beispiel zu bleiben – hat andere Menschen gefangen genommen. Und nur er kann sie freilassen. Verschont ihr den Menschenfresser, öffnet er das Verlies und ihr habt Warunk einen wahren Dienst erwiesen. Zunächst. Denn einige Dorfbewohner sind nicht glücklich mit der Gnade, die ihr ihm zuteil kommen ließet. Metzelt ihr den Antagonisten hingegen brutalst nieder, findet die versammelte Stadtpopulation das voll knorke, minus der Bürger, deren Angehörige nun dem Tod entgegen hungern. Die verweigern dann auch folgerichtig jegliche Hilfestellungen für spätere Aufgaben. Man kann es also keinem recht machen und so seid ihr angehalten, immer wieder zu überlegen, welche Konsequenzen eure Aktionen haben können. Warunk ist dabei ein Spiegelbild eures Handelns, Bestehens und Scheiterns während der langen Reise durch die gut 20 bis 30 Stunden dauernde Story. Ob es den Bewohnern nach und nach besser geht oder die in innerhalb ihrer schäbigen Stadtmauern vor sich hinrotten, habt ihr zu einem großen Teil selbst in der Hand. Wie im echten Leben auch streiten mehrere Fraktionen um die Vorherrschaft in der Stadt – und vor den Toren stehen bereits Dämonen, Untote und Nekromanten, die das Chaos gerne nutzen würden, um die Ortschaft selbst einzunehmen und die alte Herrschaft der Nekromanten wiederzuerrichten

Die Entscheidungsvielfalt á la Deus Ex oder Outland hat eine Begrenzung: Es gibt lediglich zwei verschiedene Enden, welche die Story abrunden sollen. Mittendrin scheinen sich aber eine Menge anderer Spielverläufe zu ergeben, was dem Wiederspielwert entgegen kommen dürfte.

Spielerisch solide?

Gegen eine erdrückende Gegnermacht behält Cairon meist die Oberhand.
Es wird auch Magie geben - so wie es sich für ein zünftiges RPG gehört.

Fairerweise sei angemerkt, dass die spielbare Version tatsächlich über einige Logikbugs und eine noch maue Kollisionsabfrage verfügte – trotz dieser Mängel machte das aktive, an klassischem Hack'n Slay orientierte Kampfsystem in der Tradition eines The Witcher Laune. Magie, Kombos und Finisher gehen locker-flockig von der Hand, die Schnellwahl des Inventars über das Steuerkreuz des Controllers kennt man so auch aus anderen Titeln. DSA-Fans fragen sich hier sicherlich, ob das komplexe Regelwerk der Pen & Paper-Vorlage übernommen wurde. Nein. Noumena Studios bewiesen den Mut, nur die nötigsten Komponenten zu übernehmen und Demonicon so vor allem Neueinsteigern und Serienunkundigen schmackhaft zu machen. Geblieben sind immerhin die Eigenschaften Stärke, Mut, Intelligenz und Charisma, die ihr zum Freischalten neuer Fähigkeiten upgraden könnt und danach leichter Schlösser knackt, öfter kritische Treffer austeilt oder mit der Redegewandheit NPCs von euren Absichten überzeugt.

In Bewegung sehen die Szenarien um ein Vielfaches besser aus.

Technisch gesehen überzeugt Demonicon schon jetzt. Die Grafikroutine, die gleiche, welche schon in Gothic 4 Verwendung fand, zaubert eine organische, glaubhafte Welt auf den Bildschirm. Während die Charaktermodelle hier und da noch etwa grob waren (was behoben werden soll) gefiel uns insbesondere Warunk. Die schäbige Vorstadt wirkt wie mittelalterliches Slum. Bauruinen, Dreck, Unrat, eine wild zusammengewürfelte Straßenstruktur und die vielen Anschläge zeugen von dem Leben, das in der finalen Version einmal eure Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll. Neben Warunk waren auch die Höhlensysteme, durch die wir uns schlugen, recht eindrucksvoll. Dort gefielen uns insbesondere die voluminösen Nebel, die zwischen den Felsformationen wabern, Lichtkegel, welche durch die brüchige Decke scheinen und die flackernden Fackeln, die mit ihrem warmen Licht gespenstische Schatten an die Wände werfen. Wie die deutsche Sprachausgabe ausfallen wird, wissen wir nicht. Die englischen Stimmenakteure machten ihren Job aber fabelhaft und sollte unsere Fassung ein ähnliches Niveau erreichen, dürfte sich Demonicon in eine Reihe stellen mit Blizzard-Großwerken wie etwa Starcraft 2.

Ausblick

Demonicon macht Spaß. Die gute Stunde, die wir spielend mit dem Titel verbrachten, zeigen, dass Noumena Studios aus der einstigen Totgeburt ein vitales Kind gezogen hat. Von viel Ballast befreit und mit einem klaren Konzept sowie einer guten technischen Umsetzung scheinen alle Zutaten vorhanden zu sein, die es benötigt, um nach dem recht erfolgreichen Drakensang-Teilen den nächsten Hit im DSA-Universum zu landen.

Kommentare

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root
von root | 12.04.2012, 11:46 Uhr
Nicht zu unrecht.
Ich war ja auch bei der Vorstellung des Spiels. Alles was ich gesehen habe passte recht gut in das DSA Universum, also kein Diablo in DSA-Gewannt. Spielerisch geht es aber dennoch in Richtung Action mit Rollenspielanteil. Die Story scheint sehr düster zu sein (also kein Ponyhof), wie der Gegend in der man ist. Ich persönlich würde mir zwar gern ein paar Begleiter wünschen, aber man kann nicht alles haben. Talente und Kampfsonderfertigkeiten scheinen dem 4.1 System zu entsprechen wurden soweit ich sehen konnte etwas an ein Actionspiel angepaßt.
Vom Design gibt es schon mal nichts zu meckern Warunk wurde scheinbar nach offiziellen Karten nachgebaut und Häuser wurden liebevoll gestaltet (keine Retorte).
Ich hoffe auf ein schönes DAS-Spiel und bin voller Erwartungen.
Alles was ich hier geschrieben habe entspricht natürlich nur den aktuellen Stand, mal schauen wie es in einen Jahr aussieht.
OhG
von OhG | 11.04.2012, 23:47 Uhr
So lange vor der Veröffentlichung schon eine so positive Vorschau klingt doch sehr vielversprechend. thumbup.gif
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Wirklich Eintrag löschen?

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