Wird Dead Space 3 trotz höheren Action-Anteils und Coop die Erwartungen der Fans erfüllen können?
Sieht es gut aus? Wie ist die Soundkulisse? Wann erscheint es denn?
Die insgesamt 30 Minuten, die ich mit dem neuen Dead Space verbringen durfte, waren in zwei Teile gesplittet. Der eine umfasste 15 Minuten der Singleplayer-Kampagne - also das, was die Serie seit ihrer Premiere im Jahre 2008 ausgemacht hat. Der zweite Teil hingegen bestand aus dem neuen Waffenbaukasten, mit dem ich meine ganz eigenen Necromorph-Töter basteln durfte. Bevor ich genauer ins Detail gehe, hakte ich erst einmal die grundlegenden Fragen zu Technik & Co. ab: Sieht Dead Space 3 gut aus (spielbar war nur die Xbox-Fassung)? Ja, noch einen Tick besser als der Vorgänger, und das bereits in diesem frühen Entwicklungsstadium. Hört es sich genauso verstörend an wie die bisherigen Ableger? Ohja - bereitet euch auf eine furchterregende Soundkulisse vor, in 5.1 ist Gänsehaut garantiert. Wann soll es erscheinen? Am 7. Februar 2013 wird der dritte Teil der Reihe in den Regalen stehen. Auch in Deutschland? Dazu ist noch nichts bekannt. Nachdem wir das nun geklärt haben, wird es Zeit, euch zu erklären, warum mir Dead Space 3 auf der gamescom gut gefallen hat, ich aber dennoch skeptisch bin, ob es die Erwartungen der Fans erfüllen kann. Los geht's!
Im Weltraum hört dich niemand schreien ... aber stimmt das auch?
Isaac Clarke ist wieder da. Und der Horror? Was ist mit dem?
Die 15 Minuten der Kampagne beinhalteten unter anderem die Sequenz, die man auf EAs gamescom-Pressekonferenz gesehen hat. Isaac muss schnell aus einer Raumstation fliehen, die kurz vor der völligen Zerstörung steht. Dementsprechend viel explosive Action gab es auch zu sehen und zu spielen. Zu Beginn war alles sehr gescriptet, erst nach ein paar Minuten und dem Verlassen der Raumstation beginnt das eigentliche Gameplay. Zwischendurch musste ich Isaac noch durch eine Art "Tunnel" helfen, in dem ihm massenhaft Trümmer und anderes Gefahrengut entgegen kamen. Das sah alles schick aus und erzeugte durch die tolle Inszenierung in Verbindung mit der brachialen Soundkulisse eine dichte Atmosphäre, war aber weder gruselig noch spielerisch in irgendeiner Art und Weise anspruchsvoll. Interessanter war dann schon der Part, als ich mit Isaac durch ein 200 Jahre altes Raumschiff stampfte.
Dort war es nicht nur schauerlich ruhig und ziemlich dunkel, erneut sorgte der starke Raumklang für ein beklemmendes Gefühl. Richtige Schocker erwarteten mich leider trotzdem nicht. Denn nach einiger Erkundung und einem kleinen Rätsel, bei dem ich mithilfe der Telekinese Türen öffnen musste, fuhr Dead Space plötzlich die Action-Schiene auf. Es folgten viele kleine, abscheuliche Necromorphs, die man nach allen Regeln der Kunst verkrüppeln und zerschlagen musste - ganz nach alter Dead-Space-Tradition, aber mit begrenzter Munition und hohem Schwierigkeitsgrad. Mit diesem hohen Action-Anteil vergingen die letzten fünf Minuten und danach wechselte ich an die andere Demo-Station. Meine Eindrücke waren gut, aber begeistert war ich ob des vielen Geballers leider nicht.
Mit der ganz persönlichen Waffe macht das gleich doppelt Spaß!
Die zweite Hälfte der Hands-On-Session war ganz dem Weapon Crafting gewidmet, das erstmals auch Teil eines Dead Space wird - und es passt hervorragend zum Spielkonzept! An speziellen Stationen im Spiel wird es Bänke geben, an denen man nicht nur bereits erhaltene Waffen modifizieren, sondern ganz neue Knarren basteln kann. Dabei darf man aus einer großen Vielfalt an Möglichkeiten wählen und sich seine ganz persönliche Waffe zusammen setzen. Soll sie ein- oder zweihändig bedienbar sein? Wie wäre es mit explosiven Kugeln? Eine Kettensäge als Sekundärwaffe? Feuer, Elektroschock, Plasma-Munition? Sechs Slots können mit unterschiedlichen Bauteilen bestückt werden, bis man das Modell gefunden hat, das ganz dem persönlichen Geschmack entspricht. Natürlich lassen sich die erschaffenen Waffen auch speichern, sodass man jederzeit auf sie zurückgreifen kann. Aber ist die Waffe denn nun die richtige? Daran hat Visceral ebenfalls gedacht und dafür gesorgt, dass per Knopfdruck ein paar Monster spawnen, an denen man seinen selbstgebauten Töter ausprobieren kann. Das Weapon Crafting scheint eine mehr als nur gelungene Erweiterung der Dead-Space-Formel zu sein und lädt zum Experimentieren ein.