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Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden

Snowblind Studios
Warner Bros Interactive
Rollenspiel
09.11.2011
Zur offiziellen Seite
PC, Xbox 360, PS3
Gespielt von: alle ansehen
aRAVENc Gandalf1107
Bewertung
USK
  09.11.2011   7 Kommentare   2332 Klicks
Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden 0,0 0

Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden Spieletest

Gutes Multiplayer-Abenteuer

Alle "Der Herr der Ringe"-Geschichten wurden bereits erzählt? Ach was: „Das unverändert populäre Fantasy-Universum von J.R.R. Tolkin können wir noch weiter ausschlachten“. Das dachten sich vermutlich die Rechteinhaber der Lizenz, die grünes Licht für Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden gaben. Aber dank eines robusten Spielkonzepts handelt es sich bei diesem Schnetzler keinesfalls um einen Totalausfall. Irgendwie überraschend, oder?

Im Norden ist die Hölle los

Die Handlung wirkt sehr aufgesetzt, quasi wie ein AddOn zu einem Hauptwerk, das von einem anderen Schöpfer stammt. Denn drei neue Helden müssen nun dafür sorgen, dass Frodo samt Ring und Gefolge heil zu seinem Ziel kommt und Sauron in die ewigen Jagdgründe schickt. Der Hobbit weiß nichts von dem Zwerg Farin, der Elbin Andriel und dem Waldläufer Eradon, die uns die Entwickler gleich zu Beginn vorstellen. Das Trio trifft sich im Gasthof zum Tänzelnden Pony, um dort von Aragorn den Auftrag anzunehmen, sozusagen als Vorhut zu agieren. Sie sollen die Dunklen Reiter und ihren mysteriösen Anführer ablenken und somit den Weg frei für Frodo machen. Eine beschwerliche Reise in den Norden Mittelerdes beginnt, schließlich macht sich dort das Böse breit.

Das künstliche Aufblähen des ursprünglichen Plots ist zwar nicht sonderlich aufregend, aber für Fans akzeptabel. Immerhin erhalten sie so neue Abenteuer in ihrem Lieblingsuniversum. Außerdem erzeugen die Entwickler von den Snowblind Studios ein stimmungsvolles Ambiente. Ein paar bekannte Schauplätze, darunter besagte Spielunke, erzeugen einen Wiedererkennungseffekt, dazu gibt es eine Vielzahl neuer Orte innerhalb der ausschweifenden Kapitel. Zudem erhielten die drei Protagonisten ein Profil, in der Fantasywelt agieren sie glaubwürdig und passend. Unterstreichen können das auch die sehr guten und professionellen Synchronsprecher sowie die zahllosen Gespräche mit NPCs.

Hacken und Schlachten

Machen wir uns nichts vor: Hinter der episch anmutenden Fassade im besten Herr der Ringe-Stil verbirgt sich nichts weiter als ein Hack’n’Slay alter Schule. Ihr pilgert durch die linear gestrickten, aber immerhin recht weitläufigen Orte und bezwingt gewaltige Mengen an Orks und anderem Viehzeug. Oftmals sind die Herausforderungen in Wellen unterteilt, was bedeutet: Ihr haut so lange drauf, bis eine von den Entwicklern vorgegebene Menge an Feinden tot ist. Das ist schon etwas einfältig und wenig spannend, speziell wenn ihr euch alleine durch die Gebiete schlagt. Gänzlich anders sieht es aus, schnappt ihr euch Freunde. Auf der PlayStation 3 können maximal zwei Leute an einer Konsole via Splitscreen loslegen, online steht der Koop-Modus für maximal drei Teilnehmer zur Verfügung. Im Team mit menschlichen Mitstreitern entfaltet Der Krieg im Norden sein wahres Potential. Ihr sprecht euch ab, nehmt taktisch riesige Endbosse auseinander und schnetzelt euch durch die Feindscharen. Solisten müssen sich zwar nicht über eine strohdumme KI der computergesteuerten Freude ärgern, trotz Unterstützung zweier Helden kommt hier einfach nicht das gleiche Spielgefühl aus. Ja, der Titel ist sichtlich auf ein kooperatives Erlebnis ausgelegt und bereitet in diesem Bereich am meisten Spaß.

Den Adler Belaram könnt ihr zur Verstärkung rufen

Das liegt gewiss an den individuellen Talenten der drei Krieger. Eradon ist auf Fernkämpfe mit dem Bogen spezialisiert, Andriel mag magische Schlagstöcke und Farin zerkloppt am liebsten mit einer Axt die Köpfe von Saurons Lakaien. Alternativ kann der Zwerg auch die Armbrust verwenden und der Waldläufer das Schwert schwingen. Es stimmt die Balance, was nicht wundert. Denn mit den drei Klassen gehen die Macher wahrlich keine neuartigen Experimente ein. Sei’s drum: Für strategisches Kämpfen ist das Trio prima geeignet, außerdem erlernen sie fortlaufend neue Fähigkeiten. Durch das Morden sammelt ihr Punkte, steigt im Level und erwerbt im übersichtlichen Talentbaum-Menü neue Eigenschaften, die ihr aktiv oder passiv verwendet. Genauso verstärkt ihr euren Charakter dank Genre-typischen Attributen und Waffen oder Rüstungen, die ihr in der Spielewelt findet. Besonders ausgeklügelte Neuerungen bietet der Titel nicht, außer vielleicht eine: Spielt ihr alleine, könnt ihr zwischen den Missionen euren Charakter wechseln. Und Freude sind in der Lage, jederzeit in die Action einzusteigen oder aufzuhören.

Etwas Abwechslung

An Der Krieg im Norden missfällt mir das regelmäßige Recyceln der Gegner. Sogar manche Endbosse wiederholen sich. Den Entwicklern fehlte es sichtlich an Kreativität. Auch hätte ich mir mehr Vielfalt bei den Missionen gewünscht. Diverse Nebenaufträge sind ganz neckisch, auch die Hauptkampagne verfügt über einige sehr hübsche Ansätze. Beispielsweise begleitet euch ein gewaltiger Adler, der auf Knopfdruck angeflogen kommt, um sich ein paar Gegner als Futter zu schnappen. Spielt ihr alleine, dürft ihr euren Kollegen simple Anweisungen geben. Beide Elemente hätte Snowblind ruhig ausbauen können. Was dagegen stimmt, das sind die großen und fast epischen Momente. Hier erlebt ihr feine Situationen, die länger als fünf Minuten im Gedächtnis bleiben. Sogar ein paar Koop-basierte Rätsel fanden den Weg in Der Krieg im Norden. Tja, wäre da nicht die Redundanz. Hier verschenken die Programmierer ganz klar den Aufstieg in die Genre-Oberklasse.

Technisch wiederum ist Der Krieg im Norden ein schönes Spiel. Die Gebiete inszenierten die Designer liebevoll, dank der Magie-Fähigkeiten der Helden und Gegner blitzt und donnert es hübsch auf dem Bildschirm. Weniger erfreulich ist das unattraktive Hauptmenü inklusive wenig intuitiver Navigation. Glücklicherweise gilt das nicht für die eigentliche Action. Die steuert sich mit dem PS3-Pad eingängig und problemlos. Höchstens die Kamera macht euch gelegentlich einen Strich durch die Rechnung. Auch hätten die Animationen sämtlicher Figuren feiner ausfallen können. Erbsenzählerei, ich weiß.

Fazit - Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden Spieletest

agony

Im Großen und Ganzen ist Der Herr der Ringe: Der Krieg in Norden ein stimmiges Hack’n’Slay in dem wunderbaren Tolkin-Universum. Alleine empfindet ihr die Odyssee der drei neuen Helden auf Dauer als abwechslungsarm und plump. Ihr metzelt eben pausenlos herum. Das Spiel erstrahlt in einem viel attraktiveren Glanz, sobald ihr euch Freunde sucht - zum Beispiel über das PlayStation Network. Dann erhaltet ihr ein prächtiges, launiges Spiel mit brutalen Auseinandersetzungen und sinnvollen sowie nicht überfrachteten Rollenspiel-Elementen. Umso bedauerlicher ist es, dass ihr nicht im Dreierteam an einer Konsole loslegen dürft und zu zweit auch nur einen Splitscreen erhaltet. Das konnten ein Baldurs Gate: Dark Alliance oder ein Champions of Norrath besser. Vielleicht hätte sich Snowblind mehr an ihren früheren Werken orientieren sollen? Schlussendlich ist Der Krieg im Norden ein auf Mehrspieler-Kämpfe ausgelegter HdR-Spaß für Erwachsene. Spricht euch das Thema an und habt ihr genug vom Alleinsein - schlagt zu! Einzelspieler sollten einen Wertungspunkt abziehen.

Bewertung
„Schlussendlich ist Der Krieg im Norden ein auf Mehrspieler-Kämpfe ausgelegter HdR-Spaß für Erwachsene. Spricht euch das Thema an und habt ihr genug vom Alleinsein - schlagt zu!”

Flauwy

Das Spiel aus Sicht des Multiplayers

Der Multiplayer von Krieg im Norden spielt sich wie manch aktuelles Online-Rollenspiel und erfordert schon auf normaler Schwierigkeit eine gute Absprache mit den Teamkollegen. Während ihr den Zwerg auf den stärksten Gegner schickt, können der Zauberer und der Waldläufer, geschützt und gebufft durch die Zauberkuppel des magiebegabten Helden, von hinten auf die Gegner brezeln. Kommen die Feinde zu nah, wechselt der Waldläufer zu seinen Nahkampfwaffen und schnetzelt was das Zeug hält. Der Zauberer weicht geschickt aus und donnert den Ork-Horden mächtige Flächenzauber um die Ohren. Geht ein Verbündeter zu Boden, wird es richtig taktisch: Dann muss einer der beiden anderen Spieler die Gegner auf sich lenken, damit der dritte freie Bahn zur Wiederbelegung hat. Dies erfordert gute Koordination und geschicktes Ausweichen, sonst folgt der Neustart des Szenarios schneller als einem lieb ist.

Auch die Fähigkeiten können wunderbar aufeinander abgestimmt werden. Die Talentbäume stehen einem World of Wacraft in kaum etwas nach. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die gesamte Gruppe zu verbessern. Wer sich vertut und Punkte falsch investiert, darf sich später für einen Haufen Geld umentscheiden. Das bietet sich besonders an, wenn der normale Schwierigkeitsgrad beendet wurde und der schwere Modus freigeschaltet ist - dann habt ihr auch genug finanzielle Mittel. Der Wiederspielwert ist zu mehreren recht hoch. Immerhin kann man so seine Helden weiter ausbauen. Ich für meinen Teil freue mich bereits auf Runde zwei.

Auch die Präsentation des Spiels ist ordentlich. Wie Sven schon schrieb: Als Tolkien-Fan fühlt ihr euch sofort zu Hause. Ihr werdet geschickt in das Schicksal des Ringträgers eingewoben, ohne dabei die Original-Story zu verändern. Und dennoch ist es nicht ohne Belang: Ohne euch hätte Frodos Abenteuer möglicherweise anders ausgehen können. Und spätestens bei der Begegnung mit dem Drachen wird ein episches Gefühl von Größe vermittelt, denn dieser ist sensationell in Szene gesetzt.

Als Schmankerl bietet das Spiel zwei Multiplayer-Szenarios, die ihr jederzeit mit euren Helden betreten könnt. Dort werden euch Welle um Welle Gegner auf den Hals geschickt, die permanent besser werden. Selbst nach mehreren Versuchen auf hohem Level konnten wir diese noch nicht meistern. Verliert ihr, wird das Spiel zum letzten gespeicherten Punkt zurück gesetzt und ihr dürft es mit all euren Heil- und Manatränken erneut versuchen. Das macht Laune und fordert heraus! Alles in allem ist Der Herr der Ringe: Krieg im Norden ein tolles Erlebnis für mindestens zwei Spieler. Ich würde dem Spiel daher eher einen Wertungspunkt nach oben geben, sofern ihr mindestens einen Koop-Partner habt.

Bewertung
„Schlussendlich ist Der Krieg im Norden ein auf Mehrspieler-Kämpfe ausgelegter HdR-Spaß für Erwachsene. Spricht euch das Thema an und habt ihr genug vom Alleinsein - schlagt zu!”

Vorteile Nachteile
Eingängiges Hack’n’Slay
Kein Koop für drei Spieler an einer Konsole (nur in Kombination aus Splitscreen und Online)
Neue Geschichte im HdR-Universum
Handlung wirkt aufgesetzt
Umfangreiche Kampfmoves und Magie-Fähigkeiten
Sich wiederholende Missionen und Kämpfe
Vielfältige Schauplätze
Alleine ziemlich eintönig und relativ schwer
Perfekt für drei Spieler online ausgelegt
Bewertung
„Schlussendlich ist Der Krieg im Norden ein auf Mehrspieler-Kämpfe ausgelegter HdR-Spaß für Erwachsene. Spricht euch das Thema an und habt ihr genug vom Alleinsein - schlagt zu!”

Kommentare

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elektro
von elektro | 10.11.2011, 17:09 Uhr
Ist der Splitscreen denn notwendig? Dungeon Siege III kommt ja auch ohne aus und resetted im Extremfall einfach einen Spieler zum anderen. Find ich ne super Lösung. Anyway, KiN wird angespielt.


Edith sagt: aah, ok es sieht mir nach einem reinrassigen 3rd-Person-Schnetzler aus. Tja dann geht wohl nur Split.
19meiky84
von 19meiky84 | 09.11.2011, 18:22 Uhr
Ich spiele es gerade und finde es hat ne 8 auf jeden verdient (8,5) da es sehr gut gemacht ist und es Höllenspaß macht. Das muss mal mit einbezogen werden wink.gif

5 Antworten: Alle zeigen

agony
von agony | 09.11.2011, 18:49 Uhr
Naja, aber habt ihr mal Baldurs Gate: Dark Alliance gespielt? Das hat sowohl alleine als auch im Multiplayer gerockt - und das ohne Splitscreen. Sogar Champions war da eine kleine Ecke besser. Darum auch die 7, eben weil es die Entwickler selbst schon einmal besser gemacht haben. smile.gif

Ansonsten kann und sollte man, finde ich, die Wertung als Kompromiss sehen: 6 für Solisten, 8 für Multiplayer. Macht also ne 7. Passt doch, oder? smile.gif
Flauwy
von Flauwy | 09.11.2011, 19:06 Uhr
Hehe, stimmt irgendwie. Allerdings finde ich den Splitscreen voll ok. Ist sonst immer doof, wenn man zu weit von einander entfernt ist. Ich kenne leider auch beide von dir genannten Titel nicht, deshalb fehlt mir der Vergleich.
agony
von agony | 09.11.2011, 19:32 Uhr
Also ich mag Splitscreen nicht ganz so sehr. Vielleicht brauch ich nen größeren Fernseher? smile.gif Weiß nicht genau, ob Dark Alliance auf der X360 läuft (ist ja ein Xbox-Spiel), aber das kann man heutzutage noch empfehlen. Auf der PS2 gibts das auch...oder Gamecube... smile.gif
Flauwy
von Flauwy | 10.11.2011, 12:44 Uhr
Also auf einem 46" ist das kein Problem tongue.gif
Bestätigung
Wirklich Eintrag löschen?

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