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Doom 3 BFG Edition

ID Software
Bethesda Softworks
Action
19.10.2012
k.A.
PC, Xbox 360, PS3
Gespielt von: alle ansehen
William_Poll betito73 Fireal aRAVENc agony
Bewertung
USK
  14.11.2012   3 Kommentare   2596 Klicks
Doom 3 BFG Edition 9,5 2

Doom 3 BFG Edition Spieletest

Test: Eine schöne Geburtstagsfeier?

Lang, lang ist es her: Als im Dezember 1993 der unbekannte Entwickler id Software einen Titel namens Doom auf den Markt schmiss, erahnten wohl die wenigsten, dass daraus eine Ego-Shooter-Reihe entstehen sollte. Und schon gar nicht, welche Erfolgsgeschichte daraus resultieren würde. Jetzt, wo satte zwanzig Jahre ins Land gezogen sind und der letzte kommerzielle Erfolg in Form von Doom 3 im Jahre 2004 erzielt wurde, bringt Bethesda zum Jubiläum ein Best Of in die Ladenregale.

Jubiläum-Rundum-Sorglos-Paket?

Der nette Dämon wollte doch nur mal "Hallo" sagen

Bedient wird beinahe (bis auf ein, zwei irrelevante Doom-Abarten) die gesamte Palette. Zum Spielstart haben wir daher die Qual der Wahl: Wir müssen uns zwischen dem ersten, zweiten und dritten Teil entscheiden. Klar, im Grunde ist es unnötig zu erwähnen, dass die ersten beiden Teile technische und spielerische Antiquitäten sind. Aber sie haben Charme und werden Nostalgiker erfreuen. Genauso wird aber womöglich das Interesse von jungen Daddlern geweckt, die sehen wollen, wo das Millionengeschäft der Videospiele ihren späten Anfang fand. Nebenbei bemerkt: Bei einer Installation der BFG Edition auf die Festplatte der Xbox 360 lassen sich Doom und Doom 2 nicht starten. Der Spieler muss sich über die im Laufwerk rotierende Scheibe umleiten lassen. Ein nerviger und eigentlich vermeidbarer Bug.

Viel interessanter hingegen sind die Neuerungen, die Spielepublisher Bethesda dem Spieler im dritten Hauptteil bietet. Vorneweg: Viel ist das leider nicht. Schmeißen wir Doom 3 an, fällt vor allem auf, dass die Taschenlampe jetzt parallel zum Waffengebrauch benutzt werden kann. In der Originalfassung hatten wir noch die erzwungene Wahl: Taschenlampe oder Schießprügel. Tim Willits, seines Zeichens Creative Director, bezeichnete in einem Interview die damalige Spieldesign-Entscheidung als "Fehler", den sie jetzt ausbügeln wollten.

Aber: So verliert das Spiel ein wenig am Gruselschocker-Effekt. Vorbei die Tage, an denen wir verwirrt in dunklen Gängen entlang getappselt sind, bis nichtsahnend ein böser Dämon unseren Spaziergang brutal unterbrach. Sonst bleibt aber alles beim Alten: Immer noch tauchen diabolische Wesen aus dem Jenseits direkt hinter Türen auf. Und immer noch zucken wir anfangs zusammen. Zumindest solange, bis wir uns an diesen Schocker gewöhnt haben. Alles beim Alten eben. Auf die Gruselbremse tritt obendrein, dass wir an jeder Ecke Waffen, Munition und Medipacks finden. Erleichtert wird hierdurch zumindest die Zugänglichkeit des Titels.

An zu kleinen Schräubchen gedreht

Old School, die erste: Doom 1

Vergleicht man die Neuauflage mit der Ur-Fassung, ist durchaus ein Unterschied erkennbar. Ein Stückchen aufgebohrt wirkt die BFG Edition durchaus. Obendrein bietet die Doom 3: BFG Edition 3D-Kompatibilität, die zwar ein ganz netter Bonus, aber nicht wirklich essenziell ist. Ärgerlich hingegen ist die Selbstzensur, die sich id Software unterzog: Wie sich betagtere Fans wohl erinnern werden, gab es in Doom 2 versteckte Levels, die dem 1994 indizierten Wolfenstein 3D nachempfunden wurden. Hier wurden alle verfassungsfeindlichen Symbole radikal weggeschnitten und selbst die Nazis durch handelsübliche Dämonen ersetzt. Das gilt aber nicht nur für Deutschland, die Zensur hat man sich selbst international auf den Plan geschrieben. Hinzu kommt, dass die Blutmenge der niedergeschossenen Kontrahenten reduziert und Bluttexturen entfernt wurden und niedergestreckte Feinde noch schneller zu Staub werden und keinen Schmutz in Form von Blut hinterlassen. Erklärt wird das mit Performancegründen. Komische Erklärung für einen Titel, der seinerzeit seine Konsolen-Premiere auf einer Xbox 1 feierte.

Das gleiche gilt auch für die zwei beiliegenden Erweiterungen Doom 3: Auferstehung des Bösen (engl. Originaltitel: Resurrection Of Evil) und Doom 3: The Lost Mission. Womit wir schon beim nächsten Thema wären: Die genannten Addons dürften wohl die größten Argumente sein, um einen Kauf für eingefleischte Doom-Veteranen zu rechtfertigen. Aus Angst vor einer drohenden Indizierung seitens der BpjM verzichtete der Publisher (damals noch Activision) seinerzeit auf eine Veröffentlichung in deutschen Landen.

Zugaben

Old School, die zweite: Doom 2

Die Auferstehung des Bösen umfasst immerhin zwölf neue Levels und acht frisch-fiese Kreaturen. The Lost Mission hingegen ist eine völlig neue, bislang unveröffentlichte Erweiterung, die mit acht neuen Levels aufwarten kann. Wir schlüpfen in die Rolle eines Marines und müssen ein abhanden gekommenes Bravo-Team aufspüren. Neue spielerische Erkenntnisse vermisst man schmerzlich Es scheint eher so, dass der Entwickler noch ein paar auf der Festplatte verstaubende Levels recyceln wollte. Außerdem: Mehrspieler-Begegnungen, sei es Offline oder Online, gehören zwar immer noch zum Lieferumfang. Die sind aber dank langweiliger Maps und Spielmodi, die ihr Haltbarkeitsdatum längst überschritten haben, genauso Retro wie der Rest der Compilation.

Einen netten Ansatz bietet uns Bethesda mit der in der Jubiläumsausgabe völlig neuen deutschsprachigen Tonspur. Das Problem: Die Synchronsprecher bewegen sich teilweise auf einem unterirdischen Niveau und agieren viel zu unmotiviert und monoton. Ein noch viel größeres Problem: Wir haben nur diese eine Wahl. Ein flottes Wegswitchen auf die englische Tonausgabe wird uns nicht geboten. Was wir in Sachen sonstiger Vertonung hingegen auf die Ohren bekommen, ist weiterhin gut und stimmig. Die Umgebungsgeräusche sind passend und die Zombies und Dämonen klingen so, wie man es sich vorstellen würde. Dazu dürfen wir sogar in 5.1-Sorround-Sound lauschen.

Fazit - Doom 3 BFG Edition Spieletest

Fireal

Wenn ein Publisher eine Neuauflage oder eine Ausgabe zum Jubiläum auf den Markt wirft, erwartet man keinen rundum revolutionär aufgearbeiteten Titel. Das Alter, vorzugsweise sei hier Doom 3 genannt, ist in Sachen Spieldesign und Spielmechanik den Titeln natürlich deutlich anzumerken. Das ist aber nicht so schlimm, es soll sogar bei einem versofteten Ehrentag so sein. Kleine Kinderkrankheiten, wie das altbackende Speichersystem, hätte man aber durchaus aus der Welt schaffen können.

Dass man sich einer Selbstzensur unterzieht und die Titel teilweise dadurch weniger authentisch erscheinen lässt, ja, sogar verschlimmbessert, bringt hingegen Minuspunkte. Erfreulich ist die neue, deutsche Tonspur. Ärgerlich ist die unmotiviert und dadurch unprofessionell wirkende Umsetzung dieser. Hinzu kommen Design-Entscheidungen wie der Taschenlampen-Fall oder die üppige Versorgung innerhalb des Spielverlaufs, die zumindest strittig, aber immerhin nachvollziehbar sind. Optisch zeigt sich Doom 3 auch nach acht Jahren auf erhöhtem Niveau. Dass man daraus eine HD-Variante schraubte, steigert diesen Eindruck natürlich.

Was bleibt zum Ende noch zu sagen? Die große Jubiläumsfeier auf DVD ist es dann doch nicht geworden. Für Fans der Serie gibt es eher wenige Argumente, die einen Kauf begünstigen würden. Da wären die Erweiterungen. Und das Gefühl, die Sammlung vollständig zu haben. Wenn man das denn als Argument zählen möchte. Dann wird die Luft aber leider schon dünn. Wer hingegen noch rein gar nichts mit diesem Horror-Shooter zu tun hatte, dem sei diese Zusammenfassung aus Spielehistorischer Sicht aber ans Herz gelegt.

Bewertung
„Viel zu wenig Neues und Selbstzensur – die BFG Edition feiert ein leicht unehrenhaftes Jubiläum, die aber mit Umfang punkten kann.”

Vorteile Nachteile
Nahezu vollständige Compilation
Zweifelhafte Selbstzensur
Zwei bislang unveröffentlichte Addons enthalten
Wenig Neues
Grafisch leicht aufgebohrt
Nach Installation lassen sich Doom 1 und Doom 2 nicht starten
3D-Kompatibilität
Kleinere Kinderkrankheiten nicht ausgemerzt
Neue deutsche Tonspur...
...deren Sprecher teilweise unprofessionell agieren
Leichtere Zugänglichkeit als im Original...
...die Doom 3 ein Stück Horror-Feeling nehmen
5.1-Sorround-Sound
Bewertung
„Viel zu wenig Neues und Selbstzensur – die BFG Edition feiert ein leicht unehrenhaftes Jubiläum, die aber mit Umfang punkten kann.”

Kommentare

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Azuris
von Azuris | 24.11.2012, 18:55 Uhr
Die Änderungen lassen erschliessen dass ich mit meiner Urfassung wirklich zufrieden bin smile.gif

Wie läuft das Speichersystem auf der X Box?
Auf dem PC hat man vom schnellen Klick auf F5 und dem Speichern über das Menü den vollen Luxus wie man es sonst oft misst heut zu Tage.

2 Antworten:

Fireal
von Fireal | 07.12.2012, 17:23 Uhr
Hallo Azuris,

in die Doom 3: BFG Edition wurde ein Checkpoint-Speichersystem integriert. Direktes, freies Speichern ist m.E. nicht möglich.

Beste Grüße & Schönes Wochenende
Daniel
Azuris
von Azuris | 07.12.2012, 19:11 Uhr
Ist aber nicht sehr nett von ihnen die Leute damit zu ärgern wenn es denn auch anderst ging wink.gif
Ebenfalls ein schönes Wochenende
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