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Dungeons

Realmforge Studios
Kalypso Media
Strategie
27.01.2011
k.A.
PC

Bewertung
USK

Dungeons Vorschau

Finger hoch, wer Dungeons mag

Inzwischen dürfte jeder Fan der beiden Dungeon-Keeper-Teile (Baujahr 1997 und 1999) mitbekommen haben, dass der deutsche Entwickler Realmforge mit Dungeons an einem ähnlich gelagerten Game werkelt, in dem wir endlich einmal wieder als dunkler Lord dem Heldengesocks in unterirdischen Verließen das Leben schwer machen dürfen. Fraglich ist dabei allerdings, ob es Realmforge tatsächlich gelingen kann, die großen Erwartungen der Fans zu erfüllen und an die Qualität der Bullfrog-Klassiker anzuknüpfen.

  13.01.2011   0 Kommentare   2460 Klicks
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Dungeons

Inzwischen dürfte jeder Fan der beiden Dungeon-Keeper-Teile (Baujahr 1997 und 1999) mitbekommen haben, dass der deutsche Entwickler Realmforge mit Dungeons an einem ähnlich gelagerten Game werkelt, in dem wir endlich einmal wieder als dunkler Lord dem Heldengesocks in unterirdischen Verließen das Leben schwer machen dürfen. Fraglich ist dabei allerdings, ob es Realmforge tatsächlich gelingen kann, die großen Erwartungen der Fans zu erfüllen und an die Qualität der Bullfrog-Klassiker anzuknüpfen. Wir haben uns anhand einer bereits sehr ausführlich spielbaren Preview-Version von Dungeons einen neuen Eindruck des Games verschafft, welches bereits Ende diesen Monats erscheinen soll.

Verräterische Geliebte

Dungeons

Los geht das Abenteuer mit einem Verrat: Calypso, die feurige Geliebte unseres Dungeon Lords, hintergeht ihn, weswegen ihm nur die Flucht bleibt. Die Aufgabe in diesem Strategiegame ist also schnell definiert: Rache an der untreuen Freundin und Wiedererlangung der alten Macht! Das ist aber leichter gesagt als getan, denn wir beginnen ganz unten auf der Fieslings-Skala und müssen erst jede Menge Prestige zurückgewinnen, um erneut in der Kerkermeister-Oberliga mitspielen zu dürfen.

Kommet, ihr Helden!

Dungeons

Dazu bedarf es vor allem zweier Ressourcen: Gold und Seelenenergie. Beides bekommen wir von Helden, die wir allerdings erst einmal anlocken müssen. Daher verteilen wir zunächst glänzende Goldhaufen in unseren Gängen, die als Köder für das gierige Pack dienen. Gold allein macht aber auch den raffgierigsten Schatzsucher nicht dauerhaft glücklich, weswegen wir unsere Dungeons mit weiteren „Attraktionen“ ausschmücken: Bibliotheken voller geheimnisvoller Dokumente, Waffenkammern mit blinkenden Rüstungen oder Gruppen von (mehr oder weniger) leicht besiegbaren Monstern treiben den Frohsinn der heroischen Eindringlinge vollends in ungeahnte Höhen. Dies ist gut für uns, denn je aufgeregter und glücklicher so ein Held, desto mehr Seelenenergie sammelt er an. Und genau die wollen wir ja von ihm haben!

Der Kampf um das Prestige

Dungeons

Ist der Schatzsucher also reif, machen wir uns mit unserem Dungeon Lord auf den Weg zu ihm und quetschen mit Waffengewalt oder Zaubersprüchen Seelenenergie sowie Gold aus ihm heraus. Nun erhalten wir neue Mittel zum weiteren Ausbau unseres düsteren Heims, wodurch wir mächtigere (und für uns lukrativere) Helden anlocken und außerdem Prestige-Punkte zugesprochen bekommen. Doch, Vorsicht: Man sollte damit nicht zu lange warten und dem Helden auch nicht zu mächtige Waffen und Rüstungen vorsetzen. Denn obwohl wir die Fähigkeiten unseres Kerkermeisters wie in einem RPG ausbauen können, kommt es trotzdem vor, dass sich ein oder mehrere Helden plötzlich als würdige Gegner erweisen und sie zum Angriff auf das Dungeon-Herz übergehen. Und wird dieses zerstört, heißt es für uns „Game Over“.

Allerlei Baustellen

Dungeons

Dungeons umfasst insgesamt 18 Missionen, die beispielsweise durch das Sammeln einer bestimmten Menge von Prestige-Punkten erfüllt werden. In der Preview-Version wechselten sich während dieser Aufgaben häufig langatmige mit hektischen Phasen ab. Zuerst wartete ich eine gefühlte Ewigkeit auf Besucher meines Verlieses und plötzlich musste ich mich von einem Moment auf den anderen gleichzeitig mit wehrhaften Gegnern und dem teilweise recht ausufernden Mikromanagement auseinandersetzen. Laut Realmforge ist in der von mir gespielten Vorab-Version das Balancing auch noch nicht final, was sich sowohl beim Spieldesign als auch an der unterschiedlichen Stärke der Gegner spürbar feststellen ließ.

Optisch war ich von den insgesamt acht spielbaren Missionen nicht allzu sehr angetan, da weder die veraltet wirkende Optik noch die teilweise recht abgehackten Animationen überzeugen konnten. Die altbekannte WASD-Steuerung des Dungeon Lords funktionierte trotzdem recht gut, allerdings habe ich mich mit dem verwirrenden Interface immer wieder schwer getan, was auch an dem (noch?) wenig hilfreichen Tutorial lag.

Ausblick: Es gibt noch einiges zu tun

Dungeons

Grundsätzlich gefällt mir der etwas andersartige Ansatz gegenüber Dungeon Keeper recht gut. Anstatt nur Monsterhorden zu erschaffen und diese auf die eh auftauchenden Helden zu hetzen, muss ich hier zuerst meine Opfer anlocken, was mich an Freizeitpark-Simulationen wie Theme Park oder Rollercoaster Tycoon erinnerte. Die Action kommt dabei nicht zu kurz, schließlich übernimmt man die Steuerung des Dungeon Lords und zieht mit ihm in zahlreiche Kämpfe.

Allerdings gibt es bis zum Release am 27. Januar noch einiges zu tun. Der Einstieg sollte vereinfacht, das Interface überarbeitet, das Balancing verbessert und die Optik aufgewertet werden. Es bleibt außerdem abzuwarten, wie viel Abwechslung uns sämtliche 18 Missionen zu bieten haben. Es gibt also noch viel Arbeit für Realmforge, wobei ich aber nicht unerwähnt lassen sollte, dass diese Preview-Version Mitte Dezember veröffentlicht wurde und die Entwickler seitdem bereits einige zusätzliche Zeit in das Spieldesign und das Feintuning stecken konnten. Ich hoffe sehr, dass sie diese Zeit nutzen konnten und sie Ende des Monats ein wirklich ausgereiftes Abenteuer für alle Möchtegern-Dungeon Lords auf den Markt bringen. Das Potential dafür ist auf alle Fälle erkennbar.

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Kommentare

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crow2077
von crow2077 | 03.02.2011, 10:39 Uhr

So ein schlechtes Game habe ich schon lange nicht mehr gesehn ...

Habe die Demo gespielt und muss sagen  wenn ich ein spiel das so aussieht wie DK3 ( und das tut es )

Programiere dann muss ich sagen haben die ihren Job falsch gemacht .....


Grafik schlecht sieht aus wie aus den 90er

Gameplay müll

Habe mal wieder mein DK2 rausgekramt ( bekommt man umsonst im Inet  LEGAL ).

läuft leider nur bedingt  auf Vista  ... schade das war der hammer das Game .

Flauwy
von Flauwy | 16.01.2011, 14:53 Uhr

@Gugo: Haha, das kenne ich. Ich will auch immer die bösen spielen, wähle dann aber trotzdem den "guten" Weg, weil sich mein Gewissen meldet. :D

neox700
von neox700 | 14.01.2011, 15:55 Uhr

<3 Dungeon Keeper, hätte das Spiel auch gekauft, wenn es 1:1 wie Dungeon Keeper wäre. Würde Dungeon Keeper 2 heute noch spielen, wenn es bei mir unter Win7 64 Bit laufen würde :D

Da es aber nicht wirklich ein Dungeon Keeper Nachfolger ist, sondern ein eigenes Spiel, von dem man zugeben muss, dass sich die Entwickler stark von DK inspirieren haben lassen bin ich gespannt, wie es sich spielt.


@Chakan: Also das Spiel ist ja bei Amazon mit 40€ gelistet, kostet also nicht die Welt.

Gugo
von Gugo | 13.01.2011, 21:25 Uhr

Ich hab noch nie von dem Spiel oder von Dungeons Keeper (oder wie hiess es?) gehört, muss aber sagen, dass mir der Ansatz sehr gut gefällt. Klingt irgendwie ein bisschen nach Overlord (wovon ich beide Teile mochte) plus Strategiespiele à la Rollercoster Tycoon, welche ich auch mag. D.h. das könnte was werden; werds auf jeden Fall im Auge behalten, schon allein weil ich auch mal wieder der Böse sein will *hehehe*

Wenn mir das Spiel die möglichkeit gibt, gut zu sein, tu ich das auch, ich bin einfach eine zu gute Seele ^^. Aber wenn man im Spiel nur böse sein kann... Schöne Abwechslung ^^

Chakan
von Chakan | 13.01.2011, 21:10 Uhr

Wenn das Spiel nicht die Welt kostet und im Schnit 70er Bewertungen kassiert isses definitiv gekauft, einfach weil ich mal wieder im Dungeon rumbuddeln will.


Was die Hoffnung angeht das EA mal was schnallt, die würd ich begraben. Die haben soviele gute Lizensen im Leichenkeller die seit Ewigkeiten vergammeln, da wird wohl doch vorher der Duke auftauchen.

Railrunner
von Railrunner | 13.01.2011, 20:56 Uhr

Naja, was nicht ist kann ja noch werden^^
Und ein potenzieller Erfolg könnte einen Gewissen "Göttlichen" Spieleentwickler ja auch wieder zum Kerkerbau animieren, Wer weiß :D

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