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Fable 3

Lionhead Studios
Microsoft
Rollenspiel
20.05.2011
k.A.
PC, Xbox 360
Gespielt von: alle ansehen
Claymore aRAVENc djfreakmen Quad c_sade GenX_2134 Lampyria
Bewertung
USK

Fable 3 Vorschau

GC 2010

Der Mann mit den Versprechungen ist zurück: Peter Molyneux möchte mit "Fable 3" endlich alles richtig machen.

  31.08.2010   0 Kommentare   2783 Klicks
 
 
GC 2010: Fable 3 0,0 0
GC 2010: Fable 3

Im letzten Jahr angekündigt, verwundert es nicht, dass uns auf der diesjährigen gamescom Peter Molyneux Rede und Antwort stand, um über den aktuellen Entwicklungsstand von “Fable III“ zu informieren. Noch in diesem Jahr sollen die Spieler in die Gedankenwelt des legendären Spieledesigners eintauchen können und ein weiteres Abenteuer erleben. Neben aller technischen Brillanz und grafischer Pracht hatte der zweite “Fable“-Teil doch ein paar kleinere Schwachpunkte... selbst Molyneux geizte nicht mit kritischen Tönen zu seinem eigenen Werk: „Niemand erinnert sich an die Handlung von Fable II“, gibt er beispielsweise zu bedenken. Das soll in Teil drei nun anders werden, denn die Story wird mehr in den Vordergrund gerückt. Und wie wir den Chef des Lionhead Studios kennen, versucht er sicherlich auch wieder dem kompletten Genre einen Erneuerungsschub zu verpassen.

Im Königreich Albion hat sich seit der letzten Episoden eine Menge getan: Der alte König segnete das Zeitliche, was Logan, den Bruder unserer Spielfigur, auf den Thron beförderte. Anders als sein Vorgänger hält er nicht viel von einer weisen, vorausschauenden Regentschaft, in der die Untertanen zufrieden und ihrem Oberhaupt loyal ergeben sind. Vielmehr hat er eine Schreckensherrschaft errichtet, in der die Einwohner Albions unter der Ungerechtigkeit des wankelmütigen Tyrannen zu leiden haben. Sogar die einstmals so erbauliche Postkartenidylle trägt Logan nach und nach ab - die Natur muss immer mehr Fabrikschloten und Industriearealen weichen. Genau hier greift unser Held ein, um den alten Zustand wiederherzustellen.

Kleider machen Leute

GC 2010: Fable 3

Klar: Einen König zu entthronen, das ist kein einfacher Spaziergang. Wer die anderen “Fable“-Teile kennt, der wird sicher noch die ausgiebigen Sessions in Erinnerung haben, bis der Held endlich sein Ziel erreichte. Die komplette Serie bestand noch nie aus „Mal eben vorübergehend ein Ründchen zocken“. Die Spieler mussten bei der Sache bleiben, den Faden nicht verlieren und in der Welt von Albion aufgehen. Die Möglichkeiten sind dementsprechend vielseitig – ein Camp soll eingenommen werden, indem ihr zu List und Tücke greift. Eine Verkleidung muss her, damit die Schergen keine Probleme beim Einlass machen. Also schnell einen Button auf dem Joypad geklickt und schon befindet man sich in den Privatgemächern des Helden. Hier stehen diverse Verkleidungen zur Verfügung - Waffen und Zaubersprüche können ebenso angelegt werden.

Molyneux betont, dass es sehr häufig nötig sei, auf die eigene Kleidung zu achten. Deshalb wäre es wichtig, einen Großteil des unheimlich geräumigen Schranks zu durchforsten und anzuwenden, was gleichzeitig auf eine üppige Spielzeit und ausladendes Gameplay hinweist. Dass der Aufwand noch mehr Bereiche umfasst, ist klar, wenn man sich einfach mal die Liste der Synchronsprecher durchliest: John Cleese übernimmt genauso eine Sprechrolle wie Stephen „Blackadder“ Fry. Schon allein diese beiden Akteure dürften mit Leichtigkeit einen würdevollen britisch-aristokratischen Slang von sich geben. Man braucht in diesem Fall kein Nerd zu sein, um lieber die original Synchronfassung spielen zu wollen. Ebenso in der Interaktion mit anderen Spielfiguren und den nicht-spielbaren Randcharakteren sollte man auf die Detailfreude des Spieles achten: Jede Geste oder Äußerung könnte zu anderen Effekten im weiteren Handlungsverlauf führen.

Trau, schau wem

GC 2010: Fable 3

Die Entscheidungsfreiheit zeigt sich nicht nur an den Konsequenzen seiner Taten, sondern auch am Styling. Je nachdem, wie man sich durch die feindlichen Heerscharen kämpft, verändert sich das Waffenset. Fiese Wadenbeißer werden entsprechend andere Designs mit sich herumschleppen als strahlende Helden, die einer direkten Konfrontation nicht aus dem Weg gehen. Das Kampfsystem soll dabei auf den alten Stärken aufgebaut sein. Spieler des zweiten Teils werden also kaum Probleme haben, wenn sie auf die ersten Gegner der Fortsetzung treffen. Natürlich gesellen sich auch neue Eigenheiten und Moves hinzu. Die Anpassung des Equipments an die Spielweise hat dabei in erster Linie einen kosmetischen Touch, während andere Entscheidungen die Weichen zu späteren Abschnitten stellen.

Wenn wir den Thron endlich bestiegen haben, leben wir deshalb auch nicht glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende, sondern bekommen neue Aufgaben. Haben wir nicht Allianzen geschmiedet, um Mitstreiter für unsere Sache zu gewinnen? Hatten wir nicht Versprechen wie Kamelle beim Karneval heraus gepaukt, um uns die Gefolgschaft unserer Mitstreiter zu sichern? Es steht jedem frei, die seinerzeit abgegebenen Versprechen einzulösen, zu seiner Schuld zu stehen und Gerechtigkeit walten zu lassen. Logischerweise kann auch die große Amnesie von der Spielfigur Besitz ergreifen und die vollmundigen Ankündigungen einfach vom Tisch fegen. Warum sollte die Politik im Videospiel anders ablaufen als in der Wirklichkeit? Allerdings wollte man ja König anstelle des Königs werden, um nun einmal alles besser zu machen und die Bürger von dem Joch Logans zu befreien.

Ein Wermutstropfen bleibt aber nach der Präsentation: Versuchten die Lionhead Studios noch im letzten Jahr, die Kinect-Steuerung als Unterstützung ins Spiel zu integrieren, so erscheint “Fable 3“ vorerst ohne Gesten- und Sprachsteuerung. Peter Molyneux stellte allenfalls eine Nachlieferung per Patch in Aussicht. Ob diese wirklich kommt, ließ er offen.

Ausblick

GC 2010: Fable 3

Endlich können die Fans sich wieder mit Reaver, Theresa oder Garth zusammenschließen, um ein weiteres Abenteuer in Albion zu erleben. Vielleicht kommen auch Nicht-Fans durch die Umsetzung auf ihre Kosten – in der Präsentation beispielsweise erlaubte sich der Titel im Rahmen der Präsentation keine einzige technische Schwäche. Großartige Optik, opulentes Gameplay, Charaktere mit Tiefgang und massig Entscheidungsmöglichkeiten transportieren eine Story, die im Idealfall in den Spielerköpfen hängen bleibt. Schade nur, dass die Kinect-Features vorerst fallen gelassen wurden. Diese reicht Lionhead hoffentlich noch nach.

Besonders reizvoll wird die Frage sein, was man mit der Macht anfängt, wenn ihr sie endlich erreicht habt. Wird man ein gütiger Herrscher sein, der für Verbesserungen in Albion sorgt, und dem die Untertanen gerne zu Diensten sind? Oder macht man am Ende alles nur noch schlimmer, so dass sich die Bürger doch lieber wieder den alten Tyrannen herbei sehnen? All diese Fragen können sich Rollenspielfans ab dem 26. Oktober selbst beantworten.

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Kommentare

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qwasyx
von qwasyx | 02.09.2010, 21:38 Uhr

also ich bin mir sicher schon mehrere male (unter anderem hier auf DN) gelesen zu haben dass es für den pc kommt.

Elendstourist
von Elendstourist | 02.09.2010, 14:08 Uhr

Ich fand Fable 1 ebenfalls großartig und würde gerne einen der Nachfolger spielen... Da ich aber stolzer Nicht-Besitzer einer Xbox bin wird daraus wohl nichts oder gibts irgendwelche Andeutungen Richtung PC-Version?

qwasyx
von qwasyx | 01.09.2010, 16:21 Uhr

wirds denn jetz auch fürn pc kommen ?

TheMessenger
von TheMessenger | 01.09.2010, 11:41 Uhr

@1:
Ich bin auch nach wie vor ein Anhänger von Molyneux, auch wenn ich sagen muss, dass er sich selber das Leben oftmals schwer macht. Er selber sorgt für die vollmundigsten Ankündigungen und muss dann später oftmals klein beigeben, da er nicht alles umsetzen konnte. Das war schon bei "Black & White" so, und es war leider auch bei "Fable" der Fall.
Schade daran ist, dass dann die eigentlich guten und innovativen Ideen, die in "Fable" und in "Fable 2" zu finden waren, durch dieses "Kleinbeigeben" ins Hintertreffen geraten und alle Welt nur noch auf Molyneux schimpft, obwohl er eigentlich wieder ein richtig gutes Spiel produziert hat.

Na ja, wie dem auch sei - ich habe "Fable" und "Fable 2" sehr gerne gespielt und hoffe auf ein ähnlich gutes, wenn nicht sogar besseres "Fable 3"!

Mecki100
von Mecki100 | 31.08.2010, 20:45 Uhr

*26. Oktober in Kalender rot anstreich*

 

ich freu mich schon drauf :) fand die 1 und die 2 relativ gut (wobei die 1 besser war)

killmoves
von killmoves | 31.08.2010, 18:45 Uhr

Teil eins fand ich super, Teil 2 nicht mehr so dolle. Ich mach mir irgendwie Sorgen dass das "märchenhafte", was Fable ausgemacht hat, wegen dieser Industrialisierung verloren geht.

Am meisten hätte ich mir gewünscht dass man endlich eine richtige, zusammenhängende Welt erschafft. Die ewigen Ladezeiten und die Trennung der Gebiete waren wahrscheinlich das was mich am meisten bei Fable 1 und 2 gestört hat.

Ich glaube immernoch an die Geniaität Molyneux´. Viele sagen er ist ein Schwätzer, aber es sind solche Menschen mit Visionen, die die Spielewelt voranbringen. Das einzige Problem ist dass Herr Molyneux nciht genug Budget hat um seine großen Visionen in dem Maß zu verwirklichen wie er es sich vorstellt, da sich seine Spiele bei der Masse der Mainstream-Gamer eher schlecht verkaufen.

Schade eigentlich. In ein Call of Duty: Black Ops werden viele Millionen gesteckt, dabei unterscheidet es sich kaum von den Vorgängern, und die Spieleindustrie wird dadurch erst recht nicht verändert. Aber wenn man sich so was wie "Milo" anguckt (was ja von vielen als Tamagotchi abgestempelt wurde) hat man echt das Gefühl dass in der Spieleindustrie das Geld in die falschen Spiele gepumpt wird. Milo ist wahrscheinlich als Spiel echt nicht so super, höchstens als Tech-Demo zu gebrauchen, aber man muss das Konzept auch weiterdenken: Was wäre, wenn jedes Rollenspiel der Zukunft mit dieser KI-Technik ausgestattet sein würde? Keine vorgegebenen Antworten mehr, einfach selbst ins Mikro sprechen und fragen worauf man grad Bock hat. Das Problem ist nur das Milo mit seiner KI wahrscheinlich scheitern wird. Weil das Budget für so ein Projekt nicht groß genug sein kann und weil es bei den Casual-Gamern, auf die Kinect ja abzielt, wohl nicht so gut ankommen wird. Schade, aber was soll man machen.

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