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Full Spectrum Warrior

Pandemic Studios
THQ
Strategie
01.10.2004
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PC, Xbox, PS2
Gespielt von: alle ansehen
Claymore aRAVENc Haggy
Bewertung
USK
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  09.10.2004   0 Kommentare   6108 Klicks
Full Spectrum Warrior 0,0 0

Full Spectrum Warrior Spieletest

Zekistan ist nicht unbedingt ein Ort der Ruhe

 
 

Der Konflikt
Full Spectrum Warrior
Die britischen und amerikanischen Offensiven in Afghanistan und im Irak hatten zur Folge, dass zahlreiche Ex-Talibankämpfer und irakische Loyalisten nach Zekistan flüchteten, einer kleinen Nation zwischen Afghanistan, Pakistan und China. Sie folgten damit der Einladung des zekistanischen Diktators Al Afad, der den Flüchtlingen Asyl gewährte und sie bei dem Wiederaufbau ihrer Ausbildungscamps unterstützte. In der darauf folgenden Zeit wurden immer wieder Terroranschläge in Europa und Südostasien auf britische und amerikanische Gebäude sowie zivile Einrichtungen wie Hotel- und Restaurantketten verübt. Die Bemühungen seitens der UN, den Konflikt mit Al Afad diplomatisch zu lösen, schlug fehl und auch entsprechende Warnungen wurden von der Regierung Zekistans ignoriert. Die Folge: Die NATO stimmte einer Militäroffensive gegen Zekistan vor, an der sich insgesamt 7 NATO-Mitgliedsstaaten beteiligten. Zuerst wurden Tausende Luftangriffe geflogen, um Ziele wie Luftabwehrstellungen, Panzer und feindliche Lager in Zekistan auszuschalten. Anschließend begann die Bodenoffensive. Full Spectrum Warrior – Strategie oder Shooter?
Full Spectrum Warrior
Dieses Szenario, in dem sich Full Spetrum Warrior abspielt, kann sicherlich nicht als rein fiktiv abgestempelt werden. Zugegeben, der Diktator Al Afad ist genauso frei erfunden wie sein Land Zekistan, dennoch wäre ein solcher oder so ähnlicher Verlauf durchaus denkbar gewesen. Full Spectrum Warrior knüpft damit nahtlos an aktuelle Geschehnisse an. Das Spielgeschehen beginnt mit den Bodenoffensiven, denen die Luftangriffe vorausgingen. Der Spieler übernimmt dabei das Kommando von zwei (in seltenen Fällen auch drei) sogenannten Squads. Ein Squad ist eine Gruppe von 4 Soldaten die sich aus einem Gruppenführer, einem AMG-Schützen, einem Grenadier und einem Gewehrschützen zusammen setzt. Um die Missionen erfolgreich abzuschließen, müssen beide Teams zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass der Spieler beide Teams koordinieren muss. Dabei drängt sich einem zu Beginn immer wieder die Frage auf: Ist Full Spectrum Warrior nun ein Third-Person-Shooter oder ein Echtzeit-Strategie-Spiel? Aber je länger man spielt, desto eher wird einem bewusst, dass Full Spectrum Warrior ein klares Echtzeit-Strategie-Spiel ist, wenn es auch die Kameraführung eines Shooters besitzt. Aber der Spieler nimmt keinen direkten Einfluss auf seine Schützlinge. Bewegungen, das Schießen auf Feinde, nachladen der Waffen etc. geschieht automatisch. Die Aufgabe des Spielers dagegen ist es, den Squads mitzuteilen, wohin sie laufen, welchen Zielbereich sie überwachen und welche weiteren Aufgaben sie übernehmen sollen. Sperrfeuer – Darf´s ein bisschen mehr sein?
Full Spectrum Warrior
Alle Freunde von Shootern in denen man gewinnt, in dem man vom Anfang bis zum Ende den Abzug der Waffe gedrückt hält, werden vor unerwartete Herausforderungen gestellt. Wer blindlings losrennt und sich wie Rambo fühlt, übersteht nicht einmal die erste Mission. Grips ist gefragt, wenn man die Squads durch die Straßen und Innenhöfe der Stadt führt, hinter deren Ecken überall Gegner lauern können. Zudem bricht ein Soldat sofort zusammen, wird er getroffen und verwundet. Dann heißt es handeln: Ein langsam abnehmendes Totenkopfsymbol zeigt an, wann der Soldat stirbt. Bis dahin muss er von seinen Kameraden notdürftig versorgt und zum nächsten Versorgungspunkt, den sogenannten Vevaks, gebracht werden, wo ein Arzt ihn wieder auf die Beine bringt. Aber auch bei so einer Rettungsmission ist Vorsicht angesagt: Im Normalfall hat das Squad keine Deckung, wenn es den verwundeten Soldaten versorgt. Das zweite Squad sollte also Feuerschutz geben. Zudem muss der verwundete Kamerad getragen werden, womit ein weiterer Soldat aus dem Squad nicht mehr am Gefecht teilnehmen kann, da er den Verwundeten tragen muss. Und was die ganze Angelegenheit noch spannender macht: Stirbt ein Soldat, ist die Mission verloren. Um das zu verhindern, stehen dem Spieler verschiedene taktische Möglichkeiten offen. Nicht nur, dass die Squads sich gegenseitig decken. Der Spieler kann seinem Team den Befehl geben, einen bestimmten Bereich mit Zielfeuer abzusichern. Er legt dazu einen Zielbereich fest. Die Soldaten werden nur dann feuern, wenn sie einen Feind sehen. Das gleiche geht aber auch mit Sperrfeuer. Dabei schießen die Soldaten in das festgelegte Zielgebiet, egal ob dort ein Gegner ist, oder nicht. Das hat den Vorteil, dass im Zielgebiet in Deckung liegende Feinde kaum zum Gegenzug kommen und unter Umständen sogar gebunden oder festgenagelt werden können. Im hitzigen Gefecht kann so das zweite Squad die Stellung wechseln, während das erste mit Sperrfeuer Deckung gibt. Ein Squad kann aber auch alleine geschützt vorrücken. Dann wird nicht möglichst schnell losgerannt, sondern 2 Mann sichern ab, die anderen beiden wechseln die Stellung. Sind sie dort angekommen, sichern sie das Zielgebiet ab, und die anderen beiden Soldaten rücken nach. Hilft alles nichts und kommt ihr Squad nicht voran, gibt es noch 4 verschiedene Granatentypen, deren Flugbahn der Spieler bestimmen kann. Grafik und Sound
Full Spectrum Warrior
Optisch erinnert Full Spectrum Warrior im ersten Moment dank der wüstenähnlichen Umgebung und den Häuserkämpfen stark an Black Hawk Down. Aufgrund der gravierenden spielerischen Unterschiede haben die beiden Titel jedoch wenig gemein. Auch kommt Full Spectrum Warrior mit einer verbesserten Grafik daher. Die Texturen sind sehr detailliert, vor allem die Spielerfiguren sind sehr gut gelungen. Auch die Bewegungen sehen realistisch und flüssig aus. Leider hätte die Kolissionsabfrage besser gestaltet werden können. Immer wieder kommt es vor, dass Soldaten durch einen Kameraden hindurch laufen. Allerdings stört das durch die ansonsten anspruchsvolle Optik wenig. Full Spectrum Warrior ist also grafisch auf dem neuesten Stand. Dazu kommt der hervorragende Sound. Die Musik ist stets passend und stört das Spielgeschehen nicht. Die Stimmen der Soldaten, die Kommandos erteilen, sind sehr gut und realistisch. Fest steht: Wer Wert auf realistische Sprachausgabe legt, sollte die englischen Kommandos in Kauf nehmen. In diesem Fall kann auf die deutschen Untertitel zurück gegriffen werden. Die Steuerung
Full Spectrum Warrior
Der Knackpunkt, an dem sich vielleicht die Geister scheiden werden, ist die Steuerung. Für den einen intuitiv und leicht, ist sie für den anderen umständlich und verwirrend. Gesteuert wird mit der Maus, über die man die Kameraperspektive bestimmen kann. Hinzu kommen die Maustasten, die, je nachdem wie lange man sie drückt, verschiedene Funktionen haben. Legt man beispielsweise ein Zielgebiet fest, bewirkt ein kurzer Klick mit der linken Maustaste, dass nur dann geschossen wird, wenn ein Gegner gesichtet wird. Wird die Maustaste gedrückt gehalten, legt das Squad ein Sperrfeuer auf das Gebiet. Ähnlich ist es mit Bewegungen. Ein Klick auf die rechte Maustaste lässt den Bewegen-Cursor erscheinen, ein folgender Links-Klick auf den Boden lässt das Squad loslaufen. Hält man die linke Maustaste jedoch gedrückt, rückt das Squad in Gruppen vor. Neben der Taste kommt die Tastatur auch zum Zuge. Mit den Tasten W, A, S und D wechselt man zwischen den Mitgliedern Ihres Squads, was sich im ersten Moment nur durch die Kameraperspektive bemerkbar macht. Hält man jedoch die entsprechende Taste gedrückt, erscheint der aus anderen Strategie-Spielen bekannte „Nebel des Krieges“. Überall dort, wo der ausgewählte Soldat nicht einsehen kann, wird die Umgebung verschwommen dargestellt. Auf diesem Wege kann einem einzelnen Soldaten auch ein Zielgebiet unabhängig vom restlichen Squad zugeteilt werden. So kann das Squad 4 verschiedene Richtungen überwachen. Fest steht, dass die Steuerung ein wenig Zeit zur Eingewöhnung benötigt. Um den Vorgang zu beschleunigen, stehen dem Spieler diverse Tutorials zur Verfügung. Fazit
Full Spectrum Warrior
Trotz einiger kleinerer Schwächen wie z.B. der fehlerhaften Kollisionsabfrage und der vielleicht ungewohnten Steuerung hat Full Spectrum Warrior durchaus das Zeug zum absoluten Hit. Die anspruchsvolle Optik und der realistische Sound tun ihr übriges dazu. Die Hintergrundgeschichte und die Tatsache, dass die Soldaten der Squads keine gesichtslosen Gestalten, sondern Charaktere mit ihren eigenen Problemen und Vorzügen sind, die sich dem Spieler mehr und mehr darstellen, bewirken einen mitreißenden und packenden Spielgenuss. Da das Spiel nicht nur grafisch sehr detailliert ist und vom Spieler einiges abverlangt, ist langer Spielspaß garantiert, auch wenn die Einzelspielerkampagne hätte länger sein dürfen. Aber auch ein Multiplayer-Modus ist vorhanden. Hier können 2 Spieler je ein Squad übernehmen und so zusammen die Missionen bestreiten. Für ausgedehnte LAN-Partys ist Full Spectrum Warrior also nicht geeignet, da nur je 2 Spieler zusammen spielen können.

Kommentare

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Caliber030
von Caliber030 | 04.08.2008, 16:31 Uhr
das spiel war im magazin der PC action drin bin grad am instalieren mal sehen wies wird
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Wirklich Eintrag löschen?

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