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Galileo Mystery: Die Krone des Midas

SevenOne Intermedia
Denkspiel
22.10.2009
k.A.
Wii, NDS, PS2

Bewertung
USK
  14.12.2009   0 Kommentare   7718 Klicks
Galileo Mystery: Die Krone des Midas 0,0 0

Galileo Mystery: Die Krone des Midas Spieletest

Point'n'Click auf dem DS

Wertungsinflation im Hause DemoNews? Zumindest bei Point´n´Click Adventure liegt der Verdacht nahe: In meinen ersten beiden Jahren als Redakteur gab es nur einen Vertreter klassischer Natur, der bei mir gerade mal so über die 80 Punkte Marke hopste. 2009 waren es dafür (bislang) vier plus zwei liebevoll gemachte Remakes, die jene für das „kleine“ Genre so wichtige Grenze passierten. Nein, das ist keine Wertungsinflation, sondern eine konsequente Qualitätssteigerung in Sachen Story, Rätseldesign

Pseudo-Mystery

 

Galileo Mystery: Die Krone des Midas
Wertungsinflation im Hause DemoNews? Zumindest bei Point´n´Click Adventure liegt der Verdacht nahe: In meinen ersten beiden Jahren als Redakteur gab es nur einen Vertreter klassischer Natur, der bei mir gerade mal so über die 80 Punkte Marke hopste. 2009 waren es dafür (bislang) vier plus zwei liebevoll gemachte Remakes, die jene für das „kleine“ Genre so wichtige Grenze passierten. Nein, das ist keine Wertungsinflation, sondern eine konsequente Qualitätssteigerung in Sachen Story, Rätseldesign und Balance. Dass es nämlich noch schlechter als früher geht, zeigt “Die Krone des Midas“.

 

Das Interessanteste an diesem Adventure ist der Umstand, dass es keine PC-Version gibt. Die Entwickler konzentrierten sich auf PlayStation 2, Wii und Nintendo DS, was mir zusammen mit dem „Galileo Mystery“-Logo eine Warnung in Richtung „Achtung, Casual-Spiel ohne Feinschliff“ gab. Ins Haus flatterte die Umsetzung für meinen kleinen DS, die verglichen mit einer Komplettlösung für die Wii-Variante nur in wenigen Dingen angepasst zu sein scheint. Als „Held“ muss Stephan herhalten, der erstmalig seinen neuen Job als Nachtwächter in einem Museum antritt. Zu verdanken hat er dies Jessica, einer alten Freundin sowie ebenfalls dort arbeitenden Restauratorin. Doch, schockschwere Not, mit dem Glück kommt gleichzeitig der Zwischenfall: Der alte Nachtwächter wird entlassen und prompt passieren seltsame Dinge „Nachts im Museum“. Wer steckt da dahinter? Ein Racheakt? Ein Einbrecher? Ein Geist? Ein Fluch? Ein langweiliges Spieldesign?

Ein Abenteuer ganz ohne Spannung

 

Galileo Mystery: Die Krone des Midas
Die Geschichte ist schrecklich, weil absolut belanglos. Praktisch das gesamte „Abenteuer“ findet in diesem Museum statt. Nicht ein Mal offenbart der Plot eine spannende Nuance. Auch wenn es die Anleitung andeutet, so ist hier rein gar nichts übernatürlich. Stephan ist der langweiligste Charakter, den ich in diesem Jahrzehnt steuern durfte, und Jessica ist die uninteressanteste Frau, der ich in meinem Leben begegnet bin. Dazu kommen noch ein paar „Schurken“ und ein „schrulliger“ Museumsdirektor, die allesamt an Lächerlichkeit nicht zu übertreffen sind. Jede durchschnittliche TKKG-Hörspielkassette ist eine Ausgeburt an Überraschungen und cleveren Dialogen im Vergleich zu diesem Machwerk.

 

Das Rätseldesign ist ähnlich traurig: Es ist entweder tödlich gehaltlos oder einfach nur blödsinnig in Sachen Logik. Zu letzteren Fällen gehören u.a. das Austricksen eines Eindringlings mit einer selbst aufgenommenen „Hier spricht Edgar Wallace!“-Tonbandaufnahme, das Steuern eines Roboters, das Geplänkel rund um ein Seil sowie einen Lichtschalter und das Fälschen einer goldenen Krone mit Hilfe einer goldgefärbten Wurzel (!). Dank eures Notizbuches, das euch auf Wunsch jede Lösung ohne Umschweife verrät, kommt ihr zwar so oder so durch das Spiel. Allerdings werdet ihr dann nach nicht mal fünf Stunden enttäuscht den Abspann sehen.

Präsentation und Steuerung

 

Galileo Mystery: Die Krone des Midas
Ein paar zeitkritische Stellen sollen wohl für Abwechslung und Adrenalin sorgen, nur ist die Inszenierung mehr peinlich als dramatisch. Neben der Tatsache, dass ein stinknormales Museum kaum geeignet für ein packendes Abenteuerspiel ist, leidet das Setting unter einer sehr mittelmäßigen Grafik. Besonders schlecht sind die gerenderten Zwischensequenzen, deren Qualität ich mir gar nicht erst auf einem großen Bildschirm vorzustellen vermag. In Sachen Sound ist teilweise so wenig zu hören, dass ich von einem Defekt meines DSi-Gerätes ausging. Wobei ich wirklich nicht einmal die Bugfreiheit des Spieles garantieren kann: An manchen Orten verstummte plötzlich die leise, wenig aufregende Hintergrundmusik ohne jedweden Grund.

 

Einzig die Steuerung ist ordentlich beziehungsweise für das Genre angemessen umgesetzt. Ihr könnt Stephan entweder per Klick oder direkt mit dem Digikreuz bewegen. Zudem kann er langsam laufen oder schnell rennen, wobei ihr ersteres ganz selten für das Lösen von Rätseln ausnutzen müsst. Eine Hotspot-Funktion zeigt euch gottlob alle wichtigen Objekte in einem Raum. Verfluchen tut ihr das System nur an einer Stelle, wo die Anklickzonen von einem halben Dutzend Gegenständen dermaßen dicht beieinander liegen, dass die gezielte Anwahl zum Glücksspiel wird. Allgemein krankt Stephan an Standardsprüchen, dank derer ihr im schlimmsten Fall nicht mal den Namen des angeklickten Objektes erfahrt. Dies ist um so dramatischer, wenn diese auf dem DS-Bildschirm drei Pixel groß sind.

Fazit

 

Galileo Mystery: Die Krone des Midas
Vor fünf Jahren war ich für jedes Adventure-Highlight dankbar, weil es so wenige davon gab. Heutzutage brauch ich ab und an einen Fall wie “Die Krone des Midas“, um mir selbst zu zeigen, dass ich nicht „weicher“ bei meinen Kritiken geworden bin. Das Ding hier ist aber auch ein beispielloser Langweiler: Setting, Charakterdesign und Rätsel laufen um die Wette beim „Wer ist der Ödeste und Blödeste im ganzen Land?“-Pokal. Allein diese „Idee“, das gesamte Spiel in einem Museum ohne ernsthaft spannende Ereignisse stattfinden zu lassen, ist richtig mutig.

 

Das Spiel ist zu kurz (außer ihr versucht jedes Rätsel ohne der eingebauten Lösungshilfe zu knacken, was ich aufgrund der stellenweise zweifelhaften Logik nicht empfehle), die Grafik zu belanglos, die Rendersequenzen zu mies und der Sound zu unterpräsent. Eine Empfehlung gibt es nur für Tüftler-Neulinge ohne großen Anspruch in Sachen Handlung, Spannung und Design. Ansonsten: Wer unbedingt ein Point´n´Click-Adventure auf dem Nintendo DS spielen möchte, der bleibe lieber bei den “Geheimakte“-Spielen.

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