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Geheimakte Tunguska

Fusionsphere Systems
DeepSilver
Adventure
2006
Zur offiziellen Seite
PC, Wii, NDS
Gespielt von: alle ansehen
aRAVENc
Bewertung
USK
  30.08.2006   0 Kommentare   10655 Klicks
Geheimakte Tunguska 0,0 0

Geheimakte Tunguska Spieletest

Back to historical times

Lasst uns in der Vergangenheit schwelgen: ´Monkey Island´... ´Indiana Jones and the Fate of Atlantis´… ´Grim Fandango´… ´Day of the Tentacle´… All jene, die jetzt traurig vor sich hinseufzen und sich sehnlichst nach den alten Zeiten sehnen: Wir haben da was für euch.

Endlich wieder ´daheim´

 

Geheimakte Tunguska
Lasst uns in der Vergangenheit schwelgen: ´Monkey Island´... ´Indiana Jones and the Fate of Atlantis´… ´Grim Fandango´… ´Day of the Tentacle´… All jene, die jetzt traurig vor sich hinseufzen und sich sehnlichst nach den alten Zeiten sehnen: Wir haben da was für euch. Erinnert ihr euch an unsere First-Look-Preview von ´Geheimakte Tunguska´, welche letztes Jahr im Rahmen der Games Convention veröffentlicht wurde? Damals schwärmte ich von den ambitionierten Ideen und der vielversprechenden Rätselphilosophie der Designer. Fast ein Jahr später ist das Adventure fertig und nicht nur, dass alle Versprechen gehalten wurden: Die Entwickler haben sie beinahe einwandfrei umgesetzt.

 

1908, irgendwie in Russland inmitten der Tunguska-Ebene: Ein riesiger Feuerschwall überdeckt das Land, welches gottlob dünn besiedelt ist. Augenzeugen, die das Schauspiel von weitem gesehen haben, berichten von mehreren Explosionen. Die Wissenschaft von heute vermutet einen Einfluss von außerhalb, wie z.B. ein Meteoriteneinschlag. Doch keine Theorie passt so 100%-ig zu den Fakten, weshalb auch Wladimir Kalenkow das Geheimnis zu ergründen versucht.

Junge Frau sucht älteren Mann

 

Geheimakte Tunguska
Nina, Kalenkows Tochter und Protagonistin des Spieles, weiß von alledem nichts: Sie möchte eigentlich nur ihren Papa bei der Arbeit besuchen und findet in seinem Büro das blanke Chaos vor. Der Vater ist anscheinend spurlos verschwunden und die Hinweise auf seinen Standort rar gesät. Nicht nur die Umstände sind ominös, auch die schwarz umhüllten Gestalten, welche zur Tatzeit gesehen wurden und von allen als ´gesichtslos´ bezeichnet werden, geben dem Spiel einen kleinen Mystery-Kick. Ihr bestreitet das gut zehn Stunden lange Adventure nicht nur mit Nina, sondern auch mit Wladimirs Arbeitskollege Max Gruber. Beide stellen den typisch deutschen Abenteuerhelden dar: Jung, gut aussehend, kess und schon nach zehn Minuten total scharf aufeinander. Bevor zumindest für die beiden das unausweichliche Happy-End ansteht, müsst ihr mit ihnen die halbe Welt bereisen.

 

Den Designern war es sichtlich wichtig, dass genügend Abwechslung vorhanden ist: Ihr besucht ein Museum, reist in einem Zug durch halb Russland, landet in einer Psychiatrie mitten in Kuba, erklimmt den Himalaya und landet schlussendlich in der eisigen Antarktis. Gut 100 Locations verspricht die Feature-Liste, was sich unterm Strich realistisch anhört.

Auf Seiten der Spieler

 

Geheimakte Tunguska
Kommen wir zur Designphilosophie der Entwickler: Deren Hauptaugenmerk liegt eindeutig bei Fairness und Übersicht. Am wichtigsten ist die Lupe, mit der ihr alle manipulierbaren Objekte in einem Raum auf einen Blick gezeigt bekommt... etwas, was ich seit ´Simon, the Sorcerer 2´ schmerzlich vermisst habe. Mancher Profi mag insofern darüber meckern, dass damit ein Teil des Abenteuerspaß verloren geht und er dazu verführt wird, die Dinge nicht mehr per Hand zu suchen. Aber dieser Nachteil wird durch den offensichtlichen Vorteil, dass ihr nämlich nicht mehr frustriert nach einer Rätsellösung sucht, nur weil ihr versehentlich ein einziges, mickriges Objekt übersehen habt, in den Orbit katapultiert.

 

Ein weiterer Punkt, der seit Jahren die Adventure-Fangemeinde spaltet, sind die denkspielartigen Puzzles, also alles, wo ihr über ganze Felder hinweg Symbole anordnet oder Knöpfchen drückt. Auch in ´Geheimakte Tunguska´ kommt ihr um solchen Rätselkrams nicht herum, allerdings erhaltet ihr gleichzeitig eine weitere, optionale Hilfefunktion. Diese verrät die Lösung ansatzweise, was den Anspruch spürbar entschärft und ohne gleich alles zu verraten.

Da ist es selbstverständlich, dass es weder Sackgassen, noch Todesfallen gibt. Wildes Ausprobieren ist nicht nur erlaubt, sondern in manchen Fällen lebensnotwendig. Die Logik mancher Puzzle ist zwar im Nachhinein meist nachvollziehbar, funktioniert aber nicht immer im Kontext der Geschichte. Bestes Beispiel: Bei fast allen Zahlencodes, die ihr knacken müsst, könnt ihr von Beginn an wild herumprobieren... nur nicht beim letzten. Nicht nur, dass Nina dort eine etwas fade Ausrede bringt: Sie scheint wie vergessen, sobald ihr dann doch herumrätseln dürft.

Brillante Puzzles

 

Geheimakte Tunguska
Von diesem Malus und ein paar weiteren, etwas weiter hergeholten Objekträtseln abgesehen, ist das Spieldesign von ´Geheimakte Tunguska´ Weltklasse. Ganz ehrlich: Seit ´Grim Fandango´ hatte ich nicht mehr so viel Spaß am Rätseln und beim Puzzeln, wie hier. Einerseits gibt es verdammt viele Objekte, von denen ihr viele miteinander kombinieren und arrangieren müsst, andererseits beschränkt sich die jeweils begehbare Szenerie auf eine überschaubare Bilderanzahl und durch die genannten Komforthilfen kommt ihr nie richtig ins Stocken. So entsteht eine perfekte Mischung aus ´logisch nachdenken´ und ´erfolgreich ausprobieren, bevor der Frust einsetzt´.

 

Zugegeben: Die letzten ein, zwei Szenarien bauen im Vergleich zu vorher etwas ab, was sich vor allem auf Story und Dialoge auswirkt. Bei der Auflösung des Tunguska-Geheimnisses hätte ich mir etwas mehr Cleverness und richtige Überraschungen gewünscht, doch auf der anderen Seite ist dies ein Makel praktisch aller klassischen Adventure-Spiele der letzten Jahre. Deshalb überholt das Spiel unterm Strich alle in diesem Millennium erschienen Point´n´Click-Abenteuer zwar nur knapp, aber trotzdem mit Leichtigkeit.

Audiovisuell gut, Steuerung fast perfekt

 

Geheimakte Tunguska
Grafisch und soundtechnisch ist ´Geheimakte Tunguska´ kein echter Knaller, aber auch nichts, was irgendwie weh tut. Einige Hintergründe sind wunderschön gestaltet, dafür bin ich mit den etwas steifen Polygonfiguren und deren abwechslungsarmen Animationen leicht unzufrieden. Vom Ton her stört mich vor allem, dass es größtenteils gar nichts zu hören gibt: Es fehlt sowohl an Musik, als auch an Sound-Effekten. Das letztendlich noch eine hohe 70er Wertung herausspringt, liegt einzig an der sehr guten, deutschen Sprachausgabe. Die Stimmen sind passend gewählt und hören sich nicht so lustlos an, wie z.B. bei ´Dreamfall´ oder ´Nibiru´. Die Steuerung habe ich schon im Zuge der Lupenfunktion gelobt, darüber hinaus gefällt die standardisierte Einteilung beider Maustasten zwischen Gehen/Benutzen/Sprechen und Anschauen. Sowohl Nina, als auch Max legen beim Laufen zwar keine Geschwindigkeitsrekorde ein, dafür könnt ihr per Doppelklick auf jedem Ausgang ganze Räumlichkeit in Nullkommanix überspringen.

 

Probleme gibt es allenfalls bei Rätseln, wo ihr ständig Objekte hin- und herschiebt. Sobald ihr nämlich eines aufnehmt, wandert es automatisch ins Inventar. Das ist auch in den meisten Fällen sinnvoll, manchmal jedoch wäre es komfortabler, wenn der Gegenstand in der ´Hand´ des Spielers landet, sodass ihr ihn mit einem Klick gleich weiter benutzen könntet. Aber das sind Kleinigkeiten im Vergleich zum Rest. Die Entwickler haben sogar an eine Schnelltaste für die Lupe gedacht, sodass ihr nicht ständig mit der Maus zum Icon fahren müsst, und natürlich dürft ihr die ganzen Hilfen auch im Optionsmenü abschalten, damit ihr nicht allzu leicht in Versuchung geführt werdet.

Fazit

 

Geheimakte Tunguska
Es ist nicht perfekt, trotzdem könnte ich heulen vor Freude: Dieser geniale Puzzlespaß alter Tage war fast das komplette Spiel über aufgeflackert und hat nur gegen Ende hin etwas nachgelassen. Egal ob ich durch reine Logik auf die Lösung kam oder durch wildes Ausprobieren: Ich war praktisch nie genervt über das Ergebnis und aufgrund des stets voranschreitenden Spielflusses immer motiviert, weiter zu machen. Im Inneren habe ich ein kleines Spielspassmessgerät für Adventures, welches sich danach richtet, ab wann ich Foren nach Hilfen oder gar amerikanische Walkthroughs durchstöbern muss. ´Geheimakte Tunguska´ ist (erneut) das erste Spiel seit ´Grim Fandango´, welches ich praktisch ohne fremde Hilfe zu Lösen im Stande war... von ein, zwei Kleinigkeiten abgesehen, bei denen mir anwesende Freunde zuvorkamen...

 

Ich wünsche dem Spiel den allergrößten Erfolg, den es nur haben kann. Denn die Wertung ist immer noch nicht am 90er Bereich dran, dazu ist der Schluss zu holprig und die Spielzeit mit ihren zehn Stunden eine Spur zu gering. Trotzdem hoffe ich, dass dieses ewige Gemeckere frustrierter Adventure-Freaks jetzt endlich aufhört, nämlich warum angeblich ihr Genre so schlecht bewertet werden würde. Fast alle anderen von mir gespielten Adventures für DemoNews (klassischer Natur, d.h. ´Dreamfall´ und ´Fahrenheit´ zählen nicht) hatten nun mal diverse Nachteile, welche den Spielspaß einschränkten. Und erst ´Geheimakte Tunguska´ hat es wirklich verdient, auch in fünf Jahren noch als ´Klassiker´ genannt zu werden. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Antwort der Konkurrenz aussehen wird...

Kommentare

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Sam_Fisher
von Sam_Fisher | 11.09.2006, 12:31 Uhr
@admin ich vertraue euch natürlich mehr als PCPowerplay!!1 aber ich wollte nur den anderen Usern zeigen was das hier für eine Professionelle Seite ist ;)
n1ce
von n1ce | 09.09.2006, 15:59 Uhr
hat doch angeblich nur ne Spielzeit von 10Stunden - wieso dann gleich "ein paar Tage" - dann bist aber n schlechter Knobler ;)
DerHaubold
von DerHaubold | 06.09.2006, 18:26 Uhr
Also endlich hab ich die Vollversion auf dem Rechner und ich kann euch nur raten sie euch auch zu holen! Ist wirklich gut. So nun muss ich aber schnell weitersuchen! Und wenn das Spiel so spannend weitergeht werd ich morgen warscheinlich zum Arzt gehen und mich ein paar Tage krank schreiben lassen :Dhttp://www.demonews.de/board/images/smilies/orbiggrin.gif http://www.demonews.de/board/images/smilies/orbiggrin.gif
MAWE
von MAWE | 06.09.2006, 17:00 Uhr
so gut war die Demo auch wieder nicht . Nur Vollversionen können perfekt sein. Hoffentlich wird es da so, würde mich nicht wunderenbei der tollen Wertung.:a_augenruppel:
Topmaster
von Topmaster | 06.09.2006, 14:19 Uhr
echt der hammmmmmmma die demo war geil das spiel jetzt aber wird noch besser
DerHaubold
von DerHaubold | 06.09.2006, 07:18 Uhr
Also die Demo war schon der Hammer. Heute geh ich es mir kaufen. Kanns kaum erwarten wies weitegeht. Endlich mal wieder ein richtig gutes Adventure!
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Wirklich Eintrag löschen?

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