Guild Wars 2: MMO war gestern
Hach, Guild Wars! In den letzten Jahren gab es wohl kein Spiel, mit dem ich mehr zeit verbracht hätte, als mit ArenaNets MMO-Hit. Wobei der Begriff "MMO" nicht ganz zutrifft. Statt einer von Spieler belebten Welt, gab es "nur" Instanzen und PvP-Kämpfe bei denen man gemeinsam durch Tyria ziehen konnte. Aber was soll's - jetzt kommt bald der Nachfolger und jedes Jahr machen die Informationshappen mehr Lust auf das fertige Spiel.
Logisch, TOR hat die bessere Lizenz, aber reicht's auch spielerisch? Wenn es nach mir geht, nein. Bioware bietet die üblichen MMO-Zutaten, die üblichen Kämpfe, die üblichen Klassen. ArenaNet will dagegen mit "Guild Wars 2" Neuland betreten. Letztes Jahr bei der Premiere auf der Gamescom gab es einen Aufschrei unter den Fans. Keine klassischen Tank- oder Heiler-Klassen mehr, stattdessen bleibt die Skillung dem Spieler überlassen. Ganz anders als in TOR.
Die Welt verändert sich
Die diesjährige Präsentation auf der Gamescom konzentrierte sich vor allem auf die "dynamischen Ereignisse". Dort müssen sich die Spieler in einer Instanz zusammenraufen, um einen besonders hartnäckigen Gegner zu erledigen. Beispielsweise erlebten wir so wie eine kleine Azura-Ingenieurin - diese kleinen, technikverrückten Gnome aus GW 1 - und zahlreiche unbekannte Kämpfer es mit einem Wasserdrachen aufnehmen mussten. Dazu mussten die Spieler einerseits angreifende Monster erledigen und andererseits Geschütze bemannen, um den Drachen zu torpedieren. Das Besondere an solchen "Ereignissen": Sie beeinflussen die Spielwelt, die diesmal endlich von anderen Spielern bevölkert wird und sich nun zu Recht "MMO" nennen darf.

Daneben zeigten die Entwickler auch Details des Skillsystems. So unterteilt sich die Fähigkeitenleiste in zwei Bereiche. Auf der linken Seite seht ihr euren Hauptangriff, der mit jeder Attacke stärker wird. Ab einer gewissen Erfahrungsstufe bekommt ihr automatisch einen neuen Angriff dazu. In der Praxis werdet ihr so mit jeder Waffe trainieren müssen, um ihre besonderen Fähigkeiten frei zuschalten. Auf der rechten Seite könnt ihr dagegen ganz normal eure Skills selbst auswählen. Mal sehen, wie das in der Praxis funktionieren wird.
Ebenso schwer einschätzbar ist PvP. Es bietet verschiedene Spielmodi für bis zu 20 Spieler und Turniere aber das besondere ist das "World PvP". Hier treten ganze Server gegeneinander an. Hier dürfte vor allem die Frage sein, wie ArenaNet das technisch hinbekommt.
Die restlichen Fakten: 5 Völker, 8 Klassen, die man mindestens bis Lvl 80 hochstufen kann und es gibt Unterwasserkämpfe. Ebenso wie beim ersten Teil wird es außerdem keine Abo-Gebühren geben.
Zu Thorstens Artikel über Star Wars: The old Republic