Und ewig lockt das Schwert
Keine Frage: Infinity Blade 2 sieht fantastisch aus. Die Unreal-Engine macht's möglich!
Nachdem der Götterkönig besiegt wurde, offenbart sich die Wahrheit um den Schwertkämpfer Siris. Der Unsterbliche wird, ähnlich wie bei Assassin's Creed, durch eine Art Animus nach jedem Tod in einem neuen Körper wiedergeboren. Es gilt nun den Wächter der Geheimnisse zu befreien und sich auf dem Weg durch zahllose Titanen zu schnetzeln. In voller Rittermontur stellt ihr euch zig Gegnern, die in Infinity Blade 2 wesentlich abwechslungsreicher aussehen als im Vorgänger. Nach einer Handvoll Widersachern erwartet euch stets ein Gegner, den ihr nicht besiegen könnt und somit eure nächste Wiedergeburt einleitet. Ihr startet dann von vorne, allerdings stärker und erfahrener als zuvor.
Im Prinzip bewegt ihr euch das gesamte Spiel auf einer Schiene entlang, auf die ihr nur geringen Einfluss nehmen könnt. Auf eurem Weg entdeckt ihr Geldbeutel, Schlüssel und Kisten, für die euch oft nur wenige Sekunden Zeit bleiben, bevor euer Held weiter geschritten ist. Auch alternative Wege stehen euch zur Verfügung, die ihr oft erst mit euren gefundenen Schlüsseln öffnet. Die Kulissen sehen dabei um einiges besser aus, als es noch im ersten Teil der Fall war - und auch da waren sie schon beeindruckend. Außerdem geht Siris nicht immer den gleichen Weg, sondern scheint nach jeder Reinkarnation andere Teile des mysteriösen Schlosses zu besuchen.
Flinke Finger
Die Kämpfe laufen trotzdem immer ähnlich ab.
Bei Infinity Blade 2 geht es ums Kämpfen. Überall stellen sich monströse Ausgeburten in den Weg, denen ihr mit Schild und Schwert gegenüber tretet. Habt ihr genug Geld gesammelt, dürft ihr euch auch langsame, starke Zweihand- oder Dual-Waffen kaufen. Die Kämpfe bestehen hauptsächlich daraus, euren Gegner zu beobachten und entsprechend zu reagieren. Dabei habt ihr stets die Wahl zwischen Blocken, Parieren und Ausweichen, abhängig von eurer Waffe und dem Angriff des Gegners. Nach drei bis vier erfolgreich abgewehrten Angriffen dürft ihr zum Gegenangriff übergehen und eurem Kontrahenten ein paar Schläge durch Wischgesten verpassen, wodurch dessen Lebensanzeige sinkt.
Neben physikalischen Angriffen dürft ihr auch Magie verwenden. Diese wiederum hängt von eurer ausgerüsteten Waffe ab. Durch Wischgesten heilt ihr euch oder entfesselt mächtige Elemente. Das funktioniert recht ordentlich und sieht sehr gut aus. Habt ihr einen Feind besiegt, winken Erfahrungspunkte und Belohnungen. Besonders raffiniert: Ihr bekommt für jeden eurer Ausrüstungsgegenstände separat Erfahrung, die zu eurer Gesamterfahrung addiert wird. Wurde ein Gegenstand gemeistert, tauscht ihr ihn durch einen der unerschöpflichen anderen Gegenstände mittels Mammon aus. Die Anzahl ist im Vergleich zum Vorgänger noch einmal deutlich nach oben gegangen.
Ganz neu sind die Edelsteine, die ihr im Laufe des Spiels aufspürt. Damit könnt ihr eure Waffen mit besonderen Eigenschaften verstärken. Da viele Bosse verschiedenste Fähigkeiten besitzen, gewinnt dies nach und nach immer mehr an Relevanz. Vor allem die Elementareigenschaften können den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage machen, wenn ihr diese geschickt verwendet.
Optik vom Gerät abhängig
Schicke Effekte sind auch auf dem alten iPad bzw. iPhone 4 möglich.
Die Technik hinter Infinity Blade 2 verlangt dem armen iPad 1 so viel ab, dass es gelegentlich zu Abstürzen kommt. Wer hier ohne Einschränkungen spielen möchte, sollte vorher alle anderen Apps im Hintergrund schließen. Nach der ersten Installation kann ein Neustart des Geräts Wunder wirken. Richtig zur Geltung kommt der Schwerter-Spaß jedoch erst auf dem iPad 2 oder iPhone 4S. Die kräftigere Hardware beschert euch bessere Texturen und realistischere Effekte. Hier holt Epic wirklich alles aus den Apple-Produkten heraus, was möglich ist. Doch auch mit den betagteren Modellen kann man nicht viel falsch machen, denn das Spiel sieht auch mit eingeschränkter Grafik einfach nur umwerfend aus.