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Iron Sky Invasion

Reality Pump
TopWare Entertainment
Action
22.11.2012
Zur offiziellen Seite
PC, Xbox 360, PS3, Mac
Gespielt von: alle ansehen
massiv47
Bewertung
USK
  23.12.2012   6 Kommentare   2530 Klicks
Iron Sky Invasion 6,0 3

Iron Sky Invasion Spieletest

Test: Wären die Nazis doch nur auf dem Mond geblieben...

Es gibt ein paar ungeschriebene Regeln in der Spielebranche. Eine davon heißt: Ein Spiel zu einem Film ist meistens schlecht als Recht – Ausnahmen bestätigen die Regel. Nimmt man auch noch einen B-Movie als Vorlage, hat man die Katastrophe vorprogrammiert. Iron Sky Invasion schlägt leider genau in diese Kerbe.

Vom Film zum Spiel

Die Mond-Nazis wollen die Erde übernehmen

Aber worum geht es in der Filmvorlage Iron Sky eigentlich? Im Jahre 2018 entdeckt eine amerikanische Mondmission, dass die Nazis eine geheime Basis auf der erdabgewandten Seite errichtet haben und seit Jahren eine Invasion der Erde planen. Mit der neuen, erbeuteten Technologie in Form eines Smartphones, startet man den Feldzug gegen den blauen Planeten. Das ist Trash-Kino für wenige Gehirnzellen und einen noch kleineren Anspruch.

Auch das Spiel zum Film steht dem im Nichts nach. Dabei ist die Grundidee gar nicht mal so schlecht, wie sie vielleicht auf den ersten Blick scheint: Iron Sky Invasion verbindet die gute alte Weltraumballerei, die man schon vor vielen Jahren in Wing Commander und Freelancer erleben durfte. Dann mixt man noch einen Schuss-Videosequenzen á la Command & Conquer: Red Alert hinzu und schon hat man die Bescherung! Iron Sky Invasion gibt sich wie der Film bewusst trashig. Die Missionen bekommen wir im Laufe des Spiels von drittklassigen Schauspielern präsentiert und dürfen uns mit Nazi-Kommandanten oder sogar der Präsidentin höchstpersönlich rumschlagen. Die sieht nicht nur Sarah Palin verdammt ähnlich, sie gibt auch den gleichen Blödsinn von sich – Humor ist wenn man trotzdem lacht.

Im Weltall hört dich keiner schreien – leider.

Ein Weltraum-Zeppelin! Faszinierend!

Sagenhafte drei Raumschiffe dürfen wir im Schlachtzug gegen die Nazis nutzen. Da haben die Sparmaßnahmen wohl hart gegriffen, aber zumindest dürfen wir dem fliegenden Wellblech ab und zu ein paar Upgrades verpassen. Damit können wir uns wenigstens ein wenig unserer Haut - ich meine unseres Metalles - erwehren. Auf der Weltraumkarte springen wir immer wieder von einem Krisenherd zum nächsten und versuchen, die gegnerischen Raumschiffe daran zu hindern, in Richtung Erde vorzudringen. Aber auch das kennt man ja schon irgendwie alles. Die Gegnerpalette reicht von Standardgegnern wie kleinen, wendigen Jägern zu besser gepanzerten Schiffen, die man nur mit etwas Taktik knacken kann. Aber einen Weltraum-Zeppelin hat man selten gesehen! Dieses Monstrum lässt sich auch nur dann abschießen, wenn man im richtigen Zeitpunkt in die geöffneten Luken feuert.

Das gestaltet sich leider oftmals als schwieriges und nervenaufreibendes Unterfangen, denn man hat sich entschieden Iron Sky Invasion eine Maus-Steuerung zu geben, die so genau ist, wie eine Wüstenspringmaus auf Red Bull. Hallo lieber Entwickler? Freelancer hat doch schon 2003 vorgemacht, wie ein Weltraum-Shooter mit Maus zu funktionieren hat! Also zum Gamepad gegriffen, und siehe da - es ist halbwegs spielbar, auch wenn die Steuerung noch immer meilenweit von Begriffen wie „Präzision“ entfernt ist.

Viel zu tun

Totale Action oder Wimmelbild?

Aus Wing Commander kennen wir auch das Energie-Management, das dem stumpfen Geballere etwas Taktik verleihen soll: Unter heftigen Beschuss leite ich die Energie in die Triebwerke, die Waffen oder in meine Schilde um. Meistens in meine Schilde, denn der Gegner ist gnadenlos und dezimiert meinen einzigen Schutz mit wenigen Salven. So ist schon zu Beginn der Frustfaktor hoch und das bleibt auch so das restliche Spiel über. Andauernd leite ich meine Energie um, mache wahnwitzige Flugmanöver, um nicht getroffen zu werden, und versuche nebenher, einige Nazi-Schergen in die unendlichen Weiten des Alls zu blasen.

Gleich ein Tipp vorneweg, falls Ihr euch dieses Machwerk wirklich antuen wollt: Lasst die Zielhilfe in Iron Sky Invasion unbedingt an, ansonsten sehe ich Gefahr, dass Ihr vor Wut Euren Joypad in den Monitor schmettert. Das Spiel selbst läuft wie eine große Echtzeit-Mission ab: Während ihr eure Aufgaben an einer Stelle der Karte erledigt, fliegen in der Zwischenzeit weitere Raumschiffe Richtung Erde bzw. weitere Ziele können angeflogen werden – also Augen auf.

Gute Grafik? Das ist doch so 2002!

Nicht nur, dass die Nazis wieder da sind, auch grafisch hat man sich an einen Zeitsprung gewagt. Die DirectX-Effekte in Iron Sky Invasion sind langweilig, die Texturen eintönig und teilweise auch matschig und auch das Gameplay wiederholt sich immer wieder. Immerhin der Soundtrack entlockt den ein oder anderen Schmunzler: Da hört man die Lieder aus dem Soundtrack und pendelt zwischen russischem, deutschem und amerikanischen Volksgut hin und her. Einstellbare Schwierigkeitsstufen gibt es nicht, einen Multiplayermodus eben so wenig. Wer sich das Spiel vor dem Kauf anschauen möchte, sollte sich die Demo bei uns herunterladen.

Fazit - Iron Sky Invasion Spieletest

Haggy

Das Beste zum Feste?! Nein, wirklich nicht. Iron Sky Invasion wäre gerne ein unterhaltsamer Weltraum-Shooter im Stil von Wing Commander, aber die technischen Mängel, das langweilige Gameplay gepaart mit dem frustrierenden Schwierigkeitsgrad haben das Spiel von vorne herein torpediert. Somit ist es leider nicht mal ein Pausenfüller bis zum 2014 erscheinenden Star Citizen, geschweige denn ein ernsthaft unterhaltsames Spiel. Wer auf Selbstgeißelung steht, soll sich diesen Titel zulegen. Allen anderen Piloten rate ich, Chris Robert’s Star Citizen im Auge zu behalten.

Bewertung
„Wer auf Selbstgeißelung steht, soll sich diesen Titel zulegen. Allen anderen Piloten rate ich, Chris Robert’s Star Citizen im Auge zu behalten.”

Vorteile Nachteile
Niedrige Erwartungshaltung erfüllt
Altbackene Grafik
Lässt sich flott deinstallieren
Müder Wing Commander Klon
Zickige Steuerung
Langweilige Missionen
Bewertung
„Wer auf Selbstgeißelung steht, soll sich diesen Titel zulegen. Allen anderen Piloten rate ich, Chris Robert’s Star Citizen im Auge zu behalten.”

Kommentare

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Hen
von Hen | 28.12.2012, 10:58 Uhr
Vielversprechender Titel wink.gif
Haggy
von Haggy | 24.12.2012, 12:10 Uhr
Die Verpackung wird im schönen Pappschuber geliefert. Als Bierunterlage eher schlecht aber sehr gut als Türstopper, Dartziel und Fliegenklatsche.Die DVD kann hingegen als Bierdeckel benutzt werden.

1 Antwort:

Pinguin
von Pinguin | 26.12.2012, 14:21 Uhr
Damit hat das Spiel doch noch eingie Vorzüge mehr
Pinguin
von Pinguin | 23.12.2012, 20:21 Uhr
Jetzt Frage ich mich ja eigentlich nur noch eins: Passt auf die DVD auch mein Feierabend Bier und wie gut macht sich das Teil allgemein als Bierdeckel?
pAisTe
von pAisTe | 23.12.2012, 19:56 Uhr
Echt geile Vorteile. Hammer!
FL_Teal
von FL_Teal | 23.12.2012, 19:01 Uhr
Ich liebe die "Vorteile" des Spiels. biggrin.gif
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