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LEGO Der Herr der Ringe

Traveller´s Tales
Warner Bros Interactive
Action
23.11.2012
k.A.
PC, Xbox 360, PS3, Wii, 3DS, NDS, PS Vita
Gespielt von: alle ansehen
dennis123
Bewertung
USK
  03.12.2012   0 Kommentare   1958 Klicks
LEGO Der Herr der Ringe 9,0 1

LEGO Der Herr der Ringe Spieletest

Test: Ein Klotz, sie zu knechten...

Als Frodo mit seinen Freunden hinaus in die weite Welt zog, hatte er nur einen Gedanken: Diesen fiesen Block aus seinem Rucksack zu holen und weit in die Lavawirbel der heimischen Modor-Vulkane zu werfen. Denn dann, ja dann wäre die Welt gerettet und all das Böse vernichtet! Und das mit nur einem Block! Ja, Block, denn Ringe sind in LEGO Herr der Ringe out.

Von Zauberern, Elfen und Storykürzungen

Ängstliche Hobbits auf großer, wichtiger Reise? Kann das gut gehen?

Die Tage in Mittelerde könnten eigentlich vollkommen friedlich verlaufen: Das Böse ist eingedämmt, die Völker leben mehr oder minder in Harmonie. Doch trotz allem verdunkelt sich der Himmel zusehends. Als dann der Hobbit Frodo Beutlin von seinem Onkel Bilbo einen mysteriösen Ring vererbt bekommt und diesen in den Lavaströmen von Modor vernichten soll, muss auch der junge Hobbit mit seinem Freund Samweis „Sam“ Gamdschie und weiteren Gefährten die Heimat Auenland verlassen. Doch schon auf den ersten Etappen des Weges werden sie von den gefährlichen Nazgul verfolgt und können nur knapp entkommen. Zum Glück schließen sich ihnen im Laufe des mehr als düsteren Abenteuers immer mehr magische, zwergische, elfische und menschliche Freunde an. Ob der ringförmige Lego-Block letztendlich in der Glut landet?

Wo ist nur der Weg?

Wie man es sich anhand des Titels bereits denken kann, erzählt Lego Herr der Ringe die epische Fantasygeschichte von J.R.R. Tolkin. Nach entsprechenden Buchauflagen und der Verfilmung samt kommender The Hobbit-Auskopplung nur ein logischer Schritt. Dabei sollte man jedoch nicht allzu viel Tiefgang oder verschiedene Storywendungen erwarten, da passend für ein nettes Videospiel zwar durchaus die wichtigsten Episoden der Herr der Ringe-Geschichte dabei sind, viele Kapitel dennoch fehlen oder stark gekürzt und abgeändert wurden. Dank der mehr als offenen Spielwelt, der unendlichen Aufgaben und der umfassenden Lego-Charaktere kann man diese Kürzung wirklich verschmerzen.

Mittelerde und sein ganz eigener Charme

Trotz der hochgelobten Geschichte bewegt sich Lego Herr der Ringe technisch auf gleichem Niveau wie die restlichen Lego-Spiele, welche in der letzten Zeit veröffentlicht wurden. Trotz allem kann man hier natürlich wieder das Design loben: Die Verschmelzung zwischen Klötzchen und Zauberwelt funktioniert wunderbar, der Charme der beiden Welten passt perfekt zusammen. Es ist einfach zu komisch, wenn die fiesesten Schurken in Klotz-Einzelteile zerfallen oder bekannte Lego-Spielelemente in der Mittelwerde-Videospielwelt auftauchen.

Gollum - Du hier?

Sicherlich, es gibt stellenweise einige Patzer: So ruckelt das Spiel, manche Elemente poppen erst nach und nach auf und einmal hängte sich sogar die ganze PlayStation 3 beim Spielen auf. Von den schier unendlichen Ladezeiten zwischen den Gebieten und Teilabschnitten der Geschichte  (da man das Spiel zumindest bei dem Testmuster nicht installieren konnte) möchte ich nicht reden. Aber gut, diese Probleme gibt es mittlerweile bei fast alles Spielen und den niedlichen Figuren kann man im Grunde auch gar nicht böse sein...

... vor allem nicht, wenn die Hintergrundmusik ähnlich episch wie in den Kinofilmen ist und das virtuelle Erlebnis optimal abrunden. Liegt wohl daran, dass man die Original-Musik von Howard Shore verwendet hat. Einziger Wermutstropfen sind die Sprecherstimmen - ja, es wird in Lego Herr der Ringe gesprochen. Bis auf ein paar Ausnahmen wurden Aragorn, Gandalf & Co. mit neuen Synchronstimmen versehen. Zum Glück sind die ausgesuchten Sprecher nicht schlecht und so kommt der Witz der Serie durchaus an.

Eine Wanderung die ist lustig...

Bekannte Helden als kleine Figuren - wie niedlich!

Gemeinsam mit seinen Helden, deren Anzahl sich im Laufe des Abenteuers von Lego Herr der Ringe erweitert, macht sich Frodo also auf den Weg durch die weitläufige und offene Spielwelt von Mittelerde. Dabei gilt es ,in verschiedenen Städten unterschiedliche Nebenaufgaben zu bewältigen, Charaktere einzukaufen oder seltene Gegenstände zu sammeln. Anschließend wird natürlich auch gegen die Schurken von Modor angegangen, wobei sich auch hier die Fähigkeiten der einzelnen Charaktere positiv auf den Spielverlauf auswirken. Zwar kann jeder Lego-Mann einen Standardangriff, doch die besonderen Fähigkeiten lösen so manche knifflige Situation: Sam kann zum Beispiel mit seiner Schaufel Pflanzen wachsen lassen, Legolas springt höher und kann mit seinem Bogen besondere Events aktivieren und Gandalf zaubert sich durch die meisten Rätsel.

Generell ist die Kombination aus Entdeckung, Klötzchen-Gegner und -Landschaft kaputt machen sowie Rätsel lösen wunderbar gelungen. Wie eben in den vorherigen Teilen auch. Dennoch merkt man stark, dass das Gameplay an eine jüngere Generation gerichtet ist: Die Aufgaben sind selten sehr schwer, generell benötigt man nur zwei Knöpfe und Charaktere sterben einfach nicht. Viel eher zerspringen sie nach dem Aufbrauchen der vier Herzchen in Einzelteile, um sich nach wenigen Sekunden wieder quietschvergnügt mitten im Getümmel zu finden. Trotz allem ist es einfach viel zu niedlich, seinen Lego-Helden durch die eckige Landschaft zu führen. Vor allem wenn es gilt, als Baumbart durch den Fangorn-Wald zu stapfen und unzählige Orks zu zerdrücken.

Eile mit Weile, kleiner Hobbit

Im Schneesturm hilft nur eine Lampe...

Neben dem Lego-typischen Gameplay kann Lego Herr der Ringe gerade durch seinen unglaublichen Wiederspielwert begeistern. Es warten rund 85 Charaktere darauf, von euch freigespielt zu werden. Und es gibt in jedem Level zahlreiche verstecke Lego-Schatzkisten, Entwürfe für neue Rüstungen oder Statuen. Auf der Suche nach diesen Gegenständen ist es wichtig, so viele Steinchen wie möglich einzusammeln, denn gegen einen entsprechenden Wert erhaltet ihr einen guten Rang, schaltet weitere Dinge frei und könnt Charaktere kaufen. Gerade letzteres ist wichtig, um in den vorangegangen Abschnitten alles zu finden, da einige Wege oder Verstecke bestimme Fähigkeiten eines Lego-Helden benötigen. Abgesehen von diesen Ingame-Goodies gibt es natürlich noch die typischen PS3-Trophäen, welche zusätzliche Aufgaben von uns verlangen.

Die Motivation in Lego Herr der Ringe steigt zudem, wenn man die gefährlichen Missionen mit einem Freund bestreitet. Dieser kann zu jeder Zeit in das Spiel einsteigen und übernimmt dabei die Rolle eines bekannten Helden. Übrigens lassen sich das gesamte Spiel über - auch im Singleplay-Modi - per Knopfdruck die Charaktere wechseln! Gemeinsam lässt es sich dann doppelt so schnell Steinchen finden, Gegner auseinander bauen und die Geschichte erleben. Schade nur, dass Warner Bros. keinen Vier-Spieler-Koop eingebaut hat, würde sich dieser doch allein schon aufgrund der Storyline oftmals anbieten. Aber naja, vielleicht wäre dann das Spielgeschehen noch chaotischer, als es schon zu zweit ist. Zum Glück helfen da sogenannte Geisterstuds, die immer den Weg zur nächsten Quest zeigen. Schön ist dabei, dass man auch eigene, individuelle Ziele auf der Karte festlegen kann.

Fazit - LEGO Der Herr der Ringe Spieletest

Lenela

Mit Lego Herr der Ringe haben Publisher Warner Bros. und Entwickler Traveller‘s Tale mal wieder ein wunderbares Spiel auf den Markt gebracht. Im gewohnten Lego-Charme geht es episch, aber auch lustig durch Mittelerde, wobei man erstmals hautnah das Abenteuer erleben kann. Dank der schieren Größe des Spiels, der guten Umsetzung des Franchies und des einfachen Einstieges sollte Lego Herr der Ringe in jedem Haushalt stehen. Zumindest wenn man auf Blöcke, Ringe oder so steht.

Dennoch sollte sich Telltale Games langsam, aber sicher ein neues Gameplay einfallen lassen: Der Spielablauf ist seit jeher gleich, der Schwierigkeitsgrad ist oftmals zu simpel und irgendwie fehlt eben eine gewisse Neuerung, vor allem im Kampf und im Ablauf der stets identischen Aufgaben. Aber gut, vielleicht kommt diese im nächsten Lego-Spiel, da das Böse ja nun endgültig vernichtet scheint...
 

Bewertung
„Wo rutschen Helden im Schnee aus? Richtig, in Lego-Spielen und wer das erleben will, sollte hier zugreifen!”

Vorteile Nachteile
Charmante Umsetzung der Story
Ladezeiten recht lang
Große, freibegehbare Spielwelt
Backtracking
Viele Nebenaufgaben, Sammelobjekte
Koop-Modus
Hilfefunktion
Bewertung
„Wo rutschen Helden im Schnee aus? Richtig, in Lego-Spielen und wer das erleben will, sollte hier zugreifen!”

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