Vincent steht euch immer zur Seite
Kaum ist eine neue Konsole auf dem Markt, bekommen alle beliebten und bekannten Franchises eine Erweiterung: Während unser Lieblingsklempner am 17. August 2012 in New Super Mario Bros. 2 die Läden unsicher macht, können wir uns schon jetzt auf New Art Academy für den Nintendo 3DS freuen. So wie wir es bereits kennen, begleitet uns auch dieses Mal Vincent (nein, nicht van Gogh) durch die unterschiedlichen Lektionen und bringt uns dabei allerlei nützliches Wissen bei. Seid ihr weniger geübt im Umgang mit Farbe und Pinsel, eignen sich die Anfängerlektionen besonders gut. In diesen lernt ihr etwas über Positionierung (ein Gitterraster hilft dabei), Farbverläufe, Highlights und die grundlegenden Arbeitsschritte, um ein tolles Gemälde zu erstellen.
Wofür entscheidet ihr euch?
Schritt für Schritt zeichnet Vincent vor, damit ihr euch anschließend ohne Probleme an die Arbeit machen könnt. Zu Beginn bekommt man dabei die Farbe oder Pinselgröße vorgegeben und kann sich einzig auf die Grundlagen konzentrieren. Eine herrliche Idee, um als Einstiegskünstler nicht durch die Vielfalt verwirrt zu werden. Möchtet ihr euch jedoch gleich an die wirklich harten Brocken wagen, gibt es von Anfang an den Fortgeschrittenenkurs zur Auswahl. Dinge, die bereits aus Art Academy bekannt sind oder die ihr im Einführungskurs gelernt habt, werden hier vertieft und auf ein nächstes Level gebracht. Dabei stehen euch zusätzliche Farben oder Stifte zur Auswahl, um den Fortschritt nicht zu behindern.
Nützlich bei beiden Modi ist die Funktion des Fixierens oder Trocknens. Macht ihr dies nämlich nach jeden Schritt, könnt ihr weitere Malfortschritte löschen, ohne die darunterlegenden zu zerstören. Euer Schaffensprozess wird übrigens nicht mehr durch das lästige Menü unterbrochen, denn in New Art Academy ist es auch möglich, das Menüsymbol zu verschieben. So fallen die nervigen Minuten, in denen man aus der Konzentration gerissen wird, weg und ein entspannteres Zeichnen erwartet euch.
Neues Spiel, neue Pinsel und überhaupt
So einfach kann der Malprozess sein
Die Abläufe in New Art Academy sind schnell erlernt und Kennern auch von Anfang an klar. Dennoch sollte man nicht denken, dass es keine Neuerungen gibt! Neben einem aufgeräumteren und intuitiveren Menü erhaltet ihr vor allem Änderungen im Hinblick auf die Lektionen. Zum einen könnt ihr euch, sobald Nintendo welche veröffentlicht, über neue kostenlose oder -pflichtige Download-Inhalte freuen - ein Verstauben der Pinsel ist somit fast ausgeschlossen. Zum anderen habt ihr aber auch die Möglichkeit, eigene Lektionen mit eurem Lieblingsbild, welches ihr im „Freien Malen“-Modus erstellt habt, hoch zu laden oder eben Lektionen von anderen für eure Zwecke zu verwenden. Eine nette Funktion, die später noch mit dem Einbau einer Online-Galerie einhergeht und das Spiel sinnvoll unterstützt. Hauptkaufgrund sind sicherlich die umfangreichen, zusätzlichen Malmöglichkeiten. Das stupide Malen mit Pinsel und Farbe ist nämlich vorbei, da dieses Mal auch das Mischen von Farben oder das Benutzen verschiedener Techniken (Buntstifte, Pastellkreide) sowie die Auswahl des Leindwandhintergrundes von Relevanz sind.
Im freien Zeichnen warten eine Vielzahl an teils animierten Bildvorlagen auf euch, wobei ihr auch eigene Fotos verwenden könnt. Nützlich ist das Speichern der Werke auf der SD-Karte, allerdings geht das nur vor dem Beenden einer Lektion. Überträgt man seine Kunstwerke in die eigene Mappe, kann man sie sogar in einer begehbaren Galerie aufhängen, um Freunden zu zeigen, wie sich die Bilder im „Louvre“ machen würden. Schade hingegen ist es, dass es Nintendo versäumt hat, uns die Option zu geben auch 3D-Bilder zu zeichnen. Zwar werden manche Prozesse (z.B. Portraitzeichnungen) durch die Tiefenschärfe vereinfacht, aber 3D-Bilder wie man sie in Colors!3D erstellen konnte, fehlen gänzlich. Eine unverständliche Entscheidung, immerhin wirbt man damit, dass New Art Academy speziell für den Nintendo 3DS entwickelt wurde.