Sie sind zurück. Ohje?!
Treten, schlagen, wischen, hüpfen, ausruhen und von vorne
Schon seit Die Ritter der Kokosnuss wissen wir, das es blutrünstige Killer-Kaninchen gibt. Eine geisteskranker Unterart dieser Spezies versucht nun die Welt zu erobern. Es liegt an euch, dies zu verhindern. In Raving Rabbids: Alive & Kicking jagt ihr die Hasen quer durch euer heimisches Wohnzimmer. Dank Kinect seht ihr euch und eure vier Wände von unzähligen weißen Chaoten bedroht, die alles zerlegen, was sie in die Pfoten bekommen. In rund 40 Minigames legt ihr euch mit den plüschigen Invasoren an. Dabei ist Körpereinsatz gefragt: Springen, ducken, ausweichen, schlagen - ich könnte die Liste noch eine Weile fortsetzen, aber ihr versteht schon, worauf es hinausläuft.
Natürlich müsst ihr nicht allein gegen die Langohren antreten, sondern könnt mit bis zu vier Spielern gleichzeitig (!) vor dem Fernseher herum hampeln. Für Mieter eines Lofts überhaupt kein Problem, für Normalbürger jedoch eine Frage des Platzes. In meinem 20m²-Wohnzimmer ist das ein Ding der Unmöglichkeit, weshalb ich mich auf den 2-Spieler-Modus beschränken musste. Glücklicherweise gibt es auch drei Modi, in denen ihr auch abwechselnd mit bis zu 16 Spielern ins Geschehen werft. Die nächste Party ist also doch gerettet. Und genau hier liegt auch die Stärke von Raving Rabbids: Alive & Kicking: Zwar sorgen Spiele wie Guitar Zero, Rabbids im Schlafrock und Rabbzilla für Kurzweil. Aber schon nach einigen Runden ist die Luft raus. Die Party-Spiele dagegen begeistern eure ganze Entourage und sorgen für reichlich Schabernack und Schadenfreude.
Augmented Rabbility
Clevere Integration von Wohnzimmer- und Spielszenen.
Neben den Minigames bietet euch Ubisoft "Mein Raving Rabbid" an, eine "Augmented Reality", die euer Wohnzimmer in einen Hasenstall verwandelt. In diesem Modus flitzen die Nervensägen zwischen euren Beinen umher und interagieren mit euch und euren Möbeln. Ein Ziel gibt es hierbei nicht, aber es ist trotzdem witzig, die Nager zu jagen und an den Bildschirm zu treten. Leider kann die Kinect dabei nicht durchgehend überzeugen. Statt meinem Sofa auszuweichen, laufen die Hasen einfach durch. Da sie stets versuchen, sich vor euren Beinen und Armen zu verstecken, ist es schwer, sie wieder aus dem Sofa "heraus" zu bekommen. Das mag möglicherweise an der seltsamen U-Form meiner Sitzgelegenheit liegen, führt aber dennoch zu Frust.
In den Minispielen verdient ihr euch Klopapier-Dollarz, die ihr nun nutzen könnt, um eure Wohnzimmerhasen mit allerlei Gadgets auszustatten. So kauft ihr ihnen dekorative Objekte wie Unterhasen äh -hosen oder Footballhelme. Lustiger sind da jedoch die interaktiven Objekte, wie zum Beispiel eine Kuh, die von eurer Decke herab fällt und der Hase versucht aufzufangen. Alles in allem ist das jedoch nur eine kleine Spielerei und fasziniert mehr durch die Technik, als durch das Geschehen. Hier wünsche ich mir mehr von.