Rayman, Globox und zwei Kleinlinge - so sieht das Bild auf den Konsolen aus, Auf dem 3DS seid ihr allein.
Das Wichtigste vorweg: Die 3DS-Umsetzung ist die schlechteste Fassung von Rayman Origins. Wenn ihr irgendwie die Möglichkeit dazu habt, dann genießt dieses großartige Jump'n'Run am besten auf der Xbox 360 oder PlayStation 3 in kernigem Full-HD und mit einem vollwertigen Multiplayermodus. Alternativ greift ihr eben zur Wii. Oder zur noch schärferen PC-Version, dann könnt ihr den Multiplayer aber nur online spielen und nicht mit bis zu drei Freunden an einem Bildschirm. Nun könnte es natürlich sein, dass ihr von Rayman Origins einfach nicht genug haben könnt und es unbedingt überall mitnehmen wollt - zum Beispiel auf eine längere Zugfahrt. Falls ihr eine PlayStation Vita besitzt, ist das die beste tragbare Version des Spiels - allerdings gibt es hier überhaupt keinen Multiplayermodus mehr. Beim 3DS kommen fast alle negativen Faktoren zusammen: niedrige Auflösung, kleiner Sichtbereich, schwache Soundqualität, kein Mehrspielermodus. Aber keine Sorge, auf dem kleinsten aller Bildschirme macht das Spiel noch großen Spaß. Trotzdem müsst ihr mit Abstrichen rechnen.
Gleicher Inhalt, schlechter verpackt. Spaß? Ja! Begeisterung? Nein.
Lasst euch nicht von der Qualität des Screenshots täuschen, die 3DS-Fassung sieht leider deutlich schlechter aus.
Vor allem technisch ist die 3DS-Version massiv abgespeckt gegenüber sämtlichen anderen Fassungen. Das ist angesichts der schwächeren Hardware natürlich verständlich, raubt dem Spiel aber viel seiner Faszination und Atmosphäre. Denn Rayman Origins lebt maßgeblich von seiner lebendigen, detailverliebten, stilistisch exquisiten Kulisse und Präsentation. Auf Nintendos tragbarer Konsole kommen allerdings weder Farben noch Animationen so kräftig zur Geltung wie auf den anderen Plattformen. Besonders im Vergleich zur PlayStation Vita sind die Kontraste schwächer - und auch die niedrigere Auflösung in Verbindung mit dem kleineren Bildschirm sorgt dafür, dass optisch einige Wünsche offen bleiben. Da kann auch der nette, leicht dezente 3D-Effekt nicht entschädigen, der die verschiedenen grafischen Layer in den Vorder- bzw. Hintergrund schiebt. Der Effekt lässt sich schwer in Worte fassen, ist aber mit dem von den eShop-Titeln Mutant Mudds oder Mighty Switch Force vergleichbar. Wenn ihr die kennt, wisst ihr, was euch erwartet.
Inhaltlich unterscheidet sich die Umsetzung für den 3DS nicht von den anderen Versionen. Der einzige relevante Unterschied ist der fehlende Multiplayermodus - das ist schade, den hätte man wenigstens lokal anbieten können. So ist Rayman Origins wie auch auf der PlayStation Vita am 3DS nur alleine spielbar. Ansonsten erwarten euch die gleichen über 60 Levels, die man schon von Xbox 360, PS3 & Co. kennt. Auch spielerisch ist erwartungsgemäß alles identisch, die Steuerung geht über Slidepad und Tasten sehr gut von der Hand. Der untere Bildschirm dient nur dazu, den Levelfortschritt als Leiste darzustellen. Erwähnenswert ist höchstens, dass Rayman auf dem 3DS auch StreetPass nutzt, um freigeschaltete Erfolge mit anderen 3DS-Besitzern zu teilen. Das ist nett, aber auch nicht revolutionär und somit keine besondere Aufwertung des Spiels. Neue Levels wären interessanter gewesen.