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"Irren ist menschlich, aber das totale Chaos bedarf eines Computers!"
- Erich Kästner
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TERA

Bluehole Studio
Frogster Interactive
Rollenspiel
03.05.2012
Zur offiziellen Seite
PC
Gespielt von: alle ansehen
Bauernzucht Kramer
Bewertung
USK

TERA Vorschau

T.E.R.A.

Das neue Online-Rollenspiel von Frogster.

  11.09.2010   0 Kommentare   3610 Klicks
 
 
T.E.R.A. 0,0 0
T.E.R.A.

Was einst eine kleine Nische im Markt der Computerspiele war, ist heute eine beliebte Gelddruckmaschine geworden. Der MMO-Markt boomt und auf der Gamescom 2010 schien jeder zweite Titel etwas vom World-of-Warcraft-Kuchen abschneiden zu wollen. Die meisten Spiele versuchen nicht einmal besonders anders als der restliche Einheitsbrei zu wirken. Die Konsequenz waren Elfenohren so weit das Auge reichte. Man möge mir also meine voreingenommene Haltung verzeihen, als ich den Stand des Berliner Publishers Frogster betrat und um von PR Manager und Ex- Giga-Moderator Philipp Senkbeil ihren neuesten Abo-Titel präsentiert zu bekommen. Umso erstaunter war ich schließlich, als ich ein verblüffend innovatives Spielkonzept zu Gesicht bekam.

Außen hui und innen…auch?

T.E.R.A.

Fangen wir mit dem ersten Eindruck an: Die Optik von T.E.R.A. ist beeindruckend! Basierend auf der Unreal-3-Engine schafft das Entwickler-Team der Bluehole Studios eine fantastische Spielwelt, die sofort zu überzeugen weiß. Zugegeben mutet es ein wenig wie Aion an: überdimensionale Waffen, wohlproportionierte, leichtbekleidete weibliche Charaktere, knuffig-drollige Rassen sowie atemberaubende Städte und Landschaften. Allerdings sieht alles einen Tick besser aus als bei der Konkurrenz von NCSoft. Besonders angetan bin ich von den Nadelbäumen, die erstaunlich realistisch anmuten. Trotz der Grafikpracht verspricht Frogster, dass T.E.R.A. auch auf vier Jahre alten Rechnern laufen soll.

Das Optik allein noch lange kein gutes MMO ausmacht, wissen auch die Berliner und gehen deshalb mit der Steuerung neue Wege: Anstelle des genretypischen Anklickens der Gegner und routiniertem Abfeuern der Fähigkeiten, verzichtet T.E.R.A. komplett auf den Mauszeiger. Stattdessen steuert ihr euren Helden wie in einem Actiontitel direkt und könnt so bei Bedarf auch problemlos auf ein Gamepad wechseln. Entscheidend ist dabei die Position eurer Gegner: Weicht das Ziel euren Attacken und Zaubern aus, verpuffen diese ins Leere. Dadurch ermöglichen sich völlig neue strategische Elemente, die geschickten Spielern einen Vorteil verschaffen. Hoffen wir, dass diese Art der Steuerung auch intuitiv umgesetzt wird.

Zum Anführer geboren

T.E.R.A.

Die meisten MMOs verzichten auf Kollisionsabfrage zu Gunsten der Spielbarkeit. In T.E.R.A. wird es außerhalb von Städten möglich sein, Gegner und andere Spieler zu blockieren. Es ist damit auch nicht mehr möglich, einfach durch die Gegner hindurch zu rennen, um sich so geschickt hinter ihnen zu platzieren. Besonders interessant könnte dieses Feature im PvP werden, wenn rüstungsstarke Krieger Stoffträger vor den Klingen der Gegner abschirmen. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass so auch kein gezielter Angriff durch die verbündeten Reihen mehr möglich ist. Dass die Kollisionsabfrage in Städten deaktiviert ist, soll schlicht und einfach verhindern, dass Eingänge und ganze Wege blockiert werden.

Besonders interessant scheint das politische System von T.E.R.A. zu werden: Jeder Hauptstadt sind diverse Dörfer untergeordnet, die Vanarchen als Anführer haben. Diese dürft ihr alle paar Monate aus euren eigenen Reihen wählen. Die frisch ernannten Vanarchen wählen schließlich den Exarchen, den Anführer ihrer Hauptstadt. Wie genau sich das als Spieler anfühlen wird und ob ihr dadurch besondere Fähigkeit erhaltet, hat Frogster bisher noch nicht verraten.

Der Rest des Spiels deckt ab, was MMO-Spieler heutzutage mehr oder weniger erwarten: sechs verschiedene Rassen und eine hohe Maximalstufe von 60, die komplett durch Quests erreichbar ist. Diese werden sogar ähnlich wie bei Star Wars: The Old Republic mit Cutscenes versüßt. Es gibt eine offene Welt mit sowohl offenen als auch instanzierten Dungeons, Gildenhäusern, ein Handwerks-System, Gruppen und Schlachtzüge. Reisen tut ihr per Pedes oder auf dem Rücken eines Pegasus, der vorgegebene Routen entlang fliegt. Die mittlerweile obligatorisch gewordenen Achievements können euren Helden sogar dauerhaft verbessern.

Ausblick

T.E.R.A.

Frogster will es wissen: Nach ihrem Free-to-Play-Hit Runes of Magic wagen sich die Berliner nun ins heiß umkämpfte Abo-Schlachtfeld. Dass hier nicht unbedarft vorgegangen wird, zeigen die zahlreichen Innovationen und Neuerungen, mit denen T.E.R.A. 2011 ins Feld ziehen wird. Kollisionsabfrage, Action-Steuerung, Politik und brillante Grafik lassen eine gewisse Erwartungshaltung zu, die vielen Konkurrenz-Produkten am Horizont nicht vergönnt ist. Andererseits sollte der kritische Spieler nicht vergessen, dass es sich hierbei um die Portierung eines koreanischen Grinders handelt, der für den westlichen Markt adaptiert wird. Doch ist immerhin genau das die Spezialität von Frogster, wie die vier Millionen Spieler von Runes of Magic eindrucksvoll beweisen.

Es wird also spannend im Wettrennen um die Gunst der MMORPG-Spieler: 2011 erscheinen neben T.E.R.A. heiß erwartete Titel wie Guild Wars 2 und Biowares Star Wars: The Old Republic. Frogster hat es jedenfalls über Nacht geschafft, die Zwickmühle für Online-Helden größer zu machen. Wer sich von Elfenohren nicht abschrecken lässt, sollte jedenfalls die Lauscher aufstellen, wenn sich die Pforten von T.E.R.A. öffnen. Bei all dem Konkurrenz-Druck scheint sich nur einer zurückzulehnen und genüsslich zuzusehen, wie die kleinen ganz groß werden wollen. Denn mit Cataclysm erscheint ebenfalls 2011 ein weiteres Add-On aus dem Hause Blizzard, um die 14 Millionen Spieler von World of Warcraft erneut bis auf weiteres an sich zu binden.

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Kommentare

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Flauwy
von Flauwy | 13.09.2010, 11:31 Uhr
bearbeitet von Flauwy am 13.09.2010 13:11 Uhr
Ich finde es interessant wie sehr ihr euch auf den Abschlusskommentar stürzt, dass WoW nach wie vor ein harter Konkurrenz-Brocken sein wird. Das Addon von WoW so schlecht sein wie es will, es wird sich trotzdem gut verkaufen, weil die meisten Leute wenigstens mal rein gucken wollen. klingt komisch, ist aber so.
Pud
von Pud | 12.09.2010, 15:40 Uhr

Ich finde es sieht nicht schlecht aus, wie es mit der Konkurrenz zu anderen MMO-Giganten stehen wird, das zeigt sich wohl dann :D

Genetixx
von Genetixx | 12.09.2010, 10:56 Uhr

@AndyDo

 

Reine Geschmackssache.Ich persönlich hasse da Leveln in jedem MMORPG, das 1x macht noch meistens Spaß, danach eh nicht mehr.Also können in Cata von mir aus gerne 5 Q's in 50m zusammen liegen, umso schneller komme ich dann auf 85 mit meinen beiden Chars.Ist ja nicht so, als würde WoW nur das Leveln bieten, und auf Max. lvl nichts weiteres.

hehe, ja die Quests kenne ich noch, ewigkeiten ist man da hin gelaufen^^

Vetes
von Vetes | 12.09.2010, 09:54 Uhr

Hmm sheint ja ganz ok zu sein. Schade, dass sich Frogster voll und ganz auf den Online-Markt gestürzt hat. Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Star Wolves. Im Online - Abo - Sektor kommt für mich wohl aber nur TOR in frage.

AndyDo
von AndyDo | 12.09.2010, 07:44 Uhr

@7 Chefredakteur

Wenn du dich da mal nicht zu weit aus dem Fenster lehnst.

Die derzeitigen Änderungen am Spiel durch Cataclysm sind nicht jedermanns Sache. Ich hab nen Beta-Account und was ich bisher zu Gesicht bekommen hat, bestärkt mich in dem Glauben, nicht weiter WoW spielen zu wollen.

Das Addon verändert die alte Welt, wobei ich sagen muß, daß das glänzend umgesetzt wurde von dem her, was man derzeit sehen kann. Allerdings machen die Worgen für mich den Eindruck des "was wir mit den Draenei nicht geschafft haben, sollen jetzt die Worgen wett machen. Sie sollen fies wirken (und tun es dann trotzem wieder nicht, weil man sie sich als Stofftier ins Bett wünscht)." Goblins bei der Horde sorgen für mich für einen weiteren schlechten Beigeschmack, denn ich habe letztens in Orgrimmar gedacht "warum rennt hier ein Gnom ohne PvP-Flag rum?"

Auch die rigorose Umstellung der Questerei von "Freiheit durch volle Auftragsbücher" auf  "Queste auf der Fläche eines drittklassigen Fußballfeldes um mich herum" ist alles andere als eine tolle Sache.

Sicherlich werden Neukunden, die WoW vorher nicht gespielt haben, nichts vermissen. Alle anderen werden allein durch die Zusammenpferchung in einen Questhub von 3 bis 10 Quests an einem Ort schmerzlich ihre Entscheidungsfreiheit vermissen, die sie bisher genossen haben. Zugegeben, es war streckenweise nervig, von den östlichen Pestländern nach Silithus geschickt zu werden (also von einem Ar*** der Welt zum anderen), aber man konnte entscheiden, welche Quest man mitnimmt und wann man sie "nebenbei" erledigt.

Ich könnte noch viel mehr negative Kritik üben, aber dafür reicht weder meine Zeit noch der Platz hier.

MfG

shadoom
von shadoom | 12.09.2010, 00:04 Uhr

Ich glaube ihr versteht die "Mausfreie Steuerung" sehr sehr falsch.

Das Spiel, spielt sich wie jeder andere Third Person Shooter, habt ihr schonmal einen gespielt? Genau man sieht sich um und schießt mit der Maus, wie bei jedem anderen Spiel.

 

Es ist die Unreal Engine und es spielt sich auch ziemlich dem entsprechend.

 

ps. die gothic kampfsteuerung ist absolut nicht zu vergleichen, welche ich nebenbei gesagt für schrecklich empfinde.

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