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Tales of Monkey Island

Telltale Games
Daedalic Entertainment
Adventure
28.10.2010
k.A.
PC
Gespielt von: alle ansehen
Haggy Anne Bomberpilot Azuris
Bewertung
USK
  23.11.2010   0 Kommentare   4930 Klicks
Tales of Monkey Island (Deutsch) 10,0 1

Tales of Monkey Island Spieletest

Tales of Monkey Island (Deutsch)

Piraten und Affen auf Deutsch: Wie gut ist die Übersetzung von Tales of Monkey Island?

Geschichten einer Affeninsel

Tales of Monkey Island (Deutsch)

Doppelter Test auf DemoNews, was ist denn hier los? Bereits vor einem Jahr nahm ich mir Tales of Monkey Island zur Brust und gehörte dabei nicht zu den ewigen „Buhu, früher war alles besser, Telltale stinkt!“-Neinsagern. Im Gegenteil: Obwohl ich ja ansonsten über alle Fitzeldetails motze, die mir in einem Point´n´Click-Adventure auffallen, gab es von mir mehr Lob und ein Fazit der Marke „Eines der besten Adventures der Neuzeit und mitnichten eine Enttäuschung“. Und weil Daedalic Entertainment uns alle ganz lieb hat, haben sie die gesamte Saga ins Deutsche übersetzt – was für einen Nachtest gut genug ist.

Bezüglich Story, Steuerung, Grafik, Musik und Rätseldesign lest bitte meinen alten Test aus dem letzten Jahr... war nur Spaß. Hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was mich damals zur 86 Punktewertung greifen lies: Guybrush Threepwood wollte mal wieder nur das Beste für alle und hat dabei mal wieder nur Mist gebaut. Denn anstatt LeChuck endgültig in die Jagdgründe zu befördern, saugt er versehentlich das Böse aus ihm heraus. Dieses wabbert nun in Form einer grünen Wolke am Himmel und verseucht alle Piraten in der näheren Umgebung. Dies betrifft auch Gubyrush selbst, der plötzlich zu unkontrollierten Wutausbrüchen neigt und dessen linke Hand ein Eigenleben besitzt. LeChuck wiederum ist auf einmal lebendig und scheint ganz friedlich... eine verkehrte Welt, sozusagen.

Alle für eine, eine für alle

Tales of Monkey Island (Deutsch)

Das Tolle an der Handlung von Tales of Monkey Island ist nach wie vor die fantastische Erzählstruktur. Wie bei allen Telltale-Spielen üblich besteht das Adventure aus einzelnen Episoden, die zunächst einzeln als reine Download-Programme veröffentlicht wurden. Jede Episode umfasst ihre eigene, kleine Geschichte und wirkt in sich abgeschlossen. Gleichzeitig werden alle fünf zusammen von einem wunderbaren Handlungsrahmen überbrückt. Diese Balance aus Eigenständig- und Zusammengehörigkeit hat Telltale zuvor noch nie so gut hin bekommen, wie im Falle von Tales of Monkey Island. Am Ende stört eigentlich nur ein kleiner Komfortmangel: Wenn ihr eine Episode fertig habt, dann müsst ihr per Hand die nächste starten. Ein Minimakel, so klein, das er eigentlich gar keiner Erwähnung bedarf.

Der Humor ist ebenfalls sehr stark und lebt von der Abgedrehtheit der Monkey Island-Saga. Zwar bedient sich Telltale hier an den Stärken eines zwanzig Jahre alten Klassikers (den ich damals als einziges Point´n´Click-Adventure überhaupt zum Spiel des Jahres gekürt hätte, nur so nebenbei) - aber warum auch nicht? Gubyrush Threepwood ist ein fantastisch ausgearbeiteter Charakter: Er ist witzig, er ist intelligent, er ist charmant, er ist eigensinnig und er ist vor allen Dingen einmalig. Bei den Nebencharakteren sehe ich ebenfalls kaum Schwachstellen, seien es die altbekannten wie Elaine und LeChuck oder die Neuzugänge Marquis De Singe sowie Morgan LeFley.

Jetzt verständlich für jedermann

Tales of Monkey Island (Deutsch)

Daedalic Entertainment hat ihre Aufgabe, den skurrilen Humor gut ins Deutsche zu transferieren, sehr gut gemeistert. Ich hab jetzt nicht das Original mit der neuen Version 1:1 verglichen. Jedoch war der Spielspaß damals wie heute praktisch identisch. Die Wortwitze stimmen, genau wie die wundervolle Synchronisationsarbeit. Besonders Gubyrush hat auch hierzulande eine erstklassige Stimme abbekommen, die ihrem englischen Pendant kaum nach steht. Der Marquis gefällt mir nicht ganz so gut, denn sein wunderbarer Akzent ging bei der Übersetzung etwas verloren. Und auch der brillante „Bwark... it´s me, Guybrush Threepwood, mighty pirate.“-Satz eines untoten Papageis (fragt nicht...) bleibt in der US-Version ungeschlagen. Doch das sind letztlich Kleinigkeiten, die speziell all jenen Spielern, die Probleme mit Fremdsprachen oder dem doch zuweilen recht heftigen Piraten-Slang haben, keine Sorgenfalten bereiten dürften. Zudem können Pedanten jederzeit die englische Originalversion installieren, die Teil des Gesamtpaketes ist.

Nur kleine Spaß-Stolperfallen

Tales of Monkey Island (Deutsch)

Wenn Tales of Monkey Island irgendwo schwächelt, dann bei Rätseldesign und Steuerung – und das auch nur auf den ersten Blick. Manchmal müsst ihr zu viel von A nach B sowie wieder zurück laufen. Aufgrund des Episodenkonzeptes gibt es relativ viel Szenen-Recycling und ganz wenige Puzzles sind hart an der Grenze der Nachvollziehbarkeit. Insgesamt dominieren für meinen Geschmack die Dialogrätsel zu sehr. Die Benutzerführung beim Benutzen zweier Gegenstände ist etwas zu umständlich.

Und auf ewig scheiden sich die Geister bezüglich der Laufsteuerung, denn Gubyrush lässt sich nur dann mit einem einfachen Klick bewegen, wenn ihr direkt ein Objekt anvisiert. Ansonsten müsst ihr entweder die Maustaste gedrückt halten und den Mauszeiger in die gewünschte Laufrichtung bewegen oder direkt zu den Cursortasten greifen. Letztere Mechanik funktioniert gleichwohl besser als sie sich anhört: Nach kurzer Eingewöhnungszeit störte sie mich jedenfalls keinen Meter mehr. Zu guter Letzt eine kleine Warnung an die Adventure-Neulinge: Es gibt hier keine Hotspot-Funktion. Ihr müsst alle manipulierbaren Gegenstände ganz klassisch aufspüren, indem ihr alle Ortschaften mit der Maus abfahrt. Allerdings sind alle wichtigen Dinge auch schön groß designt, weshalb das Spiel nicht zur lästigen Pixelsucherei verkommt.

Die Grafik macht auf den Standbildern nicht viel her, profitiert jedoch massiv von den verspielten wie herausragend gestalteten Animationen. Wo so viele andere Point´n´Click-Adventures mit steifen Bewegungen und 08/15-Gewackel für wenig Atmosphäre sorgen, da versprüht Tales of Monkey Island ein Feuerwerk an liebevollen Gesichtermimiken. Bezüglich des Sounds hört ihr abseits der tollen Sprachausgabe einen stilgerichten Soundtrack - inklusive Karibikklängen aus der Feder von Michael Land, der bereits seit Beginn der Serie für den richtigen Ton mitverantwortlich ist.

Fazit

Tales of Monkey Island (Deutsch)

Kaufen, los. Tales of Monkey Island ist kein perfektes Adventure, aber eines, das die Tugenden der alten Zeiten wunderbar demonstriert. Pfiffiger Humor, eine schlüssige wie bizarre Handlung und knackige Rätselkost, die über weite Strecken gekonnt die Balance zwischen „zu leicht“ und „zu schwer“ trifft, sorgen für ganz viel Spielspaß. Telltale sollte vielleicht mal über ein paar Komfortfeatures nachdenken, die in Europa inzwischen Standard sind – ich schaue hier auf die fehlende Hotspot-Funktion. Auf der anderen Seite kommen nur die Jungs aus den USA auf wirklich clevere Rätselideen, wie beispielsweise der Gag mit der unterschiedlich faltbaren Übersichtskarte.

Wer jedenfalls bislang aufgrund der englischen Sprache und den damit verbundenen Wortwitzen zurück geschreckt hat, dem bleibt nun keine Ausrede mehr. Daedalic Entertainment liefert eine saubere Übersetzungsarbeit ab, die vielleicht nicht alle Humor-Nuancen rettet, aber das Spiel wunderbar für alle Nichtfremdsprachler zugänglich macht. Wir alten Veteranen sollten darüber jedenfalls nicht motzen – oder hat es uns damals etwas ausgemacht, die alten Teile auf Deutsch zu zocken? Monkey Island stand schon immer für eine gelungene Lokalisierung – ich würde es gar als einer der wichtigsten Vorreiter diesbezüglich bezeichnen. Und Daedalic hat dafür gesorgt, diesem Status gerecht zu werden.

Kommentare

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grunt01
von grunt01 | 29.11.2010, 21:36 Uhr

Dazu kann ich nur sagen (oder besser: zitieren):

Schmecke den kalten Stahl schwächliches Kanonenhalteseil! :)

Ah, endlich mal ein neues MI. Muss ich gleich mal mit dem ersten Teil wieder anfangen und diesmal auch gleich den neuen durchspielen.

TheMessenger
von TheMessenger | 23.11.2010, 21:55 Uhr

@Ultrabasher:
Nur zum Verständnis: "Tales of Monkey Island" ist kein Remake, sondern ein neues Adventure um Guybrush Threepwood und Konsorten. Die Remakes von Teil 1 und 2 sind aber mittlerweile auch erhältlich - und natürlich uneingeschränkt empfehlenswert...

Shadowlord
von Shadowlord | 23.11.2010, 21:46 Uhr

Ich habs, nur leider keine Zeit zum Spielen. :(

Aber gut zu lesen, dass das Spiel super ist, kann ich mich ja drauf freuen.

JackDaniels
von JackDaniels | 23.11.2010, 21:11 Uhr

coooooooooool

belab
von belab | 23.11.2010, 19:24 Uhr

oh ja, da wird es für mich auch mal an der zeit, das spiel zu spielen. habe es bisher noch nie gespielt

Gugo
von Gugo | 23.11.2010, 17:25 Uhr

Cool zu hören, dass die das gut übersetzt haben. Wahrscheinlich hol ichs mir jetzt dann bald... Aber im Moment muss ich noch Fallout zocken ^^

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