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The Walking Dead - Ep. 2: Starved for Help

Telltale Games
Telltale Games
Adventure
29.06.2012
Zur offiziellen Seite
PC, Xbox 360, PS3
Gespielt von: alle ansehen
Apokal
Bewertung
USK
  11.07.2012   1 Kommentare   892 Klicks
The Walking Dead - Starved for Help 8,7 3

The Walking Dead - Ep. 2: Starved for Help Spieletest

Zwischen Hungertod und Zombiebiss

Telltale nimmt sich Zeit: Eigentlich sollte alle 30 Tage eine neue Walking Dead-Episode erscheinen, im Falle von Starved for Help hat es nun fast doppelt solange gedauert. Die Fans wurden schon ungeduldig, so mancher sprach gar vom Scheitern des Episodenkonzepts. Doch manchmal braucht gut Ding einfach viel Weile.

Hunger

Lee und die Axt: Ein ganz normales Bild nach drei Monaten Zombie-Apokalypse.

Drei Monate später: So lautet der Text direkt nach der kurzen Zusammenfassung, die euch die Geschehnisse von The Walking Dead – A New Day in Erinnerung rufen. Die Welt ist immer noch von Zombies bevölkert, während die wenigen noch lebenden Menschen um ihre Existenz kämpfen. Ihr übernehmt erneut die Rolle von Lee, der zusammen mit Mark auf Nahrungssuche geht. Wer Mark ist? Das wird nicht direkt erklärt – Lee und seine Gefolgsleute, die es bis zum Ende der ersten Episode geschafft haben, lernten ihn irgendwann im Laufe der besagten drei Monate kennen und integrierten ihn dabei in die Gruppe.

Nahrungssuche: Es ist das zentrale Thema dieser Episode. Darüber hinaus geht es wieder mehr darum, schwierige Entscheidungen zu treffen, anstatt komplexe Rätsel zu lösen. So bekommt ihr zu Beginn vier Essensrationen zugesteckt, die ihr an die Gruppe verteilen müsst. Das Problem ist nur, dass eigentlich zehn Münder gestopft werden wollen...

Vorweg: Verhungern wird so schnell niemand. Im Laufe der Episode lernt ihr die Brüder Danny und Andy sowie deren Mutter Brenda kennen. Die drei haben ihre Farm zur Festung gemacht und halten den Zaun, der das gesamte Grundstück umgibt, unter Strom. Jedoch kostet das auch massig Benzin, weshalb die Familie Tauschgeschäfte mit anderen Überlebenden eingeht – vornehmlich Sprit gegen Nahrung. Lee & Co. gehen ebenso auf den Deal ein – aber wie ihr euch denken könnt, hat die Sache einen Haken...

Böse Fragen, unbequeme Antworten

So viel Essen auf dem Tisch... da muss etwas faul dran sein.

Keine Angst, mehr verrate ich natürlich nicht. Nur so viel: Episode zwei ist in jedweder Hinsicht härter und geschmackloser als Episode eins. Diesmal sind es weniger die Zombies, die als Bedrohung heraus kristallisiert werden, sondern die Menschen, die verzweifelt einen Weg suchen, mit dem apokalyptischen Szenario umzugehen. Eure Entscheidungen hängen viel häufiger mit Moral, Anstand und Überlebensinstinkt zusammen. Gleichwohl sei gesagt: Die Geschehnisse an sich könnt ihr kaum beeinflussen. Es geht “nur“ darum, ob ihr beispielsweise für den Tod eines bestimmten Charakters verantwortlich seid oder nicht. Lees Umfeld, allen voran das kleine Mädchen Clementine, merkt sich eure Taten und verhält sich entsprechend freundlich oder unfreundlich euch gegenüber.

Es ist klar, dass Telltale Games aufpassen muss, keine allzu großen unterschiedlichen Resultate in Abhängigkeit euer Aktionen zu ermöglichen. Denn wir haben nicht einmal die Hälfte der “Serie“ hinter uns, weshalb ich allenfalls gegen Staffelende wirklich dramatisch unterschiedliche Storyverläufe erwarte. Doch zumindest die Dialoge oder besser gesagt der Tonfall einzelner Charaktere variiert massiv von Spielverlauf zu Spielverlauf. Erinnert euch: Ein Heavy Rain war nicht viel anders gestrickt.

Ein kleines Wort zur Grafik und zum Sound: Die Präsentation hat sich freilich von der Qualität her kaum gegenüber der ersten Episode geändert. Aber speziell auf der Xbox 360 hatte ich einige unschöne “Hänger“, aufgrund derer die Schnitte von der einen zur nächsten Szene sehr holprig wirkten. Das sorgte demnach für ein paar Kratzer in der ansonsten grandiosen Atmosphäre.

Fazit - The Walking Dead - Ep. 2: Starved for Help Spieletest

Andy1977

Wieder ein Volltreffer: Telltale Games Jurassic-Park-Scharte war wohl wirklich eine Eintagsfliege. Das Heavy-Rain-Konzept funktioniert im Falle von Walking Dead weiterhin hervorragend und bringt euch bei den diesmal besonders harten Ereignissen in heftige Gewissenskonflikte. In Punkto Geschichte bin ich erstaunt, welch qualitative Steigerung Telltale vollbracht hat – und bin fast schon am Zweifeln, ob ihnen dieses Kunststück noch einmal für eine der nachfolgenden Episoden gelingt.

Warten wir ab, was uns Mitte August erwartet.

Bewertung
„In Punkto Geschichte bin ich erstaunt, welch qualitative Steigerung Telltale vollbracht hat (…).”

Vorteile Nachteile
Sehr starke Weiterentwicklung der Geschichte
Immer noch vom Rätseldesign her gesehen zu leicht
Einige moralisch besonders fragwürdige Ereignisse, die euch als Spieler zu richtig unangenehmen Entscheidungsfragen führen
Eure Entscheidungen haben kaum Einfluss auf das endgültige Resultat eines Ereignisses
Steuerung, Szenenschnitt sowie Sprachausgabe erneut gelungen
Bewertung
„In Punkto Geschichte bin ich erstaunt, welch qualitative Steigerung Telltale vollbracht hat (…).”

Kommentare

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spider2000
von spider2000 | 11.07.2012, 14:05 Uhr
fande episode 2 auch sehr gut, nur die spielzeit war leider zu kurz.
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