Zeitraffer durch die Geschichte

Einer vor Alle, Alle für Einen!
Vor rund 25 Jahren oder genauer gesagt am 18. Dezember 1987 war es soweit. Square Enix (damals noch Square) veröffentlichte mit Final Fantasy für das Nintendo Entertainment System den Beginn einer epischen Reise. Einer Reise, von der wir jetzt immer noch nicht genug bekommen haben. Dass ein solches phänomenales Jubiläum nicht einfach im Sande verläuft, ist klar. Und genau aus diesem Grund darf man sich sicherlich zum Ende des Jahres auf tolle Dinge in Bezug auf Final Fantasy freuen. Den Anfang macht Square Enix bereits vor wenigen Tagen mit dem Nintendo 3DS-Spiel Theatrhythm Final Fantasy. Doch ein wahrlich feierlicher Auftakt ist das Ganze nur, wenn man Frust-resistent ist und schlangenartige Reflexe besitzt.
BMS: Passt auf das die Gegner nicht zu nah kommen!
Theatrhythm Final Fantasy ist eigentlich ein ganz nettes Spiel für zwischendurch und deshalb bestens auf dem Nintendo 3DS aufgehoben: Startet ihr das Spiel, erhaltet ihr natürlich erst einmal eine recht ausführliche Einweisung in die Grundprinzipien. Doch dann geht es direkt los. Im „Story-Modus“ habt ihr die Auswahl zwischen den 13 Hauptablegern der Reihe und könnt dort jeweils drei verschiedene Song zuzüglich Intro und Outro genießen. Final Fantasy-Kenner werden hier echt ihr wahre Freude erleben, da alle bekannten Stücke dabei sind. Und wenn doch mal einer fehlt, sollen regelmäßig für den Preis von 1 Euro weitere Lieder zum Download angeboten werden. Zu Beginn erhaltet ihr nach der Auswahl eines Final Fantasy-Ablegers im Intro eine kurze Storyeinführung des jeweiligen Teils und im Outro, wie diese ausgegangen ist. Ganz nützlich und insofern auch sinnvoll, da sicherlich nicht jeder von uns mit den verschiedenen Storylines vertraut ist. Aber wie man hierbei schon merkt, steht eine Geschichte wirklich nicht im Vordergrund, sodass es eben keine gemeinsame Erzählung der Teile gibt.
Typisch RPG?
Die Qual der Wahl
Welch Drama: Die Götter Chaos und Cosmos liegen im Streit. Durch das Sammeln von Steinchen/Noten wird alles wieder gut. Kommt euch bekannt vor? Dissidia: Final Fantasy lässt grüßen. Aber egal, nach der Auswahl unserer Gruppe, die aus vier putzigen Hauptcharakteren der Final Fantasy-Geschichte bestehen kann, geht unser Abenteuer direkt los. Wie man nach den ersten Gefechten merkt, kassieren wir fleißig Rhythmia-Noten, EXP und Items, um unsere Gruppe zu stärken. Die letzteren Punkte sind eine nette Idee, eine so tragende Auswirkung auf den Spielverlauf haben sie nicht, und es erschließt sich mir am Ende des Spiels nicht wirklich, wofür meine Charaktere mehr Agilität und Stärke benötigen. Durch die Rythmia schaltet ihr hingegen neue Spielmodi, Video-Clips, Sammelkarten, Musikstücke oder aber Charaktere frei, wodurch sich Theatrhythm Final Fantasy erst nach einiger Spielzeit so wirklich für uns öffnet. Immerhin gibt es im Challenge-Modus weitere, echt harte Schwierigkeitsgrade. Im Chaos Shrine erwarten uns Dark Notes, die durch zufällige Lieder und Schwierigkeitsgrade glänzen. Übrigens dürft ihr seltene Items sammeln, wenn ihr nicht gerade eure Dark Notes über StreetPass tauscht.
Das „Kampfsystem“ dabei ist einfach zu erschließen und benötigt nicht wirklich viel Einarbeitungszeit. Passend zur Melodie (wirklich schön aufbereitet) kommen verschiedene Noten auf den Bildschirm geflogen und ihr müsst diese mit eurem Stylus nachspielen. Dabei müsst ihr aufpassen, dass ihr entweder nur tippt, in eine Richtung streicht oder aber die Note eine gewisse Zeit lang haltt. Aber Vorsicht, denn vermasselt ihr zu viele Noten, winkt ihr Game Over! Verschiedene Schwierigkeitsgrade spielt man im Laufe der Zeit frei, wobei sich dann das Tempo und die Notenanzahl stark erhöht. Die Steuerung ist im Grunde präzise, auch wenn der Stylus ab und an etwas hackt - prinzipiell funktioniert es aber so, wie ihr es euch vorstellt.
Eine Besonderheit im Kampfablauf ist allerdings noch vorhanden: Jede Epoche ist in fünf Abschnitte unterteilt. Nach dem Intro (drückt brav auf den grünen Kristall!) gilt es, drei verschiedene Kampfmodi zu absolvieren, bevor man das Outro (Kristall!) erleben darf. So gilt es im „Battle Music Stage“ (BMS), gemeinsam mit seiner Gruppe gegen unterschiedliche Gegner anzutreten - wobei es unerheblich ist, ob ihr zu viert seid, da die Noten sowieso nacheinander angezeigt werden. Sammelt ihr besondere Noten ein, führt ihr übrigens kleinere Beschwörungsangriffe aus. In der „Field Music Stage“ läuft der Gruppenanführer durch eine nette Landschaft und muss passend zur Umgebungsmusik Tonfolgen abspielen. Trefft ihr diese richtig, dürft ihr auf dem Chocobo reiten und das Tempo etwas erhöhen, um mehr Punkte zu erhalten. Ebenfalls gibt es am Ende Items zu verdienen, die eure Lebensanzeige zum Beispiel erhöhen. Der letzte Modus ist die „Event Music Stage“, in welcher ihr unterlegt von Schlüsselszenen der jeweiligen Spiele Noten trefft. Der Schwierigkeitsgrad definiert sich hier dadurch, dass die Noten auf dem Bildschirm über bestimmte Schienen verlaufen und man genau hinschauen muss, wie lange es noch geht.